Publikation

CLUBKULTUR BERLIN 2026

Goldmedia (August 2026)

Für die Clubcommission – Netzwerk der Berliner Clubkultur e. V. hat Goldmedia den quantitativen Teil der Studie „Clubkultur Berlin 2026“ umgesetzt. Ziel war es, die aktuelle wirtschaftliche und strukturelle Situation der Berliner Clubkultur zu untersuchen und zentrale Entwicklungen seit der Vorgängerstudie aus dem Jahr 2019 sichtbar zu machen.

Die Studie kann hier heruntergeladen werden:
Clubkultur Studie 2026

Die Ergebnisse zeigen einen deutlich gestiegenen wirtschaftlichen Druck. 39 % der befragten Clubs und Veranstaltenden schlossen das Geschäftsjahr 2025 mit Verlusten ab; 2017 lag der Anteil noch bei 21 %.

Gleichzeitig hat sich die Umsatzstruktur grundlegend verändert. Während 2017 noch 60 % der Umsätze aus Getränkeverkauf und Gastronomie und 21 % aus Eintrittsgeldern stammten, sind Eintrittsgelder 2025 mit 59 % mittlerweile die wichtigste Erlösquelle. Getränkeverkauf und Gastronomie machen dagegen nur noch ein Fünftel der Einnahmen aus.

Dies geht mit einem veränderten Ausgeh- und Konsumverhalten einher: Die befragten Clubbetreiber und Veranstalter beobachten einen rückläufigen Alkoholkonsum, sinkende Pro-Kopf-Ausgaben und kürzere Aufenthaltszeiten. Dennoch bleibt die Nachfrage nach Clubangeboten hoch: 83 % der Befragten geben eine durchschnittliche Auslastung von mindestens 50 % an; bei 33 % liegt sie sogar über 76 %.

Auszüge aus der Pressemitteilung vom 07.08.2026

„Die Nachfrage ist hoch, die Tanzflächen sind voll, und trotzdem stehen nicht wenige Betriebe wirtschaftlich unter Druck. Die Berliner Clubkultur ist weltweit einzigartig und ein wertvolles Aushängeschild unserer Stadt. Sie ist Ausdruck von Freiheit und Vielfalt, Motor der Kreativwirtschaft und bedeutender Wirtschaftsfaktor. Wir wollen sicherstellen, dass Clubs langfristig ihren Platz in Berlin als selbstverständlicher Teil von Wirtschafts- und Stadtentwicklung haben. Die Studie macht sichtbar, wo die derzeitigen Rahmenbedingungen verbesserungsbedürftig sind.“ – Michael Biel, Staatssekretär für Wirtschaft, Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe

„Ob die Berliner Clubkultur ihre kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Potenziale auch künftig entfalten kann, entscheidet sich weniger auf dem Dancefloor als bei Fragen von Raum, Finanzierung und Planungssicherheit.“ – Kai Sachse, Geschäftsführung Clubcommission und Projektleiter der Studie

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