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Accounts der Fußballclubs bei Fans immer beliebter

Fußballfan-Monitor 2015/2016, © Goldmedia 2016
Fußballfan-Monitor 2015/2016, © Goldmedia 2016

Wie der Fußballfan-Monitor 2015/2016 von Goldmedia zeigt, läuft die Kommunikation der Fans untereinander zum Thema Fußball am häufigsten über WhatsApp: 39 Prozent nutzen den Messenger-Dienst dafür. 32 Prozent gehen über Facebook. Noch vor Twitter, Instagram oder den Accounts der klassischen Medien liegen im Fantalk-Ranking bereits die Foren und Accounts der Clubs und Vereine.

Der Fußballfan-Monitor 2015/16 dokumentiert das Informations- und Kommunikationsverhalten der Fußballfans in Deutschland. Er basiert auf einer Onlinebefragung von Fußballinteressierten ab 14 Jahre in Deutschland (September 2015).

Goldmedia stellt Kernergebnisse der Studie kostenlos zur Verfügung. Hier gehts zum Download

http://www.goldmedia.com/publikationen/studien/

Trendmonitor 2016. Digitale Adipositas – Die informationelle Fettsucht hat uns fest im Griff. Trend-Ausblick von Klaus Goldhammer

Prof. Dr. Klaus Goldhammer, Geschäftsführer Goldmedia
Prof. Dr. Klaus Goldhammer, Geschäftsführer Goldmedia

[01.12.2015] Gelegentlich überkommt einen das Gefühl, online viel zu viel von der ewig gleichen Nachricht gesehen zu haben: Die Mediensites gelesen, dazu noch die Posts aller Freunde, die sich auf Facebook oder Twitter dazu auslassen und auf weitere Artikel verlinken; dann googelt man noch hinterher und irgendwann ist es wirklich genug. News-Überdruss. Wie eine ganze Tüte Gummibärchen, die einem Kind gut schmeckt, aber am Ende doch Bauchschmerzen bereitet. Nachrichten werden nicht nur immer schneller transportiert, sondern durch Reproduktion und Verlinkung schlicht immer mehr. Man schwimmt in einem Infomeer, dessen Wellen immer höher schlagen.

Digitale Adipositas könnte man es nennen – informationelle Fettsucht. Verursacht durch die massenweise Rekombination und Re-Iteration einer Ursprungsmeldung auf allen Kanälen. Ein Trend in unserer digitalen Welt, der auch 2016 weiter wachsen wird. Online ist nun möglich, dass alles gesagt wird und zwar von jedem über jeden Kanal: Medien, Journalisten, Freunde, Bekannte, Unbekannte. Die News werden dadurch nicht besser, sie nehmen nur an Masse zu. Aber nicht allein die News, das gesamte mobile Datenvolumen vor allem durch immer mehr Videos, so die bekannten Prognosen, wird sich zwischen 2014 und 2019 etwa verzehnfachen. Infofett mal zehn?

Auch in der persönlichen Kommunikation klebt die Infomasse an uns allen ganz gehörig: Mütter schauen auf ihre Handys und nicht auf ihre spielenden Kinder. Autofahrer fixieren eine Textnachricht bei voller Fahrt und nicht den Verkehr. Schüler texten im Unterricht unter dem Tisch und die ersten offiziellen Warnschilder sind schon für Fußgänger aufgestellt, lieber die Straße als den Facebook-Post zu betrachten. Trendmonitor 2016. Digitale Adipositas – Die informationelle Fettsucht hat uns fest im Griff. Trend-Ausblick von Klaus Goldhammer weiterlesen

Trendmonitor 2015: Die Funktion sozialer Netze differenziert sich weiter aus. Trend-Ausblick von Florian Kerkau

Facebook ist das Telefonbuch, WhatsApp das Telefon: Die Funktion sozialer Netze differenziert sich weiter aus, weil ein neues Verständnis von Privatheit entsteht

Dr. Florian Kerkau, © Goldmedia
Dr. Florian Kerkau, © Goldmedia

Die Form der Kommunikation über offene soziale Netzwerke wie Facebook hat sich 2014 stark verändert, gleichzeitig ist die Nutzung von Messengern wie WhatsApp explosionsartig angestiegen. Viele Journalisten und Forscher wiesen im laufenden Jahr darauf hin, dass Facebook kaum noch wachse und vor allem von der jüngeren Zielgruppe immer weniger genutzt werde. So hat der Globalwebindex in seiner jüngsten Umfrage festgestellt, dass in den USA und UK Erwachsene (50 %), besonders aber auch Teenager (64 %) Facebook weniger nutzen als im Vorjahr und zusätzlich von der Nutzung zunehmend gelangweilt sind.

Aber hat seither jemand seinen Facebook-Account wirklich gelöscht? – wohl kaum. Laut DIVSI-U25-Studie (Sinus-Institut 2014) geben 50 Prozent der unter 25-Jährigen an, dass sie nicht auf Facebook verzichten könnten, nur 39 Prozent sagen das Gleiche über WhatsApp. Bei der aktiven, täglichen Nutzung liegt aber WhatsApp mit 68 Prozent inzwischen vor Facebook mit 60 Prozent. In der Studie kamen Forscher zu dem Schluss, dass derzeit ein neues Verständnis von Privatheit entsteht. Dabei werden diejenigen Daten als schützenswert empfunden, welche für die soziale Reputation im engeren Umfeld wichtig sind. In Bezug auf die klassischen persönlichen Angaben hingegen finden die jüngeren Nutzer in Online-Communities Offenheit wichtig. Trendmonitor 2015: Die Funktion sozialer Netze differenziert sich weiter aus. Trend-Ausblick von Florian Kerkau weiterlesen

Trendmonitor 2015: Messaging-Dienste haben immer mehr Zulauf. Trend-Ausblick von Klaus Goldhammer

Von Social Media zu Dark Social: Messaging-Dienste haben immer mehr Zulauf

Prof. Dr. Klaus Goldhammer, © Goldmedia
Prof. Dr. Klaus Goldhammer, © Goldmedia

So schnell kann es gehen für Giganten im Internet: Als Google startete, verloren Lycos und Altavista ihre Dominanz im Search-Markt binnen kürzester Zeit. Mit Facebook entwickelte sich ein paar Jahre später der Social Media-Markt und MySpace war Geschichte. Google kam nicht wirklich hinterher. Und nun schicken sich Messaging-Apps an – allen voran WhatsApp –, den Social Media-Markt abzuhängen.

Die Zahl der monatlich aktiven Messaging-Nutzer steigt steil: Über eine Milliarde Nutzer 2014! (Quelle: Business Insider) Und während die Nutzerzahlen der sozialen Netzwerke entweder stagnieren oder nur noch leicht wachsen, erfahren die sogenannten „Dark Social“-Dienste weiterhin riesigen Zulauf. Dark Social deshalb, weil sich die Kommunikation nicht (teil-)öffentlich, sondern im persönlichen Bereich abspielt und Messaging-Dienste sich der Marktforschung oder externen Analyse bislang überwiegend verschließen. Aus diesem Grund gibt es relativ wenig allgemeines Wissen darüber, was die Nutzer auf Plattformen wie Snapchat, LINE oder WeChat genau tun.

Die Undurchsichtigkeit ist einer der wichtigsten Gründe für die Popularität der Messaging-Apps: Jugendliche verlassen vor allem in den USA Facebook, weil sie nicht von ihren Eltern und Lehrern beobachtet werden wollen; Mittzwanziger chatten auf WhatsApp, weil es nicht semi-öffentlich, sondern privat ist; ältere Menschen schätzen die Simplizität und Bequemlichkeit der Messaging-Dienste und alle scheinen müde zu sein vom Social News-Stream, der nicht (mehr) wirklich interessiert. Wichtig aber bleibt der soziale Austausch mit Freunden. Und das leisten die Messaging-Apps. Trendmonitor 2015: Messaging-Dienste haben immer mehr Zulauf. Trend-Ausblick von Klaus Goldhammer weiterlesen

Mobile Monitor 2014: Instant Messaging über WhatsApp & Co. dominiert die Smartphone-Nutzung

Der Smartphone-Markt in Deutschland wächst dynamisch. Auch die tägliche Nutzungsdauer von Smartphones steigt weiter. Wurden die mobilen Geräte 2012 noch 78 Minuten pro Tag genutzt, waren es 2013 bereits 81 Minuten.

Am häufigsten wird das Smartphone zum sogenannten Messaging verwendet, dem Versenden von Kurznachrichten über Dienste wie WhatsApp oder Skype. Rund 70 Prozent der unter 30-jährigen Smartphone-Besitzer nutzen WhatsApp täglich.

Mobile Monitor 2014: Meistgenutzte Smartphone-Funktionen, © Goldmedia
Mobile Monitor 2014: Meistgenutzte Smartphone-Funktionen, © Goldmedia

Mobile Monitor 2014: Instant Messaging über WhatsApp & Co. dominiert die Smartphone-Nutzung weiterlesen

Mobile Monitor 2014 veröffentlicht. Zur Nutzung von Smartphones und Tablets in Deutschland

Die Studie „Goldmedia Mobile Monitor 2014. Befragung von Smartphone- und Tablet-PC-Nutzern in Deutschland“ enthält umfangreiche Analysen zur Nutzung von Smartphones und Tablet-PCs im Hinblick auf Geräte, Betriebssysteme und Mobilfunkanbieter. Außerdem werden diverse detaillierte Subgruppenanalysen bereitgestellt (Alter, Geschlecht etc.). Sie wurde von der Goldmedia Custom Research GmbH soeben veröffentlicht und erscheint bereits zum dritten Mal. Die aktuelle Erhebung basiert auf einer Onlinebefragung von Smartphone-Nutzern in Deutschland (n=1.000).

Zufriedenheit der Smartphon-Nutzer nach Hersteller. Mobile Monitor 2014, © Goldmedia 2014
Zufriedenheit der Smartphone-Nutzer nach Hersteller. Mobile Monitor 2014, © Goldmedia 2014

Key Findings

  • Durchschnittliche Nutzungsdauer von Smartphones in Deutschland beträgt 81 Minuten pro Tag
  • Samsung-Smartphones gewinnen in der Nutzergunst, Apple und Nokia büßen Marktanteile ein
  • Zwei Drittel der Smartphone-Besitzer nutzen ein Android-Phone
  • WhatsApp wird von fast 70 Prozent der unter 30-jährigen Smartphone-User täglich genutzt
  • Die meisten Smartphones werden nicht in Verbindung mit einem Mobilfunkvertrag angeschafft, lediglich 22 Prozent der Nutzer zahlen mit ihrem Vertrag das Smartphone ab
  • Gekauft werden die Geräte überwiegend in Onlineshops (42 Prozent)

 

 

Die Ergebnisse präsentiert Goldmedia auf 130 PPT-Charts, inkl. ca. 100 Diagramme und 30 Tabellen. Die Studie ist kostenpflichtig.

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Guter Deal: Warum Facebook dank WhatsApp überlebt. Gastbeitrag von Florian Kerkau für kress.de

Dr. Florian Kerkau
Dr. Florian Kerkau

Eine lose Masse, die nicht wächst, muss zwangsläufig zerfallen. Das bereits vor über 50 Jahren von Literatur-Nobelpreisträger Elias Canetti formulierte Konzept („Masse und Macht“) zeigt dies in ungeahnter Aktualität. Die Medien überschlagen sich derzeit mit Meldungen zur Übernahme des immer stärker wachsenden NachrichtendienstesWhatsApp durch Facebook, das letzthin bei jüngeren Nutzern in einigen westlichen Ländern sogar rückläufige Nutzerzahlen verzeichnete.

Canetti hatte bereits früh erkannt, dass eine Masse nur Bestand hat, wenn sie entweder ständig wächst oder sich eigene Begrenzungen auferlegt, so wie dies z.B. Religionen über Jahrhunderte geschaffen haben. Beschränkungen verlangsamen oder verhindern zwar ein Wachstum, sichern so aber das Überleben der nicht wachsenden Masse. Es kann aber nicht in Facebooks Sinne sein, als offenes Netzwerk solche Beschränkungen zu entwickeln, da diese der gesamten Philosophie und Daseinsberechtigung widersprächen und damit das System zerstören würden. Guter Deal: Warum Facebook dank WhatsApp überlebt. Gastbeitrag von Florian Kerkau für kress.de weiterlesen