Schlagwort-Archive: Kabelnetzbetreiber

Volldigitalisierung im Kabel nimmt Fahrt auf. Neue Termine für Analog-Digital-Umstieg für Kabel-Haushalte

22.03.2018. 2018 ist das Jahr der Einstellung der analogen TV-Programmverbreitung im Kabel. Um für die Verbraucher einen reibungslosen Umstellungsprozess auf digitalen Kabelempfang sicherzustellen, hat sich die Initiative Digitales Kabel gegründet. Ihr gehören die Medienanstalten, ANGA Verband deutscher Kabelnetzbetreiber, Telekom Deutschland, P?UR und Vodafone, der Verband Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT) sowie die Programmanbieter ARD, Mediengruppe RTL Deutschland und ProSiebenSat.1 Media SE an. Mit dem Betrieb des gemeinsamen Projektbüros wurde die Goldmedia GmbH beauftragt.

Quelle: www.digitaleskabel.de
Quelle: www.digitaleskabel.de

Die Netzbetreiber arbeiten derzeit intensiv an ihren Terminplänen für den Umstieg vom analogen auf den rein digitalen Kabelempfang.

Bereits zu Jahresbeginn wurde in einigen Regionen erfolgreich umgestellt, im zweiten Quartal folgen nun weitere Gebiete. Alle Informationen dazu gibt es auf der Informationsplattform: www.digitaleskabel.de

Goldmedia @ANGA_COM.

Tag 2 für Gespräche zu Technologie-Lösungen rund um die Themen moderne TV-Landschaft und Netzausbau

31.05.2017. Telekommunikationsunternehmen und Kabelnetzbetreiber müssen ihren Endkunden heute das gesamte Leistungsspektrum von Triple Play (3Play) bzw. Quadruple Play (4Play = inklusive Mobile) in bester Qualität und zu wettbewerbsfähigen Preisen anbieten. Dafür präsentiert Goldmedia mit Technologie-Partnern aus dem In- und Ausland auf der ANGA COM 2017 vielfältige Lösungen rund um das Thema moderne TV-Landschaft und Netzausbau.

Stand Goldmedia Solutions @ANGA COM 2017
Stand Goldmedia Solutions @ANGA COM 2017

Wir freuen uns auf zahlreiche Besucher und Interessenten an unserem Stand H9 in Halle 7 auf der ANGA COM 2017.

PDF: Ausführliche Informationen zu den einzelnen Technologiepartnern in Text und Bild

Ansprechpartner vor Ort: Volker Belz
Volker.Belz@Goldmedia.de

Goldmedia & Partner auf der ANGA COM 2017

29.05.2017. Auf der ANGA COM 2017 präsentiert Goldmedia gemeinsam mit nationalen und internationalen Technologie-Partnern vielfältige Lösungen rund um das Thema moderne TV-Landschaft und Netzausbau. Wir freuen uns auf zahlreiche Besucher und Interessenten an unserem Stand H9 in Halle 7.

Logo © ANGA COM
Logo © ANGA COM

Telekommunikationsunternehmen und Kabelnetzbetreiber stehen heute vor der Aufgabe, ihren Endkunden das gesamte Leistungsspektrum von Triple Play (3Play) bzw. Quadruple Play (4Play = inklusive Mobile) in bester Qualität und zu wettbewerbsfähigen Preisen anzubieten. Goldmedia unterstützt Technologie-Unternehmen dabei, ihre Produkte für den Wandel im Fernsehmarkt fit zu machen.

Dafür gründeten wir 2012 die Beratungsunit Goldmedia Solutions, die unter der Leitung von Goldmedia-Partner Volker Belz steht. Er ist auch unser Mann vor Ort und Ansprechpartner für alle Fragen und Informationen.

Technologie-Partner Goldmedia Solutions

Goldmedia präsentiert auf der ANGA COM 2017 Technologie-Partner, deren Schwerpunkte in den Bereichen TV-/Video-Dienste für alle Netzumgebungen liegen. Dazu gehören:

  1. Netgem: Integrierte Lösungen für lineares TV und nichtlineare Anwendungen
  2. PURtel.com: Support bei End-to-End-TV-Diensten für jede Netzumgebung
  3. Anevia: Kompakte CDN- und Cloud DVR-Lösungen, die Netzlast und Speicherumfang reduzieren können
  4. AirTies: Modularer Ansatz für Video- und Internet-Übertragung
  5. OpenVault: Software für die Verwaltung und Analyse von kritischen Netzdaten

    Volker Belz, Associate Partner Goldmedia
    Volker Belz, Associate Partner Goldmedia

Informieren Sie sich über die Produkte und Lösungen der Goldmedia Technologie-Partner in Halle 7 am Stand H9.

Goldmedia & Partner auf der ANGA COM 2017 weiterlesen

Megabits sind nicht alles. Artikel von Dietmar Schickel, Geschäftsführer Tele Columbus Gruppe, promedia Juni 2012

Die Vorzüge des Breitbandkabels im Wettbewerb der Infrastrukturen

Megabits sind nicht alles

Von Dietmar Schickel, Geschäftsführer Tele Columbus Gruppe

Dietmar Schickel
Dietmar Schickel

„Wann knackt das Kabel die 1 Gigabit-Marke?“, fragte jüngst ein Diskussionsteilnehmer. Eine schwierige Frage, weil es je nach Perspektive eine unwichtige oder sogar falsche Frage ist: Geht es nach dem Gesamtvolumen dessen, was das Breitbandkabel bereits heute in jeden Haushalt transportiert, dann sind wir längst weit oberhalb dieser Marke – aber das ist mit der Frage wohl nicht gemeint. Es geht wohl nur um die Internet-Geschwindigkeit, das magische Wachstum der in den Werbeprospekten angegebenen Downloadraten. Und es ist an der Zeit, einige Missverständnisse aufzuklären.

Wenn führende Kabelnetzbetreiber wie die Tele Columbus Gruppe über Internet-Zugänge mit einer Leistungsfähigkeit von mehr als 100 Megabit pro Sekunde sprechen, dann illustriert das vor allem die enormen Leistungsreserven des Breitbandkabels für interaktive Anwendungen – zumal die eigentliche Fernsehausstrahlung inklusive HDTV nicht innerhalb, sondern außerhalb dieser Megabits erfolgt. Die Frage ist deshalb nicht, wie viel das Kabel bieten könnte, sondern was wirtschaftlich tragfähig, für den Kunden nutzbringend und von ihm gewünscht ist. Die aktuellen Maximalwerte in den Angeboten der Kabelnetzbetreiber orientieren sich am Sinnvollen, nicht am Möglichen: Eine Bandbreitensteigerung, die vom Kunden nicht bemerkt wird oder sich im realen Megabits sind nicht alles. Artikel von Dietmar Schickel, Geschäftsführer Tele Columbus Gruppe, promedia Juni 2012 weiterlesen

Im Kabel besteht nach wie vor keine Eile. Interview mit Thomas Braun, Präsident, ANGA Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber e.V., promedia Juni 2012

Kabelfernsehen mit 48,6 Prozent Marktanteil Spitze beim TV-Empfang

„Im Kabel besteht nach wie vor keine Eile“

Interview mit Thomas Braun, Präsident, ANGA Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber e.V.

Thomas Braun
Thomas Braun

Der Kabelanschluss ist auch 2012 mit mehr als 18 Millionen Fernsehhaushalten und einem Marktanteil von 48,6 Prozent der reichweitenstärkste Empfangsweg für Fernsehen. Auf Platz zwei folgt mit 47,4 Prozent der Satellitendirektempfang. Auch beim Internetanschluss gewinnen Kabelnetzunternehmen Marktanteile hinzu. So entschieden sich die 45 Prozent aller Breitbandneukunden 2011 für einen Kabelinternetanschluss. Die deutschen Kabelnetzbetreiber schaffen dank hoher Investitionen in ihre Netze Internetanschlüsse mit Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 100 MBit/s und mehr. Mit dem Ausbau des Datenübertragungsstandards DOCSIS 3.0 bis 2013 werden knapp zwei Drittel aller deutschen
Haushalte mit Hochgeschwindigkeitsinternet über das Breitbandkabel versorgt werden können.

promedia: Herr Braun, welche Auswirkungen hatte die Abschaltung des analogen Satellitensignals auf die Marktanteile der Kabelnetznutzung? Konnten Sie neue Kunden gewinnen?
Thomas Braun: Offizielle Marktzahlen, die nach der Abschaltung des analogen Satellitensignals am 30. April erhoben wurden, liegen uns noch nicht vor. Die Signale, die wir von unseren Mitgliedsunternehmen erhalten haben, deuten aber bezogen auf die Abschaltung eher auf gewisse Zugänge als auf Im Kabel besteht nach wie vor keine Eile. Interview mit Thomas Braun, Präsident, ANGA Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber e.V., promedia Juni 2012 weiterlesen

Pay-TV 2011 – ein Markt zwischen drohenden Einbußen und Hoffnung: Funktionieren HD-Fernsehprogramme als Rettungsanker? Goldmedia Trendmonitor – Trends und Ausblick 2011

Was bringt das Jahr 2011 für die Medien-, Entertainment- und Telekommunikations-Branche? Im Goldmedia Trendmonitor 2011 geben Goldmedia-Experten in Form von Kurzanalysen einen Ausblick auf wichtige Entwicklungen des Jahres 2011 in den Bereichen Medien, Telekommunikation, Entertainment und Internet.

Entwicklungen im Pay-TV-Markt

Dr. Michael Schmid
Dr. Michael Schmid

Mehrere Milliarden Euro steckte Rupert Murdoch bereits in das deutsche Sky bzw. das frühere Premiere. Auch die Kabelnetzbetreiber starteten mit großen Werbekampagnen ins Premium Pay-TV und versuchten sich auch an den Rechten der Fußball Bundesliga. Zudem startete der Satellitenbetreiber Astra mit HD+ seinen Angriff aufs Pay-TV. Die große Hoffnung: Wachstum im Pay-TV bei der zunehmenden Digitalisierung der immer noch erstaunlich weit verbreiteten analogen Fernsehwelt in Deutschland.

Realität und Ausgangsbasis für 2011 aber sehen anders aus: Die Abonnentenzahlen von Sky blieben mit 2,4 Mio. lange Zeit eher konstant. Erst nach einer Anpassung der Preisstrategie und günstigeren Paketen steigen die Kundenzahlen wieder leicht auf 2,5 Mio. an.

Auch die Kabelnetzbetreiber kommen beim Verkauf ihrer Premium-TV-Dienste nur schleppend voran. Unitymedia verzeichnete sogar rückläufige Pay-TV-Kundenzahlen beim digitalen Premium Pay-TV, 2009 minus 14 Prozent. 2010 werden nur noch die Digital-TV-Kunden insgesamt ausgewiesen – ohne den Anteil Premium Pay-TV. Die Premium-Pay-TV-Kunden von Kabel Deutschland lagen im September 2010 bei 1,1 Mio. – immerhin über zehn Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Pay-TV 2011 – ein Markt zwischen drohenden Einbußen und Hoffnung: Funktionieren HD-Fernsehprogramme als Rettungsanker? Goldmedia Trendmonitor – Trends und Ausblick 2011 weiterlesen

„Das lineare Fernsehen ist immer noch das Lagerfeuer der Nation“, Dietmar Schickel, CCO Telecolumbus

Interview mit Dietmar Schickel, Chief Commercial Officer, Tele Columbus, promedia 03/2010

Eine unabhängige Holding hat Anfang Januar den drittgrößten deutschen Kabelnetzbetreiber Tele Columbus von der Escaline-Tochtergesellschaft Orion Cable übernommen. Die Holding-Gesellschaft ist von den über 100 internationalen Gläubigerinstituten und den bisherigen Eigentümern unabhängig. Tele Columbus ist aus einer Vielzahl von klassischen Netzebene 4-Betreibern entstanden, die heute in der Tele Columbus Gruppe integriert sind. Dazu gehören die ehemalige ewt multimedia GmbH oder auch die Breitbandnetze von Bosch und Siemens. Die Tele Columbus Gruppe ist als Anbieter national aktiv, mit Netzen in allen 16 Bundesländern vertreten – aber mit einem klaren Schwerpunkt auf Berlin und den ostdeutschen Bundesländern. Hier befinden sich knapp 70 Prozent der Kunden.

Dietmar Schickel, Chief Commercial Officer, Tele Columbus

promedia: Herr Schickel, welche Finanzdienstleister, Fonds oder Banken gehörten jetzt zu den Eigentümern von TeleColumbus?
Dietmar Schickel: An der neuen Eigentümergesellschaft der Tele Columbus Gruppe sind keine Banken oder Fonds beteiligt. Die Kreditgeber sind weiterhin lediglich über Fremdkapital investiert. Die neue Holding ist vollkommen unabhängig von den Kreditgebern und wird von der auf finanzielle Restrukturierungen spezialisierten Finanzagentur Nikolaus&Co geführt.

promedia: Welche Konsequenzen hat das für die operative Tätigkeit?
Dietmar Schickel: Zunächst einmal muss man klarstellen: Auch wenn in den Medien viel spekuliert wurde – die operative Tätigkeit war nie gefährdet. Die Kapitalgeber haben nie einen Zweifel daran gelassen, welch großen Wert sie dem Unternehmen Tele Columbus, der Infrastruktur, die wir über die Jahre aufgebaut haben und unserem Geschäftsmodell beimessen. Es bestand zu jeder Zeit ein klares Interesse seitens unserer Kapitalgeber, dieses hoch profitable Geschäft auch weiterzuführen – und dieses Interesse wurde unserem Unternehmen gegenüber auch klar dokumentiert. „Das lineare Fernsehen ist immer noch das Lagerfeuer der Nation“, Dietmar Schickel, CCO Telecolumbus weiterlesen

Zur geplanten Versteigerung ehemaliger Rundfunk-Frequenzen: Digitale Dividende – für wen eigentlich?

Von Dr. Christoph Wagner, Rechtsanwalt, Hogan & Hartson Raue, promedia 11/09

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat die Regeln für die Versteigerung der ehemals  vom Rundfunk genutzten Frequenzen im Bereich 800 MHz (die so genannte „digitale Dividende“) wie geplant verabschiedet. Die Antragsfrist für die Bieter läuft bis 21. Januar 2010; die eigentliche Auktion soll dann im zweiten Quartal 2010 stattfinden, wenn sie nicht noch durch die Gerichte gestoppt wird. Die Mobilfunkunternehmen O2 und E-Plus kritisieren die Vergaberegeln, weil sie ihrer Meinung nach die großen Anbieter T-Mobile und Vodafone bevorzugen, die schon über mehrFrequenzspektrum verfügen. Aus gleichem Grund hatte die EU-Kommissarin Reding noch versucht, das Verfahren mit einem Schreiben an die BNetzA zu beeinflussen und gar ein  Vertragsverletzungsverfahren gegen die Bundesrepublik angedroht. Schließlich hatten Sendeunternehmen und Kabelnetzbetreiber technische Bedenken gegen die Störungen des DVB-T und Kabelempfangs durch die neue LTE-Netztechnologie vorgebracht (vgl. ProMedia 5,2009). Alles ohne Erfolg.

Dr. Christoph Wagner
Dr. Christoph Wagner

Der aus 16 Bundestagsabgeordneten und 16  Ländervertretern bestehende BNetzA-Beirat stimmte dem umstrittenen Versteigerungsdesign einstimmig zu und die Präsidentenkammer der BNetzA hat die kontroversen Regeln nun verbindlich festgesetzt. Das ist um so erstaunlicher, als viele der Beiratsmitglieder einschließlich des Beiratsvorsitzenden Junghans aufgrund der vorausgegangenen Bundes- und Landtagswahlen ihr Beiratsmandat demnächst abgeben müssen, also aktuell gar nicht mehr für so weittragende Entscheidungen legitimiert sind. Die
Art und Weise, wie die BNetzA das Verfahren gegen alle Widerstände und Bedenken im Eiltempo vorantreibt, entspricht allerdings der bisherigen Vorgehensweise: Zunächst wurden die Eckpunkte für die Vergabe festgelegt, ohne dass die Länder und der Bundesrat das Verfahren abgesegnet hatten. Dann soll die Vergabe der 800 MHz-Frequenzen aus Beschleunigungsgründen mit anderen, seit langem zur Versteigerung anstehenden Mobilfunk-Frequenzen oberhalb 1 GHz verbunden werden, wodurch die digitale Dividende sehr mobilfunkorientiert und gegen
Meistgebot vergeben werden wird. Schließlich wird die Vergabe ausgeschrieben, obwohl die BNetzA selbst noch nicht geklärt hat, welche Störungen von der neuen LTE-Netztechnologie auf den Kabel- und DVBFernsehempfang ausgehen. Alles also nach der Devise: Augen zu und durch? Zur geplanten Versteigerung ehemaliger Rundfunk-Frequenzen: Digitale Dividende – für wen eigentlich? weiterlesen