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Ein Duopol schwindet: Amazon pirscht in die Riege der globalen Online-Werbeplattformen

Dezember 2018. Die Pfründe bei Online-Werbung scheinen klar verteilt: Nach Google und Facebook kommt erst einmal lange nichts. Rund 60 Prozent des globalen Online-Werbe­marktes oder 25 Prozent des weltweiten Gesamt-Werbemarktes laufen allein über diese beiden Plattformen. Der Rest verteilt sich auf kleinere Player (und auf die Konkurrenz aus China). In Deutschland sind die Zahlen ähnlich duopolistisch: Vom gesamten Online-Werbeumsatz mit 7,4 Mrd. EUR gehen rund 4,1 Mrd. EUR – oder rund 55 Prozent – über die Server von Google und Facebook.[1] Doch inzwischen etabliert sich ein neuer Wettbewerber als relevante Größe.

Prof. Dr. Klaus Goldhammer, Geschäftsführer Goldmedia © Goldmedia

Prof. Dr. Klaus Goldhammer, Geschäftsführer Goldmedia © Goldmedia

Und der kann mit zusätzlicher Reichweite und Rechenpower aufwarten: Amazon. Wer heute nach Produkten sucht, macht dies seltener auf Google und häufiger bei Amazon. Welche Produktinteressen ein Kunde hat, was er oder sie bereits gekauft hat und wer genau dahintersteckt – dies weiß Amazon mindestens ebenso gut wie Google. Amazon, das ist ein klar erkennbarer Trend für 2019, wird sich zu einer der wichtigsten Online-Werbeplattformen entwickeln.

Amazon besitzt eine sehr harte Währung

Die rund 50 Mitarbeiter, die Amazon dem Vernehmen nach in Deutschland im Bereich Werbevermarktung beschäftigt, sollen 2018 schon rund 500 Mio. EUR Umsatz mit Werbung generiert haben.[2] Wenn diese Zahlen zutreffen, würde Amazon bereits zehn Prozent des deutschen Online­-Werbemarktes für sich verbuchen können – wohl auch zu Lasten des bisherigen Duopols. Denn während Google vor allem suchbasierte Interessen bedient und Facebook/Instagram vor allem verhaltensbasierte Interessen targeten können, besitzt Amazon eine sehr harte Währung: Käuferdaten. Und das könnte für Amazon auf dem Werbemarkt bald buchstäblich mehr wert sein.

„Unsere einzigartigen Beziehungen zu den Amazon-Kunden verhilft Unternehmen, Kontakt zu den passenden Zielgruppen aufzubauen“, schreibt Amazon zurückhaltend auf seiner Website.[3] Gesponserte Anzeigen, Display-Werbung, Video-Ads, eigene Onlineshops und ein umfang­reiches Reporting gehören zum Serviceportfolio. Die KI-Lösungen, die Amazon inhouse entwickelt, dürften auch dazu beitragen, zielgenaue und interessenbasierte Werbung zu platzieren. Read More

Wird Audio zum neuen Leitmedium? Warum Marketer eine digitale Audio-Strategie brauchen

Dezember 2018. Veränderte Nutzungsmöglichkeiten und neue Inhalte-Formate sorgen weiter für Wachstum und Dynamik in der Audio-Branche: Neben klassischem Radio haben sich kostenlose Online-Radios und Podcasts, aber auch kostenpflichtige Musikstreaming-Dienste im Markt etabliert. Hatte Steve Jobs 2007 noch verkündet „The subscription model has failed so far, people want to own their music.“, kann 2018 davon keine Rede mehr sein. Weltweit gibt es inzwischen rund 190 Mio. zahlende Musik-Abonnenten, Tendenz weiter steigend. Auch für Werbetreibende heißt es im Jahr 2019 deshalb: Man geht nicht mehr ohne profunde Audio-Strategie.

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Christine Link, Senior Consultant Goldmedia, © Goldmedia

Paradigmenwechsel durch digitales Audio

Die Vorteile digitaler Audio-Inhalte sind klar: bessere Klangqualität, zeit- und ortsunabhängig nutzbar und in ihrer Verbreitung deutlich wirtschaftlicher als ihre analogen Äquivalente. Zudem bieten sie viele neue Ansätze der Personalisierung und Interaktion, auf die wir heute nicht mehr verzichten wollen, zum Beispiel auch die Werbefreiheit durch Abonnements.

Und so schleicht sich mit den neuen digitalen Möglichkeiten zunehmend auch die Akzeptanz von Pay-Modellen in die Köpfe bzw. Ohren der Hörer: Laut Goldmedia-Prognose werden die Abonnement-Umsätze von Audiostreaming-Diensten wie Spotify, Apple, Amazon und Co. in Deutschland 2019 in etwa auf der Höhe der Nettowerbeumsätze aller deutschen Radiosender liegen und 2020 sogar erstmals darüber. Read More

Disruption in Vollendung: Nonlineare Nutzung strukturiert den Bewegtbildmarkt um

Trendartikel von Klaus Goldhammer

Dezember 2018. Als Jeff Bewkes, CEO von Time Warner, im Jahre 2010 gefragt wurde, welche Gefahren er durch den Launch eines VoD-Services des früheren DVD-Versenders Netflix für die TV-Branche sehe, sagte er: „Es ist ein wenig so, als ob die albanische Armee die Welt erobern würde.“ Er sehe keine Gefahr. Als Reaktion darauf bestellte der Netflix-CEO bei seiner Marketingabteilung für das nächste Management-Treffen 150 Käppis der albanischen Armee. – Sie wurden munter getragen und zeigten offenbar Wirkung.

Prof. Dr. Klaus Goldhammer, Geschäftsführer Goldmedia © Goldmedia

Prof. Dr. Klaus Goldhammer, Geschäftsführer Goldmedia © Goldmedia

Denn inzwischen hat sich das Bild komplett gedreht: Aus den einstigen „albanischen Armeen“ wie Netflix oder auch YouTube (oft belächelt: „Wer will denn briefmarkengroße User-generated Content-Videos in ruckeliger Qualität sehen?“) sind die Disruptoren der TV-Branche entstanden: YouTube im werbefinanzierten Online-Video-Markt und Netflix sowie Amazon im Markt für Pay-VoD.

Schulbuchmäßig haben YouTube und Amazon das Bedürfnis der Kunden adressiert, zu jeder Zeit auf jedem Gerät attraktive Unterhaltung sehen zu können – mit großer technischer sowie inhaltlicher Vielfalt und im Falle von Amazon und Netflix ohne Werbeunterbrechungen. Diesen Herbst hat YouTube ohne große Ankündigung (die ersten) rund 100 Hollywood-Spielfilme, von „Rocky“ über „Terminator“ bis „Legally Blond“, in sein Angebotsportfolio aufgenommen. [1] Werbefinanziert, on-demand und so ein direkter Angriff auf klassisches Free TV. – Albanische Armeen können also doch die Welt erobern. Die etablierten Technologien und Geschäftsmodelle der großen Broadcaster stehen daher immer mehr unter Druck, sich neu zu erfinden. Read More

11.10.2018. Das Medienhandbuch Österreich 2018 bildet Medienunternehmen und Medienmärkte ab und enthält neben vielen informativen Daten auch Gastbeiträge renommierter Autorinnen und Autoren aus Politik, Wissenschaft und Praxis. Darunter auch Goldmedia-Geschäftsführer Prof. Dr. Klaus Goldhammer mit einem Gastbeitrag zur Zukunft von Chatbots und digitale Sprachassistenten.

Wir veröffentlichen an dieser Stelle einen kurzen Auszug und verweisen gern auf den umfangreichen Branchenreport.

Prof. Dr. Klaus Goldhammer, Geschäftsführer Goldmedia © Goldmedia

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Chatbots und digitale Sprachassistenten. Die heutige Zukunft.

Das nächste Interaktionsparadigma der Digitalisierung startet gerade durch: Statt Point & Click oder Fingerwischen übernimmt die menschliche Sprache das Kommando, um mit Computern zu interagieren. Amazons Alexa spielt auf Zuruf meine Wunschmusik, liest die Nachrichten vor, füllt einen Notizzettel oder dimmt das Licht im Wohnzimmer.

Die Technologien dahinter boomen: Maschinelles Lernen und Natural Language Processing sind dank immer leistungsfähigerer Rechner so weit entwickelt, dass die Ergebnisse (zumindest teilweise) überzeugen können. Menschen verstehen im Durchschnitt 95 Prozent aller gesprochenen Sprache – computerbasierte Spracherkennung steht bereits kurz davor, eine ähnliche Qualität zu bieten. (z.B. MindMeld 2017). Es scheint dabei kein Halten zu geben: Allein innerhalb von zwölf Monaten bis April 2018 konnte Amazon das „Sprachverständnis“ von Alexa um 25 Prozent steigern. Die Präsentation des Google Assistant im Mai 2018, der selbsttätig Telefonate führte, um Termine im Restaurant oder beim Friseur für seinen Besitzer zu vereinbaren, erschien vielen beängstigend menschenähnlich. Read More

25.09.2018. In wenigen Tagen endet die Bewerbungsfrist für den Goldmedia-Preis für innovative Abschlussarbeiten im Bereich Medienwirtschaft des Jahres 2018. Wer also noch teilnehmen möchte, muss sich sputen. Wir benötigen eure Unterlagen spätestens bis zum 30. September 2018. Was genau dazu gehört, erfahrt ihr unter dem folgenden Link: www.Goldmedia.com/preis

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© Goldmedia

Zahlreiche interessante Arbeiten haben uns schon erreicht und liegen auf dem Jury-Tisch. Goldmedia vergibt diesen Preis, der mit insgesamt 1.500 Euro dotiert ist, inzwischen zum dritten Mal. Er würdigt Abschlussarbeiten, die sich mit aktuellen medienökonomischen Fragestellungen beschäftigen.

Schickt eure Bewerbung bitte per E-Mail an:

Preis@Goldmedia.de

Wir freuen uns auf eure spannenden Themen!

12.09.2018. Die Umsätze im Pay-VoD-Markt wachsen so schnell wie nie. Ende 2017 verfügten bereits 18 Prozent aller deutschen Haushalte über mindestens einen kostenpflichtigen Video-Dienst. Ein Ende des Wachstums ist nicht erkennbar.

Mathias_Birkel_Goldmedia_400pxX400pxGoldmedia Senior Manager Mathias Birkel im Gespräch mit dem Fachdebattenportal Meinungsbarometer.info zum Boom-Markt Video-on-Demand. Was sind die Gründe für den Aufstieg, welche Geschäftsmodelle sind am erfolgreichsten, welche Inhalte können den Markt weiter pushen u.v.a.m.

[Auszug aus dem Interview]

18 Prozent der deutschen Haushalte verfügen über mindestens einen kostenpflichtigen VOD-Dienst. Wie bewerten Sie diese Zahl?

Die Verbreitung kostenpflichtiger VOD-Services hat sich in Deutschland rapide entwickelt. Man darf nicht vergessen, wie jung der Markt noch ist: Die heutigen Marktführer Amazon und Netflix sind mit ihren Angeboten erst seit 2014 in Deutschland aktiv. VOD-Abos bereits in jedem fünften Haushalt sind daher schon allein sehr bemerkenswert. Was jedoch noch hinzukommt: Jeder dieser Haushalte hat heute im Durchschnitt bereits zwei VOD-Dienste parallel abonniert. Das heißt, VOD-Nutzer entscheiden sich i.d.R. nicht für einen einzelnen Service, sondern wollen sich aus mehreren Angeboten die Highlights heraussuchen können und immer die derzeit angesagteste Serie ansehen. Es gibt zwischen den Diensten keine Entweder-oder-Entscheidung.

Weiterlesen.

20.08.2018. In einem Gastbeitrag für die Zeitschrift GamesMarkt (09 /2018) erläutern Mathias Birkel (Senior Manager) und Tim Prien (Consultant) von Goldmedia, warum der Gamesmarkt als Gewinner der Digitalisierung gesehen werden kann. Morgen, am 21.08.2018, beginnt in Köln die gamescom 2018. Die Branche steht dann wieder bei Marktplayern und Nutzern für eine Woche im Mittelpunkt des Geschehens.

Tim Prien, Mathias Birkel, Goldmedia; Logo © GamesMarkt

Tim Prien, Mathias Birkel, Goldmedia; Logo © GamesMarkt

Umsatzseitig hat die Gamesbranche andere Entertainmentbranchen wie den Video- oder Musikmarkt längst abgehängt. Während viele etablierte Medienbranchen stagnieren oder sogar mit Rückläufen zu kämpfen haben, kann der Gamesmarkt Jahr für Jahr ein Wachstum im zweistelligen Prozentbereich aufweisen. Zudem ist auch in keiner anderen Kreativ-Branche der Digitalanteil so hoch wie im Gamesmarkt.

Die Gamesbranche hat stets die Nase vorn, wenn es um innovative Geschäftsmodelle oder deren schnelle Anpassung an Marktentwicklungen geht. Sie etabliert immer wieder neue Monetarisierungsstrategien und wird immer stärker zum Inhaltegeber für diverse Medienangebote. (Stichwort Hollywood-Filmadaptionen erfolgreicher Spieletitel.)

Alle Facts und Grafiken gibts im aktuellen Gamesmarkt (September 2018) – dem großen Sonderheft zur gamescom.
Gamesmarkt.de

14.08.2018. Noch bis Ende September läuft die Bewerbungsfrist für den Goldmedia-Preis für Abschlussarbeiten im Bereich Medienwirtschaft. Wer noch teilnehmen möchte, sollte seine Unterlagen in den nächsten Tagen zusammenstellen und spätestens bis zum 30. September 2018 bei uns einreichen.

Preis@Goldmedia.de

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© Goldmedia

Goldmedia vergibt diesen Preis, der mit insgesamt 1.500 Euro dotiert ist, inzwischen zum dritten Mal. Er würdigt Abschlussarbeiten, die sich mit aktuellen medienökonomischen Fragestellungen beschäftigen.

Ihr seid euch nicht sicher, ob das Thema passt? Dann hilft eventuell auch ein Blick in die Preisträgerliste von 2017.

Alles Wichtige auf einen Blick:

Einsendeschluss: 30.09.2018
Kontakt: Preis@Goldmedia.de
Ansprechpartner bei Goldmedia: Dr. Katrin Penzel

Alle Ausschreibungsunterlagen findet ihr auch auf unserer Website: www.Goldmedia.com/preis

Wir haben schon diverse interessante Arbeiten erhalten und sind weiter sehr gespannt auf eure Bewerbungen!

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