Promedia Editorial Ausgabe 06/2009

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Promedia Editorial von Helmut Hartung – Promedia Ausgabe 06/2009

Zeitungen und Zeitschriften befinden sich in einem scheinbar chancenlosen Wettbewerb mit dem Internet. Es geht um Werbeumsätze und Leser, um Absatzmärkte und Zukunftsfähigkeit. Online ist den Printmedien in vielem überlegen:

Es ist aktueller, bietet Bewegtbild, verfügt über ein schier unendliches Archiv und es schafft den Werbekunden mehr Raum und neue Möglichkeiten. Dazu kommt, dass sich viele Inhalte kostengünstiger zum User transportieren lassen als über das gedruckte Medium zum Leser. Doch die Printmedien verfügen noch immer über viele Vorteile gegenüber den digitalen Konkurrenten.

Dazu gehören die starke journalistische Kompetenz, die Möglichkeit ohne langes Suchen Inhalte zu vertiefen und zu verknüpfen, die sogenannte interne Hyperstruktur. Außerdem kann sich der Leser überraschen lassen und bekommt Informationen geboten, die er nicht gesucht hat, die aber für ihn dennoch wichtig sind. Auch kann man die Zeitung bequem an Orten lesen, an die man kaum das Notebook mitnehmen würde.

Zudem haben die Printmedien eine höhere Glaubwürdigkeit, sie bieten Orientierung, während das Internet den User oft ratlos entlässt. Optimal ist anscheinend eine engere Verknüpfung von Print und Online, wie es verschiedene Verlage seit einiger Zeit versuchen, zumal die gedruckten Blätter ihre Onlineableger noch für längere Zeit finanzieren müssen.

Entscheidend für die Verlage ist es, die Vorzüge des jeweiligen Verbreitungsweges stärker zu profilieren und die Inhalte miteinander zu vernetzen. Dann sind die Inhalte, die von den Printmarken ins Internet gestellt werden, auch den Suchmaschinen, den nichtprofessionellen Inhalteanbietern, dem Sammelsurium des User-generierten Contents überlegen. Es ist also kein Wettlauf gegen die Zeit, sondern die Zeit arbeitet für den Qualitätsjournalismus á la Print auch im Internet.

Helmut Hartung

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promedia – Das medienpolitische Magazin – Ausgabe 06/2009

“Print versus Internet: Wettlauf gegen die Zeit?”

Artikel online – Folgende Artikel aus dieser Ausgabe können Sie sich als PDF anschauen:

Folgende Artikel aus dieser Ausgabe können Sie sich als PDF anschauen:

Dietmar Wolff,
Hauptgeschäftsführer des BDZV:

Ministerpräsidenten wollen Product Placement in Fernsehen zulassen

Interview als PDF

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Prof. Markus Schächter,
Intendant des ZDF:

ZDF plant zeitliche Staffelung der Online-Angebote über sieben Tage hinaus

Interview als PDF

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Gert Zimmer,
Geschäftsführer RTL Radio Deutschland:

Private Radiosender sehen Digitalisierung des Radios weiterhin skeptisch

Interview als PDF

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Komplettes Inhaltsverzeichnis

Medienpolitische Thesen der CDU für das 21. Jahrhundert

Ministerpräsidenten wollen Product Placement in Fernsehen zulassen:

  • Martin Stadelmaier, Chef der Staatskanzlei Rheinland Pfalz
  • Thomas Kleist, Direktor des Instituts für Europäisches Medienrecht
  • Dietmar Wolff, Hauptgeschäftsführer des BDZV

Dirk Platte, Justitiar im Verband Deutscher Zeitschriftenverleger:
Verlage müssen ihre Leistungen im Internet besser schützen

Medienkonzentrationsrecht: Tagung des Instituts für Rundfunkrecht Köln

Erik Bettermann, Intendant der Deutschen Welle:
Auslandsrundfunk muss Verpflichtung aller deutschen Medien werden

Titelthema

Prof. Dr. Christoph Neuberger, Direktor IfK, Universität Münster:
Das Internet ist keine Bedrohung für den Qualitätsjournalismus

Prof. Dr. Michael Haller, Journalistik-Professor, Universität Leipzig:
Tageszeitungen besitzen noch für längere Zeit eine primäre Informationsfunktion

Thomas Düffert, Vorsitzender der Geschäftsführung, DD+V Mediengruppe:
Novellierung des Pressefusionsrechts für notwendige Kooperationen

Alexander Kahlmann, Partner Schickler Unternehmensberatung:
Regionale Zeitungsverlage profitieren von ihrer dominanten Stellung

Axel Wüstmann, Verlagsleiter der Verlagsgruppe “Brigitte”:
Gesamtreichweite aller Angebote der “Brigitte”-Gruppe soll erhöht werden

Mobile Reader – Alptraum für Buchverlage, Hoffnungsträger für Zeitungen

weitere Themen:

Filmförderung und Medienkrise – eine aktuelle Bilanz:

  • Susanne Franke, Geschäftsführerin Thaterkunst GmbH
  • Christine Berg, Projektleiterin DFFF
  • Kirsten Niehuus, Geschäftsführerin Medienboard Berlin-Brandenburg
  • Kai-Roger Grüneke, CEO Entertainment Value Associates GmbH (EVA)

Lutz Kuckuck, Geschäftsführer Radiozentrale:
Internetangebote ergänzen die UKW-Programme für die Werbewirtschaft optimal

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