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Alles bleibt anders: Der Audio-Markt boomt und ist dynamisch wie nie

Mathias Birkel, © Goldmedia

Mathias Birkel, © Goldmedia

Ob Radio, Podcast, Stream oder MP3 – Audio ist im besten Sinne der Begleiter durch den Tag. Er beginnt bei vielen mit dem Radiowecker und endet mit Schlummermusik oder einem „Die Drei Fragezeichen“-Hörspiel. Auch zwischendurch ist Audio stets dabei – beim Duschen, Joggen, beim Frühstücken oder auf dem Weg zur Arbeit. Der Allrounder Audio wird 2015 noch präsenter. Dafür gibt es viele Anzeichen:

Ganz generell gilt: Musik zu hören ist in seiner Beliebtheit ungebrochen und für Jugendliche nach wie vor sogar wichtiger als Internet-, Handy- oder Fernsehnutzung (JIM-Studie 2013).

Auch das klassische Radio wird weiterhin geschätzt: Seit Jahren konstant mit rund 94 Prozent (ma Radio 2014 II) erreicht der Hörfunk einen riesigen Teil der deutschen Bevölkerung insgesamt. Und er kann selbst im digitalen Zeitalter bei den Jugendlichen punkten: 73 Prozent der 12- bis 19-Jährigen schalten mehrmals pro Woche oder sogar täglich ein Radio­programm ein – nur neun Prozent verzichten gänzlich auf das alte UKW-Radio (JIM-Studie 2014). Auch die Hörfunk-Werbeumsätze wachsen seit 2009 stetig zwischen zwei und vier Prozent.

Doch Audio ist nicht nur traditionell verhaftet, sondern zugleich hochmodern: Neben der leicht stotternden digitalen UKW-Alternative DAB+ bieten Musik-Streaming-Dienste, Audio Guides oder Hörbuch-Plattformen per Web oder App ganz neue Hörerlebnisse.

Die ganze Vielfalt der Audio-Angebote profitiert von einem großen Vorteil: Alles kann wunderbar „nebenbei“ genutzt werden, wenn visuelle Medien von Print über Display bis hin zu Video zu sehr ablenken – eine Eigenschaft, die in einer durch Geschwindigkeit, Effizienz und Mobilität geprägten Multitasking-Welt immer mehr an Bedeutung gewinnt.

Ein weiterer Treiber für das Medium Audio ist das Smartphone: 62 Prozent der Deutschen besitzen inzwischen eines (Goldmedia), bei den 14- bis 29-Jährigen sind es sogar 84 Prozent (TNS). Und: 61 Prozent der Smartphone-Besitzer sagen, dass sie nicht mehr darauf verzichten können (BITKOM). Damit hat mittlerweile ein großer Teil der deutschen Bevölkerung tagtäglich auch ein vernetztes Audio-Gerät bei sich, das neben klassischem UKW-Radio und MP3s auch Webradio und Musikstreaming-Services bietet.

All dies bringt den Online-Audio-Markt 2015 deutlich nach vorn: Gegenüber 2014 wird der Markt für Online-Audio-Werbung um rund 50 Prozent wachsen (Webradiomonitor 2014). Das liegt vor allem an den Musikstreaming-Anbietern, die derzeit ein explosionsartiges Wachstum erleben und den jahrelang geschrumpften Musikmarkt auch insgesamt wieder nach vorn bringen. Kein Wunder also, dass die Gorillas des Online-Business den Audio-Dschungel nicht allein Spotify und Deezer überlassen wollen: Nach der Ankündigung durch YouTube schickt sich auch Apple an, 2015 ein eigenes Streaming-Angebot zu starten.

Darauf müssen sich die etablierten Audio-Anbieter also einstellen. Große neue Wettbewerber, neue Technologien, neue Angebote und nebenbei läuft dennoch ununterbrochen das Küchenradio: Im Audio-Markt bleibt alles anders.

Autor: Mathias Birkel, Senior Manager Goldmedia GmbH

Der Beitrag wurde bei kress.de als Gastbeitrag erstveröffentlicht.

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