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MEDIENBAROMETER 2026

Goldmedia (Mai 2026)

Das Medienbarometer erfasst seit 2004 jährlich die Stimmung, wirtschaftliche Entwicklung und Zukunftsaussichten der Medien-, Kreativ- und Digitalwirtschaft in Berlin-Brandenburg. Die 2026 zum 23. Mal durchgeführte Befragung ist eine Initiative von medianet berlinbrandenburg e. V., gefördert vom Medienboard Berlin-Brandenburg und unterstützt von IBB und ILB. Goldmedia durfte die aktuelle Erhebung zum zweiten Mal durchführen

Im Mittelpunkt der aktuellen Erhebung stand das Schwerpunktthema „Innovation und Resilienz“. Die Ergebnisse zeigen eine angespannte wirtschaftliche Lage der Medien-, Kreativ- und Digitalwirtschaft in Berlin-Brandenburg. Viele Unternehmen bewerten die Umsatzentwicklung zurückhaltend und blicken auch auf die weitere Branchenentwicklung vorsichtig.

Gleichzeitig verdeutlicht das Medienbarometer den hohen Transformationsdruck. KI-Anwendungen, Creative Tech, Automatisierung und digitale Workflows gewinnen weiter an Bedeutung. Damit steigen auch die Anforderungen an Kompetenzen, Strukturen und Investitionen in den Unternehmen.

Als zentrale Standortbedarfe nennen die Befragten vor allem Zugang zu Fördermitteln und Finanzierungsmöglichkeiten, Bürokratieabbau, digitale Verwaltung und verlässliche politische Rahmenbedingungen. Das Medienbarometer 2026 zeigt damit, dass wirtschaftliche Resilienz, technologische Innovation und passgenaue Standortbedingungen eng miteinander verbunden sind.

Auszug aus der Pressemitteilung des medianet vom 12.05.2026

„Die Unternehmen der Creative-Technologies-Wirtschaft in der Hauptstadtregion stehen unverändert vor großen Herausforderungen. Der Geschäftsklimaindex bei der Bewertung der aktuellen Geschäftslage hat sich merklich verschlechtert – er signalisiert, dass sich die bereits im Vorjahr spürbare verhaltene Stimmung fortsetzt. Die Studienergebnisse verdeutlichen, wie stark wirtschaftliche und gesellschaftliche Unsicherheiten sowie strukturelle und technologische Veränderungen die Branchen prägen. 64% bzw. 60% der Teilnehmenden geben an, dass ein Zugang zu Finanzierungen & Förderung sowie der zügige Abbau von bürokratischen Hürden entlastend wirken könnten. Stichwort Bürokratie: In diesem Zusammenhang sollte auch die von den Berliner Regierungsparteien geplante Ausbildungsplatzabgabe dringend überdacht werden. Darüber hinaus prognostizieren mehr als vier von fünf Unternehmen (82%), dass die Kompetenzanforderungen für die Anwendung von KI in Arbeits- und Produktions-prozesse weiter steigen werden. Jedes zweite Unternehmen hält daher Förderanreize für Digitalisierung und technologische Entwicklung für sehr relevant. Eine gezielte KI-Förderung auf Landesebene könnte es den Unternehmen bspw. ermöglichen, Mitarbeitende für die veränderten Arbeitsprozesse zu schulen und Transformation zu beschleunigen. Die Medien-, Kreativ- und Digitalwirtschaft ist für ihre Kreativität und Innovationsfähigkeit bekannt, jedoch sind strukturell unterstützende Maßnahmen zur Bewältigung der aktuellen Herausforderungen unabdingbar.“ – Jeannine Koch, Vorstandsvorsitzende & Geschäftsführerin, medianet berlinbrandenburg e.V.

„Die durch die globalen Konflikte anhaltende wirtschaftliche Stagnation in Deutschland beeinflusst auch die regionale Medienwirtschaft. Parallel dazu ist die audiovisuelle Branche durch KI und technologiegetriebene Innovationen in einer Phase von tiefgreifender Transformation. Diese allgemeine Verunsicherung der Märkte spiegelt sich in den Ergebnissen des Medienbarometers wider. Kostensteigerungen und Rückgänge auf der Umsatzseite treffen besonders kleinere Unternehmen, die mit der Anpassung und den Investitionen in neuen Technologien zu kämpfen haben. Insgesamt macht das Medienbarometer deutlich: Innovation und Resilienz sind keine optionalen Zukunftsthemen, sondern zentrale Voraussetzungen, um die Transformationsphase der Branchen wirtschaftlich zu bewältigen. Da die veränderten Marktbedingungen von internationalen Einflüssen geprägt sind, hängt die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts stark von der wirtschaftlichen Stabilisierung und der Geschwindigkeit des Wandels ab. Gemeinsam mit den Ländern wollen wir den Change Prozess der Audiovisual Creative Industries – von Games bis Film – mit unseren Fördermöglichkeiten zukunftsfähig unterstützen!“ – Helge Jürgens, Geschäftsführer New-Media-Förderung, Medienboard Berlin-Brandenburg

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