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Trends und Enwicklungen im deutschen #VoD-Markt. Max Reichert im Interview mit Quotenmeter

Max Reichert, Goldmedia, © Screenshot Quotenmeter.de
Max Reichert, Goldmedia, © Screenshot Quotenmeter.de

07.08.2018. Welche Filme und Serien sind in der VoD-Welt aktuell besonders gefragt? Welche Player positionieren sich mit welchem Content? Was sind die jeweiligen Erfolgsrezepte der Anbieter? Welche Entwicklungen gibt es im Streamingverhalten der Nutzer? Existiert eigentlich ein VoD-Sommerloch? Welche neuen Trends lassen sich momentan ausmachen? Diese und andere Fragen beantwortet Goldmedia Research Associate Max Reichert in einem Interview mit Quotenmeter.

Auszüge aus dem Interview

Was sind die VoD-Ratings und für wen sind sie interessant?

Mit den Goldmedia VoD-Ratings werden seit Januar 2017 Zuschauerzahlen für den deutschen Pay-VoD-Markt ermittelt. Dadurch existiert erstmals ein Analysetool für detaillierte Auswertungen zur VoD-Nutzung auf Pay-VoD-Portalen wie Netflix, Amazon Prime Video, Sky oder maxdome.

„Die Streamingdienste kennen ihre eigenen Zahlen. Was jedoch bei den anderen Anbietern wirklich gut läuft, sehen sie nur bei uns. Gleiches gilt für Produktionsfirmen und Fernsehsender, die die VoD-Ratings abonniert haben: es geht um Konkurrenzbeobachtung, faktenbasierte Argumente für Lizenz-Verhandlungen mit den Plattformen und vor allem auch um das frühzeitige Erkennen von Trends.“

Gibt es neue Trends in der VoD-Landschaft?

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Trendmonitor 2018. VoD-Plattformen zwischen Preiserhöhung, Überlebenskampf und Spezialisierung

Der Konkurrenzkampf spitzt sich zu: VoD-Plattformen zwischen Preiserhöhung, Überlebenskampf und Spezialisierung.

Trendausblick von Max Reichert

04. Dezember 2017. Aus Sicht der VoD-Anbieter in Deutschland war 2017 ein durchmischtes Jahr. Während die Branchenführer ihre Stellung ausbauen konnten, müssen kleinere Anbieter um jeden Kunden kämpfen. Neue Streamingdienste versuchen, dem Existenzkampf durch Spezialisierung zu entgehen. 2018 wird für viele Streaming-Anbieter ein Jahr mit Weichenstellung.

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Max Reichert, Research Associate Goldmedia, © Goldmedia

Im deutschen VoD-Bereich wurde 2017 kräftig in Marketingkampagnen investiert, um Eigenproduktionen zu promoten: Amazon setzte dabei auf Mathias Schweighöfer als Zugpferd („You are wanted“), Maxdome auf Christian Ulmen („Jerks“), Sky auf die Anziehungskraft der Hauptstadt („Babylon Berlin“) und Netflix auf einen innovativen Regisseur („Dark“, Baran bo Odar).

Im Zuge der Investitionen in neuen Content wurden auch die Preise angepasst. In welche Richtung, das beschreibt die Lage der Anbieter besser als jede Trendanalyse: Während Amazon und Netflix die Preise erhöhten und damit selbstbewusst die dominante Stellung im Markt ausnutzen, setzen Sky und Maxdome mit Rabattaktionen auf jeden Abonnenten.

Für Maxdome und Sky wird die Situation 2018 nicht einfacher

Es ist fraglich, ob sich ein lokal agierender Streaming-Konzern langfristig mit den globalen Video-Giganten messen kann. Der Preisnachlass leitet Maxdome und Sky in ein entscheidendes Jahr 2018. Trendmonitor 2018. VoD-Plattformen zwischen Preiserhöhung, Überlebenskampf und Spezialisierung weiterlesen

VoD-Charts. Star Trek: Discovery entert die Streaming-Charts

10.10.2017. Star Trek: Discovery  erreichte in Deutschland in den VoD-Charts auf Anhieb Platz sechs. Das Format kam in der ersten Mess-Woche (29.09. bis 05.10.) auf eine durchschnittliche Abruf-Brutto-Reichweite von 1,65 Millionen und lag damit gleichauf mit der Kult-Serie Breaking Bad.

Gemeinsam mit Quotenmeter.de veröffentlicht Goldmedia seit September 2017 wöchentlich die VoD-Charts – die Top 10 der beliebtesten Inhalte der Pay-VoD-Anbieter in Deutschland. Basis für das Ranking: Brutto-Reichweite der Abrufe (Views) in Mio.

© Quotenmeter.de, Angaben Brutto-Reichweite der Abrufe in Mio. auf Basis VOD-Ratings Goldmedia
© Quotenmeter.de, Angaben Brutto-Reichweite der Abrufe in Mio. auf Basis VOD-Ratings Goldmedia

Spitzenreiter bleibt weiterhin The Big Bang Theory (3,83 Mio. Abrufe). Überraschend landete Rick & Morty auf Platz zwei und verdrängt damit vor allem wegen einer enorm gefragten dritten Staffel den bisher Zweitplatzierten, die Fantasy-Serie Game of Thrones (2,0 Mio. Abrufe), die nun Dritter ist. Rick & Morty punktet über Sky Go und Sky Ticket. VoD-Charts. Star Trek: Discovery entert die Streaming-Charts weiterlesen

VoD-Charts: Top-Inhalte der Streamingdienste in Deutschland

04.10.2017. Seit Januar 2017 erfasst Goldmedia mit den VoD-Ratings wichtige Kennzahlen der Pay-VoD-Angebote in Deutschland. Gemeinsam mit Quotenmeter.de veröffentlichen wir seit September 2017 wöchentlich die Top 10 der beliebtesten Inhalte der Pay-VoD-Anbieter in Deutschland.

Ranking der beliebtesten Inhalte der Pay-VoD-Anbieter nach Brutto-Reichweite der Abrufe (Views) in Mio.

Top 10 Pay-VoD-Abrufe (Deutschland) im Zeitraum 22.09. – 28.09. 2017

© Quotenmeter.de, Angaben Brutto-Reichweite der Zuschauer in Mio.
© Quotenmeter.de, Angaben Brutto-Reichweite der Abrufe in Mio.

The Big Bang Theory und Game of Thrones erzielen in den Abruf-Charts die meisten Views und belegen die Plätze eins (mit 3,57 Mio.) und zwei (mit 2,50 Mio).

Die Chuck-Lorre-Sitcom profitiert dabei auch davon, dass sie auf vielen Plattformen angeboten wird.

Das beliebteste Netflix-Format ist die Serie Narcos – sie führt bei Netflix das Ranking an und kommt insgesamt auf die dritte Position mit einer Brutto-Reichweite von 2,31 Millionen. Ein weiteres Netflix-Original ist Teil der Top-10-Liste –  Orange is the New Black mit einer Bruttoreichweite von 1,32 Millionen – Platz neun. VoD-Charts: Top-Inhalte der Streamingdienste in Deutschland weiterlesen

Vertriebsallianzen stark im Kommen. Rainer Heneis zum Start der Fußball-Bundesliga

17.08.2017. Pünktlich zum Start der Fußball-Bundesliga wird in den Medien Neues und Verändertes diskutiert. So ist der Fußball auch Thema der Woche in der aktuellen HORIZONT (33/2017 vom 17. August 2017). Unter der Headline „Alte Meister, neue Bühnen“ werden Veränderungen zur neuen Saison im Bereich Sponsoring und Medienrechte besprochen.

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Rainer Heneis, Associate Partner Goldmedia, © Goldmedia

Im Gespräch mit der HORIZONT für diesen Artikel  – auch Goldmedia-Partner Rainer Heneis, zuvor langjähriger Sport-1-Manager. Das „Sportrechtekarussel“ dreht sich immer schneller. Für die Fans könnte das bedeuten, immer mehr Abos und Endgeräte zu brauchen, um möglichst viele Bilder ihrer Lieblingssportart zu sehen.

„Um die Fans durch die steigende Anzahl von Bundesliga-Medienpartnern nicht zu verprellen, könnten (solche) Kooperationen der Medienhäuser untereinander wertvoll sein, sagt Rainer Heneis gegenüber HORIZONT . „Sinnvoll ist sicherlich die Vermarktung von Bundle-Angeboten wie das neue Sky Sport Kompakt der Telekom, ein guter Kompromiss für den Fußballfan bei überschaubaren Kosten.“ Allerdings gibt der ehemalige Sport-1-Manager zu bedenken, dass vor allem das langfristige Preis-Leistungs-Verhältnis den entscheidenden Effekt auf die Abwanderungsquote der Kunden haben wird.

Was der Erwerb der Champions-League-Rechte durch Sky und DAZN für die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF bedeutet, wie sich die Sender in den Jahren ohne  Großereignisse wie EM, WM und Olympia aufstellen müssen und welche kreativen Wege kleinere Sender wie Sport 1 finden müssen, ist nachzulesen in der HORIZONT, 33/2017 vom 17. August 2017.

www.horizont.net

Goldmedia Fanmonitor 2017

 

Trendmonitor 2016. Die Unschärferelation in der TV-Reichweitenforschung. Trend-Ausblick von Dr. Mathias Wierth

Die Unschärferelation in der TV-Reichweitenforschung: Soziodemografische Datentiefe vs. breitere Abbildung der Gesamtnutzung

[17.12.2015] „Follow the content“ – das ist nicht nur das zentrale Motto bei der linearen und non-linearen TV-Nutzung, sondern auch der Leitsatz der Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF), welche die Bewegtbildforschung in Deutschland maßgeblich steuert. Während die Nutzer zusätzlich zum weiterhin relevanten klassischen Fernsehen alle anderen Möglichkeiten des Bewegtbildkonsums fortlaufend und selbstverständlich in ihren Alltag integrieren, versucht die AGF, diese Nutzungsrealität mit immer komplexeren Verfahren einzufangen. Dies ist kein einfaches Unterfangen. Wo solche Ansätze im Worst Case hinführen, konnte man in der Schweiz verfolgen: Nachdem 2013 ein neues und crossmedial orientiertes Messsystem von Mediapuls eingeführt wurde, gab es in der Schweiz aufgrund von unplausiblen Daten über ein halbes Jahr lang gar keine Fernsehquoten.

Dr. Mathias Wierth, Associate Partner Goldmedia, Bildquelle: © Goldmedia
Dr. Mathias Wierth, Associate Partner Goldmedia, Bildquelle: © Goldmedia

Das will in Deutschland natürlich keiner. Die AGF setzt in Deutschland daher auf mehrere Quellen: TV-Panel, Desktop-Panel, Mobile-Panel und Cross-Media-Panel. Ziel ist es, all diese Daten zusammenzuführen, um eine einheitliche Währung für die Bewegtbildmessung zu erhalten. Das Verfahren hat aber zwei Konsequenzen: Zum einen erfordert das Zusammenfügen unterschiedlich erhobener Daten einen extrem hohen methodischen Aufwand, ohne die das Modell nicht funktionieren kann. Zum anderen brauchen die dazu notwendigen Schritte, so sie denn überhaupt realisierbar sind, Sorgfalt und vor allem: viel Zeit.

Gerade die Zeit aber wird immer knapper – vor allem für kleinere Sender. In der diversifizierten Fernsehlandschaft werden ihre auf herkömmliche Weise gemessenen Fernsehquoten zunehmend volatil. Bereits die Größe des aktuellen Fernsehpanels (rund 5.000 Haushalte) wird dieser seit Jahren vorhandenen Entwicklung nicht gerecht. Hinzu kommt, dass internetbasierte Over-the-top (OTT)-Angebote nur schwer messbar sind und damit noch schwieriger vermarktet werden können. Ein beständig tröstender Verweis der AGF auf die Zukunft reicht vielen Medienunternehmen nicht mehr aus. Trendmonitor 2016. Die Unschärferelation in der TV-Reichweitenforschung. Trend-Ausblick von Dr. Mathias Wierth weiterlesen

Video on Demand. Kommen nun rosige Zeiten für Produzenten, Studios oder die Zuschauer? Gastbeitrag Klaus Goldhammer für Blickpunkt:Film

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Prof. Dr. Klaus Goldhammer

Die Nachrichten mit bombastischen Zahlen der VoD-Anbieter überschlagen sich derzeit: Amazon Instant Prime Video investierte 2014 rund 1,3 Mrd. Dollar in Inhalte; bei Netflix ist sogar von sagenhaften 9,5 Mrd. Dollar für Content die Rede. Fabelzahlen.

Bewegtbildrechte der klassischen Studios sind teuer, weil die Nachfrage groß ist: Maxdome und Sky, Apple und Amazon und viele andere tummeln sich nicht nur in Deutschland auf diesem neuen Wachstumsmarkt und benötigen viel Material für die Augäpfel der erwartungsfrohen Kundschaft. Und das geht ins Geld.

Vor allem wenn man, wie Amazon oder Netflix, weltweit agiert, steigen die Kosten rapide. Und nach ein paar Jahren zahlt der VoD-Anbieter erneut, weil die Rechte selbstverständlich befristet sind. Rosige Zeiten für die alten Studios. Könnte man meinen.

Aber der bisherige Preismechanismus ist ein zweischneidiges Schwert: Kein VoD-Anbieter will langfristig viel Geld dafür ausgeben, die immer gleichen Inhalte wie die Konkurrenz zu zeigen. Schnell lässt sich ausrechnen, dass es – vor allem bei globalen Unternehmen – sehr viel günstiger wird, selbst die Produktion zu übernehmen und auf alle Zeiten die Weltrechte exklusiv zu besitzen. Eine klassische „Make or Buy“-Entscheidung also.
So ist es wenig überraschend, dass Netflix plant, seine Eigenproduktionen in den nächsten fünf Jahren auf mindestens 20 Serienstaffeln pro Jahr (mit jeweils 10-20 Folgen) zu steigern. Auch der einstige Bücherhändler Amazon investierte allein im 3. Quartal 2014 100 Mio. US Dollar in eigene Bewegtbild-formate (lt. Unternehmensangaben). Dazu verpflichten die VoD-Anbieter namhafte Produzenten und Schauspieler. So dreht Woody Allen eine Webserie für Amazon, Comedy-Star Adam Sandler unterschrieb bei Netflix für mehrere Filme. Die Anzeichen mehren sich also, dass ernstzunehmende Konkurrenten für die bestehende Studiolandschaft entstehen. Video on Demand. Kommen nun rosige Zeiten für Produzenten, Studios oder die Zuschauer? Gastbeitrag Klaus Goldhammer für Blickpunkt:Film weiterlesen

Die Deutsche Telekom ist nicht neutral. Interview mit Prof. Dr. Bernd Holznagel, Direktor des Instituts für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht (ITM) der Universität Münster, promedia April 2012

Die KEK muss jeden Erwerb von Fußball-Bundesligarechten durch die Deutsche Telekom prüfen

„Die Deutsche Telekom ist nicht neutral“

Interview mit Prof. Dr. Bernd Holznagel, Direktor des Instituts für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht (ITM) der Universität Münster

Nach verschiedenen Zeitungsberichten will die Deutsche Telekom alle Live-Rechte an der Fußball-Bundesliga ersteigern. Bis zum 2. April müssen alle Interessenten an den Übertragungsrechten der Fußball-Bundesliga ihre Gebote bei der Deutschen Fußball Liga abgegeben haben. Danach entscheidet die DFL, wer ab 2013 vier Jahre lang die Spiele übertragen darf. Sollte die Telekom, die bislang nur die Rechte am IPTV hält, die Fernsehrechte der Bundesliga ersteigern, könnte es  zu Klagen kommen, unter anderem von Sky. Bei einem langen Rechtsstreit wäre die Bundesliga der Verlierer.

Prof. Dr. Bernd Holznagel
Prof. Dr. Bernd Holznagel

promedia: Herr Holznagel, die Deutsche Telekom bietet um die Übertragungsrechte für die Fußballbundesliga ab 2013 mit. Inwieweit passt das in die Plattformstrategie der Telekom?
Bernd Holznagel:
Die Deutsche Telekom sieht sich zunehmend unter Druck durch die Kabelnetzbetreiber (KDG, Liberty), die ihren Kunden über das Breitbandkabel attraktive Triple Play Angebot machen (Fernsehen, Telefon und schnelles Internet aus einer Hand). Um dem zu begegnen, will sie ihr eigenes Telefon- und Internetangebot über DSL um Fernsehinhalte ergänzen. Wenn sie deshalb jetzt die Pay-TV-Rechte an der Bundesliga erwirbt, hat die DT möglicherweise wenige Interesse, diese Rechte auch über Kabel verfügbar zu machen, um so nicht indirekt wieder die Kabelnetzbetreiber zu stärken. Die Vergaberegeln der Deutschen Fußball Liga (DFL) würden es ihr auch erlauben, die Bundesliga nur über IPTV und Satellit zu verbreiten und das Kabel „brach“ liegen zu lassen.

promedia: Die Telekom erreicht mit „Liga Total“ über IPTV nur 150.000 Abonnenten. Für die drei Rechtepakete erwartet die DFL mindestens 1,5 Mrd. Euro. Ist das durch die Telekom überhaupt zu refinanzieren?
Bernd Holznagel:
Die Deutsche Telekom ist als Ex-Staats-Monopolist im Geschäft mit Internetzugängen und Telefonanschlüssen Die Deutsche Telekom ist nicht neutral. Interview mit Prof. Dr. Bernd Holznagel, Direktor des Instituts für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht (ITM) der Universität Münster, promedia April 2012 weiterlesen