GOLDMEDIA-PREIS 2026
Für innovative Abschlussarbeiten im Bereich Medienwirtschaft
Mit der diesjährigen Verleihung des Goldmedia-Preises feiern wir ein besonderes Jubiläum. Seit nunmehr einem Jahrzehnt würdigt der Preis herausragende Abschlussarbeiten, die mit innovativen Ideen und fundierter wissenschaftlicher Forschung neue Impulse für aktuelle medienökonomische Fragestellungen geben.
In diesem Jahr überzeugten zwei Arbeiten die Jury gleichermaßen. Sie zeichnen sich durch hohe wissenschaftliche Qualität, aktuelle Fragestellungen und eigenständige analytische Perspektiven aus. Der Goldmedia-Preis geht daher zu gleichen Teilen an beide Preisträgerinnen.
Wir gratulieren den Preisträgerinnen herzlich und bedanken uns bei allen Bewerber:innen für ihre spannenden Einreichungen.
Ausgezeichnet wurden (in alphabetischer Reihenfolge):
Sahra Barhoumi
An Epic Battle against Google and Apple: Mobile Ecosystem Self-Preferencing and its Welfare Effects
Masterarbeit, 2025, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Im Zentrum der Masterarbeit steht der Rechtsstreit des App-Entwicklers Epic Games gegen die Unternehmen Google und Apple mit ihren führenden mobilen Ökosystemen (Android und iOS/iPadOS). Die Arbeit analysiert die Auswirkungen von Selbstbevorzugung bei App-Distribution und In-App-Käufen auf Entwickler, Dritt-App-Stores und Konsumenten. In der theoretischen und empirisch-deskriptiven Analyse wird gezeigt, dass die Provisionsgebühr von 30 % und die Pflicht zur Nutzung der eigenen Zahlungssysteme mit negativen wettbewerbs- und wohlfahrtsökonomischen Effekten verbunden sind. Dabei wirken sich die Warnmeldungen und Sicherheitsprogramme sowie ökonomischen Anreize in Vereinbarungen mit Geräteherstellern und führenden Entwicklern zur Verringerung der App-Distribution außerhalb des Google Play Stores im formal offenen Ökosystem von Google negativer aus als das grundsätzliche Verbot der App-Distribution außerhalb des Apple App Stores im eher geschlossenen Ökosystem von Apple.
Lilly Tschiersch
The search revolution: How generative engines redefine digital brand visibility and user behavior
Bachelorarbeit, 2026, Hochschule Macromedia für angewandte Wissenschaften
Die Bachelorarbeit untersucht, wie generative KI-Suchsysteme (z. B. ChatGPT und Claude) die digitale Markensichtbarkeit und das Nutzerverhalten verändern. Da klassische Suchmaschinen zunehmend durch generative, personalisierte Antworten ersetzt werden, entsteht das neue Feld der Generative Engine Optimization (GEO). Mittels qualitativer Experteninterviews und Inhaltsanalyse wurde ein operatives Modell für Marken entwickelt, das eine vollständige Perspektive auf GEO wirft und dabei konkrete Handlungsempfehlungen identifiziert. Zusätzlich zeigt die Arbeit, wie sich die Customer Journey und der Website-Traffic durch GEO verändern. Die Ergebnisse liefern sowohl wissenschaftliche als auch praktische Impulse und münden in drei testbare Hypothesen für zukünftige Forschung.
Kontakt
Bei Fragen zum Goldmedia-Preis stehen wir gerne zur Verfügung:

Prof. Dr. Klaus Goldhammer
Geschäftsführer und Partner
+49 (0)30 246266-0 klaus.goldhammer@goldmedia.de