Archiv der Kategorie: Radio/Audio

Trendmonitor 2019. Wird Audio zum neuen Leitmedium?

Wird Audio zum neuen Leitmedium? Warum Marketer eine digitale Audio-Strategie brauchen

Dezember 2018. Veränderte Nutzungsmöglichkeiten und neue Inhalte-Formate sorgen weiter für Wachstum und Dynamik in der Audio-Branche: Neben klassischem Radio haben sich kostenlose Online-Radios und Podcasts, aber auch kostenpflichtige Musikstreaming-Dienste im Markt etabliert. Hatte Steve Jobs 2007 noch verkündet „The subscription model has failed so far, people want to own their music.“, kann 2018 davon keine Rede mehr sein. Weltweit gibt es inzwischen rund 190 Mio. zahlende Musik-Abonnenten, Tendenz weiter steigend. Auch für Werbetreibende heißt es im Jahr 2019 deshalb: Man geht nicht mehr ohne profunde Audio-Strategie.

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Christine Link, Senior Consultant Goldmedia, © Goldmedia

Paradigmenwechsel durch digitales Audio

Die Vorteile digitaler Audio-Inhalte sind klar: bessere Klangqualität, zeit- und ortsunabhängig nutzbar und in ihrer Verbreitung deutlich wirtschaftlicher als ihre analogen Äquivalente. Zudem bieten sie viele neue Ansätze der Personalisierung und Interaktion, auf die wir heute nicht mehr verzichten wollen, zum Beispiel auch die Werbefreiheit durch Abonnements.

Und so schleicht sich mit den neuen digitalen Möglichkeiten zunehmend auch die Akzeptanz von Pay-Modellen in die Köpfe bzw. Ohren der Hörer: Laut Goldmedia-Prognose werden die Abonnement-Umsätze von Audiostreaming-Diensten wie Spotify, Apple, Amazon und Co. in Deutschland 2019 in etwa auf der Höhe der Nettowerbeumsätze aller deutschen Radiosender liegen und 2020 sogar erstmals darüber. Trendmonitor 2019. Wird Audio zum neuen Leitmedium? weiterlesen

Die Umstellung der Kabel-Haushalte auf Digitalempfang schreitet voran

07.06.2018 Nachdem im Frühjahr 2018 zahlreiche Pilotprojekte stattfanden, startet nun in der zweiten Jahreshälfte 2018 der großflächige Umstieg auf eine rein digitale Signalverbreitung im Kabel. Für die letzten wenigen, die noch analoges Kabelfernsehen nutzen, bedeutet dies gegebenenfalls die Anschaffung neuer Empfangsgeräte. Für die Nutzer des digitalen Kabel-TV steht nach der Umstellung eventuell ein Sendersuchlauf an, da im Zuge des Umstiegs eine Neusortierung der Programme vorgenommen wird.

Quelle: www.digitaleskabel.de
Quelle: www.digitaleskabel.de

Über den Stand der Digitalisierung sowie die zeitlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen für einen erfolgreichen Umstieg auf digitalen Kabelempfang informieren die Medienanstalten und die Initiative Digitales Kabel im Rahmen der internationalen Kongressmesse für Breitband, Kabel und Satellit ANGA COM am 12. Juni 2018 in Köln. Im Panel „Volldigitalisierung: Wie geht es im Kabel weiter?“ diskutieren Vertreter der Kabelnetzbetreiber PŸUR, Telekom und Vodafone sowie Wohnungswirtschaft, Hersteller und des VAUNET – Verband Privater Medien unter der Moderation des ANGA-Verbandes über den Digitalumstieg im Kabel: www.angacom.de/ausstellung/events-specials.html

Aktuelle Zahlen: Rund 17,6 Millionen Haushalte in Deutschland nutzen für ihren TV-Empfang das Fernsehkabel*. Die knapp 3,1 Millionen Haushalte, welche noch analoges Kabel-TV sehen*, werden in den Monaten nach der Fußballweltmeisterschaft auf eine rein digitale Signalverbreitung umgestellt.

Weitere Informationen zum Analog-Digital-Umstieg immer aktuell auf der Plattform: www.digitaleskabel.de

Volldigitalisierung im Kabel nimmt Fahrt auf. Neue Termine für Analog-Digital-Umstieg für Kabel-Haushalte

22.03.2018. 2018 ist das Jahr der Einstellung der analogen TV-Programmverbreitung im Kabel. Um für die Verbraucher einen reibungslosen Umstellungsprozess auf digitalen Kabelempfang sicherzustellen, hat sich die Initiative Digitales Kabel gegründet. Ihr gehören die Medienanstalten, ANGA Verband deutscher Kabelnetzbetreiber, Telekom Deutschland, P?UR und Vodafone, der Verband Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT) sowie die Programmanbieter ARD, Mediengruppe RTL Deutschland und ProSiebenSat.1 Media SE an. Mit dem Betrieb des gemeinsamen Projektbüros wurde die Goldmedia GmbH beauftragt.

Quelle: www.digitaleskabel.de
Quelle: www.digitaleskabel.de

Die Netzbetreiber arbeiten derzeit intensiv an ihren Terminplänen für den Umstieg vom analogen auf den rein digitalen Kabelempfang.

Bereits zu Jahresbeginn wurde in einigen Regionen erfolgreich umgestellt, im zweiten Quartal folgen nun weitere Gebiete. Alle Informationen dazu gibt es auf der Informationsplattform: www.digitaleskabel.de

#Kabel wird vollständig digital – Analog wird abgeschaltet. Initiative und Projektbüro Digitales Kabel gegründet

Quelle: www.digitaleskabel.de
Quelle: www.digitaleskabel.de

Nach der Umstellung des Antennen- und Satellitenfernsehens auf digitalen Empfang wird in Deutschland nun auch Kabelfernsehen zukünftig vollständig digital übertragen. In Bayern und Sachsen sowie bei einigen Kabelnetzbetreibern in anderen Regionen wird in diesem Zuge auch der analoge UKW-Radioempfang über Kabel umgestellt. Daher gilt 2018 auch für Kabelhaushalte, die noch analog empfangen: Den Anschluss nicht verpassen.

Die Medienanstalten haben gemeinsam mit Verbänden, Kabelnetzbetreibern und Programmanbietern die Initiative „Digitales Kabel“ ins Leben gerufen und ein Projektbüro gegründet, das nunmehr seine Arbeit aufgenommen hat. Mit dem Betrieb des Projektbüros wurde die Goldmedia GmbH beauftragt.

Aufgabe des gemeinsam finanzierten Projektbüros ist die kommunikative Unterstützung des Umstiegs auf eine rein digitale Programmverbreitung im Kabelnetz. Neben Information und Hilfestellung für Kabelkunden leistet das Projektbüro konkrete Transferarbeit für eine regional koordinierte Umstellung in den Kabelnetzen unter Einbeziehung von Wohnungswirtschaft, Fachhandel und Geräteherstellern.

Initiative „Digitales Kabel“

Der Initiative „Digitales Kabel“ gehören die Medienanstalten, ANGA Verband deutscher Kabelnetzbetreiber, Telekom Deutschland, PΫUR und Vodafone, der Verband Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT) sowie die Programmanbieter ARD, Mediengruppe RTL Deutschland und ProSiebenSat.1 Media SE an. Mit dem Betrieb des Projektbüros wurde die Goldmedia GmbH beauftragt.

Alle Informationen zur Initiative „Digitales Kabel“ und zum Kabel-Digital-Umstieg: www.digitaleskabel.de

Kontakt: info@digitaleskabel.de

 

Mediennutzung wird teurer. Ein Index der Mediennutzung in Deutschland

Der Wert der Aufmerksamkeit: Ein Index der Mediennutzung in Deutschland

15.02.2017. Der Konsument von heute lebt im medialen Schlaraffenland: Ob „Binge-Watching“ bei Netflix, Tagesschau-Nachrichten per TV oder Musiknutzung via Spotify: Alte und neue Medienangebote stehen in einem intensiven Wettbewerb um die Gunst der Mediennutzer. Aufmerksamkeit ist ein stark umkämpftes Gut.

Eduard Scholl, Goldmedia
Eduard Scholl, Consultant Goldmedia
Prof. Dr. Klaus Goldhammer, Geschäftsführer Goldmedia © Goldmedia
Prof. Dr. Klaus Goldhammer, Geschäftsführer Goldmedia © Goldmedia

Für die MedienWirtschaft – Zeitschrift für Medienmanagement und Medienökonomie – verfassten Prof. Klaus Goldhammer und Eduard Scholl einen Artikel zum Thema Aufmerksamkeitsindex.

Der Beitrag erschien in der Ausgabe 4/2016, S. 20-25.

Weitere Informationen zur Fachzeitschrift MedienWirtschaft und Bestellmöglichkeiten finden Sie unter: www.medienwirtschaft-online.de

Nachfolgend veröffentlichen wir einen Teaser zum Artikel. Mediennutzung wird teurer. Ein Index der Mediennutzung in Deutschland weiterlesen

Mathias Birkel, Senior Manager Goldmedia

Trendmonitor 2017. Podcasts kommen 2017 aus der Nische. Trend-Ausblick von Mathias Birkel

Podcasts kommen 2017 aus der Nische

14.12.2016. Spätestens Schulz und Böhmermann haben mit „Fest und Flauschig“ gezeigt, dass Audio-Podcasts in Deutschland große Aufmerksamkeit erzielen. Podcasts werden immer häufiger und von immer mehr Menschen gehört – auch, weil man sie in zahlreichen Situationen nutzen kann, in denen Video, Print und andere Medien nicht funktionieren. Und: Die Podcast-Szene professionalisiert sich.

Mathias Birkel, Senior Manager Goldmedia
Mathias Birkel, Senior Manager Goldmedia

Podcasts sind großartig, weil man sie unterwegs auf dem Fahrrad, in der U-Bahn, im Auto, beim Joggen, Putzen oder zum Einschlafen hören kann – Situationen, in denen visuelle Medien nicht oder nur sehr eingeschränkt genutzt werden können. 13 Prozent der deutschsprachigen Onliner ab 14 Jahren konsumieren laut ARD/ZDF-Online-Studie Podcasts – das sind immerhin rund 7,5 Mio. Nutzer.

Podcasts erreichen attraktive Zielgruppen

Bei den 14- bis 29-Jährigen liegt der Anteil der Podcast-Nutzer hierzulande rund doppelt so hoch wie in der Gesamtbevölkerung. Eine Auswertung des „Fest und Flauschig“-Casts, der seit Mai 2016 wöchentlich auf Spotify gehört werden kann, zeigt: Mehr als 90 Prozent der Hörer sind zwischen 18 und 44 Jahren, davon sind 45 Prozent zwischen 25 und 34. Das Format, das in ähnlicher Form unter dem Namen „Sanft und Sorgfältig“ schon über drei Jahre als Radiosendung (und -podcast) erfolgreich war, erreicht – wie viele andere Podcasts –  den Kern der „Werberelevanten“.

Als Werbemedium noch in der Nische

Und dennoch werden Podcasts als Werbemedium in Deutschland bislang kaum genutzt. Das liegt auch daran, dass die Podcast-Landschaft in Deutschland nach wie vor stark durch die öffentlich-rechtlichen (und werbefreien) Audio-Angebote der ARD und des Deutschlandradios geprägt ist. Das belegen die meisten Podcast-Bestenlisten, so bspw. auf iTunes: Rund 800 öffentlich-rechtliche Formate können hier als Podcast heruntergeladen und gestreamt werden. Hinzu kommt, dass Podcasts in der Wahrnehmung von Planern und Werbetreibenden noch als absolute Nische gelten. Trendmonitor 2017. Podcasts kommen 2017 aus der Nische. Trend-Ausblick von Mathias Birkel weiterlesen

Trendmonitor 2017. Mobile Nutzung von Audiostreams steigt auch ohne Zero-Rating. Trend-Ausblick von André Wiegand

Anhebung der Drosselgrenze: Mobile Nutzung von Audiostreams steigt auch ohne Zero-Rating

07.12.2016. In den letzten Jahren fokussierte sich die Produktpolitik der Mobilfunkunternehmen darauf, Mobilfunkverträge mit unterschiedlichen Datenvolumenpaketen anzubieten, die mit der zunehmenden mobilen Datennutzung regelmäßig angepasst wurden. Mit dem Angebot o2 Free von Telefónica können Musikstreaming-Dienste in Deutschland jetzt auch nach Überschreiten des Datenvolumens weitergenutzt werden. Die gedrosselte mobile Datenrate von bis zu 1 Mbit/s ermöglicht den Abruf von Audiostreams selbst in höchster Qualität mit 320 Kilobit pro Sekunde (Kbit/s). Die Nutzung von Audio im Internet wird immer mehr über mobile Endgeräte außerhalb von WLAN-Zonen erfolgen. Und die Mobilfunker werden durch ihre Tarifpolitik darauf reagieren.

Dr. André Wiegand, Geschäftsführer Goldmedia
Dr. André Wiegand, Geschäftsführer Goldmedia

Mit der Einführung von Flatrates zur Nutzung ausgesuchter Musikdienste stoßen die Mobilfunker nach vielen Jahren wieder in den Dienstebereich vor. Vorreiter war bereits 2012 die Deutsche Telekom, die eine spezielle Spotify-Flatrate einführte. Das ursprüngliche Angebot ermöglichte den durchgängigen mobilen Empfang von Spotify, auch wenn der Nutzer das vertraglich inkludierte Datenvolumen aufgebraucht hatte und von LTE-Geschwindigkeit auf 64 Kbit/s gedrosselt wurde. „Zero-Rating“ war das Stichwort. Mit Inkrafttreten der EU-Verordnung zum Digital Single Market und ihren Vorgaben zur Netzneutralität in diesem Jahr hat die Deutsche Telekom diese technische Diskriminierung aufgehoben. Die Drosselung gilt nach Überschreiten des Datenvolumens nun auch für Spotify.

Exklusive Vertriebspartnerschaften zwischen einem Mobilfunknetzbetreiber und einem Streaming-Dienst sind im Sinne der Vertragsfreiheit jedoch weiterhin möglich. Auf dieser Basis zogen Vodafone und Telefónica nach und vermarkten seit mehreren Monaten die Musikdienste ihrer Exklusivpartner Deezer und Napster – allerdings ohne Flatrate. Trendmonitor 2017. Mobile Nutzung von Audiostreams steigt auch ohne Zero-Rating. Trend-Ausblick von André Wiegand weiterlesen

Trendmonitor 2017. Programmatic Advertising für Online-Audio. Auf der Suche nach der richtigen Datenstrategie. Trend-Ausblick von Christine Link

Programmatic Ads für Online-Audio: Publisher, Vermarkter und Agenturen auf der Suche nach der richtigen Datenstrategie

05.12.2016. Daten gelten als erfolgskritisches Wirtschaftsgut des 21. Jahrhunderts, und mit ihnen werden digitale Plattformen zu vorherrschenden Marktplätzen. Zahlreiche deutsche Online-Audio-Anbieter haben damit begonnen, User-Datenbanken aufzubauen. Ihr Ziel: Verschiedene Datenquellen so zu verknüpfen und dabei technische Infrastrukturen so zu entwickeln, dass der Weg für Programmatic Advertising im Audio-Bereich frei wird, um automatisiert und datengesteuert Audio-Werbeflächen zu vermarkten bzw. zu buchen.

Christine Link, Senior Consultant Goldmedia, © Viktor Strasse
Christine Link, Senior Consultant Goldmedia, © Viktor Strasse

Programmatic Advertising (PA) entstammt dem Online-Display-Werbemarkt. Hier liegt der Anteil von PA an den Werbebuchungen bereits bei 32 Prozent am Gesamtmarkt (BVDW- und OVK-Prognose für 2016). Und auch im Umfeld von Online-Video ist bereits von rund 30 Prozent Marktanteil die Rede (Web-TV-Monitor 2016, BLM/LFK). Online-Audio ist davon aber noch weit entfernt: Hier kann man – bei einem PA-Anteil von gegenwärtig zwei Prozent an den gesamten Online-Audio-Werbeerlösen – allenfalls von „Aufbruchstimmung“ sprechen (Webradiomonitor 2016, BLM/BVDW/VPRT). Doch 2017 wird Programmatic Advertising im Audiomarkt zum relevanten Trend.

Denn einerseits werden die technischen Voraussetzungen bei vielen Akteuren derzeit aufgebaut. Zum anderen sind viele unterschiedliche Marktpartner an einem standardisierten PA-Prozess beteiligt. Aber es gibt zum Teil noch stark variierende Vorstellungen davon, was unter Programmatic überhaupt zu verstehen ist: Während die einen nur die automatisierte Abwicklung von Audio-Werbekampagnen meinen, gehören für andere weitere Faktoren wie die Einbindung von Nutzer-Daten zwingend dazu. Trendmonitor 2017. Programmatic Advertising für Online-Audio. Auf der Suche nach der richtigen Datenstrategie. Trend-Ausblick von Christine Link weiterlesen