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11.10.2018. Das Medienhandbuch Österreich 2018 bildet Medienunternehmen und Medienmärkte ab und enthält neben vielen informativen Daten auch Gastbeiträge renommierter Autorinnen und Autoren aus Politik, Wissenschaft und Praxis. Darunter auch Goldmedia-Geschäftsführer Prof. Dr. Klaus Goldhammer mit einem Gastbeitrag zur Zukunft von Chatbots und digitale Sprachassistenten.

Wir veröffentlichen an dieser Stelle einen kurzen Auszug und verweisen gern auf den umfangreichen Branchenreport.

Prof. Dr. Klaus Goldhammer, Geschäftsführer Goldmedia © Goldmedia

Prof. Dr. Klaus Goldhammer, Geschäftsführer Goldmedia © Goldmedia

Chatbots und digitale Sprachassistenten. Die heutige Zukunft.

Das nächste Interaktionsparadigma der Digitalisierung startet gerade durch: Statt Point & Click oder Fingerwischen übernimmt die menschliche Sprache das Kommando, um mit Computern zu interagieren. Amazons Alexa spielt auf Zuruf meine Wunschmusik, liest die Nachrichten vor, füllt einen Notizzettel oder dimmt das Licht im Wohnzimmer.

Die Technologien dahinter boomen: Maschinelles Lernen und Natural Language Processing sind dank immer leistungsfähigerer Rechner so weit entwickelt, dass die Ergebnisse (zumindest teilweise) überzeugen können. Menschen verstehen im Durchschnitt 95 Prozent aller gesprochenen Sprache – computerbasierte Spracherkennung steht bereits kurz davor, eine ähnliche Qualität zu bieten. (z.B. MindMeld 2017). Es scheint dabei kein Halten zu geben: Allein innerhalb von zwölf Monaten bis April 2018 konnte Amazon das „Sprachverständnis“ von Alexa um 25 Prozent steigern. Die Präsentation des Google Assistant im Mai 2018, der selbsttätig Telefonate führte, um Termine im Restaurant oder beim Friseur für seinen Besitzer zu vereinbaren, erschien vielen beängstigend menschenähnlich.

Maschinelles Lernen und Natural Language Processing nutzen Künstliche Intelligenz (KI). Alle großen Internetplayer setzen heute auf KI, investieren Milliarden und betreiben riesige KI-Abteilungen. Egal ob Microsoft oder Facebook, Apple oder Google. Denn KI ist zur Kernstrategie geworden: Amazon-CEO Jeff Bezos erklärte im April 2017 Künstliche Intelligenz und Maschinelles Lernen zu den wichtigsten technologischen Trends für Amazon. Ob zur Prognose der Produktnachfrage, für die Suche nach Produkten, für Empfehlungen, Übersetzungen etc. – für all das setzt Amazon heute schon KI ein. Bereits im Oktober 2016 erklärte Google ganz offiziell, dass statt der alten „Mobile First“ die übergeordnete allgemeine Konzernstrategie nun „Artifical Intelligence First“ laute. – Alles, was Google heute entwickelt, ist KI-basiert oder KI-optimiert. Klar ist deshalb: Wir werden in den kommenden Jahren viele neue „intelligente“ Sprachassistenten, Dienste und Angebote mit immer größerer Leistungsfähigkeit erleben.

Die weiteren Abschnitte im Artikel:

  • Hallo Echo überall: Das Wachstum im Bereich der digitalen Sprachassistenten ist eindrucksvoll
  • Sie treffen den richtigen Ton: Die Nutzerakzeptanz für digitale Sprachassistenten steigt stetig
  • Sie sind schon überall: Chatbots automatisieren die Callcenter
  • Einfluss auf die Medienwelt: KI und Sprachassistenten automatisieren die Nachrichten- und Inhalteproduktion
  • KI ist billiger, schneller und oftmals gut genug. Beispiel Fußball
  • Markt für Programmatic Advertising: Data Driven Media machen nicht halt bei Medieninhalten
  • „Wie kann ich behilflich sein?“ Kritische Schlussrunde an die Sprachassistenten

Ungefähr für das Jahr 2035 – so verspricht Ray Kurzweil, Chef der Singularity University – wird die Rechenleistung von Computerchips die Leistungsfähigkeit des menschlichen Gehirns übersteigen. Zwar werden die Computer ab dann sicherlich nicht generell intelligenter sein, aber bereits heute trägt immer mehr Künstliche Intelligenz dazu bei, auch im Medienbereich Kreativität und Inhalteproduktion zu automatisieren. Ob wir wollen oder nicht: Data Driven Media sind schon heute häufig günstiger, leistungsfähiger, schneller und oftmals gut genug.

(Redaktionsschluss Artikel Mai 2018)

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Bildquelle: voez.at

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Kontakt per E-Mail zu Goldmedia: Presse@Goldmedia.de

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