Archiv für die Kategorie „Allgemein“
EPGs in Europa. Internationale Ausgabe der Goldmedia-Studie mit erweitertem Technologieteil erschienen
Wachsende Programmdichte und steigende Zahl an TV-Plattformen und Übertragungswegen schaffen einen lukrativen Markt für Entertainmentnavigation. Zwar gibt es derzeit in Deutschland erst rund fünf Mio. Haushalte, die zur Navigation durch die audiovisuelle TV-Vielfalt einen hochwertigen elektronischen Programmführer, den sogenannten EPG, nutzen. Das entspricht 13 Prozent der deutschen TV-Haushalte. Aber schon 2014 wird mehr als jeder zweite deutsche Haushalt mit einem EPG ausgestattet sein, in Westeuropa sogar nahezu drei Viertel aller TV-Haushalte.
Die internationale Version der aktuellen EPG-Studie von Goldmedia ist soeben erschienen unter dem Titel: EPGs and TV Middleware Applications: Market Assessment and Forecasts to 2014.
Studienautor Mathias Birkel stellt die wichtigsten Ergebnisse per Video vor.
Social Media 2010. Goldmedia-Vortrag zu Entwicklungen und Trends
Die Nutzung von Social Media Diensten nimmt weiter stark zu. Facebook feierte Anfang Februar bereits seinen sechsten Geburtstag und verzeichnet derzeit lt. Unternehmensangaben rund 400 Mio. Nutzer, ein Viertel davon sind mobile Nutzer. Auch rund 40 Prozent der Deutschen sind (nach einer Forsa-Umfrage) in Netzwerken wie Facebook, StudiVZ, Wer-kennt-wen aktiv, informieren und kommunizieren per Twitter oder schreiben gar eigene Blogs. Die sozialen Medien sind schon lange nicht mehr nur das Feld von Computerfreaks.
Auch für die Kommunikationsstrategien der Unternehmen wird das soziale Internet zunehmend wichtiger. Etwa drei Viertel der B2B-Unternehmen in den USA waren 2009 bereits auf Facebook und Twitter.
Auf der Sitzung des AK Social Media des BITKOM am 16. Februar 2010 gab Dr. Klaus Goldhammer, Geschäftsführer Goldmedia GmbH, einen aktuellen Statusbericht zu Trends und Entwicklungen von Social Media 2010. Simon Boé, Geschäftsführer der Goldmedia Sales & Services GmbH, referierte zum Themenbereich Recruitment 2.0. 2010 werden Business-Netzwerke gegenüber den klassischen Recruiting Kanälen deutlich zulegen.
Ziel des AK Social Media des BITKOM ist es, die Social Media Anwendungsmöglichkeiten innerhalb verschiedener Geschäftsprozesse aus Unternehmenssicht zu beleuchten.
Interesse am Vortrag? Dann schreiben Sie uns: info@Goldmedia.de
LTE: 4. Mobilfunkgeneration liefert mehr Breitband für alle und vor allem überall hin
2009 war das Jahr, in dem mobiles Internet auch in Deutschland endgültig den Massenmarkt erreicht hat. Facebook-Meldungen und Twitter-Nachrichten werden mittlerweile fast genauso selbstverständlich ins Handy getippt wie SMS. Die Erträge aus mobilen Datendiensten (ohne SMS/MMS wohlgemerkt) machten 2009 schon rund 14 Prozent der gesamten Mobilfunkumsätze aus. Die Zahl der heruntergeladenen iPhone Apps schoss im letzten Quartal 2009 binnen drei Monaten von zwei auf beachtliche drei Milliarden weltweit.
Mit LTE („Long Term Evolution“) steht nun der UMTS-Nachfolgestandard bereit. Damit werden Downloadgeschwindigkeiten von 100 Mbit/s und mehr pro Funkzelle erreicht. Da kommen selbst die schnellsten gängigen DSL-Technologien kaum noch mit. Natürlich sind dies zunächst Laborwerte, die wohl in der Praxis kaum erreicht werden. Auch steigt und fällt die Leistungsfähigkeit einer mobilen Internetverbindung stets mit der Zahl der gleichzeitigen Nutzer. Dennoch: die erreichbaren Geschwindigkeiten sind im mobilen Internet bislang konkurrenzlos.
In Stockholm und Oslo wurden Ende 2009 erste LTE-Netze bereits in Betrieb genommen. Auch in Deutschland finden erste Pilotprojekte statt. So testet Vodafone derzeit gemeinsam mit dem WDR und der Landesanstalt für Medien (LfM) in Nordrhein-Westfalen LTE. Dabei finden für LTE diejenigen Frequenzbereiche Verwendung, die als sogenannte Digitale Dividende durch das digitale terrestrische Fernsehen frei geworden sind. Diesen Beitrag weiterlesen »
Was Unternehmen twittern: Trendreport Oktober 2009 – von Blätterwald und Zucker.Kommunikation
Was Unternehmen twittern: Trendreport Oktober 2009
- Zweiter Corporate-Twitter-Trendreport von Blätterwald und Zucker.Kommunikation mit Fokus „Banken und Finanzdienstleister“
- Durchschnittlich fast doppelt so viele Follower wie im Sommer
- Verlinkung nimmt stark zu, Direktansprachen seltener
- Banken: weniger Dialog und Kundennutzen, mehr Werbung Diesen Beitrag weiterlesen »
GOLDMEDIA Newsletter Dezember 2009
Die Wirtschaftskrise hat auch die private Rundfunkwirtschaft in Deutschland erfasst: die privaten Free-TV-Anbieter erwarten 2009 einen Umsatzverlust von elf Prozent, die privaten Radioveranstalter ein Minus von neun Prozent. Das zeigt die neue Studie “Wirtschaftliche Lage des Rundfunks in Deutschland 2008/2009″. Lesen Sie dazu im Newsletter sowie zu den folgenden Themen:
- Mobilfunkmarkt: Karteileichen als Wachstumsbremse?
- Erholung für Radio und Fernsehen erst 2011?: Studie und Vortrag
- Wachstumsmarkt Programmnavigation: EPG-Studie erschienen
- Übertragungs- und Medientechnologien: Neue Branchenübersicht
- Alternativer Content im Kino: Markt mit Umsatzwachstum
- Verlagsbranche: Neue Herausforderungen und Konzepte
- Social Media Marketing: “Do’s” und “No do’s”
- Medienforschung: Wie Medienwirkung messbar ist Diesen Beitrag weiterlesen »
Erholung für Radio und Fernsehen erst 2011?
Die Wirtschaftskrise hat auch die privaten Fernseh- und Rundfunksender erfasst. Die Studie „Wirtschaftliche Lage des Rundfunks in Deutschland 2008/2009“ – im Auftrag von acht Landesmedienanstalten unter Federführung der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) erarbeitet – belegt es schwarz auf weiß: Schon seit dem letzten Quartal 2008 lässt sich die schwierige konjunkturelle Gesamtsituation in der Rundfunkbranche an den Zahlen und Ergebnissen der Sender ablesen.

Privat TV Prognose 2009
Der Umsatz im privaten Fernsehen sank 2008 zunächst geringfügig um rund zwei Prozent, im privaten Hörfunk allerdings schon um acht Prozent. Mit herben Einschnitten rechnet die Branche jedoch für das laufende Geschäftsjahr 2009: Die privaten Free-TV-Anbieter erwarten einen (weiteren) Umsatzverlust gegenüber dem Vorjahr von elf Prozent, die privaten Radioveranstalter ein vergleichbares Minus von neun Prozent. Einzig die Teleshopper rechnen zum Jahresende 2009 mit einem sechs-prozentigen Umsatzplus. Sie sind mit ihrem Geschäftsmodell deutlich weniger konjunkturabhängig als die werbefinanzierten TV- und Radioanbieter.
Die Werbeeinnahmen im deutschen Privatrundfunk sind 2008 entsprechend geschrumpft, sie gingen insgesamt um sieben Prozent auf 4,35 Mrd. Euro zurück. Und auch 2010 wird es nach Meinung der Sender nicht besser: Der Großteil der Anbieter rechnet erst 2011 mit einem konjunkturellen Aufschwung und damit auch mit einer Erholung der Werbemärkte. Diesen Beitrag weiterlesen »
Auch das neue Medienzeitalter bedarf einer Medienethik. Die Transformation der Medien
Von Bodo Hombach, Geschäftsführer WAZ-Mediengruppe, promedia 11/2009
In den letzten Jahren ließen Unternehmensberater nur ein Mantra gelten: Reduktion auf das Kerngeschäft. Dieses Motto musste jeder beten, der als professionell gelten wollte. Der Veranstalter hat mir für die Münchener Medientage das Diskussionsthema „Diversify or Die? Die Transformation der Medien“ aufgetragen, allerdings noch mit Fragezeichen. Eine wunderbare Provokation, die selbst einen Urlaubenden zu Gedankenflügen anregt. Zum Thema hier meine grundsätzlichen Erfahrungen, Thesen, Reflexionen.

Bodo Hombach, WAZ-Mediengruppe
Es war einmal… So beginnen Geschichten von Medienunternehmen, die sich einst auf ein Kerngeschäft konzentrierten, das sie traditionell betrieben und für das sie sich kompetent und zuständig hielten. Damals gab es nur wenige Verteilungswege. Die Herstellung der Produkte war teuer und setzte einen großen Apparat voraus. Man grenzte sich von den Konkurrenten ab und versuchte, seinen Marktanteil zu erweitern. Man hatte seine Klientel, seine „Gemeinde“.
Abonnenten und Inserenten, Hörer und Seher boten eine verlässliche Basis. Man war überzeugt, in alle Zukunft würde es so weitergehen. Ging es aber nicht. Technische Innovationen vervielfältigten und beschleunigten die Verteilungswege. Die dazu nötigen Geräte wurden billiger, flexibler und ständig besser. Kleine Produktionseinheiten mit schlanker Organisation, großer Effizienz und ohne lähmende Selbstzweifel verbilligten die Herstellung der Produkte. Heute reagieren Medien überall und fast gleichzeitig mit den Ereignissen. Die medialen Supermächte, die eben noch glaubten, die Welt gehöre ihnen, sahen sich plötzlich von kleinen und flinken Konkurrenten geplagt. Wir haben gelernt, was asymmetrische Kriege sind. Man kann ebenso gut vom asymmetrischen Kampf um die Claims und Ressourcen der Medienlandschaft sprechen. Diesen Beitrag weiterlesen »
Zur geplanten Versteigerung ehemaliger Rundfunk-Frequenzen: Digitale Dividende – für wen eigentlich?
Von Dr. Christoph Wagner, Rechtsanwalt, Hogan & Hartson Raue, promedia 11/09
Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat die Regeln für die Versteigerung der ehemals vom Rundfunk genutzten Frequenzen im Bereich 800 MHz (die so genannte „digitale Dividende“) wie geplant verabschiedet. Die Antragsfrist für die Bieter läuft bis 21. Januar 2010; die eigentliche Auktion soll dann im zweiten Quartal 2010 stattfinden, wenn sie nicht noch durch die Gerichte gestoppt wird. Die Mobilfunkunternehmen O2 und E-Plus kritisieren die Vergaberegeln, weil sie ihrer Meinung nach die großen Anbieter T-Mobile und Vodafone bevorzugen, die schon über mehrFrequenzspektrum verfügen. Aus gleichem Grund hatte die EU-Kommissarin Reding noch versucht, das Verfahren mit einem Schreiben an die BNetzA zu beeinflussen und gar ein Vertragsverletzungsverfahren gegen die Bundesrepublik angedroht. Schließlich hatten Sendeunternehmen und Kabelnetzbetreiber technische Bedenken gegen die Störungen des DVB-T und Kabelempfangs durch die neue LTE-Netztechnologie vorgebracht (vgl. ProMedia 5,2009). Alles ohne Erfolg.

Dr. Christoph Wagner
Der aus 16 Bundestagsabgeordneten und 16 Ländervertretern bestehende BNetzA-Beirat stimmte dem umstrittenen Versteigerungsdesign einstimmig zu und die Präsidentenkammer der BNetzA hat die kontroversen Regeln nun verbindlich festgesetzt. Das ist um so erstaunlicher, als viele der Beiratsmitglieder einschließlich des Beiratsvorsitzenden Junghans aufgrund der vorausgegangenen Bundes- und Landtagswahlen ihr Beiratsmandat demnächst abgeben müssen, also aktuell gar nicht mehr für so weittragende Entscheidungen legitimiert sind. Die
Art und Weise, wie die BNetzA das Verfahren gegen alle Widerstände und Bedenken im Eiltempo vorantreibt, entspricht allerdings der bisherigen Vorgehensweise: Zunächst wurden die Eckpunkte für die Vergabe festgelegt, ohne dass die Länder und der Bundesrat das Verfahren abgesegnet hatten. Dann soll die Vergabe der 800 MHz-Frequenzen aus Beschleunigungsgründen mit anderen, seit langem zur Versteigerung anstehenden Mobilfunk-Frequenzen oberhalb 1 GHz verbunden werden, wodurch die digitale Dividende sehr mobilfunkorientiert und gegen
Meistgebot vergeben werden wird. Schließlich wird die Vergabe ausgeschrieben, obwohl die BNetzA selbst noch nicht geklärt hat, welche Störungen von der neuen LTE-Netztechnologie auf den Kabel- und DVBFernsehempfang ausgehen. Alles also nach der Devise: Augen zu und durch? Diesen Beitrag weiterlesen »




