Kultur- und Kreativwirtschaft mit Weitsicht. Nachhaltigkeits-Management wird 2021 noch wichtiger

Insbesondere im Medien- und Entertainmentbereich zeigen sich verstärkt Entwicklungen zum zukunftsorientierten und ressourcenschonenden Wirtschaften.

Auch nachhaltige Werbekonzepte entstehen bereits. Die Initiative Media4Planet z. B. bietet Unternehmen Werbeflächen-Bundles von Mediapartnern wie ProSiebenSat.1 oder Hubert Burda Media, deren Erlöse direkt in den Klimaschutz reinvestiert werden. Oder die UFA: Sie verpflichtete sich erst kürzlich als erstes Unternehmen der Entertainmentbranche zu mehr Diversität vor und hinter der Kamera. Leitlinie ist hier der Zensus der Bundesregierung in Deutschland. Auch die Rundfunkunternehmen engagieren sich. So erklärten z. B. die ARD-Gremienvorsitzendenkonferenz und der ZDF-Fernsehrat im Oktober 2020, eine Verpflichtung zu Nachhaltigkeit im Staatsvertrag verankern zu wollen. Mit ihrer Initiative Green Production fördert das ZDF schon jetzt nachhaltige Produktionsfirmen. Auch die ProSiebenSat.1 Media SE verfolgt mit „We love to sustain“ bereits seit 2019 die UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung in ihrer konzerninternen Strategie.

Beispiele für entsprechende Aktivitäten der Kultur- und Kreativwirtschaft sind auch das Aktionsnetzwerk „Nachhaltigkeit in Kultur und Medien“ des Bundes oder die Branchen-Initiative „Grünes Kino“. Zudem existieren Leit- und Richtlinien für mehr Nachhaltigkeit in Unternehmen, etwa der „Green Touring Guide“ (für Musiker*innen, Künstler*innen-, Tourmanager*innen u. a.) oder „Grüne Mobilität“ (für Darstellende Künste).

Die Folgen der Corona-Pandemie werden den Trend zu mehr Nachhaltigkeit verstärken. Neue Bedingungen erfordern künftig noch mehr innovative Modelle und Arbeitskonzepte. Auch die beschleunigte Digitalisierung durch den Lockdown treibt die Nachhaltigkeit in der Kultur- und Kreativwirtschaft in Zukunft weiter voran.

Quelle: GoldmediaTrendmonitor 2021 – https://www.goldmedia.com/trend

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