Artikel-Schlagworte: „Apple TV“
Wie die (Smart-)TV-Nutzung im Jahr 2016 aussehen könnte – eine Vision. Gastkommentar auf kress.de von Christoph Schwab
Deutschland im Jahr 2016: In der Hälfte der deutschen Haushalte steht ein TV-Gerät, das ans Internet angeschlossen ist – so auch bei Familie Meier. Auf dem Smart-TV-Gerät – dieser Begriff hat sich mittlerweile gegenüber Hybrid-TV und Over-the-top TV durchgesetzt – läuft das Betriebssystem Android von Google, das von den Smartphones bekannt ist.
Zunächst hatten die TV-Hersteller alle ihre eigenen Software-Oberflächen entwickelt. Das führte allerdings dazu, dass die Anbieter von TV-Apps ihre Programme für zu viele unterschiedliche Plattformen programmieren mussten. Dementsprechend dünn war das Angebot pro System. Da der TV-Appstore inzwischen einen nicht unerheblichen Einfluss auf die Kaufentscheidung hat, setzen nun viele der Anbieter, die nach dem ruinösen Preiskampf der letzten Jahre noch verblieben sind, auf die Plattform von Google. Herr Meier hatte auch mit dem Kauf eines überaus ansehnlichen und phänomenal einfach bedienbaren Apple-TV-Geräts geliebäugelt. Allerdings konnte er sich mit seinem Wunsch nicht gegen seine Frau durchsetzen – der Preis war ihr dann doch ein bisschen zu hoch.
Die Art und Weise, wie die Meiers fernsehen, hat sich in der letzten Zeit gewandelt. Das liegt allein schon daran, dass neben den Eltern sowohl Julian als auch Lena die Fernbedienungs-App auf ihren Handys, natürlich einem Smartphone, installiert haben. Regelmäßig führt das zu kleinen Kämpfen bei der Auswahl des TV-Programms. Einen noch viel größeren Einfluss auf die Fernsehnutzung haben aber inzwischen Social Media und Video on Demand: Wenn Lena die dreizehnte Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“ guckt, wissen ihre Freunde das im Nu. Der Fernseher teilt es ihnen über Facebook automatisch mit. Da ist es nur folgerichtig, dass sie die ganze Zeit ihr Handy in der Hand hält und sich im Chat mit ihren Freunden über die Sendung austauscht. Spielfilme schaut sie nur noch selten im linearen Fernsehen, sondern meist über die Video-on-Demand-Plattform, für die ihr Vater eine Flatrate abgeschlossen hat. Dessen automatisches Empfehlungssystem kennt ihren Geschmack einfach am besten. Diesen Beitrag weiterlesen »
Der Kampf um die Vorherrschaft im deutschen Wohnzimmer spitzt sich zu: Die klassischen Kabel- und Pay-TV-Anbieter bekommen mehr Konkurrenz von den Big-Playern des Entertainments. Goldmedia Trendmonitor – Trends und Ausblick 2011
Was bringt das Jahr 2011 für die Medien-, Entertainment- und Telekommunikations-Branche? Im Goldmedia Trendmonitor 2011 geben Goldmedia-Experten in Form von Kurzanalysen einen Ausblick auf wichtige Entwicklungen des Jahres 2011 in den Bereichen Medien, Telekommunikation, Entertainment und Internet.
TV-Plattformen
Bislang gab es für das heimische Fernsehvergnügen klare Spielregeln: Wer mehr als nur die üblichen Kanäle von ZDF bis Super RTL will, abonniert Sky oder eines der Pakete seines Kabelanbieters. Wer kein Abo möchte, geht zur Videothek und leiht sich einen Blockbuster auf DVD. Doch dieses Oligopol im Wohnzimmer beginnt zu bröckeln: Alle großen Player aus der Welt des Entertainments, ob Google, Apple, Sony oder Microsoft rüsten sich, 2011 auch die deutschen Wohnzimmer zu stürmen. Die etablierten Anbieter müssen sich wappnen, die ihnen angestammte Marktposition zu verteidigen.
Was in Deutschland erst 2011 so richtig spürbar werden wird, ist in den USA schon heute Realität: Via kostengünstiger Set-Top-Boxen, etwa Roku (für 60$), beginnen Videodienste wie Hulu (10$ für den Premiumdienst „Plus“) oder Netflix (für nur 7$ im Monat), an den etablierten Geschäftsmodellen der Pay-TV-Anbieter und Kabelnetzbetreiber zu nagen. Wozu Hunderte Kabelkanäle, von denen nur einige auch genutzt werden, für mehr Geld abonnieren, wenn man für viel weniger „alles“ haben kann: Den Zugriff auf riesige Online-Videotheken mit aktuellen Filmen und TV-Serien – und alles zum Zeitpunkt meiner Wahl? Dass diese Entwicklung nicht etwa tröpfchenweise, sondern sintflutartig hereinbricht, belegen die Zahlen: Mit über 700.000 Kündigungen allein im zweiten Quartal 2010 verzeichnete die US-amerikanische Kabelindustrie den größten Kundenrückgang ihrer Geschichte. Diesen Beitrag weiterlesen »
Der Kampf im Pay-TV spitzt sich zu. Goldmedia-Gastkommentar auf kress.de von Dr. Klaus Goldhammer
„Unser Ziel ist es, Marktführer im deutschen Pay-TV zu werden“. Dies ist kein offizielles Statement von NewsCorp-Chef Rupert Murdoch. Der Satz stammt aus einem aktuellen Interview mit Niek Jan van Damme, dem für Deutschland zuständigen Vorstand der Deutschen Telekom. Die Kampfansage in Richtung des Pay-TV-Platzhirschen Sky könnte deutlicher nicht formuliert sein. Aus der einstmals komfortablen Alleinstellung ist – dank Digitalisierung und Onlinevideo – inzwischen ein harter Wettbewerbsmarkt entstanden.
Die Preisfrage lautet: Was würde eigentlich passieren, wenn die Deutsche Telekom bei der nächsten Auktion der Bundesligarechte für die Senderechte ab 2013 nicht einen realen, sondern einen strategischen Preis zahlt?
Erklärtes Ziel der Telekom ist es, bis 2015 rund fünf Millionen Haushalte als Pay-Kunden für ihr „Entertain“ genanntes TV-Paket in Deutschland gewinnen zu wollen. Da könnte es doch überlegenswert sein, dem Wettbewerb die attraktiven (Sport-)Rechte einfach wegzukaufen, um dann deren Abonnenten später einzusammeln. – Denn für die Deutsche Telekom ist das Pay-Angebot nur ein Teil der Gesamtrechnung: Das (DSL-)Anschlussgeschäft fehlt Sky. Diesen Beitrag weiterlesen »
Goldmedia-Kolumne: Suchen statt Zappen: Google startet eigene Hybrid-TV-Lösung
Wenn jetzt in Südafrika der Ball rollt, dürften einige Fußballfans mit Laptop vor dem Fernseher sitzen, um ihre Twitter- und Facebook-Feeds im Auge zu behalten. Schon knapp ein Fünftel der Deutschen surft parallel zum Fernsehen regelmäßig im Netz (EIAA 2009). Aber schon bald könnte der Laptop wieder von der Couch verschwinden: Hybrid-TVs bringen Internetinhalte auf den Fernseh-Bildschirm und wollen den Computer im Wohnzimmer überflüssig machen.
Ende Mai präsentierten nun die Google-Ingenieure ihre Vision für einen Fernseher mit Internetanschluss. Was dazu bislang bekannt ist: Google TV soll auf Grundlage des Handy-Betriebsprogramms Android laufen. Damit kann man sich Apps aus Googles Android Market nicht mehr nur auf das Handy, sondern auch auf den Fernseher holen. Und: Google hat sich prominente Partner gesucht. Sony stellt entsprechend ausgestatte TV-Geräte her, Logitech wird eine Set-Top-Box und weiteres Zubehör verkaufen. Intel liefert die Prozessoren, damit die Software flüssig läuft. Ab Herbst 2010 sollen die Geräte in den US-Handel kommen. Einen Starttermin für Europa jedoch hält Google ebenso noch geheim wie den Preis.
Google hat den PC erobert, versucht gleiches mit dem Handy und hat nun das Wohnzimmer im Visier. Google TV ist eine Wette auf die geänderten Ansprüche der Fernsehzuschauer. Videos und Fernsehinhalte zählen im Web eindeutig zu den beliebtesten Angeboten. Frei von Sendeplänen können sich die Nutzer ihr Programm selbst zusammenstellen. Diesen Beitrag weiterlesen »












