Alle Beiträge von Prof. Dr. Klaus Goldhammer

Prof. Dr. Klaus Goldhammer, Geschäftsführer Goldmedia

Mediennutzung wird teurer. Ein Index der Mediennutzung in Deutschland

Der Wert der Aufmerksamkeit: Ein Index der Mediennutzung in Deutschland

15.02.2017. Der Konsument von heute lebt im medialen Schlaraffenland: Ob „Binge-Watching“ bei Netflix, Tagesschau-Nachrichten per TV oder Musiknutzung via Spotify: Alte und neue Medienangebote stehen in einem intensiven Wettbewerb um die Gunst der Mediennutzer. Aufmerksamkeit ist ein stark umkämpftes Gut.

Eduard Scholl, Goldmedia
Eduard Scholl, Consultant Goldmedia
Prof. Dr. Klaus Goldhammer, Geschäftsführer Goldmedia © Goldmedia
Prof. Dr. Klaus Goldhammer, Geschäftsführer Goldmedia © Goldmedia

Für die MedienWirtschaft – Zeitschrift für Medienmanagement und Medienökonomie – verfassten Prof. Klaus Goldhammer und Eduard Scholl einen Artikel zum Thema Aufmerksamkeitsindex.

Der Beitrag erschien in der Ausgabe 4/2016, S. 20-25.

Weitere Informationen zur Fachzeitschrift MedienWirtschaft und Bestellmöglichkeiten finden Sie unter: www.medienwirtschaft-online.de

Nachfolgend veröffentlichen wir einen Teaser zum Artikel. Mediennutzung wird teurer. Ein Index der Mediennutzung in Deutschland weiterlesen

Prof. Dr. Klaus Goldhammer, Geschäftsführer Goldmedia

Trendmonitor 2017. Vom Public Value zur Gemeinwohl-Orientierung. Trend-Ausblick von Klaus Goldhammer

Vom Public Value zur Gemeinwohl-Orientierung: Medien und Infrastrukturanbieter werden 2017 intensiver ihren Nutzen für die Gesellschaft ermitteln

19.12.2016. Die Idee der „Public Value“-Forschung wurde erst 1995 von Harvard-Prof. Mark Moore als Gegenentwurf zum klassischen „Shareholder Value“ entwickelt: Er begann mit der Frage, welchen konkreten Mehrwert eine Stadtverwaltung für die Gesellschaft erbringe? Moores Modell untersucht dazu, welche Quellen der Legitimation es gebe, auf welche Unterstützung eine Institution bauen könne und welche operativen Kapazitäten sie für ihre Aufgaben habe.

Prof. Dr. Klaus Goldhammer, Geschäftsführer Goldmedia
Prof. Dr. Klaus Goldhammer, Geschäftsführer Goldmedia

Das war der erste Schritt in ein neues Forschungsfeld, das sich deutlich vom klassischen Thema „Corporate Social Responsibility“ abhebt. Public Value – oder das schöne deutsche Wort Gemeinwohl – meint heute den konkret messbaren Wertbeitrag oder Nutzen, den Unternehmen oder öffentliche Institutionen intern wie extern durch ihre eigene Arbeit für die Gesellschaft erbringen.

Public Value-Analysen werden dadurch zu einem modernen Instrument der Leistungsmessung und ermöglichen dadurch mehr Transparenz und Steuerung. Damit wird es möglich, die Gemeinwohl-Leistung zu erfassen, Qualität zu messen und für alle besser nachvollziehbar zu machen. BBC und ORF oder auch die kanadische CBC haben deshalb regelmäßige Public Value-Berichte eingeführt. Auch die deutschen Dreistufentests haben fallbezogen Auswirkungen und Nutzen öffentlich-rechtlicher Online-Medien intensiv untersucht. Trendmonitor 2017. Vom Public Value zur Gemeinwohl-Orientierung. Trend-Ausblick von Klaus Goldhammer weiterlesen

Prof. Dr. Klaus Goldhammer, Geschäftsführer Goldmedia

Trendmonitor 2017. Weniger ist mehr – Warum erfolgreiche VoD-Anbieter offenbar weniger Content bereitstellen. Trendausblick von Klaus Goldhammer

Weniger ist mehr: Warum erfolgreiche VoD-Anbieter offenbar weniger Content bereitstellen

06.12.2016. Eine der überraschenden Weisheiten der Programmgestaltung im Hörfunk ist, dass weniger Musiktitel einen Sender bei den Hörern vielfältiger und interessanter erscheinen lassen. Wenn nur die (wenigen) beliebten Tophits gespielt werden, klingt eine Radiostation dauerhaft interessanter und abwechslungsreicher als ein Sender mit vielen, aber nur mittelmäßig beliebten unterschiedlichen Titeln. Es gibt schlicht weniger Abschaltimpulse. Zugegeben: Die Angebots-Fokussierung funktioniert selten bei Musikfreaks und Profimusikern, aber meistens gut für die Masse der Hörer.

Prof. Dr. Klaus Goldhammer, Geschäftsführer Goldmedia
Prof. Dr. Klaus Goldhammer, Geschäftsführer Goldmedia

Einen ähnlichen Trend erleben wir offenbar derzeit bei den VoD-Anbietern: Weniger ist mehr! So ist seit 2014 das Angebot auf der US-Plattform von Netflix um ein Drittel geschrumpft, von 8.103 Filmen und Serien in 2014 auf nur noch 5.316 (Zahlen von unogs, Allflicks, siehe Grafik). Und während 2014 noch 49 der 250 Top-Filme der IMDb-Datenbank bei Netflix zur Verfügung standen, waren es 2015 bereits 12 Prozent weniger.

Dabei wird – neben den Erfahrungen aus der Radiobranche – sicherlich die komplexe und kostspielige Rechtesituation für eine weltweit aktive Plattform eine Rolle spielen, wie auch die steigenden Nutzerzahlen und die damit verbundenen Kosten. Doch es gibt noch eine Reihe weiterer Faktoren: Trendmonitor 2017. Weniger ist mehr – Warum erfolgreiche VoD-Anbieter offenbar weniger Content bereitstellen. Trendausblick von Klaus Goldhammer weiterlesen

Prof. Dr. Klaus Goldhammer, Geschäftsführer Goldmedia

Trendmonitor 2017. Chatbots und das Feld der „Computational Communication“ gewinnen massiv an Bedeutung. Trend-Ausblick von Klaus Goldhammer

Tatsachenbeschädigung oder der nächste große Medientrend. Wie lassen sich automatisch gefälschte Nachrichten verhindern?

28.11.2016. Es ist ein kurzer Weg von künstlicher Intelligenz und Chatbots zu computerbasierter Propaganda und Fake-News. Doch wie kann man Echokammern öffnen und Filterblasen platzen lassen? Und wie lässt sich die Verdrehung von Tatsachen und Fakten im Netz in Zukunft verhindern? Datenbasierte, automatisierte Kommunikation – wird ein erkennbarer Megatrend im Jahr 2017.

Prof. Dr. Klaus Goldhammer, Geschäftsführer Goldmedia
Prof. Dr. Klaus Goldhammer, Geschäftsführer Goldmedia

Google-CEO Sundar Pichai präsentierte im Oktober 2016 seine neue Generalstrategie: Künstliche Intelligenz (KI) wird zum neuen Mantra des Onlinewerbeimperiums. Auch Facebook arbeitet an intelligenten Bots. Und dann gibt es noch Apples Siri, Amazons Alexa, Microsofts Cortana und viele andere smarte Assistenten, die aus menschlicher Sprache per Rechenkraft Sinn extrahieren und sinnvolle Antworten generieren können. Fast zeitgleich haben Facebook, Google, Microsoft, IBM und Amazon bereits eine „Partnerschaft“ in Sachen AI (Artificial Intelligence) vereinbart, die gemeinsam untersuchen soll, wie sich AI in verantwortungsvoller Weise entwickeln und einsetzen lässt. Künstliche Intelligenz mag reizvoller erscheinen als natürliche Dummheit, doch ein sorgsamer Umgang und Einsatz erscheint dringlich.

Chatbots und das Feld der „Computational Communication“ gewinnen massiv an Bedeutung. Trendmonitor 2017. Chatbots und das Feld der „Computational Communication“ gewinnen massiv an Bedeutung. Trend-Ausblick von Klaus Goldhammer weiterlesen

Prof. Dr. Klaus Goldhammer, Geschäftsführer Goldmedia

Trendmonitor 2016. Digitale Assistenten läuten Post-App-Ära ein. Trend-Ausblick von Klaus Goldhammer

OK, Siri! – Digitale Assistenten werden immer mehr Aufgaben übernehmen und damit die Post-App-Ära einläuten

[16.12.2015] Siri, die freundliche digitale Assistentin, ist iPhone-Besitzern wohl­bekannt. Ihre Witze, die sie auf Nachfrage reißt, wie auch ihr Unwille zu einer Heirat sind legendär: „In meinem Endbenutzer-Lizenzvertrag steht nichts über Ehe. Tut mir leid.“ Aber Siri ist schon lange nicht (mehr) allein in der Welt der digitalen Assistenten. Es gibt Cortana von Microsoft, Google Now sowieso und aktuell auch „Smart Reply“ für Google Mail. Zudem die Amazon-Spracherkennung auf der Echo-Box, und auch Facebook hat in seiner Messenger-App „M“, einen virtuellen privaten Assistenten, gelauncht.

Prof. Dr. Klaus Goldhammer, Geschäftsführer Goldmedia
Prof. Dr. Klaus Goldhammer, Geschäftsführer Goldmedia

2016 wird deshalb das Jahr der digitalen Assistenten. Was vor wenigen Jahren noch Science Fiction-Filmen wie „2001: A Space Odyssey“ mit HAL 9000 vorbehalten war, wird praktische Realität: „Navigier mich zum Restaurant X!“; „Ruf meine Mutter mobil an!“ oder: „Schreib eine Mail an Y, ich komme 10 Minuten später!“. All dies sind Funktionen, die ordentliche digitale Assistenten heute locker drauf haben.

Die digitalen Assistenten lernen ständig dazu: Jede Aufgabe und jede richtige Interpretation durch den Assistenten füttert die Datenbank mit menschlichen Aussprachevarianten und steigert damit die Interpretationsfähigkeiten der Assistenten. Dennoch reicht es nicht immer. Deshalb hat Facebook seinem Dienst „M“ im Hintergrund noch zusätzlich Menschen gegönnt, die schwierige Fragen und Aufgaben händisch erledigen und helfen, mit ihren Ergebnissen die Datenbanken ebenfalls zu füllen. Ziel ist es offenbar, dass sie sich dadurch langsam selbst abschaffen. Ähnliche Ansätze wie „M“ verfolgen auch eine Reihe von Start-ups wie TaskRabbit, Magic oder Operator. Doch „Concierge-Services“ sind nur ein kleiner Teil des Leistungsspektrums virtueller Assistenten. Trendmonitor 2016. Digitale Assistenten läuten Post-App-Ära ein. Trend-Ausblick von Klaus Goldhammer weiterlesen

Prof. Dr. Klaus Goldhammer, Geschäftsführer Goldmedia

Trendmonitor 2016. Digitale Adipositas – Die informationelle Fettsucht hat uns fest im Griff. Trend-Ausblick von Klaus Goldhammer

Prof. Dr. Klaus Goldhammer, Geschäftsführer Goldmedia
Prof. Dr. Klaus Goldhammer, Geschäftsführer Goldmedia

[01.12.2015] Gelegentlich überkommt einen das Gefühl, online viel zu viel von der ewig gleichen Nachricht gesehen zu haben: Die Mediensites gelesen, dazu noch die Posts aller Freunde, die sich auf Facebook oder Twitter dazu auslassen und auf weitere Artikel verlinken; dann googelt man noch hinterher und irgendwann ist es wirklich genug. News-Überdruss. Wie eine ganze Tüte Gummibärchen, die einem Kind gut schmeckt, aber am Ende doch Bauchschmerzen bereitet. Nachrichten werden nicht nur immer schneller transportiert, sondern durch Reproduktion und Verlinkung schlicht immer mehr. Man schwimmt in einem Infomeer, dessen Wellen immer höher schlagen.

Digitale Adipositas könnte man es nennen – informationelle Fettsucht. Verursacht durch die massenweise Rekombination und Re-Iteration einer Ursprungsmeldung auf allen Kanälen. Ein Trend in unserer digitalen Welt, der auch 2016 weiter wachsen wird. Online ist nun möglich, dass alles gesagt wird und zwar von jedem über jeden Kanal: Medien, Journalisten, Freunde, Bekannte, Unbekannte. Die News werden dadurch nicht besser, sie nehmen nur an Masse zu. Aber nicht allein die News, das gesamte mobile Datenvolumen vor allem durch immer mehr Videos, so die bekannten Prognosen, wird sich zwischen 2014 und 2019 etwa verzehnfachen. Infofett mal zehn?

Auch in der persönlichen Kommunikation klebt die Infomasse an uns allen ganz gehörig: Mütter schauen auf ihre Handys und nicht auf ihre spielenden Kinder. Autofahrer fixieren eine Textnachricht bei voller Fahrt und nicht den Verkehr. Schüler texten im Unterricht unter dem Tisch und die ersten offiziellen Warnschilder sind schon für Fußgänger aufgestellt, lieber die Straße als den Facebook-Post zu betrachten. Trendmonitor 2016. Digitale Adipositas – Die informationelle Fettsucht hat uns fest im Griff. Trend-Ausblick von Klaus Goldhammer weiterlesen

Video on Demand. Kommen nun rosige Zeiten für Produzenten, Studios oder die Zuschauer? Gastbeitrag Klaus Goldhammer für Blickpunkt:Film

Klaus_Goldhammer_Goldmedia_quer_Web_800_co
Prof. Dr. Klaus Goldhammer

Die Nachrichten mit bombastischen Zahlen der VoD-Anbieter überschlagen sich derzeit: Amazon Instant Prime Video investierte 2014 rund 1,3 Mrd. Dollar in Inhalte; bei Netflix ist sogar von sagenhaften 9,5 Mrd. Dollar für Content die Rede. Fabelzahlen.

Bewegtbildrechte der klassischen Studios sind teuer, weil die Nachfrage groß ist: Maxdome und Sky, Apple und Amazon und viele andere tummeln sich nicht nur in Deutschland auf diesem neuen Wachstumsmarkt und benötigen viel Material für die Augäpfel der erwartungsfrohen Kundschaft. Und das geht ins Geld.

Vor allem wenn man, wie Amazon oder Netflix, weltweit agiert, steigen die Kosten rapide. Und nach ein paar Jahren zahlt der VoD-Anbieter erneut, weil die Rechte selbstverständlich befristet sind. Rosige Zeiten für die alten Studios. Könnte man meinen.

Aber der bisherige Preismechanismus ist ein zweischneidiges Schwert: Kein VoD-Anbieter will langfristig viel Geld dafür ausgeben, die immer gleichen Inhalte wie die Konkurrenz zu zeigen. Schnell lässt sich ausrechnen, dass es – vor allem bei globalen Unternehmen – sehr viel günstiger wird, selbst die Produktion zu übernehmen und auf alle Zeiten die Weltrechte exklusiv zu besitzen. Eine klassische „Make or Buy“-Entscheidung also.
So ist es wenig überraschend, dass Netflix plant, seine Eigenproduktionen in den nächsten fünf Jahren auf mindestens 20 Serienstaffeln pro Jahr (mit jeweils 10-20 Folgen) zu steigern. Auch der einstige Bücherhändler Amazon investierte allein im 3. Quartal 2014 100 Mio. US Dollar in eigene Bewegtbild-formate (lt. Unternehmensangaben). Dazu verpflichten die VoD-Anbieter namhafte Produzenten und Schauspieler. So dreht Woody Allen eine Webserie für Amazon, Comedy-Star Adam Sandler unterschrieb bei Netflix für mehrere Filme. Die Anzeichen mehren sich also, dass ernstzunehmende Konkurrenten für die bestehende Studiolandschaft entstehen. Video on Demand. Kommen nun rosige Zeiten für Produzenten, Studios oder die Zuschauer? Gastbeitrag Klaus Goldhammer für Blickpunkt:Film weiterlesen

Trendmonitor 2015: Quo Vadis Werbung – Schrumpfung trotz Wachstum. Trend-Ausblick von Klaus Goldhammer

Quo Vadis Werbung – Schrumpfung trotz Wachstum

Prof. Dr. Klaus Goldhammer, © Goldmedia
Prof. Dr. Klaus Goldhammer, © Goldmedia

Über alle Werbeträger hinweg ist in den letzten Jahren der Netto-Werbemarkt in Deutschland geschrumpft: 2012 um -3,2 Prozent und 2013 um -1,8 Prozent! (ZAW) Trotz deutlich wachsendem Online-, TV- und Hörfunkwerbemarkt, trotz Wachstum bei Außenwerbung und Fachzeitschriften. Insgesamt gehen die klassischen Werbeumsätze in Deutschland seit Jahren zurück! Hört man in den Markt hinein, dürften auch 2014 wieder nicht alle klassischen Werbeträger unisono in Jubel verfallen.

Natürlich: Die Printverlage verlieren massiv. Die Umschichtungen in Richtung Online- und Mobilsektor fangen diese Schrumpfungsprozesse nicht komplett wieder auf. Und die rund drei Milliarden Euro Bruttoumsatz im Bereich Search- und Affiliate-Marketing erscheinen nicht in der ZAW-Statistik. So sieht der Markt vielleicht düsterer aus, als er in Wahrheit ist.

Doch was sich dramatischer entwickeln könnte als die unschöne Situation im Printwerbemarkt, ist der Ausblick für 2015: Werbeumsätze korrelieren bislang immer stark mit der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Und schaut man auf die deutsche Wirtschaft oder die Aktienmärkte, ist jedem klar, dass es brummt seit dem letzten Crash in 2008. Davon kommt aber offensichtlich nur noch relativ wenig bei den klassischen Werbeträgern an. Und wir wissen: Wirtschaft ist zyklisch, nach einem Auf- kommt des Öfteren gern ein Abschwung. Doch wer heute schon die Boomphase nicht wirklich mitgemacht hat, kann sich leider nicht sicher sein, dass eine Entkoppelung von der allgemeinen wirtschaftlichen Lage auch in schlechteren Zeiten anhält. Trendmonitor 2015: Quo Vadis Werbung – Schrumpfung trotz Wachstum. Trend-Ausblick von Klaus Goldhammer weiterlesen