Digitalradio in NRW: Goldmedia-Befragung für LfM-Konsultationsprozess
08.05.08Klassischer analoger UKW-Hörfunk steht im zunehmenden Wettbewerb zu den digitalen Konkurrenzangeboten im Internet und über Mobilfunk. Zugleich wurden erhebliche Kapazitäten für digitalen Rundfunk europaweit koordiniert, die nun in NRW zur Verfügung stehen. Um die Meinungen, Bedürfnisse und Ziele möglichst vieler der bestehenden und potenziellen Marktteilnehmer sowie Interessenverbände zu erfassen, wurde im Rahmen des von der LfM organisierten öffentlichen Konsultationsprozesses eine standardisierte schriftliche Befragung durchgeführt. Beauftragt wurde damit das Berliner Beratungsunternehmen Goldmedia.
Die Ergebnisse wurden am 8. Mai 2008 auf einer öffentlichen Anhörung in Köln vorgestellt. Fast 90 ausgefüllte Fragebögen sowie zusätzlich eine Reihe schriftlicher Stellungnahmen zeigen die positive Resonanz auf den Konsultationsprozess.
Die Untersuchung ergab, dass aktive und potenzielle Marktteilnehmer gleichermaßen der Digitalisierung sehr offen gegenüber stehen und darin Chancen für eine größere Radiovielfalt in NRW sehen. Obwohl die Mehrzahl der Befragten – immerhin 56 Prozent – das Hörfunkangebot in NRW als positiv einschätzt und sogar mehr als 70 Prozent besonders das Informationsangebot der Radiosender hervorheben, wird auch Optimierungspotenzial gesehen: Nur 23 Prozent sind mit dem Musikangebot der Sender zufrieden. Die Mehrheit ist der Ansicht, dass in NRW die Musikbedürfnisse der Hörer nicht genügend bedient werden. Kritisiert wurde zudem die Empfangsqualität der lokalen Programme.
Über die Hälfte aller derjenigen, die sich an der Fragebogen-aktion beteiligt haben, sieht in NRW Potenzial für weitere Hörfunkangebote.
Den vollständigen Text der Pressemeldung können Sie auf der Webseite der LfM einsehen. >>>
- Dateien:
2008_Digitalradio_LfM_Anhoerung_Goldmedia.pdf1.1 M
