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Springers Bezahlmodell Bild plus: Oliver Numrich im Gespräch mit Horizont

In einem Interview mit Horizont äußert sich Goldmedia-Geschäftsführer Oliver Numrich zum neuen Freemium-Modell von „Bild“.

Oliver Numrich, Geschäftsführer Goldmedia
Oliver Numrich, Geschäftsführer Goldmedia

Nach der „Welt“ führt nun auch die „Bild“ ein Bezahlmodell für den Abruf diverser Online-Inhalte ein. So sollen die Nutzer ab dem 11. Juni 2013  beispielsweise für exklusive Geschichten, Interviews, Fotos oder die Bundesliga-Clips zur Kasse gebeten werden. Dazu äußert Oliver Numrich: „Ob Bild-Online-Nutzer bereit sind, ein langfristiges Abonnement für einen vergleichsweise hohen Betrag abzuschließen, hängt auch davon ab, ob dieser Premiumcontent tatsächlich exklusiv und nachhaltig spannend ist.“

Auf die Frage, ob künftig auch andere Verlage auf Bezahlmodelle im Internet setzen werden, antwortete der Goldmedia-Geschäftsführer: „Nur wenige Webseiten sind so begehrte Marken wie welt.de oder bild.de, so dass die Nutzer bereit wären, dafür regelmäßig Geld auszugeben. Gleichzeitig sind die Einnahmen aus der Onlinewerbung zu gering, um damit anspruchsvollen Content zu produzieren.“ Deshalb würden die Verlage dringend neue Erlösmodelle benötigen, „aber vor allem kollaborative Plattformen, auf denen die ganze Palette von Inhalten komfortabel und günstig angeboten wird“, so Numrich.

Lesen Sie das komplette Interview auf horizont.net

Die Zeitung steht heute für Meinung, Hintergründe und Analysen. Jan Eric Peters, Chefredakteur der „Welt“-Gruppe im Gespräch mit promedia

Die „Welt“-Gruppe, Deutschlands reichweitenstärkste nationale Abo-Zeitungsmarke, hat jetzt in Print investiert. Nachdem in den letzten Monaten vor allem digitale Angebote, wie die iPhone-App realisiert worden sind wurden jetzt die Printangebote der Markenfamilie optisch und inhaltlich weiter entwickelt. Seit Ende November erscheinen  „Die Welt“, „Welt Kompakt“  und „Welt aktuell“ mit einem neuen Logo und größeren Schriften. Neben einem überarbeiteten Layout führte die „Welt am Sonntag“ ein neues Zeitungsbuch „Titelthema“ ein, in dem auf mehreren Seiten ein gesellschaftsrelevantes Thema beleuchtet wird.

Jan Eric Peters
Jan Eric Peters

promedia: Herr Peters, wie  sehen Sie die Arbeitsteilung zwischen Print, Online, Smartphone und  Tablet-PC?
Jan Eric Peters: Der entscheidende  Punkt ist: Wir versuchen stärker in Geschichten zu denken und nicht sofort in Medienkanälen. Nehmen Sie als Beispiel unsere Berichterstattung im Fall Barschel. Da hatten wir in  „Welt am Sonntag“ eine große, exklusive Enthüllungsgeschichte und ein großes  Stück in der „Welt“, parallel lebhafte Debatten bei „Welt Online“. Im Mittelpunkt stehen die Inhalte. Während das Online-Angebot in erster Linie die breaking-News liefert, steht die Zeitung heute immer stärker für Hintergründe, Analysen und Meinung.
Print ist nach wie vor eine sehr wichtige Säule in unserer Markenfamilie. Deshalb haben wir unser  Augenmerk am Ende des Jahres auch noch einmal ganz bewusst auf unsere starken Printmarken gelegt.

promedia: Sie  haben der „Welt“ einem Relaunch unterzogen. Warum?
Jan Eric Peters: Unser Ziel war kein kompletter Relaunch, sondern die gesamte „Welt“-Markenfamilie optisch zu vereinheitlichen und wieder näher zusammenzuführen. Das ist uns gelungen und die Die Zeitung steht heute für Meinung, Hintergründe und Analysen. Jan Eric Peters, Chefredakteur der „Welt“-Gruppe im Gespräch mit promedia weiterlesen