Wohin steuert E-Sports? Goldmedia-Experte Rainer Heneis im Gespräch mit der Zeitschrift Lead digital

25.08.2017. Der elektronische Sport, kurz E-Sports, setzt sich immer mehr durch. Volle Hallen und populäre „eSportler“, begeisterte Fans … wie im „richtigen“ Sport. Oder doch auch anders?

Die aktuelle Ausgabe der Lead digital (08/2017) geht dem Phänomen und der Frage nach, wie attraktiv E-Sports bereits für die Werbewirtschaft ist.

Rainer_Heneis_Goldmedia_LogobalkenTeil des Artikels ist auch ein Gespräch mit Goldmedia-Partner Rainer Heneis. Mit freundlicher Genehmigung der Lead-Digital-Redaktion zitieren wir aus dem Interview unter der Überschrift: „Augmented Reality wird der Haupttreiber“

Lead Digital: E-Sports-Veranstaltungen boomen, sie leben von der neuesten und schnellsten Technik. Werden die Gamer bald mit VR-Brillen auf dem Podium sitzen?

R.H.: VR ist vielleicht was für die Zuschauer, um ein neues E-Sport-Erlebnis in der Arena zu haben. Auf der Bühne bin ich da eher skeptisch. Mit so einer Brille auf dem Kopf ist man komplett von der Außenwelt ausgeschlossen und genau wegen dieser fehlenden Interaktivität mit der realen Umwelt in den Hallen wird sich Virual Reality meiner Ansicht nach bei E-Sport-Veranstaltungen nicht wirklich durchsetzen. Mehr Chancen scheint mir Augmented Reality zu haben. Im nächsten Betriebssystem-Update von Apple wird die Technologie standardmäßig integriert, was Spieleentwicklern enorme Chancen eröffnet.

Lead Digital: Wird es bei E-Sports auch zu einer ähnlichen Fankultur wie in traditionellen Sportarten kommen?

R.H.: Es gibt schon jetzt eine Fankultur … mit Fanartikeln, Merchandising und Spielertrikots – dennoch ist vor allem das Spiel, sei es „League of Legends“, „Counterstrike“ oder „Dota 2“, der absolute Superheld. Das bedeutet auch, wenn ein Spiel zu Ende ist, wechseln die Zuschauer zu denjenigen, die weitergekommen sind, selbst wenn sie vorher mit dem Verlierer-Team sympathisiert haben …

Lead Digital: Wie sehen Sie die Zukunft von E-Sports als Werbeplattform?

R.H.: Gamer sind sehr offen für Werbung, weil sie wissen, dass die Unternehmen das Entstehen einer gesunden E-Sports-Ökonomie äberhaupt erst möglich machen. Sie sind auch eine interessante, gut gebildete und konsumaffine Zieltruppe – und sie werden immer mehr. Dass sich das langsam auch im Werbemarkt herumspricht, haben Gerolsteiner, Wüstenrot oder auch Vodafone zuletzt mit ihrem Einstieg in E-Sports gezeigt. Man sollte aber sehr integrativ umgehen mit seinen Kampagnen, also E-Sports stets thematisch in die Werbung einbinden, damit sie sich nicht wie ein Fremdkörper anfühlt. ….

Autor des Artikels und des Interviews: Christian Gehl

Lead Digital

 

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