Archiv der Kategorie: Allgemein

Goldmedia Trendmonitor 2019, © Goldmedia/Franziska Veh

Goldmedia veröffentlicht Trendmonitor 2019. Ausblick auf Entwicklungen in Medien, Internet und Entertainment

13. Dezember 2018. Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Für Goldmedia ist dies immer ein Grund, mit dem Trendmonitor auf Entwicklungen des kommenden Jahres vorauszublicken. Unser Trendmonitor hat inzwischen schon Tradition: Der erste seiner Art war der Trendmonitor 2011 und erschien im Dezember 2010. Wer sich im Archiv umsehen möchte, findet alle Publikationen kostenfrei zum Download im Goldmedia-Studienbereich.

In unserem Trendmonitor befassen wir uns mit der Disruption im Bewegtbildmarkt, dem schwindenden Duopol und neuen Playern im Bereich Online-Werbung, den neuesten Trends in der Gamesbranche wie Gaming-as-a-service und Mobile Shift. Wir hinterfragen, warum Audio zum neuen Leitmedium wird, inwiefern A-VoD die Rettung für TV-Sender und Industrie sein kann und wie die Buchbranche ihre Leser an Bord hält. Wir werfen einen Blick auf die zu erwartenden Bewegungen im Streamingmarkt, erläutern, wie Algorithmen den Weg an die Kinokassen finden und warum Nanos im Influencer Marketing Trend werden.

Unsere Trendthemen haben wir wieder in einer Infografik zusammengefasst.

Goldmedia Trendmonitor 2019, © Goldmedia/Franziska Veh

Goldmedia Trendmonitor 2019, © Goldmedia/Franziska Veh

Alle Informationen und Download Trendmonitor 2019

Kevin Dieterich, Analyst Goldmedia

Trendmonitor 2019. Algorithmen für die Kinokassen – Dynamic Pricing hält Einzug

Dezember 2018. Seit Jahren schon versuchen die Kinobetreiber in Deutschland, vor allem durch steigende Ticketpreise, den anhaltenden Besucherrückgang zu kompensieren. Jetzt steht die Kinoindustrie vor einem Umbruch im Bereich des Ticketings: Während die Preise an den Kinokassen lange fix waren und sich hauptsächlich an pauschalen Erfahrungswerten orientierten, setzen Kinobetreiber immer stärker auf die Vorteile dynamischer Preismodelle, die auf Algorithmen beruhen.

Kevin Dieterich, Analyst Goldmedia

Kevin Dieterich, Analyst Goldmedia

Beim sogenannten Dynamic Pricing werden die Preise für ein Produkt, je nach aktueller Marktlage, kurzfristig angepasst. Wie bei Flugtickets oder Hotel­bu­chungen längst üblich, werden in 2019 immer öfter Angebot und Nachfrage über die aktuellen Preise von Kinokarten entscheiden. Im Gegensatz zu den bislang verbreiteten Preisdifferenzierungsmodellen, bei denen zur Kalkulation von Film- und Wochentagszuschlägen nur auf historische Daten vergangener Spielzeiten und anderer Erwartungswerte zurückgegriffen wird, analysieren dynamische Preissysteme dagegen die Nachfrage in Echtzeit.

Dynamic Pricing erlaubt bessere Auslastung von Kinosälen

Mehr als ein Drittel aller Kinotickets werden derzeit im Durchschnitt innerhalb einer einzigen Stunde verkauft: in der Zeit von 20 bis 21 Uhr. Die Nachfrage nach Kinotickets unterliegt also einer starken Konzentration. Vorstellungen während der Randzeiten sind in der Regel weniger gut besucht. Weiterlesen

Tim Prien, Mathias Birkel, Goldmedia; Logo © GamesMarkt

#Gamesmarkt ist Gewinner der Digitalisierung. Goldmedia-Analyse für die Zeitschrift @GamesMarkt

20.08.2018. In einem Gastbeitrag für die Zeitschrift GamesMarkt (09 /2018) erläutern Mathias Birkel (Senior Manager) und Tim Prien (Consultant) von Goldmedia, warum der Gamesmarkt als Gewinner der Digitalisierung gesehen werden kann. Morgen, am 21.08.2018, beginnt in Köln die gamescom 2018. Die Branche steht dann wieder bei Marktplayern und Nutzern für eine Woche im Mittelpunkt des Geschehens.

Tim Prien, Mathias Birkel, Goldmedia; Logo © GamesMarkt

Tim Prien, Mathias Birkel, Goldmedia; Logo © GamesMarkt

Umsatzseitig hat die Gamesbranche andere Entertainmentbranchen wie den Video- oder Musikmarkt längst abgehängt. Während viele etablierte Medienbranchen stagnieren oder sogar mit Rückläufen zu kämpfen haben, kann der Gamesmarkt Jahr für Jahr ein Wachstum im zweistelligen Prozentbereich aufweisen. Zudem ist auch in keiner anderen Kreativ-Branche der Digitalanteil so hoch wie im Gamesmarkt.

Die Gamesbranche hat stets die Nase vorn, wenn es um innovative Geschäftsmodelle oder deren schnelle Anpassung an Marktentwicklungen geht. Sie etabliert immer wieder neue Monetarisierungsstrategien und wird immer stärker zum Inhaltegeber für diverse Medienangebote. (Stichwort Hollywood-Filmadaptionen erfolgreicher Spieletitel.)

Alle Facts und Grafiken gibts im aktuellen Gamesmarkt (September 2018) – dem großen Sonderheft zur gamescom.
Gamesmarkt.de
Anna-Marina Steinberger, Auszeichnung im Rahmen des Goldmedia-Preises für innovative Abschlussarbeiten im Bereich Medienwirtschaft 2017

Goldmedia-Preis für Medienwirtschaft. Auszeichnung für Anna-Marina Steinberger und ihre Bachelorarbeit zu #Programmatic Advertising

15.03.2018. Die Bachlorarbeit von Anna-Marina Steinberger ist eine der Arbeiten, die Goldmedia im Rahmen des Preises für innovative Abschlussarbeiten im Bereich Medienwirtschaft mit einer Auszeichnung gewürdigt hat. Ihre Arbeit beschäftigt sich mit dem sehr aktuellen Thema des Programmatic Advertising – eines der bristantesten Trendthemen der Werbe- und Kommunikationsbranche. Goldmedia stellt in einer Blogserie einige der ausgezeichneten Arbeiten vor.

Anna-Marina Steinberger, Auszeichnung im Rahmen des Goldmedia-Preises für innovative Abschlussarbeiten im Bereich Medienwirtschaft 2017

Anna-Marina Steinberger, Auszeichnung im Rahmen des Goldmedia-Preises für innovative Abschlussarbeiten im Bereich Medienwirtschaft 2017

Auszeichnung für Anna-Marina Steinberger

Programmatic Advertising: Kreativkiller oder Markenbooster? Die Kreativarbeit unter dem Einfluss der datengetriebenen Automatisierung digitaler Werbung
  • Hochschule Macromedia für angewandte Wissenschaften, University of Applied Sciences
  • Bachelorarbeit zur Erlangung des akademischen Grades Bachelor of Arts
  • Februar 2017

Nach Anna-Marina-Steinberger braucht die moderne Werbung dringend ein Upgrade ihres Betriebssystems: Es heißt Programmatic Advertising. Programmatic Advertising revolutioniert mit automatisierter, datengetriebener und zielgruppenspezifischer Werbung den Markt und verändert den direkten Einkauf digitaler Werbeflächen hin zu einem automatisierten Handel in Kombination mit Echtzeit-Daten. Ihre Arbeit beleuchtet dabei vor allem das Verhältnis von Automatisierung und Kreativität: Für die Autoren bedeutet die automatisierte Werbeabwicklung keineswegs das Armageddon der Kreativität – im Gegenteil. So heißt es im Fazit: Die Unterstützung technischer Systeme ermögliche es Kreativen, sich wieder auf jene Dinge zu konzentrieren, die Werbung einzigartig machen, nämlich originelle, neuartige, überraschende und außergewöhnliche Ideen, bewegende Geschichten und emotionale Botschaften. Ihre Arbeit bietet eine Reihe sehr konkreter Handlungsempfehlungen.

Kurzinterview mit Anna-Marina Steinberger

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Moritz Alexander Kolb, Auszeichnung im Rahmen des Goldmedia-Preises für innovative Abschlussarbeiten im Bereich Medienwirtschaft 2017

Goldmedia-Preis für Medienwirtschaft. Auszeichung für Moritz Alexander Kolb und seine Masterarbeit Digitales #Standortmarketing im stationären Handel

06.03.2018. Die Masterarbeit von Moritz Alexander Kolb gehört zu den Arbeiten, die Goldmedia im Rahmen des Preises für innovative Abschlussarbeiten im Bereich Medienwirtschaft ausgezeichnet hat. Das Thema seiner Masterarbeit: Digitales Standortmarketing im stationären Handel. Händlerbefragung im „Digitalen Viertel“ des Kölner Stadtteils Sülz/Klettenberg. Die Ausschreibung zum Goldmedia-Preis war offen für deutsch- und englischsprachige Arbeiten aus unterschiedlichen Fachrichtungen.

Moritz Alexander Kolb, Auszeichnung im Rahmen des Goldmedia-Preises für innovative Abschlussarbeiten im Bereich Medienwirtschaft 2017

Moritz Alexander Kolb, Auszeichnung im Rahmen des Goldmedia-Preises für innovative Abschlussarbeiten im Bereich Medienwirtschaft 2017

Auszeichnung für Moritz Alexander Kolb

Digitales Standortmarketing im stationären Handel. Händlerbefragung im „Digitalen Viertel“ des Kölner Stadtteils Sülz/Klettenberg
  • Technology Arts Sciences TH Köln, Institut für Informationswissenschaft
  • Masterarbeit zur Erlangung des Hochschulgrades Master of Science im Studiengang Markt- und Medienforschung
  • Nov. 2016

Was bringt ein digitalisiertes Viertel für den Handel und was bringt ein digitalisierter Handel für das Viertel? Moritz Alexander Kolb beschäftigte sich in seiner Masterarbeit mit dem Potenzial von lokalbasierten, mobilen Werbemaßnahmen im stationären Einzelhandel, besonders im Hinblick auf kleinere Filialisten. Deren Sicht ist in der Forschung bislang zum großen Teil unterbelichtet, stehen doch zumeist die Kunden und ihr Einkaufsverhalten im Fokus. Seine Kernfrage: Kann es gelingen, dem stationären Einzelhandel über Location-based Advertising neue digitale Kundengruppen zuzuführen? Das Hauptaugenmerk lag auf den sog. Location-based Services (LBS). Seine Forschungsarbeit war eingebettet in das Pilotprojekt Digitales Viertel in Kölns Stadtviertel Klettenberg und Sülz.

Seine Arbeit zu den Chancen der Digitalisierung für den Einzelhandel zeigt, dass die Einzelhändler sich in einem Zwiespalt zwischen analoger und digitaler Welt befinden. Die Analyse hat einen umfangreichen empirischen Teil und liefert am Ende auch wichtige Handlungsempfehlungen und hat dadurch eine hohe Praxisrelevanz.

Wir haben Moritz Alexander Kolb gefragt, was ihn an diesem Thema besonders interessiert hat und welche Herausforderungen es während der Arbeit am Thema gab.

Kurzinterview mit Moritz Alexander Kolb

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Quelle: www.digitaleskabel.de

#Kabel wird vollständig digital – Analog wird abgeschaltet. Initiative und Projektbüro Digitales Kabel gegründet

Quelle: www.digitaleskabel.de

Quelle: www.digitaleskabel.de

Nach der Umstellung des Antennen- und Satellitenfernsehens auf digitalen Empfang wird in Deutschland nun auch Kabelfernsehen zukünftig vollständig digital übertragen. In Bayern und Sachsen sowie bei einigen Kabelnetzbetreibern in anderen Regionen wird in diesem Zuge auch der analoge UKW-Radioempfang über Kabel umgestellt. Daher gilt 2018 auch für Kabelhaushalte, die noch analog empfangen: Den Anschluss nicht verpassen.

Die Medienanstalten haben gemeinsam mit Verbänden, Kabelnetzbetreibern und Programmanbietern die Initiative „Digitales Kabel“ ins Leben gerufen und ein Projektbüro gegründet, das nunmehr seine Arbeit aufgenommen hat. Mit dem Betrieb des Projektbüros wurde die Goldmedia GmbH beauftragt.

Aufgabe des gemeinsam finanzierten Projektbüros ist die kommunikative Unterstützung des Umstiegs auf eine rein digitale Programmverbreitung im Kabelnetz. Neben Information und Hilfestellung für Kabelkunden leistet das Projektbüro konkrete Transferarbeit für eine regional koordinierte Umstellung in den Kabelnetzen unter Einbeziehung von Wohnungswirtschaft, Fachhandel und Geräteherstellern.

Initiative „Digitales Kabel“

Der Initiative „Digitales Kabel“ gehören die Medienanstalten, ANGA Verband deutscher Kabelnetzbetreiber, Telekom Deutschland, PΫUR und Vodafone, der Verband Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT) sowie die Programmanbieter ARD, Mediengruppe RTL Deutschland und ProSiebenSat.1 Media SE an. Mit dem Betrieb des Projektbüros wurde die Goldmedia GmbH beauftragt.

Alle Informationen zur Initiative „Digitales Kabel“ und zum Kabel-Digital-Umstieg: www.digitaleskabel.de

Kontakt: info@digitaleskabel.de

 

© Quotenmeter.de, Angaben Brutto-Reichweite der Abrufe in Mio. auf Basis VOD-Ratings Goldmedia

The Big Bang Theory wieder auf dem Thron der VoD-Charts

16. Januar 2018. Neben anhaltend starken Quoten bei ProSieben holte die Serie mit Jim Parsons in KW 02 des neuen Jahres bei Netflix, Amazon, Maxdome und Sky starke 5,35 Millionen Brutto-Reichweite – fast 3,8 Millionen mehr als in Kalenderwoche eins. Die Sitcom ist zurück auf dem Thron.

© Quotenmeter.de, Angaben Brutto-Reichweite der Abrufe in Mio. auf Basis VOD-Ratings Goldmedia

© Quotenmeter.de, Angaben Brutto-Reichweite der Abrufe in Mio. auf Basis VOD-Ratings Goldmedia

Gemeinsam mit Quotenmeter.de veröffentlicht Goldmedia seit September 2017 wöchentlich die VoD-Charts – die Top 10 der beliebtesten Inhalte der Pay-VoD-Anbieter in Deutschland. Basis für das Ranking: Brutto-Reichweite der Abrufe (Views) in Mio.

Ausführliche Kommentare auf: www.quotenmeter.de

Interessiert an Quartalsauswertungen?
VoD-Ratings Quarterly OTT-Report Q3-2017

www.vod-ratings.de

Hannah Reuter, Consultant Goldmedia, © Goldmedia

Trendmonitor 2018. Disruption durch die Blockchain. Von Plattformanbietern ist Weitsicht gefragt

Disruption durch die Blockchain – Von Plattformanbietern ist Weitsicht gefragt

Trendartikel von Hannah Reuter

07. Dezember 2017. Das Buzzword Blockchain geistert schon seit Jahren durch die digitale Welt, und Experten sind sich darin einig, dass diese neue Technologie das Internet, so wie wir es bisher kennen, grundlegend verändern wird. Nicht zuletzt wegen der wohl bekanntesten Blockchain-Anwendung, der Kryptowährung Bitcoin, liegt der Fokus der Öffentlichkeit bislang zumeist auf der Finanzwelt. Doch auch in der Medienindustrie wird die Blockchain dem ein oder anderen Platzhirschen einiges abverlangen. Daher sind 2018 Ansätze und Konzepte gefragt, um der bevorstehenden Disruption rechtzeitig zu begegnen.

Hannah Reuter, Consultant Goldmedia, © Goldmedia

Hannah Reuter, Consultant Goldmedia, © Goldmedia

Die Blockchain-Technologie macht es bekanntlich möglich, Geschäfte direkt miteinander zu tätigen –  ganz ohne einen Mittelsmann, der für seine Leistungen Gebühren einbehält. So hat die Popularität der Kryptowährung Bitcoin die Notwendigkeit der Banken als vertrauensgebende Instanz grundsätzlich infrage gestellt. Es scheint jedoch, als habe sich die Branche rechtzeitig der Gefahr gestellt und die neue Technologie als Chance erkannt. Etliche Player der Finanzwelt arbeiten im Rahmen des sogenannten R3 Consortiums an eigenen, Blockchain-ähnlichen Ansätzen, die kosteneffizientere und schnellere Transaktionen ermöglichen und somit enorme Einsparungspotenziale bieten.

Kein Buch mit sieben Siegeln

Um zu verstehen, warum die Blockchain bestehende Geschäftsmodelle attackiert, dient der Blick auf ihre grundsätzliche Funktionalität. Die Blockchain wird oft mit einem Buch verglichen, in das viele Informationen inklusive Zeitstempel eingetragen und miteinander verknüpft werden. Daraus bildet sich eine Kette („chain“) an Einzelinformationen, die ab einer bestimmten Größe geschlossen wird – ein „block“ entsteht. Die Blöcke reihen sich aneinander und werden zur Blockchain. Neben dieser besonderen Art der Verschlüsselung basiert ihre Sicherheit zusätzlich auf dem dahinterliegenden Peer-to-Peer-Netzwerk: Die Daten befinden sich auf keinem zentralen Server, sondern liegen in zahlreichen Kopien lokal, auf vielen einzelnen Rechnern, in einem Netzwerk. Eine Transaktion etwa geschieht so direkt von Rechner zu Rechner. Die Information darüber wird als neuer Eintrag verbucht – und zwar auf allen Rechnern im Netzwerk der Blockchain. Eine Veränderung der Information würde das Hacken von jedem einzelnen Rechner im Netzwerk voraussetzen, was ab einer bestimmten Anzahl von Geräten nahezu undenkbar ist. Je größer das Netzwerk, desto sicherer die Blockchain.

Intermediäre in der Medienindustrie müssen aufpassen Weiterlesen