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TV Trends 2012. Christoph Schwab im Interview mit Jörg Wagner, Medienmagazin auf Radio Eins, rbb, 14.01.2012

Christoph Schwab, Head of Research der Goldmedia Custom Research GmbH erzählte dem Medienmagazin von radio eins seine Sicht auf die TV-Trends 2012. Im Gespräch mit Jörg Wagner wurden diverse Fragen rund um das Thema Fernsehen erörtert: Welche Sendungen und Programme können die Zuschauer erwarten? Wie wichtig ist Social Media für die TV-Sender? Will der Zuschauer überhaupt interaktives Fernsehen? Was bedeutet der wachsende VoD-Markt für das Fernsehen? Wie verändert Smart-TV die Fernsehlandschaft? u.v.m. (Interview Minute 23:00 bis 32:00)
Weitere Themen im Medienmagazin von radio eins: Gesamtkunstwerk BILD +++ Medienlage Syrien +++ Roland Jahn +++ TV-Trends 2012 +++ TV-Abgänge 2011 +++ Bonus: TV-Abgänge 2000
Tablets for free. Goldmedia Gast-Kommentar auf kress.de von Klaus Goldhammer
Tablets for free! Kostenlose Lesegeräte rechnen sich
Als Amazon sein erstes elektronisches Lesegerät mit dem hübschen Namen Kindle auf dem US-Markt Ende 2007 einführte, kostete der damals hochmoderne schwarz/weiss-eReader noch 399 US-Dollar. Inzwischen ist er für 139 US-Dollar in den USA zu haben. Kevin Kelly, alterfahrener Branchenexperte extrapolierte die Kindle-Preissenkungen der letzten Jahre und Monate und kam in seinem Blog zu dem Schluss, Amazon könnte den Kindle schon im November 2011 verschenken.
Natürlich ist diese Art der Prognostik per Lineal nicht verlässlich. Dennoch könnte ein solcher Schritt für Amazon sehr viel Sinn machen: Ein eReader zu Vorzugspreisen wäre dabei nicht nur ein attraktives Marketinginstrument zur Kundenbindung, sondern würde vermutlich das Geschäft mit digitalen Büchern weiter ankurbeln und zugleich die (erheblichen) Versandkosten senken. Ob Amazon nun seinen Kindle als Incentive an Kunden verschenkt, wenn diese zum Beispiel 20 eBooks kaufen oder als Treuebonus für Premiumkunden einsetzt, ob als Geschenk an die Kunden oder zunächst nur zu besonders günstigen Preisen: Langfristig brächte der Billig-bis-Kostenlos-eReader erhebliche ökonomische Vorteile. Wem könnten Einsparungen für Verpackung, Versand und Lieferservice wohl mehr nutzen als einem Online-Kaufhausriesen wie Amazon?
Ein Perspektivwechsel zeigt ähnliche Entwicklungen bei dem VoD-Anbieter Netflix: Großgeworden mit dem physischen Versand von DVDs hat sich Netflix mittlerweile zu einem der führenden Streaminganbieter entwickelt und ist heilfroh über die eingesparten Portokosten. Seit August 2010 vermarktet Netflix die aktuellen Kinofilme von Paramount, Lionsgate oder MGM per Stream übers Web und investierte dafür eine satte Milliarde Dollar. Über 20 Millionen Abonnenten in den USA belegen, dass der Wechsel vom Physischen ins Digitale gut funktioniert hat. Diesen Beitrag weiterlesen »
“Wir wollen Inhalte zeigen, die nicht im TV laufen”, Robert Wagner, Projektleiter 3min
Interview mit Robert Wagner, Vice President Marketing & Content, Bereich Products & Innovations, Projektleiter 3min, Deutsche Telekom AG, Berlin, promedia 03/2010
3min.de ist das erste deutsche Webserien-Portal der Telekom und wird in Berlin produziert. Von Comedy über Sport bis hin zu Musik bietet die Internetplattform Mini-Serien mit einer durchschnittlichen Länge von drei Minuten pro Episode an. Brüno, den Quatsch Comedy Club oder Moabit Vice gibt es Online und für das Handy. 3,2 Minuten durchschnittlich nutzt der User Bewegtbildangebote im Web und deswegen heißt das erste deutsche Webserienportal 3min.de.
Ein Team von rund einem Dutzend Mitarbeitern arbeitet an dem Portal, dass ausschließlich professionell produzierte Inhalte anbietet und bewusst auf User-generated Content, wie z.B. bei Facebook verzichtet.
Im Gegensatz zu anderen Portalen, erwirbt die Telekom Lizenzen von Sendern oder Produzenten und finanziert gegenwärtig sowohl das Online-Portal als auch das Handy-Angebot ausschließlich über Werbung.
Allerdings erweist sich die werbebasierte Finanzierung schwieriger als gedacht. Deshalb setzt man auch auf Transaktions-Geschäftsmodelle und will in einem Online-Shop auch Musik verkaufen.
promedia: Herr Wagner, welche Idee steht hinter 3min.de?
Robert Wagner: Wir wissen, dass die junge Lifestyle-Zielgruppe ein verändertes Mediennutzungsverhalten hat. Kurze, clipartige Inhalte, die zwischendurch an der Haltstelle, in der U-Bahn, an der Arbeit genutzt werden können, haben in den letzten Jahren zugenommen. Das war der Schlüssel für uns, ein Video-Portal zu entwickeln, das sich ausschließlich mit professionell produzierten Inhalten auseinandersetzt und bewusst auf User-generated Content verzichtet.
promedia: Bietet Sevenload.de nicht etwas Ähnliches?
Robert Wagner: Sevenload ist sehr stark im Umfeld von User-generated Content und versteht sich als Social Community. Die Konsumenten können dort z.B. auch ihre Bilder hochladen. Bei uns sind alle Inhalte auf TV-Niveau produziert und ausgewählt. Der qualitative Aspekt steht sehr stark im Vordergrund. Hiermit differenzieren wir uns auch sehr deutlich von Sevenload.
promedia: Machen Sie dann damit nicht Entertain Konkurrenz?
Robert Wagner: Klares Nein. Es handelt sich bei uns nicht um TV-Inhalte wie sie Entertain anbietet, sondern um kurze Formate, die speziell für das Internet produziert wurden. Entertain sehen wir nicht als Konkurrenz an, sondern es Diesen Beitrag weiterlesen »
„Freemium“ – Geben ist seliger als nehmen?!
…das passt keinesfalls nur zur besinnlichen und gabenreichen Weihnachtszeit…
Alle Inhalte, die sich digital erstellen lassen, sind früher oder später auch kostenlos erhältlich. Chris Anderson brachte es in seinem Buch „Free: Future of a Radical Price“ als Geschäftsmodell „Freemium“ auf den Punkt, und längst hat es sich als Paradigma für digitalen Content jeglicher Art manifestiert: „Biete dem Nutzer ein kostenloses Basisprodukt und hoffe, dass er für zusätzliche Premium-Services bezahlt.“

Mathias Birkel, Consultant Goldmedia
Folgt man diesem Gedanken, wird die bislang weitgehend erfolglose Suche nach einem veritablen Online-Geschäftsmodell vieler Medienanbieter bald zu einem deutlichen Umdenken führen müssen. Warum auch sollten Nutzer für etwas zahlen, das sie zwei Klicks weiter kostenlos bekommen?
Nach wie vor aber wird auf eher klassischem Wege versucht, den Nutzer durch digitale Mehrwerte (zum Beispiel durch digitales Coverartwork bei Apples iTunes LP) oder durch Limitierungen (wie dem kostenpflichtigen iPhone-App für Springer-Content) zur Kasse zu bitten. Schnell war oder ist man immer noch dabei, stolz auf die Wachstumsraten für kostenpflichtige Downloads zu verweisen, die verglichen mit der Blüte der Musik- und Videodatenträgerverkäufe immer noch eher bescheiden sind. Diesen Beitrag weiterlesen »












