Schlagwort-Archive: Musikwirtschaft

190423 Goldmedia_Standortmonitor_Musikhauptstadt_Berlin

Berlin wird 2020 wieder Deutschlands Musikhauptstadt

Berlin, den 25. April 2019. Berlin wird sich im Jahr 2020 die Pole-Position unter den Musikstandorten zurückerobern. Seit 2016 war Bayern Deutschlands Musikmarktstandort Nummer 1. Für das Jahr 2020 hat jedoch Sony Music angekündigt, mit seinem Hauptsitz und rund 300 Mitarbeitern von München nach Berlin zurückzukommen. Dadurch ändert sich die Situation für die Musikmetropolen grundlegend, ist doch neben Sony mit Universal Music bereits ein weiteres Major Label in Berlin ansässig. Berlin wird dadurch wieder zur Musikhauptstadt Deutschlands. Berlin wird 2020 wieder Deutschlands Musikhauptstadt weiterlesen

Moritz Alexander Kolb, Auszeichnung im Rahmen des Goldmedia-Preises für innovative Vanessa Fliegauf, Auszeichnung im Rahmen des des Goldmedia-Preises für innovative Abschlussarbeiten im Bereich Medienwirtschaft 2017

Goldmedia-Preis für Medienwirtschaft. Auszeichung für Vanessa Fliegauf und ihre Bachelorarbeit zum Thema #Blockchain-Technologie und Musikindustrie

12.03.2018. Die Bachelorarbeit von Vanessa Fliegauf ist eine der Arbeiten, die Goldmedia im Rahmen des Preises für innovative Abschlussarbeiten im Bereich Medienwirtschaft ausgezeichnet hat. Der Preis wurde in diesem Jahr zum zweiten Mal vergeben. Das Thema ihrer Bachelorarbeit: Die Blockchain-Technologie – Implementierungspotenziale für die Musikindustrie.

Moritz Alexander Kolb, Auszeichnung im Rahmen des Goldmedia-Preises für innovative Vanessa Fliegauf, Auszeichnung im Rahmen des des Goldmedia-Preises für innovative Abschlussarbeiten im Bereich Medienwirtschaft 2017
Vanessa Fliegauf, Auszeichnung im Rahmen des des Goldmedia-Preises für innovative Abschlussarbeiten im Bereich Medienwirtschaft 2017

Auszeichnung für Vanessa Fliegauf

Die Blockchain-Technologie – Implementierungspotenziale für die Musikindustrie
  • Popakademie Baden-Württemberg, Fachrichtung Musikbusiness
  • Bachelorarbeit zur Erlangung des Bachelor of Arts
  • Dez. 2016

Vanessa Fliegauf widmet sich mit der Blockchain einem hochbrisanten Thema. Experten sind sich darin einig, dass diese Technologie die Medien- und Kreativindustrien gravierend verändern wird. Ziel ihrer Arbeit war die Schaffung eines Fundaments, auf dessen Basis alle Akteure der Musikindustrie Blockchain-basierte Strategien entwickeln und die Relevanz der Technologie für ihr Tagesgeschäft beurteilen können. Das Fazit ihrer Analysen:  Auch wenn die Implementierung der Blockchain-Technologie in der Musikindustrie mit einigen technischen Herausforderungen verbunden ist, die gelöst werden müssen, sind es vor allem die sozioökonomischen Barrieren, die es zu überwinden gilt. Entscheidend für eine Adaption Blockchain-basierter Anwendungen sind deren wahrgenommener Nutzen sowie deren Bedienbarkeit. Die Autorin gibt am Ende Handlungsempfehlungen, die für die Akzeptanz der Technologie und die Nutzung der darauf basierenden Applikationen wesentlich sind.

Wir haben Vanessa Fliegauf gefragt, was sie gerade an diesem Thema so gereizt hat und welche Herausforderungen es zu meistern galt.

Kurzinterview mit Vanessa Fliegauf

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Noch ist keine Trendwende in Sicht. Interview mit Dr. Florian Drücke, Geschäftsführer des Bundesverbandes der Musikindustrie, promedia Mai 2012

Umsatzrückgang in der Musikindustrie gebremst

„Noch ist keine Trendwende in Sicht“

Interview mit Dr. Florian Drücke, Geschäftsführer des Bundesverbandes der Musikindustrie

Der deutsche Musikmarkt hat sich im Jahr 2011 stabil entwickelt. Der Gesamtumsatz stieg um 0,1 Prozent auf insgesamt 1,67 Mrd. Euro an. Damit verteidigt Deutschland zugleich seine Position als drittstärkster Musikmarkt der Welt. Trotz eines leichten Rückgangs (-3,8 Prozent) blieben Tonträger im letzten Jahr mit einem Marktanteil von 83,4 Prozent Haupteinnahmequelle der heimischen Musikwirtschaft. Das stärkste Wachstum war bei den digitalen Musikverkäufen zu beobachten, die mit einem Umsatz von 247 Mio. Euro um 21,2 Prozent erneut zweistellig zulegen und damit die Rückgänge der physischen Musikverkäufe umsatzseitig nahezu kompensieren konnten.

Dr. Florian Drücke
Dr. Florian Drücke

promedia: Herr Drücke, die Musikwirtschaft erreichte 2011 ein leichtes Plus, Prognosen der GfK gehen davon aus, dass der Umsatz auch in den nächsten Jahren weiter steigen wird. Warum weigern Sie sich dennoch, von einer Trendwende zu sprechen?
Florian Drücke: Die stabile Marktentwicklung zeigt, dass sich die Investitionen der letzten Jahre beginnen auszuzahlen. Das kommt besonders in den mittlerweile 70 legalen Angeboten im deutschen Digitalmarkt zum Ausdruck. Dennoch sind wir von einer echten Trendwende immer noch weit entfernt, solange die legalen Musikangebote weiterhin mit den illegalen Umsonstangeboten im Netz konkurrieren müssen, auf die die Nutzer bekanntermaßen in hohem Maße zugreifen. Es bleibt insofern dringend erforderlich, bessere gesetzliche Rahmenbedingungen zur Durchsetzung von Rechten des geistigen Eigentums zu schaffen.

promedia: Die digitalen Musikverkäufe stiegen um 21 Prozent. Worauf führen Sie das zurück?
Florian Drücke: Wir haben einen seit vielen Jahren steigenden Digitalmarkt, der noch nicht an Dynamik verliert, weil sowohl neue Käuferschichten dem Markt zugeführt werden als auch die bereits bestehenden Kunden ihre Kaufintensität weiter steigern. Außerdem geben neue Angebote weitere Impulse in diesem noch jungen Markt, der großes Potential hat. Noch ist keine Trendwende in Sicht. Interview mit Dr. Florian Drücke, Geschäftsführer des Bundesverbandes der Musikindustrie, promedia Mai 2012 weiterlesen

Das Netz braucht klare Regeln. Interview mit Bernd Dopp, Chairman & CEO Warner Music Central & Eastern Europe, promedia März 2012

Umsatz mit digitaler Musik in Deutschland stieg 2011 um fast 30 Prozent

„Das Netz braucht klare Regeln“

Interview mit Bernd Dopp, Chairman & CEO Warner Music Central & Eastern Europe

Der weltweite Umsatz mit digitaler Musik stieg 2011 um acht Prozent auf 5,2 Milliarden US-Dollar. Damit konnte der Anteil des Umsatzes von digitaler Musik am Gesamtumsatz auf 32 Prozent gesteigert werden. Auch in Deutschland verzeichnet der Digitalmarkt derzeit starke Wachstumsimpulse: So stiegen allein die Download-Umsätze im letzten Jahr um 28,8 Prozent an. Nach aktuellen Schätzungen des BVMI liegt der Anteil des Digitalmarkts in Deutschland bei etwa 17 Prozent. Trotz der positiven Impulse stellt die Online-Piraterie nach wie vor die größte Hürde für nachhaltiges Wachstum für Musik im Internet dar. Laut einer aktuellen Studie (IFPI/Nielsen) greift weltweit jeder vierte Internetnutzer regelmäßig auf unlizenzierte Dienste zu.

Bernd Dopp
Bernd Dopp

promedia: Herr Dopp, 54 Prozent der Deutschen haben zu Weihnachten 2011 Musik verschenkt. In wie weit konnte Warner Music von dieser Musik-Weihnachtswelle profitieren?
Bernd Dopp:
Wir sind mit dem Ergebnis des ersten Quartals unseres Geschäftsjahres, dass am 1. Oktober begann, dank der Erfolge von Udo Lindenberg, Michael Bublé, Roger Cicero und diverser anderer Künstler unseres Hauses, sehr zufrieden. Damit haben wir eine wichtige Grundlage für den Erfolg des Gesamtjahres geschaffen.

promedia: Wie schätzen Sie die gegenwärtige Entwicklung der deutschen Musikwirtschaft ein?
Bernd Dopp:
Der vom Bundesverband der Musikindustrie und media control gerade veröffentlichte Trendreport 2011 weist aus, dass sich nach vorläufigen Angaben der Branchenumsatz, der mit physischen Tonträgern und Downloads in 2011 erwirtschaftet wurde, auf dem Niveau des Vorjahres bewegt. Seit 1997 gibt es erstmalig keinen Umsatzrückgang. Der Markt ist also stabil und das ist natürlich eine sehr gute Nachricht für die gesamte Branche. Vor dem Hintergrund des im letzten Jahr erzielten digitalen Umsatzwachstums von mehr als 28Prozent ist festzustellen, dass die Musikwirtschaft in Deutschland ihre Hausaufgaben gemacht hat. Die von vielen Medien immer wieder totgesagte CD macht immer noch mehr als 74 Prozent des Umsatzes unserer Branche aus und wird noch lange im Markt existieren. Das Netz braucht klare Regeln. Interview mit Bernd Dopp, Chairman & CEO Warner Music Central & Eastern Europe, promedia März 2012 weiterlesen