Deutschland einig Pay-TV-Land

Deutschland einig Pay-TV-Land
Deutschland einig Pay-TV-Land

Nachdem Premiere im vergangenen Oktober einräumte, dass etwa jeder fünfte Kunde nur virtuell existierte, gab es vielerorts generelle Zweifel, ob Pay-TV als Geschäftsmodell in Deutschland überhaupt haltbar sei. Sind die Deutschen wirklich so zahlungsscheu und unbelehrbar?

Mitnichten. Denn abseits des Marktführers Premiere lässt sich ein deutliches Pay-TV-Wachstum beobachten: Rund 1,8 Millionen digitale Pay-TV-Kunden der Kabelanbieter und mehr als 500.000 IPTV-Abonnenten zeugen nicht unbedingt von einer „Geiz ist geil”-Mentalität, wenn es um hochwertige TV-Inhalte geht. Von einem „Free-TV-Land” kann ohnehin keine Rede sein, wenn rund 18 Millionen TV-Haushalte monatlich für ihren Kabelanschluss zahlen, obwohl dieser teils gut in den Mietkosten verborgen ist.

Abseits davon etablieren sich fast unbemerkt immer mehr Internet-TV-Dienste, für die bereitwillig gezahlt wird: Immerhin ist jeder fünfte der monatlich rund zehn Millionen RTLNow-Abrufe kostenpflichtig! Es spricht also vieles dafür, dass Pay-TV keineswegs zum Scheitern verurteilt ist. Gute Inhalte dürfen und müssen sogar Geld kosten – auch weiterhin und sogar in Deutschland.

Dr. Klaus Goldhammer ist Geschäftsführer der Strategieberatung Goldmedia GmbH.
E-Mail: info@goldmedia.de

1 thought on “Deutschland einig Pay-TV-Land

  1. Pay TV ist und bleibt das bessere Fernsehen. Keine (oder kaum) Werbung und immer die aktuellsten Filme. Wenn jetzt noch demnächst einige HD Kanäle hinzukommen, wird der Absatz bestimmt steigen.

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