Goldmedia-Preis für Medienwirtschaft. Auszeichnung für Stefanie Haag und ihre Bachelorarbeit zum Roboterjournalismus

Worum geht es in der Abschlussarbeit?

Stefanie Haag: “In meiner Bachelorarbeit habe ich das Thema Roboterjournalismus in den Fokus gerückt und dessen Auswirkungen, Zukunft und Potenziale für österreichische Redakteur*innen und Nachrichtenredaktionen untersucht. Ich stelle die Frage, ob “Roboter” die journalistischen Tätigkeiten von Redakteur*innen, speziell in Österreich, übernehmen können. Ein weiterer Schwerpunkt war es aufzuzeigen, wie sich die Arbeit von Redakteur*innen durch Algorithmen verändern würde.

Bildquelle: © Raffael Hagleitner

Aus dem Abstract der Bachelorarbeit von Stefanie Haag

Einige Forschungen im Gebiet des Roboterjournalismus befassten sich mit der Frage, ob Algorithmen die Arbeit von JournalistInnen in Nachrichtenredaktionen ersetzen können. Ziel dieser Arbeit ist es, zu analysieren, ob „Roboter“ die journalistischen Tätigkeiten von RedakteurInnen, speziell in Österreich, übernehmen können. Ein weiterer Schwerpunkt ist es zu zeigen, wie sich die Arbeit von RedakteurInnen durch Algorithmen verändern würde.

Um die Entwicklungen in Österreich zu identifizieren, eignet sich eine Literaturrecherche, gefolgt von Interviews mit ExpertInnen. Die Ergebnisse der Theoriearbeit zeigen, dass Algorithmen gute Texte schreiben, aber offensichtlich kein menschliches Verhalten wie Emotionen oder Sarkasmus übermitteln können. Bisher werden sie daher für einfachere Texte verwendet, wie zum Beispiel für Sport- oder Finanzberichte. Um solche Texte zu schreiben, benötigen diese Systeme einen umfassenden, strukturierten Datensatz, der leicht verfügbar sein sollte. Einige Wahrnehmungsstudien sollen in dieser Bachelorarbeit aufzeigen, wie sich ein Unterschied zwischen Texten von Robotern und Menschen zeigt. Mit diesen Studien kann ebenso dargelegt werden, in welchen Entwicklungsschritt sich diese Algorithmen bereits befinden.

Diese Bachelorarbeit zeigt, dass die Arbeit von JournalistInnen in den nächsten Jahren nicht durch „Roboter“ ersetzt werden kann. Da Forschungen im Bereich Roboterjournalismus laufend durchgeführt werden und es immer mehr zu dessen Einsatz kommt, kann nicht gesagt werden, ob die Arbeit von RedakteurInnen in Zukunft genauso wie heute aussehen wird.

Die durchgeführten ExpertInneninterviews zeigen verschiedene Sichtweisen aus der Praxis und die danach durchgeführte qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring soll Zusammenhänge und Gegensätze der Interviews aufzeigen.

Kontakt Stefanie Haag

Informationen zum Goldmedia-Preis

Goldmedia-Preis für innovative Abschlussarbeiten im Bereich Medienwirtschaft – Informationen www.Goldmedia.com/preis

Bewerben konnten sich alle Absolventinnen und Absolventen, die im Jahr 2020 oder im Vorjahr ihren Abschluss erreicht haben. Die Ausschreibung war offen für deutsch- und englischsprachige Arbeiten aus unterschiedlichen Fachrichtungen (u.a. Publizistik, Kommunikationswissenschaft, Medienwirtschaft, Medienmanagement, Medienrecht, BWL, VWL, Informationswissenschaft, Medieninformatik). Einsendeschluss war der 30. September 2020. Der Preis ist mit insgesamt 1.500,00 Euro dotiert und wurde in diesem Jahr auf drei Preisträger*innen gleichmäßig verteilt. Aufgrund der Vielzahl und des hohen Niveaus der eingereichten Abschlussarbeiten wurden weitere 5 Arbeiten mit einer Urkunde gewürdigt. Alle Informationen: www.goldmedia.com/preis-2020

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Unsere drei Preisträger*innen erhalten neben dem Preisgeld zusätzlich ein kostenfreies Online-Ticket für den Medien- und Innovationskongress Media Tasting 2021, der am 29. Juni 2021 stattfindet. https://mediatasting.com/

Ausschreibung Goldmedia-Preis 2021

Auch 2021 schreibt Goldmedia den Preis neu aus: Alle Informationen und Ausschreibungsunterlagen: www.goldmedia.com/preis

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