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	<title>GOLDMEDIA Blog</title>
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	<description>Das Blog der Goldmedia Gruppe</description>
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		<title>Goldmedia mit eigener Session bei der Social Media Week 2012 in London zum Thema Authentizität – der Schlüssel zum Social Media Erfolg</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 18:51:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simon Boé</dc:creator>
				<category><![CDATA[Goldmedia Sales & Services GmbH]]></category>
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		<description><![CDATA[Goldmedia veranstaltet im Rahmen der Social Meedia Week London eine eigene Session zum Thema: Authentizität – der Schlüssel zum Social Media Erfolg. Am 14. Februar 2012 erfahren Interessenten, warum erfolgreiche Social-Media-Kampagnen den Dreiklang von Interaktion, Information und Emotion benötigen.
Referent der Goldmedia-Session am 14. Februar 2012 im Londoner 01ZeroOne (15.00 – 16.00 Uhr) ist Simon Boé, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2255" class="wp-caption alignright" style="width: 117px"><a href="http://www.goldmedia.com/blog/wp-content/uploads/2010/06/SimonBoe_2010.jpg"><img class="wp-image-2255 " title="SimonBoe_2010" src="http://www.goldmedia.com/blog/wp-content/uploads/2010/06/SimonBoe_2010-242x300.jpg" alt="Simon Boé" width="107" height="134" /></a><p class="wp-caption-text">Simon Boé</p></div>
<p>Goldmedia veranstaltet im Rahmen der <strong>Social Meedia Week London</strong> eine eigene Session zum Thema:<strong> Authentizität – der Schlüssel zum Social Media Erfolg.</strong> Am 14. Februar 2012 erfahren Interessenten, warum erfolgreiche Social-Media-Kampagnen den Dreiklang von Interaktion, Information und Emotion benötigen.</p>
<p>Referen<a href="http://www.goldmedia.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/Social_Meedia_week.jpg"><img class=" wp-image-4667 alignleft" title="Social_Meedia_week" src="http://www.goldmedia.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/Social_Meedia_week.jpg" alt="" width="85" height="64" /></a>t der Goldmedia-Session <strong>am 14. Februar 2012</strong> im Londoner <strong>01ZeroOne</strong> (15.00 – 16.00 Uhr) ist <strong>Sim</strong><strong>on Boé,</strong> Geschäftsführer der Goldmedia Sales &amp; Services GmbH . Simon Boé zeigt in seinem Vortrag praxisbezogen und anhand vieler Case Studies, welche Aspekte für erfolgreiche Social Media Kampagnen grundlegend sind.</p>
<p><strong><a href="http://socialmediaweek.org/event/?event_id=2170">Weitere Informationen zur Session und zur Anmeldung</a></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Wie Alte und Junge ihre Smartphones nutzen. Goldmedia-Gastkommentar von Florian Kerkau bei kress.de</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 18:00:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Florian Kerkau</dc:creator>
				<category><![CDATA[Goldmedia Gastkommentar kress.de]]></category>
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		<description><![CDATA[Erst kürzlich hat der Hightech-Verband BITKOM aktuelle Zahlen zum Smartphonemarkt in Deutschland veröffentlicht: Demnach wurden 2011 hierzulande 11,8 Millionen Smartphones verkauft, das sind bereits 43 Prozent aller verkauften Handys und ein Wachstum gegenüber dem Vorjahr um knapp ein Drittel. Der Verkaufsboom ist beeindruckend und kurbelt das Umsatzwachstum der Anbieter kräftig an. Immer mehr Nutzer entscheiden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_4014" class="wp-caption alignleft" style="width: 149px"><a href="http://www.goldmedia.com/blog/wp-content/uploads/2011/07/Florian_Kerkau_Goldmedia_hoch_web_groß_co1.jpg"><img class=" wp-image-4014" title="Florian_Kerkau_Goldmedia_hoch_web_groß_co" src="http://www.goldmedia.com/blog/wp-content/uploads/2011/07/Florian_Kerkau_Goldmedia_hoch_web_groß_co1-221x300.jpg" alt="Dr. Florian Kerkau, Goldmedia" width="139" height="189" /></a><p class="wp-caption-text">Dr. Florian Kerkau, Goldmedia</p></div>
<p style="text-align: justify;">Erst kürzlich hat der Hightech-Verband <strong>BITKOM</strong> aktuelle Zahlen zum <strong>Smartphonemarkt</strong> in Deutschland veröffentlicht: Demnach wurden 2011 hierzulande 11,8 Millionen Smartphones verkauft, das sind bereits 43 Prozent aller verkauften Handys und ein Wachstum gegenüber dem Vorjahr um knapp ein Drittel. Der Verkaufsboom ist beeindruckend und kurbelt das Umsatzwachstum der Anbieter kräftig an. Immer mehr Nutzer entscheiden sich für diese kleinen &#8220;Alleskönner&#8221;, wenn es um ein neues <strong>Handy</strong> geht. Und die leisten dank wachsender Prozessor-, Speicher- und Übertragungsleistungen inzwischen Erstaunliches. Da ist es interessant, etwas genauer hinzuschauen, wofür die Smartphone-Besitzer ihre Mini-Computer eigentlich am liebsten nutzen. <strong>Welche Features sind ihnen wichtig,</strong> welche weniger und wo gibt es die auffälligsten Unterschiede bei jüngeren und älteren Nutzern? Wie wichtig sind immer schnelleres Surfen oder schärfere Fotos und für wen?</p>
<p style="text-align: justify;">Noch ist die <strong>Nutzung recht „handy-traditionell“</strong>, wie die <strong>Nutzerforschung</strong> zeigt. Die beliebteste Funktion auf dem Smartphone ist nach dem Telefonieren immer noch die gute alte <strong>SMS</strong> – trotz der vielen neuen Möglichkeiten, die es für Kommunikation, Rezeption und Interaktion per Smartphone heute schon gibt. Laut Goldmedia Mobile Monitor 2011* kommunizieren 80 Prozent der weiblichen bzw. 72 Prozent der männlichen Smartphone-Nutzer mindestens wöchentlich per SMS. Dass die SMS-Funktion auch zukünftig die Hitliste der meistgenutzten Features anführen wird, ist indes fraglich. Denn internet-basierte <strong>Messaging-Dienste</strong> stehen in den Startlöchern – und wer über eine Flatrate ins mobile Internet geht, kann sich die SMS-Kosten mit derartigen <strong>Apps</strong> sparen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass der Kommunikationspartner den gleichen Dienst nutzt. Hier muss sich also ein Standard durchsetzen. Nach dem derzeitigen Stand der Dinge haben zwei Anbieter das Potenzial dazu: <strong>Facebook</strong> und der Messenger <strong>WhatsApp</strong>. Diese beiden Apps sind plattformübergreifend die beliebtesten Smartphone-Programme.<span id="more-4655"></span>Immer wichtiger für die Nutzer wird das <strong>mobile Internet</strong>. Die browserbasierte Internetnutzung über das Smartphone folgt bereits nach der SMS auf Platz zwei der am häufigsten genutzten Smartphone-Features (64 Prozent nutzen es täglich oder zumindest wöchentlich). Nicht verwundern dürften hier aber Unterschiede in den <strong>Altersgruppen</strong>. Anders als die SMS-Funktion, die bei Jung und Alt gleichermaßen beliebt ist, gibt es hier bei den älteren Smartphone-Nutzern noch deutlich weniger Interesse: Von den über 50-Jährigen nutzen nur 43 Prozent das mobile Internet mindestens wöchentlich, dagegen liegt dieser Anteil bei den 20- bis 29-Jährigen mit 73 Prozent deutlich darüber.</p>
<p style="text-align: justify;">Es gibt noch weitere Funktionen, die vornehmlich bei jüngeren Smartphone-Nutzern beliebt sind, natürlich die sozialen Netzwerke, Instant Messaging oder mobile Videos. Die Nutzerforschung zeigt aber auch eine Reihe von Funktionen, die eher ältere Smartphone-Nutzer bevorzugen, dazu gehören das Bearbeiten geschäftlicher Dokumente, die Kalender- und die Navigationsfunktion oder das UKW-Radio.</p>
<p style="text-align: justify;">Man könnte die <strong>Nutzungsgewohnheiten</strong> aktuell so zusammenfassen: Die älteren User sehen in ihren Smartphones noch häufiger ein Gerät, das “klassische Business-Anwendungen“ ersetzt und optimiert bzw. überall mobil einsetzbar macht. Für die jungen Nutzer ist das Smartphone schon viel mehr. Sie nutzen insbesondere den persönlichen Internetzugang intensiv, um auf einfache und vielfältige Weise mit Freunden in Kontakt zu treten oder Medien- und Entertainmentangebote auf vielfältige Weise zu nutzen.</p>
<p style="text-align: justify;">Und wohin geht die Smartphone-Reise künftig? Zunächst ist zu beobachten, dass die Bedeutung einzelner technischer Merkmale in der Nutzergunst abnimmt. Dagegen wird immer wichtiger, welche System-Lösungen ein mobiles Gerät anbietet. So sind Faktoren wie intuitive Bedienbarkeit oder der App-Store den Nutzern schon jetzt viel wichtiger als etwa Akkulaufzeit oder Speicherplatz. Letzteres wird angesichts der Verlagerung der Datenspeicherung in die „Cloud“ ohnehin obsolet, bald werden Fotos, Videos, Musik und Bücher ohnehin nicht mehr auf dem Handy selbst gespeichert.</p>
<p style="text-align: justify;">Es bleibt spannend, wohin sich das Smartphone der Zukunft entwickelt und wie die Nutzer die vielen neuen Features und technischen Gadgets annehmen werden, ob Sprachsteuerung, veränderte Display-Technologien oder NFC (Nahfeld-Kommunikation) und LTE.</p>
<p style="text-align: justify;">* Quelle: Mobile Monitor 2011, Goldmedia, Online-Nutzer-Befragung Mai 2011</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Dr. Florian Kerkau, Geschäftsführer Goldmedia Custom Research GmbH</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Artikel erschienen: <strong><a href="http://kress.de/tagesdienst/detail/beitrag/114406-goldmedia-gastbeitrag-wie-alte-und-junge-ihre-smartphones-nutzen.html">kress.de</a></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Illegaler Download ist und bleibt illegal. Interview mit Björn Böhning, Chef der Berliner Senatskanzlei, promedia Februar 2012</title>
		<link>http://www.goldmedia.com/blog/2012/02/illegaler-download-ist-und-bleibt-illegal-interview-mit-bjorn-bohning-chef-der-berliner-senatskanzlei-promedia-februar-2012/</link>
		<comments>http://www.goldmedia.com/blog/2012/02/illegaler-download-ist-und-bleibt-illegal-interview-mit-bjorn-bohning-chef-der-berliner-senatskanzlei-promedia-februar-2012/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 09:00:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Promedia das medienpolitische Magazin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Promedia schreibt im GOLDMEDIA Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalkanäle]]></category>
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		<category><![CDATA[Medienkommission]]></category>
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		<description><![CDATA[Chef der Berliner Senatspartei fordert von Providern Maßnahmen gegen Online-Piraterie
„Illegaler Download  ist und bleibt illegal“
Interview mit Björn Böhning, Chef der Berliner Senatskanzlei
Björn Böhning, der neue Chef der Senatskanzlei in Berlin und Mitglied der SPD-Medienkommission hat sich in einem promedia-Interview Kritik am Vorschlag von Kurt Beck geübt, Digitalkanäle von ARD und ZDF einzustellen. „Ich halte es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Chef der Berliner Senatspartei fordert von Providern Maßnahmen gegen Online-Piraterie</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>„Illegaler Download  ist und bleibt illegal“</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Interview mit Björn Böhning, Chef der Berliner Senatskanzlei</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Björn Böhning, der neue Chef der Senatskanzlei in Berlin und Mitglied der SPD-Medienkommission hat sich in einem promedia-Interview Kritik am Vorschlag von Kurt Beck geübt, Digitalkanäle von ARD und ZDF einzustellen. „Ich halte es zum Beispiel für richtig, dass das ZDF seine Bandbreite an Programmen ausweitet, auch, um durch digitale Verbreitungswege eine jüngere Zielgruppe zu erreichen. Es müssen nicht sechs sein. Ich bin aber dafür vor allem zu diskutieren, was wir thematisch wollen. Welche Inhalte brauchen wir, welche Zielgruppe soll erreicht werden und welchen Auftrag soll der öffentlich-rechtliche Rundfunk über einen solchen Digitalkanal  erfüllen? Das ist es, worüber wir reden sollten und nicht allein über die Anzahl als einziges Kriterium“, so Böhning.</em></p>
<div id="attachment_4630" class="wp-caption alignleft" style="width: 133px"><a href="http://www.goldmedia.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/boehning_promedia-2-2012.jpg"><img class="size-medium wp-image-4630" title="boehning_promedia 2-2012" src="http://www.goldmedia.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/boehning_promedia-2-2012-219x300.jpg" alt="Björn Böhning, SPD, Chef der Berliner Senatskanzlei" width="123" height="170" /></a><p class="wp-caption-text">Björn Böhning, SPD, Chef der Berliner Senatskanzlei</p></div>
<p style="text-align: justify;">Fragen an den SPD-Medienpolitiker darüber hinaus zur Medienpolitik des Berliner Senats, zum Verhältnis von Netzpolitik und Urheberrecht und zur Novellierung des Medienkonzentrationsrechts.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia: </strong>Herr Böhning, welche Bedeutung wird die Medienpolitik für den Berliner Senat in den nächsten Jahren haben?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong><strong>Björn Böhning</strong>:</strong> Wir werden sie weiterhin als einen Schwerpunkt unserer Senatspolitik begreifen. Wir haben in den Koalitionsverhandlungen festgelegt, dass wir Medien- und Netzpolitik stärker miteinander verschränken. Das wird künftig einer unserer Schwerpunkte sein, weil Berlin den Anspruch hat, medienpolitisch auch international an der Spitze zu bleiben und gleichzeitig die Politik für die digitale Gesellschaft. zu entwickeln</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia: </strong>Was heißt das, Medienpolitik und Netzpolitik miteinander zu verschränken?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong><strong>Björn Böhning</strong>:</strong>  In der neuen digitalen Zeit  wird beispielsweise das klassische  TV- Angebot ergänzt um das Internet mit den Möglichkeiten des Bewegtbildes. Diese Verschränkung muss auch politisch nachvollzogen werden. Es genügt nicht mehr, bestimmte Bereiche – sei es Rundfunk, TV oder Internet – isoliert zu betrachten. Man muss den Gesamtzusammenhang sehen.<span id="more-4649"></span></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia: </strong>Berlin hat im Gegensatz zu München und NRW keine großen Telekommunikationsunternehmen. Woraus resultiert Ihr Interesse an Netzpolitik?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong><strong>Björn Böhning</strong>:</strong> Das resultiert aus dem Wissen, dass wir Netzpolitik heute schon und künftig noch stärker als einen wichtigen Baustein innerhalb der klassischen Politikbandbreite sehen müssen. Wer daran vorbei geht, greift medienpolitisch zu kurz und wird  dieses wichtige  Feld  anderen überlassen. Insofern ist der Senat dazu verpflichtet, sich netzpolitisch zu engagieren. Es geht nicht darum, ob man einen eigenen großen TV-Standort hat, sondern darum, ob man Verantwortung für die Herausforderungen der digitalen  Zeit übernimmt. Das tun wir. Berlin ist schon jetzt  im Bereich der digitalen Wirtschaft ein wichtiger Gründerstandort. Diese Position wollen wir ausbauen und mehr Arbeitsplätze nach Berlin bringen. Dazu muss man auch infrastrukturelle Fragen diskutieren, ebenso wie Fragen des Einkommens und der Verstetigung von Einkommen, damit Gründer langfristig eine Perspektive  haben.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia: </strong>In drei Staatskanzleien haben gegenwärtig Politiker eine führende Position, die auch Mitglieder der SPD Medienkommission sind. Nach Martin Stadelmaier aus Rheinland Pfalz und Marc Jan Eumann aus NRW nun Sie aus Berlin. Was könnte sich daraus ergeben?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong><strong>Björn Böhning</strong>:</strong> Es besteht vor allem eine Verantwortung dieser drei Staatskanzleien für eine zukunftsorientierte Medienpolitik. Ich würde im übrigen auch Hamburg nennen, dort wurde in den vergangenen  Monaten eine Menge an politischer Vorarbeit geleistet. Wir sind dabei, uns besser miteinander abzustimmen und  in einen produktiven Diskurs einzutreten. Ich halte es zum Beispiel für richtig, dass das ZDF seine Bandbreite an Programmen ausweitet, auch, um durch digitale Verbreitungswege eine jüngere Zielgruppe zu erreichen. Das sind Fragen, die wir  diskutieren müssen  und die wir zum Beispiel auch beim Medienkonzentrationsrecht miteinander zu bearbeiten haben..</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia: </strong>Das hört sich nach einem Widerspruch zu den Vorstellungen von Kurt Beck an, die Digitalkanäle von ARD und ZDF zu reduzieren.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong><strong>Björn Böhning</strong>:</strong> Das hört sich vor allem nach einer sachlichen Diskussion an.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia: </strong>Ist es für Sie denkbar, Digitalkanäle in der jetzigen Art zu reduzieren, dafür vielleicht aber einen mit einem neuen Inhalt zu starten, zum Beispiel einen Jugendkanal?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Böhning:</strong> Ich glaube, Kurt Beck hat völlig Recht, wenn er sagt, wir müssen aufpassen, dass wir im öffentlich-rechtlichen Bereich nicht zu viele Konkurrenzangebote im eigenen „Lager“ haben. Das gilt für das gesamte Spektrum mit Arte, 3Sat, ZDF neo. Insofern ist das richtig. Ich bin gleichwohl der Meinung, dass man auch solche Spartenkanäle braucht, um neue Programmformate zu erproben. Das hat auch im Abgeordnetenhauswahlkampf bei ZDF neo funktioniert –  ob man das positiv oder negativ bewerten will, darüber kann man diskutieren. Aber so etwas muss neben dem Hauptprogramm möglich sein, gerade auch um die öffentlich-rechtlichen Kanäle für die  junge Generation zu öffnen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia: </strong>Aber müssen es insgesamt sechs Digitalkanäle sein, die neben den Gemeinschaftsprogrammen und dem normalen Programm von ARD und ZDF betrieben werden?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong><strong>Björn Böhning</strong>:</strong> Es müssen nicht sechs sein. Ich bin aber dafür vor allem zu diskutieren, was wir thematisch wollen. Welche Inhalte brauchen wir, welche Zielgruppe soll erreicht werden und welchen Auftrag  soll der öffentlich-rechtliche Rundfunk über einen solchen Digitalkanal  zu erfüllen? Das ist es, worüber wir reden sollten und nicht allein über die Anzahl als einziges Kriterium.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia: </strong>Neben der Präzisierung des Auftrags des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, welche weiteren medienpolitischen Themen sind in diesem Jahr für den Senat noch von Relevanz?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong><strong>Björn Böhning</strong>:</strong> Es sind insbesondere zwei Themen neben den angesprochenen medienpolitischen Standortfragen. Da ist zum einen die Frage der Umsetzung des 15. Rundfunkänderungsstaatsvertrages hinsichtlich der neuen Beitragsregelung. Das zweite ist die Frage der Novellierung des Medienstaatsvertrages mit Brandenburg, bei der  auch die Zukunft der MABB eine Rolle spielt  Wir werden uns als Senat auf die Umsetzung des neuen Gebührenstaatsvertrages ab 2013 vorbereiten und darauf achten, dass  die dafür notwendigen  Voraussetzungen  erfüllt sind.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia: </strong>Welche zum Beispiel?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong><strong>Björn Böhning</strong>:</strong> Wir wollen, dass der rbb weiterhin seinen öffentlich-rechtlichen Auftrag erfüllen kann. Wir müssen deshalb im Auge behalten, wie sich die Einnahmen entwickeln. Andererseits muss auch der Beitrag stabil bleiben. Das ist gerade für den rbb von Bedeutung, weil dem Sender  bekanntermaßen aufgrund der vielen GEZ-befreiten Nutzerinnen und Nutzer finanziell enge Grenzen gesetzt sind. Wir müssen gewährleisten, dass das Programmangebot darunter nicht leidet.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia: </strong>Zu den Themen, die Unternehmen der Kreativwirtschaft Berlins gegenwärtig umtreiben, gehört auch die Frage des Urheberrechts in der digitalen Welt. Was müsste hier geschehen, um den Wünschen und Forderungen der Wirtschaft nach einem fairen Interessensausgleich besser gerecht zu werden als bisher?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong><strong>Björn Böhning</strong>:</strong> Zunächst habe ich den Eindruck, dass die rechtlichen Möglichkeiten durch die  Unternehmen sehr gut  genutzt werden, insbesondere im Bereich der Musikwirtschaft, wo illegale Downloads konsequent verfolgt werden. Insofern muss man fragen, was zusätzliche gesetzliche Regelungen sein könnten und was man über neue Geschäftsmodelle auf Basis der  bestehenden Rechtslage erreichen kann. Wir brauchen in der Tat einen fairen Ausgleich zwischen den Nutzerinteressen und den Verwertern, aber auch den Künstlern, die leider oftmals  bei dieser Debatte ausgeblendet werden. Wir müssen hier schnell eine Lösung finden, denn die Probleme  drängen. Der Dritte Korb der Bundesregierung ist immer wieder angekündigt worden, doch es passiert nichts. Das Land Berlin betrachtet das mit großer Sorge. Die Verantwortung  liegt aber zunächst  einmal bei der Bundesregierung.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia: </strong>Was könnte man noch tun, um die Künstler finanziell besser zu stellen und ihnen bei der Verwertung ihrer Produkte bessere Chancen zu geben, um in der digitalen Welt auch zu profitieren?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong><strong>Björn Böhning</strong>:</strong> Ich verfolge sehr interessiert, was sich beispielsweise im Bereich des Crowdfundings tut – ein neues Online-Geschäftsmodell. Gerade für Berlin, wo viele innovative Künstler ihre Kunst anbieten und  bei uns an den klassischen Verwertungsketten vorbei offensichtlich auch Kunden finden, ist das eine interessante Idee. Man hat es kürzlich beim Stromberg-Film gesehen: Innerhalb von einer Woche war eine Millionen Euro eingeworben. Das sind neue Ideen, die aus meiner Sicht besser unterstützt werden sollten.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia: </strong>Könnte Berlin hier eine Modellfunktion einnehmen?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong><strong>Björn Böhning</strong>:</strong> Wir werden mit dem Medienboard Fragen des Zusammenwirkens   von öffentlichen und bürgerschaftlichen Finanzierungen diskutieren . Wir wollen zugleich  als Land Berlin unsere Finanzierung des Medienboards nochmals erhöhen, weil wir glauben, dass die Filmproduktion in Berlin und möglicherweise  bald auch die TV-Pilotfilmproduktion  für den Wirtschafts- und den Tourismusstandort wichtige Projekte sind. Wir nehmen unsere Verantwortung dabei bisher schon sehr umfassend wahr.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia: </strong>Noch einmal zurück zum Urheberrecht: Es gibt den Vorschlag eines Warnmodells. Was halten Sie davon?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong><strong>Björn Böhning</strong>:</strong> Ich begrüße erst einmal, dass wir die Debatte, die seit langem in der Musikwirtschaft um Netzsperren und 3-Strikes-Modelle geführt wurde, abgeschwächt haben. Auch die Musikwirtschaft und andere Anbieter sehen, dass sie mit diesen Mitteln nicht mehr vorankommen, sowohl im politischen Raum als auch in der Umsetzung. Insofern ist das schon einmal ein Fortschritt. Wir brauchen aber natürlich eine Diskussion über die Werte in der digitalen Gesellschaft. Ich bin mir sicher, dass es gelingen wird, den Nutzerinnen und Nutzern durch die Vermittlung von  Medienkompetenz, aber auch durch präventive Maßnahmen deutlich zu machen, dass illegaler Download nun einmal illegal ist und bleibt.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia: </strong>Wäre ein Warnhinweis-Modell eine präventive Maßnahme?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong><strong>Björn Böhning</strong>:</strong> Bevor die Frage der Zukunft des Urheberrechtes nicht geklärt ist, sollten wir hier zurückhaltend sein.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia: </strong>Warum?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong><strong>Björn Böhning</strong>:</strong> Es gibt ein ganzes Spektrum präventiver Maßnahmen, das wir nutzen können: Wir sehen die Eltern, aber auch das Bildungssystem in der Verantwortung bei der Entwicklung von Medienkompetenz aktiver zu werden. Das werden wir in dieser  Legislaturperiode angehen. Natürlich muss auch der einzelne Nutzer spüren, wenn er etwas Illegales tut. Die Frage ist: Wie gelingt es uns, diese Warnungen auszusprechen? Rein technisch muss man dazu den Nutzer ermitteln, ihn per IP-Adresse identifizieren. Ich bin der Meinung, dass Aufwand und Nutzen nicht immer in einem vernünftigen Verhältnis stehen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia: </strong>Heißt dass, Sie wären dagegen, dass man die Adresse des illegalen Nutzers ermittelt?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Böhning:</strong> Nein, wenn etwas illegal ist, dann müssen die Nutzer ermittelt werden. Das ist heute schon möglich.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia: </strong>Wobei natürlich die Provider nach wie vor sehr passiv sind…</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Böhning:</strong> Die Provider haben aber eine Verantwortung für das, was bei ihnen passiert – sowohl in Deutschland als auch in Europa. Wenn sie diese nicht wahrnehmen, muss man sie daran erinnern. Denn es geht nicht nur darum, dass sie von den genutzten Bandbreiten profitieren, sondern sie müssen auch darauf achten, was in ihren Bereichen passiert. Der illegale Download-Bereich ist für die Kreativwirtschaft nach wie vor wirtschaftlich  zu schädlich, als dass man ihn ignorieren darf.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia: </strong>Ein anderes wichtiges Thema ist der faire Umgang von Plattformbetreibern wie Google mit dem Content der traditionellen Medien. Was muss sich hier ändern?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong><strong>Björn Böhning</strong>:</strong> Das ist ein zweischneidiges Schwert: Die Unternehmen und Verbände, die zum Beispiel das Vorgehen von Google mit Google News kritisieren, profitieren gleichzeitig davon durch  die Klick-Zahlen und durch  die damit verbundenen Werbeeinnahmen. Die Entwicklung in diesem Bereich lässt sich nicht nur in Schwarz und Weiß  malen. Aber auch Google hat eine gesellschaftliche Verantwortung, und diese darf nicht  bei Googles Such-Algorithmus enden. Ich gehe deshalb davon aus, dass Google und auch Facebook künftig ein Thema des Medienkonzentrationsrechts sein werden. Denn man muss sich angesichts der Marktanteile grundsätzliche Fragen stellen: Wer digitalisiert das Weltwissen? Wem gehört es am Ende, und wer hat Zugriff darauf? Und zu welchem Preis? Hier mache ich mir große Sorgen, dass Google und andere zunehmend gesellschaftliches Wissen privatrechtlich monopolisieren. Darauf muss man sehr genau achten.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia: </strong>Olaf Scholz, der Erste Bürgermeister Hamburgs, ist der Meinung, man müsse mehr auf diese Anbieter zugehen und auch Verständnis für ihre Geschäftsmodelle haben. Das sehen Sie nicht so?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong><strong>Björn Böhning</strong>:</strong> Der Schutz der eigenen Daten muss, soweit es geht, dem Nutzer überlassen werden. Er muss selbst entscheiden können, was er einschränken will in seiner Privatsphäre und was nicht. Auf diesem Weg wünsche ich mir mehr Engagement. Auch ein Unternehmen wie Google muss transparenter werden, etwa dahingehend, in welcher Art und Weise es Daten sammelt, insbesondere aber wie es Daten verknüpft. Google Streetview ist inzwischen ein wichtiges Tool im Internet, das die Nutzer nachfragen – wie wir täglich sehen. Die Verknüpfung von privaten Daten mit Google-Streetview-Daten muss allerdings ausgeschlossen werden. Wir haben immer gesagt, dass wir dann, wenn Google das nicht selbst sicherstellt,  rechtlich handeln  müssen. Das wäre auch die richtige Reihenfolge.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia: </strong>Welche Rolle wird die Senatskanzlei künftig für die Entwicklung der Medienwirtschaft in Berlin  spielen?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong><strong>Björn Böhning</strong>:</strong> Wir haben uns zwei Dinge vorgenommen: Die Netzpolitik habe ich bereits erwähnt. Zum Zweiten wollen wir uns intensiver um die Musikwirtschaft in Berlin kümmern. Wir werden ein Konzept für die Einrichtung eines Musikboards  erarbeiten  Wir können dabei an die Erfahrungen mit dem Medienboard anknüpfen . Dazu  werden wir 2012 gemeinsam mit den vielen Akteuren die  Aufgaben dieses Musikboards definieren.  Meine persönliche Vorstellung ist, dass Berlin hier insbesondere bei der Nachwuchsförderung im Bereich der Musikwirtschaft  stärker wird.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia: </strong>Seit sechs Jahren existiert dieses Medienboard. Wie müsste es sich in den nächsten Jahren weiterentwickeln, um den neuen Anforderungen des Standortes zu entsprechen?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong><strong>Björn Böhning</strong>:</strong> Das Medienboard und seine beiden Geschäftsführer leisten  aus meiner Sicht sehr gute Arbeit für Berlin und den Standort. Ich stelle mir vor, dass wir das Standortmarketing ausbauen, weil immer neue Aufgaben hinzukommen. Es ist jetzt Aufgabe des Medienboards, einen Vorschlag zu unterbreiten, wie eine neue Aufteilung der Finanzmittel aussehen kann. Darüber werden wir dann im Aufsichtsrat entscheiden.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia: </strong>Das heißt, es wird weniger Geld für die Spielfilmförderung zur Verfügung stehen?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong><strong>Björn Böhning</strong>:</strong> Nicht unbedingt. Für mich ist der Bereich der Produktion weiterhin sehr wichtig. Wir stellen uns beispielsweise vor, dass Berlin künftig Pilotfilme von Fernsehserien fördert. Letztlich müssen wir es schaffen, länger laufende Produktionen, wie Serien,  häufiger nach Berlin zu holen. Mir geht es  vor allem darum, die vorhandenen finanziellen Mittel noch gewinnbringender für den Standort einzusetzen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia: </strong>München hat 2012 zwei große Investitionen vorgenommen oder geplant. Zum einen wurde eine neue Filmhochschule eröffnet, zum anderen baut die Bavaria ein neues Studio. Hat Berlin Nachholbedarf bei den Investitionen für diese Branche?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong><strong>Björn Böhning</strong>:</strong> Das sehe ich nicht. Wir haben in Babelsberg eines der modernsten Studios, auch in Bezug auf die 3D-Möglichkeiten. Wir besitzen mit Adlershof einen wichtigen TV-Standort. Ob München mit seinem Projekt Erfolg hat,  ist für mich sehr fraglich. Wir beobachten das, aber ich denke nicht, dass sich für unseren Standort dadurch  Nachteile ergeben.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia: </strong>Es gibt Bundesländer, in denen auch die Medienwirtschaft direkt in den Staatskanzleien angesiedelt ist. Können Sie sich ein solches Modell auch für Berlin vorstellen?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong><strong>Björn Böhning</strong>:</strong> Wir versuchen jetzt schon, die Politik in der Senatskanzlei zusammenzuführen und die Potenziale noch besser aufeinander abzustimmen. Die Vorstellung, dass Medienpolitik und alles, was damit zusammenhängt – Kreativwirtschaft, Medienwirtschaft etc. – nur in einer Hand in der Senatskanzlei konzentriert werden kann, halte ich allerdings für illusorisch.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Über  Björn Böhning</strong></p>
<ul>
<li>Geboren: 2. Juni 1978</li>
<li>1999 &#8211; 2004 Studium der Politikwissenschaft</li>
<li>2004 &#8211; 2007  Juso-Bundesvorsitzender</li>
<li>2004 &#8211; 2011 Mitglied des SPD-Parteivorstandes</li>
<li>2007 &#8211; 2011 Leiter der Abteilung „Politische Grundsatz- und Planungsangelegenheiten“ in der Senatskanzlei des Landes Berlin</li>
<li>Seit 2. Dezember 2011 Chef</li>
</ul>
<p><strong>Artikel in der promedia Februar 2012</strong></p>
<p><strong>Weitere Informationen: <a href="http://www.promedia-berlin.de/">promedia</a></strong></p>
<p style="text-align: justify;">
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.goldmedia.com/blog/2012/02/illegaler-download-ist-und-bleibt-illegal-interview-mit-bjorn-bohning-chef-der-berliner-senatskanzlei-promedia-februar-2012/feed/</wfw:commentRss>
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		</item>
		<item>
		<title>10 Gebote für mehr Akzeptanz der neuen Rundfunkabgabe, von Burkhardt Müller-Sönksen, MDB, Medienpolitischer Sprecher der FDP, promedia Februar 2012</title>
		<link>http://www.goldmedia.com/blog/2012/01/10-gebote-fur-mehr-akzeptanz-der-neuen-rundfunkabgabe-von-burkhardt-muller-sonksen-mdb-medienpolitischer-sprecher-der-fdp-promedia-februar-2012/</link>
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		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 11:00:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Promedia das medienpolitische Magazin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Promedia schreibt im GOLDMEDIA Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Betriebsstättenabgabe]]></category>
		<category><![CDATA[Gebührengelder]]></category>
		<category><![CDATA[öffentlich-rechtlicher Rundfunk]]></category>
		<category><![CDATA[Rundfunkabgabe]]></category>
		<category><![CDATA[Rundfunkänderungsstaatsvertrag]]></category>
		<category><![CDATA[Rundfunkgebühr]]></category>

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		<description><![CDATA[10 Gebote für mehr Akzeptanz der neuen Rundfunkabgabe 
 1. Gebot: Sparsamer Umgang mit Gebührengeldern
Von Burkhardt Müller-Sönksen, MDB, Medienpolitischer Sprecher der FDP
Der 15. Rundfunkänderungsstaatsvertrags wurde in allen Bundesländern ratifiziert und damit tritt an Stelle der Rundfunkgebühr am 01.01. 2013 die Haushalts- und Betriebsstättenabgabe in Kraft. Welche Folgen diese Umstellung haben wird und wie hoch die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>10 Gebote für mehr Akzeptanz der neuen Rundfunkabgabe </strong></p>
<p><strong> 1. Gebot: Sparsamer Umgang mit Gebührengeldern</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Von Burkhardt Müller-Sönksen, MDB, Medienpolitischer Sprecher der FDP</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Der 15. Rundfunkänderungsstaatsvertrags wurde in allen Bundesländern ratifiziert und damit tritt an Stelle der Rundfunkgebühr am <a href="callto:01012013">01.01. 2013</a> die Haushalts- und Betriebsstättenabgabe in Kraft. Welche Folgen diese Umstellung haben wird und wie hoch die Einnahmen sein werden, bleibt diskussionswürdig. Nicht zuletzt das Verfahren zur Einigung auf das neue Modell zeigt, dass seitens der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten die Erschließung neuer Einnahmequellen vorrangiges Ziel der Reform war. Durch den engen Auftrag an Prof. Paul Kirchhof für das letztlich maßgebliche Gutachten haben sich die Öffentlich-Rechtlichen vom Gesetzgebungsobjekt zum Akteur der Medienpolitik aufgeschwungen und eine ergebnisoffene Diskussion um das beste Finanzierungsmodell frühzeitig erstickt.</em></p>
<div id="attachment_4631" class="wp-caption alignleft" style="width: 127px"><a href="http://www.goldmedia.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/mueller_soenksen_promedia-2-2012.jpg"><img class="size-medium wp-image-4631" title="mueller_soenksen_promedia 2-2012" src="http://www.goldmedia.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/mueller_soenksen_promedia-2-2012-220x300.jpg" alt="Burkhardt Müller-Sönksen, MDB, Medienpolitischer Sprecher der FDP" width="117" height="160" /></a><p class="wp-caption-text">Burkhardt Müller-Sönksen, Medienpolitischer Sprecher FDP</p></div>
<p style="text-align: justify;">Wenn ein Lobbyist dem Gesetzgeber in die Feder diktiert, ist das Lamento groß; hier war es erstaunlich klein. Durch das beschlossene Modell wird die bisher auf das Bereithalten von Empfangsgeräten beschränkte Rundfunkgebühr auf alle Haushalte und Betriebsstätten ausgeweitet. Es wird also eine Erweiterung des Schuldnerkreises vorgenommen, weil zukünftig in jedem Haushalt und jeder Betriebsstätte eine Abgabe zu leisten ist. Da diese Ausweitung unter Anwendung der geltenden Maximalabgabe von 17,98 Euro erfolgt, zukünftig also zum Beispiel der günstigere Radiotarif entfällt, sind bereits hier Mehreinnahmen zu erwarten. Neben diese Vollerfassung in den Haushalten tritt die nach Mitarbeitern gestaffelte Betriebsstättenabgabe, die nunmehr ebenfalls von allen Inhabern zu leisten ist und damit den Schuldnerkreis zusätzlich erweitert.<br />
Mit den folgenden zehn Geboten rate ich den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, effizienter und sparsamer zu haushalten, um die schwindende Akzeptanz aufzuhalten.<span id="more-4639"></span></p>
<p><strong>1) Sparsamer Umgang mit Gebührengeldern</strong><br />
Oberstes Gebot der Rundfunkanstalten ist Kosteneffizienz im Produktionsprozess. Unabhängig von Programminhalten machten die privaten Veranstalter vor, welche Einsparungspotentiale im digitalisierten Produktionsprozess bestehen. Dieses Potential müssen auch die Öffentlich-Rechtlichen ausschöpfen und an die Beitragszahler zurückgeben. Auch eine verbesserte Zusammenarbeit der Rundfunkanstalten untereinander verspricht Synergieeffekte. Nicht nur Doppelberichterstattungen und Quotenkonkurrenz mit gleichen Programmangeboten zur selben Zeit sind kritikwürdig, sondern auch die Aufkündigung mühsam etablierter Zusammenarbeit wie der Nachrichtenkooperation im Vormittagsprogramm. Sparsamkeit im Produktionsprozess muss sich also keineswegs auf die Programminhalte niederschlagen, sondern ist die staatsvertragliche Pflicht der Rundfunkanstalten gegenüber ihren Geldgebern, den Bürgerinnen und Bürgern.</p>
<p><strong>2) Konzentration auf den Grundversorgungsauftrag</strong><br />
Der öffentlich-rechtliche Rundfunk dient der unabhängigen Meinungsbildung. Er muss der schwierigen Aufgabe gerecht werden, einerseits möglichst die Breite aller Meinungen abzubilden und diese andererseits einem möglichst breitem Publikum zugänglich zu machen. Irrelevant ist hingegen die werberelevante Quote. Die Programmverantwortlichen sind also völlig frei, ausschließlich die Qualität der Meinungsdarstellung ins Visier zu nehmen und quotenträchtige Unterhaltungsprogramme den werbefinanzierten Privaten zu überlassen. Durch stärkere Konzentration auf den Grundversorgungsauftrag zeigen ARD und ZDF nicht nur Profilschärfe und beweisen den zielgenauen Einsatz der Rundfunkgebühren, sondern erhalten die Vielfalt des dualen Systems und den Wettbewerb mit anderen Inhalteanbietern im Internet. Ich begrüße in diesem Zusammenhang ausdrücklich die überfälligen Überlegungen aus der AG Beitragsstabilität der Länder, den Grundversorgungsauftrag zu konkretisieren und den Rundfunkanstalten klare Leitlinien zu geben.</p>
<p><strong>3) Reduzierung der Spartenkanäle</strong><br />
Verbunden mit der Konzentration auf den Grundversorgungauftrag sollten Hauptkanäle gestärkt und Spartenkanäle eingestellt werden. Für die Kernkompetenzen Information und Kultur mögen die Gemeinschaftssender Phoenix, Arte und 3Sat gerechtfertigt sein. Dass es aber mit Eins Extra, Eins Plus, Eins Festival, sowie ZDFinfo, ZDFkultur und ZDFneo zusätzliche Spartensender gibt, ist nicht zu begründen. Durch die Verspartung droht nicht nur Unübersichtlichkeit im Programmprofil der Öffentlich-Rechtlichen, sondern ein quasi-staatliches Überangebot, das die Medienvielfalt empfindlich stört.</p>
<p><strong>4) Rückbau des Telemedienangebots</strong><br />
Gleiches gilt für die sogenannten Telemedienangebote im Internet. Der Downstream als zusätzlicher Verbreitungsweg für audio-visuelle Inhalte ist unstrittig. Aber im Internet sind nicht mehr nur die privaten Rundfunkveranstalter Mitbewerber auf dem Meinungsmarkt, sondern auch Verleger und Plattformbetreiber. Zum Erhalt der Angebotsvielfalt muss insgesamt der Umfang gebührensubventionierter Inhalte beschränkt werden. Für Textbeiträge muss es eine klare gesetzgeberische Beschränkung geben, weil sich der Begriff &#8220;presseähnlich&#8221; als untauglich erwiesen hat. Das Textvolumen des Videotext sollte Maßstab des gesetzlichen Rahmens sein. Außerdem muss das ansteigende Engagement in den Social Media überprüft werden, wo nicht nur die Sender, sondern einzelne Programmformate Auftritte betreiben.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>5) Strukturreform der Verwaltung</strong><br />
Daneben sind Reformen in der inneren Verwaltungsstruktur der Rundfunkanstalten unerlässlich und es darf keine Denkverbote hinsichtlich der Zusammenlegung kleinerer Rundfunkanstalten geben. Hierdurch lässt sich nicht nur Mehrfachaufwand in der Verwaltung vermeiden, sondern auch das Profil öffentlich-rechtlicher Inhalte gegenüber den privaten Anbietern schärfen. Gleichbleibende Standards, klare Zuständigkeiten und Kooperationen bieten eine Fülle von Synergien. Einige Rundfunkanstalten leisten sich einen regelrechten Wasserkopf an Verwaltungsstruktur, der eine effektive Kontrolle unmöglich macht. Jüngstes Negativbeispiel ist hier der MDR, der in der Aufdeckung krimineller Parallelstrukturen beim KiKa kläglich versagte.</p>
<p><strong>6) Transparente Verwendung der Gebührengelder</strong><br />
Neben effektiveren und schlankeren Verwaltungsstrukturen ist mehr Transparenz und umfassende Prüfrechte des Verwaltungsrats hinsichtlich der Verwendung der Beiträge erforderlich. Die Intendanten sollten die Lehren aus dem KiKa-Skandal ziehen, denn dort folgte die Bedarfskürzung durch die KEF auf dem Fuße, nachdem über eine Million Euro von niemandem vermisst wurden.</p>
<p><strong>7) Transparenz bei Produktions- und Beteiligungsgesellschaften</strong><br />
Mehr Transparenz und Controlling ist im Geflecht der Beteiligungsgesellschaften dringend erforderlich, aber die Veröffentlichung aller Beteiligungsstrukturen einschließlich der Bilanzen und ausführlicher Lageberichte nach dem Vorbild großer Kapitalgesellschaften ist nach dem Degeto-Skandal der überfällige erste Schritt.</p>
<p><strong>8. Reduzierung von Beteiligungsgesellschaften</strong><br />
Für uns ist der Staat der schlechteste aller Unternehmer. Statt Gebührengelder in sendereigenen Tochtergesellschaften zu binden, sollte vermehrt auf Ausschreibungen an private Produktionsfirmen gesetzt werden. Kommerzielle Tätigkeiten, wie die kostenpflichtige Videoplattform &#8220;Germany&#8217;s Gold&#8221; konterkarieren hingegen die Bemühungen um einen funktionierenden Markt und sind abzulehnen.</p>
<p><strong>9) Möglichst wenig Daten bei der GEZ erheben</strong><br />
Unser Modell einer personenbezogenen Medienabgabe hätte den Verzicht auf die GEZ ermöglicht, doch mit der Verabschiedung der Haushalts- und Betriebsstättenabgabe ist diese Chance vertan. Nunmehr hat die GEZ ihr Personal aufgestockt und droht mit unverminderter Datensammelwut sensible personenbezogene Daten zentral zu speichern. Ich appelliere an die Rundfunkanstalten, in enger Zusammenarbeit mit den Datenschutzbeauftragten die Zweckbindung einzuhalten und das informationelle Selbstbestimmungsrecht aller Bürger zu gewährleisten.</p>
<p><strong>10) Ausbau barrierefreier Inhalte</strong><br />
Zukünftig müssen zwar auch seh- und hörbehinderte Menschen die Haushaltsabgabe leisten, nutzen können sie allerdings nur wenige Inhalte, da bislang im Durchschnitt nur ca. ein Viertel aller Angebote barrierefrei zugänglich sind. Insbesondere durch meinungsbildende Magazinformate sollte der Anteil zeitnah die 30%-Marke erreichen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Über Burkhardt Müller-Sönksen</strong></p>
<ul>
<li>Geboren: 24. August 1959</li>
<li>1979 Studium der Rechtswissenschaften</li>
<li>Gründung einer Rechtsanwaltskanzlei,</li>
<li>1997 Pressesprecher der FDP Hamburg</li>
<li>2005 stellvertretender Landesvorsitzender der FDP Hamburg</li>
<li>2001 Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft</li>
<li>2003 Vorsitzender der AG Medien der FDP Fraktionsvorsitzendenkonferenz in Bund und Ländern</li>
<li>Mitglied des Bundestages seit 2005</li>
</ul>
<p><strong>Artikel in der promedia Februar 2012</strong></p>
<p><strong>Weitere Informationen: <a href="http://www.promedia-berlin.de/">promedia</a></strong></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Google bestreitet, bei der Suche eigene Inhalte zu bevorzugen, Interview mit Kay Oberbeck, Director Communications &amp; Public Affairs Google, in der promedia Februar 2012</title>
		<link>http://www.goldmedia.com/blog/2012/01/google-bestreitet-bei-der-suche-eigene-inhalte-zu-bevorzugen-interview-mit-kay-oberbeck-director-communications-public-affairs-google-in-der-promedia-februar-2012/</link>
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		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 09:40:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Promedia das medienpolitische Magazin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Promedia schreibt im GOLDMEDIA Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
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		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>

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		<description><![CDATA[Google bestreitet, bei der Suche eigene Inhalte zu bevorzugen 
„Es geht um TV &#38; Internet, nicht um TV versus Internet“ 
Interview mit Kay Oberbeck, Director Communications &#38; Public Affairs für Google Deutschland, Österreich und Schweiz, Mitglied der Geschäftsleitung
Nachdem Google mit seiner Web-TV-Plattform im vergangenen Jahr viel Kritik und einige Rückschläge in Form von abtrünnigen Partnerfirmen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Google bestreitet, bei der Suche eigene Inhalte zu bevorzugen </strong></p>
<p><strong>„Es geht um TV &amp; Internet, nicht um TV versus Internet“ </strong></p>
<p><strong>Interview mit Kay Oberbeck, Director Communications &amp; Public Affairs für Google Deutschland, Österreich und Schweiz, Mitglied der Geschäftsleitung</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Nachdem Google mit seiner Web-TV-Plattform im vergangenen Jahr viel Kritik und einige Rückschläge in Form von abtrünnigen Partnerfirmen einstecken musste, nahm Google TV jüngst auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas einen neuen Anlauf: Die bisherigen Hardwarepartner Sony und Vizio haben auf der wichtigsten Consumer-Electronics-Messe neue Geräte für den US-Markt vorgestellt. Mit LG und Samsung hat sich Google zudem weitere Unterstützer ins Boot geholt. LG will Informationen von &#8220;CNet&#8221; zufolge Google-TV-Funktionen in sein eigenes Smart-TV-Interface integrieren. Noch in diesem Jahr soll Google TV auch in Europa angeboten werden.</em></p>
<div id="attachment_4629" class="wp-caption alignleft" style="width: 139px"><a href="http://www.goldmedia.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/Oberbeck_promedia-2-2012.jpg"><img class="size-medium wp-image-4629" title="Oberbeck_promedia 2-2012" src="http://www.goldmedia.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/Oberbeck_promedia-2-2012-220x300.jpg" alt="Kay Oberbeck, Director Communications &amp; Public Affairs Google Deutschland, Österreich und Schweiz" width="129" height="176" /></a><p class="wp-caption-text">Kay Oberbeck, Google</p></div>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia</strong>: Google TV soll 2012 auch nach Deutschland kommen. Müssen die TV-Sender sich Sorgen machen, dass Ihnen hier Konkurrenz droht?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Kay Oberbeck</strong>: Bei„Google TV handelt sich gerade nicht um „Fernsehen“, sondern um ein Betriebssystem für Set-Top Boxen und interaktive TV Geräte, das auf drei Komponenten basiert: Dem Android Betriebssystem, dem Chrome-Browser und Flash als Codec für die Video-Wiedergabe. Also nicht unähnlich dem Ansatz, den wir vor wenigen Jahren mit der Entwicklung von Android als Plattform für mobile Endgeräte erfolgreich eingeführt haben. Google TV bedarf einer Set-top Box und dem geeigneten Bildschirm. In Europa wollen wir damit in diesem Jahr an den Start gehen. Welche Länder wann dazu gehören werden, ist noch nicht abschließend geklärt.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia</strong>: Man liest, dass Sie in Google TV Werbung platzieren wollen, die dann den TV-Sendern verloren geht. Werden die Sender an den Erlösen beteiligt?<span id="more-4625"></span></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Kay Oberbeck</strong>: Die Ihrer Frage zugrunde liegende These geht fehl. Google TV schaltet keine Werbung rund um fremde Inhalte. Das TV Signal wird schlicht durchgeschaltet und wie bisher auf dem Smart TV dargestellt. Die Plattform ermöglicht dagegen ebenso die Darstellbarkeit von Webinhalten auf dem besten Bildschirm im Haus. Damit bringt Google TV das TV- und Internet-Erlebnis zusammen auf den Bildschirm und erleichtert gleichzeitig die Auffindbarkeit von Inhalten in einer immer unübersichtlicheren Programmwelt. Damit werden zusätzliche Konsumenten angesprochen, neue Erlösmodelle eröffnet und mehr Innovation auf den heimischen Bildschirm gebracht. Oder auf eine kurze Formel gebracht: Es geht um TV &amp; Internet, nicht um TV versus In- ternet.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia</strong>: Google hat angekündigt 100 Mio. Euro für den Ankauf von Senderechten bereit zu stellen. Bedeutet das, dass Sie künftig TV-Produktionen in Auftrag geben werden, von denen auch deutsche Produzenten profitieren können?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Kay Oberbeck</strong>: Es geht hier nicht um Senderechte, sondern wir wollen mit Projekten wie diesen professionelle Inhalteanbieter, Produzenten ermutigen, hoch qualitativen Content für Web-Plattformen wie YouTube zu erstellen. In einer anderen Initiative &#8211; “NextUp” &#8211; unterstützen wir junge, private Anbieter dabei, dass sie ihre eigenen Web-Clips professionalisieren und so ihre Community auf YouTube vergrößern &#8211; und dabei Ihre Umsätze als YouTube Partner erweitern können. Durch das Web ergeben sich für alle immense Möglichkeiten: mehr Reichweite, zusätzlicher Umsatz, effektives Rechtemanagment sowie direkte Resonanzmessung und Feedback durch die Nutzer. YouTube kann dabei helfen, dass mehr und hochwertige Inhalte erstellt werden &#8211; und Produzenten jeglicher Couleur dazu in die Lage versetzen, sich von einer Position als B2B-Anbieter in die des Broadcasters zu entwickeln. Ganz zu schweigen von den Umsatz-Potenzialen im Musikvideo-Bereich, so wie das auf YouTube andernorts in Europa überall erfolgt &#8211; nur bislang in Deutschland aufgrund der starren Haltung der Gema nicht, die sich damit im internationalen Vergleich isoliert.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia:</strong> In Deutschland sind wichtige Medienbereiche, wie der Rundfunk, reguliert. Wie sehr macht Ihnen diese „deutsche Ordnung“ zu schaffen?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Kay Oberbeck</strong>: Für Technologieunternehmen wie Google findet die Rundfunkregulierung bekanntermaßen keine Anwendung. Zugleich sind wir sehr wohl Anbieter in einem kulturellen Rahmen, dem auch wir uns selbstverständlich verpflichtet sehen. Dazu gehört zum Beispiel der Datenschutz, der uns sicher auch vor Herausforderungen stellt, den wir jedoch nicht zuletzt mit unserem Münchner Entwicklungszentrum für Datenschutz-Produkte zum weltweiten Einsatz stark vorantreiben &#8211; und das branchenweit. Ungeachtet dessen muss man bei der in Deutschland herrschenden Regulierungsdichte sicherlich im Auge behalten, dass sie sich nicht innovationshemmend auswirkt und hier tätige Akteuere gegenüber jenen im Ausland nicht benachteiligt werden.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia</strong>: 2012 soll das Medienkonzentrationsrecht novelliert und dabei soll auch die Rolle der Online-Suchmaschinen bei der Meinungsbildung beleuchtet werden. Wie relevant ist das für Sie?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Kay Oberbeck</strong>: Die Vorsitzende der Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich, Prof. Dr. Insa Sjurts, hat klar gemacht, dass Google als Informationsbereitsteller nicht unter das Medienkonzentrationsrecht fällt. Als inhalte- und meinungsagnostischer Aggregator betreiben wir de facto keine Meinungsbildung. Unsere Funktion ist eine komplett andere &#8211; nämlich die Bereitstellung von Suchergebnissen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia</strong>: Es gibt aber immer wieder den Vorwurf, dass bei der Suche eigene Angebote von Google bevorzugt werden?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Kay Oberbeck</strong>: Derlei Kritik gibt es, auch von dem Wettbewerber Microsoft, dem Microsoft-Tochterunternehmen Ciao oder der iComp-Organisation, die von Microsoft finanziert wird. Auf europäischer Ebene gibt es entsprechende formelle Untersuchungen. Zum häufig ins Feld geführten Missverständnis dabei: Unser Service besteht in der so genannten “Universal Search” — dabei handelt es sich jedoch nicht um dedizierten “Google content”, der “bevorzugt” würde. Vor diesem Hintergrund experimentieren wir mit neuen Lösungen mit dem Fokus auf Qualität und Relevanz, um unseren Nutzern die bestmögliche Antwort auf ihre Fragen zu geben Zum Beispiel liefert unsere Suchmaschine die konkrete Frage auf eine Antwort, wenn sie davon auszugeht, dass ein Nutzer eben dieses erwartet &#8211; anstelle einer Liste mit &#8220;blauen Links &#8220;. Diese direkten Antworten sind auch als “Oneboxes” bekannt. Sie werden bei klaren Antworten gegeben, zum Beispiel dem Wetter, mathematischen Kalkulationen, Aktienkursen, Sportergebnissen und dergleichen. Microsoft’s Bing und Yahoo! zeigen genauso ähnliche “Oneboxes” prominent in ihren Suchergebnissen an, was Ausdruck der Überzeugung ist, dass solche Ergebnisse den Nutzern weiterhelfen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia:</strong> Wie sehr kann die Suche durch Einstellungen von Google „manipuliert“ werden?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Kay Oberbeck</strong>: Niemals ergreifen wir Maßnahmen, um aus Wettbewerbs-Gründen bestimmte Websites zu schaden. Die Qualitäts-Systeme für die Suche und Anzeigen arbeiten ohne Ansehen darauf, ob eine Seite mit Google konkurriert, sondern rein auf der Basis, was nützlich für die Nutzer ist. Suchergebnisse werden nach der Maßgabe ermittelt, den Nutzern die besten Antworten zu liefern. Wir bauen Google für Verbraucher, nicht für Websites. Uns ist bewusst, dass es nicht die objektiv richtige Antwort auf die meisten Fragen gibt &#8211; gleichzeitig sehen wir, das Nutzer mit einem einfachen Klick zu einem anderen Wettbewerber wechseln würden, wenn wir ihnen nicht die bestmöglichen Suchergebnisse liefern. Das impliziert, dass nicht jede Website an erster Stelle der Ergebnisse stehen kann oder gar auf der ersten Suchergebnisseite erscheint. Insofern wird es immer Anbieter von Websites geben, die unglücklich über ihre Einordnung sind. Das Wichtigste ist, dass wir unsere Nutzer zufriedenstellen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia:</strong> Sie waren gegen ein Leistungsschutzrecht für Printverlage. Hat sich Ihre Haltung inzwischen geändert, nachdem Ihnen ja anscheinend keine Einschränkungen drohen?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Kay Oberbeck</strong>: Ganz im Gegenteil. Wir haben kein Verständnis für derartige Pläne, da die Forderung nach einem Leistungsschutzrecht jeder sachlichen, wirtschaftlichen und juristischen Grundlage entbehrt. Dieser Standpunkt trifft auf breite Zustimmung: Der BDI Bundesverband der Deutschen Industrie und 28 weitere Industrieverbände lehnen ein Leistungsschutzrecht für Presseverleger rigoros ab. Auch geht in dieser Frage ein Riss durchs Parlament. Kein Wunder: Ein Leistungsschutzrecht würde massiv der deutschen Wirtschaft schaden, eine Gefahr für die Informationsfreiheit darstellen und den Wettbewerb in Deutschland zurückwerfen. Wir halten es stattdessen für essentiell, dass Verlage marktgerechte Lösungen für den Erfolg im Internet finden, statt eine pauschale de facto-Zwangsabgabe für gewerbliche Internetnutzer und damit eine Quersubventionierung der Verlage durch andere Industriezweige zu fordern.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia</strong>: Es gibt ihrerseits Angebote an die Verlage zur Kooperationen. Können Sie bitte den aktuellen Stand zusammenfassen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Kay Oberbeck</strong>: Google ist einer der wichtigsten Partner für viele Verlage im Internet. Allein in 2010 haben wir über das AdSense-Werbeprogramm mehr als 6 Milliarden US-Dollar an unsere Publishing-Partner ausgeschüttet. Darüber hinaus leiten wir über unsere Plattformen wie Google News Monat für Monat weltweit vier Milliarden Clicks auf Verlagsangebote weiter. Umgerechnet sind das für die Verlage 100.000 Möglichkeiten pro Minute, um Nutzer für ihre kostenpflichtigen Angebote zu begeistern oder mittels Werbeeinblendungen Umsätze zu generieren. Hierfür verlangen wir keinen Cent von den News-Anbietern. Wir wenden Milliarden-Investitionen auf, um derartige Services und Plattformen überhaupt erst anbieten und unterhalten zu können. Gleichzeitig haben wir starkes Interesse daran, gemeinsam mit Verlagen neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Gerade aus diesem Grunde gibt es eine Bezahlplattform wie Googl e OnePass, das wir mit den Initialpartnern Axel Springer, dem “Stern” von Gruner+Jahr und Burda´s Tomorrow Focus entwickelt und letztes Jahr global gestartet haben. Oder ein Angebot bei Google News wie “Redaktionsempfehlungen”, das Verlagen und ihren Medienmarken täglich neu die Möglichkeit bietet, den Google-Nutzern eine eigene Auswahl an Artikeln zu präsentieren. Diesen Weg wollen wir weitergehen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia:</strong> Die Contentwirtschaft fordert einen besseren Schutz des Urheberrechts in der Online-Welt. Was kann Google dazu leisten?</p>
<p><strong>Kay Oberbeck</strong>: Wie viele Technologie-Unternehmen glauben wir daran, dass es ausgeklügelte, gezielte Maßnahmen gibt, um Sites mit verbrecherischen Absichten unschädlich zu machen. Im vergangenen Jahr haben wir fünf Millionen rechtsverletzende Webseiten aus unseren Suchresultaten entfernt und mehr als 60 Millionen Dollar in den Kampf gegen mißbräuchliche Anzeigen investiert. Gleichzeitig investieren wir vehement in den Schutz der Urheber &#8211; so haben wir mehr als 50,000 Entwicklerstunden und 30 Millionen Dollar in die Entwicklung unserer “Content ID” Technologie investiert. Mit dem System kontrollieren derzeit mehr als 2,000 Medien-Partner ihre über 120 Millionen Videodateien bei YouTube &#8211; und können damit selbst bestimmen, was mit den ihre Rechte betreffenden Uploads auf der Plattform geschehen soll. Die meisten entscheiden sich im Übrigen für die Variante, Werbeeinblendungen in derartige Uploads einbinden zu lassen, so dass sie zusätzliche Umsätze generieren. Auf diese Weise können technische Möglichkeiten zum Schutz vor Urheberechtsverletzungen auch direkt zum Umsatzwachstum beitragen.</p>
<p>Über Kay Oberbeck</p>
<ul>
<li>Geboren 1967</li>
<li>Studium Betriebswirtschaftslehre und Angewandte Kulturwissenschaften</li>
<li>1994 &#8211; 2000 stellv. Leiter Information und Öffentlichkeitsarbeit bei der Axel Springer AG</li>
<li>2000 &#8211; 2003 Unternehmenssprecher Verlagsgruppe Milchstrasse und Tomorrow Focus</li>
<li>2003 &#8211; 2006 Direktor Communications von Lycos Europe</li>
<li>Seit 2006 Director Communications &amp; Public Affairs für Google Deutschland, Österreich und Schweiz</li>
</ul>
<p><strong>Artikel in der promedia Februar 2012</strong></p>
<p><strong>Weitere Informationen: <a href="http://www.promedia-berlin.de/">promedia</a></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.goldmedia.com/blog/2012/01/google-bestreitet-bei-der-suche-eigene-inhalte-zu-bevorzugen-interview-mit-kay-oberbeck-director-communications-public-affairs-google-in-der-promedia-februar-2012/feed/</wfw:commentRss>
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		</item>
		<item>
		<title>TV-Trends 2012. Einschätzungen von Christoph Schwab, Head of Research bei Goldmedia, wuv.de</title>
		<link>http://www.goldmedia.com/blog/2012/01/tv-trends-2012-einschatzungen-von-christoph-schwab-head-of-research-bei-goldmedia-wuv-de/</link>
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		<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 16:01:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph Schwab</dc:creator>
				<category><![CDATA[Goldmedia Custom Research GmbH]]></category>
		<category><![CDATA[Research]]></category>
		<category><![CDATA[Fiction]]></category>
		<category><![CDATA[Reality]]></category>
		<category><![CDATA[TV-Format]]></category>
		<category><![CDATA[TV-Programm]]></category>
		<category><![CDATA[TV-Trends]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn die Finanzkrise weiter um sich greift, dann werden Fernsehsender wieder mehr Stimmungsaufheller programmieren. Christoph Schwab,Head of Research beim Berliner Forschungsunternehmen Goldmedia Custom Research GmbH, hat sich mit vielen weiteren Einflüssen auseinandergesetzt, die sich in diesem Jahr auf das TV-Programm auswirken könnten. Hier sein Essay zu den TV-Trends 2012 unter dem Motto &#8220;Mit Heiterkeit durchs [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_4284" class="wp-caption alignleft" style="width: 107px"><a href="http://www.goldmedia.com/blog/wp-content/uploads/2011/09/MG_0402.jpg"><img class="size-medium wp-image-4284" title="Christoph Schwab, Goldmedia Custom Research GmbH" src="http://www.goldmedia.com/blog/wp-content/uploads/2011/09/MG_0402-220x300.jpg" alt="Christoph Schwab" width="97" height="133" /></a><p class="wp-caption-text">Christoph Schwab</p></div>
<p>Wenn die Finanzkrise weiter um sich greift, dann werden <strong>Fernsehsender</strong> wieder mehr Stimmungsaufheller programmieren. <strong>Christoph Schwab,Head of Research beim Berliner Forschungsunternehmen Goldmedia Custom Research GmbH</strong>, hat sich mit vielen weiteren Einflüssen auseinandergesetzt, die sich in diesem Jahr auf das TV-Programm auswirken könnten. Hier sein Essay zu den<strong> TV-Trends 2012 unter dem Motto &#8220;Mit Heiterkeit durchs neue Jahr!?&#8221;, veröffentlicht unter <a href="http://www.wuv.de/nachrichten/medien/wo_goldmedia_forscher_2012_die_tv_trends_vermuten">www.wuv.de</a></strong></p>
<p>Angebot, Nachfrage und Umfeld – dieser Dreiklang entscheidet, wohin sich die TV-Programme 2012 entwickeln. Wirft man den Blick in die Zukunft, stellen sich drei Kernfragen: Was sind die Bedürfnisse der Zuschauer (Nachfrage)? Was haben die Sender in petto (Angebot)? Und: Welche externen Faktoren wirken auf die TV-Nutzung (Umfeld)?</p>
<p><em></em><em><a href="http://www.wuv.de/nachrichten/medien/wo_goldmedia_forscher_2012_die_tv_trends_vermuten">Zum vollständigen Artikel </a><br />
</em></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Goldmedia Geschäftsführer Claus Sattler bei der Multi-Screen TV 2012 am 08./09.02.2012 in Berlin</title>
		<link>http://www.goldmedia.com/blog/2012/01/goldmedia-geschaftsfuhrer-claus-sattler-bei-der-multi-screen-tv-2012-am-08-09-02-2012-in-berlin/</link>
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		<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 09:58:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Katrin Penzel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Vorträge]]></category>
		<category><![CDATA[Internet-Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Mobiles Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Multi-Screen]]></category>
		<category><![CDATA[Multi-Screen-TV 2012]]></category>
		<category><![CDATA[Smart-TV]]></category>
		<category><![CDATA[TV]]></category>

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		<description><![CDATA[Internationale Konferenz in Berlin: Multi-Screen TV 2012. Unter den Panel-Experten: Prof. Dr. Claus Sattler, Geschäftsführer Goldmedia Innovation GmbH

Multi-Screen TV ist derzeit eines der viel diskutierten Trends der TV- und Medienbranche. Experten aus ganz Europa treffen sich am 08. und 09. Februar in Berlin, um über die aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen in Sachen Multi-Screen TV und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Internationale Konferenz in Berlin: Multi-Screen TV 2012</strong>. <strong>Unter den Panel-Experten: Prof. Dr. Claus Sattler, Geschäftsführer Goldmedia Innovation GmbH</strong></p>
<div id="attachment_3296" class="wp-caption alignleft" style="width: 108px"><a href="http://www.goldmedia.com/blog/wp-content/uploads/2011/01/Claus_Sattler_Goldmedia_news_Web.jpg"><img class="size-full wp-image-3296" title="Prof. Dr. Claus Sattler, Goldmedia Innovation GmbH" src="http://www.goldmedia.com/blog/wp-content/uploads/2011/01/Claus_Sattler_Goldmedia_news_Web.jpg" alt="Prof. Dr. Claus Sattler, Goldmedia Innovation GmbH" width="98" height="148" /></a><p class="wp-caption-text">Prof. Dr. Claus Sattler, Goldmedia Innovation GmbH</p></div>
<p><strong><img class="alignright" src="http://www.goldmedia.com/typo3temp/pics/c16380ad3a.jpg" alt="" width="138" height="54" /></strong></p>
<p>Multi-Screen TV ist derzeit eines der viel diskutierten Trends der TV- und Medienbranche. Experten aus ganz Europa treffen sich am <strong>08. und 09. Februar in Berlin</strong>, um über die aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen in Sachen Multi-Screen TV und Smart-TV zu diskutieren. Dabei sind Experten der führenden Smart-TV-Gerätehersteller ebenso wie Content-Anbieter und Portalbetreiber aus ganz Europa.</p>
<p><strong>Prof. Claus Sattler</strong>, Geschäftsführer der Goldmedia Innovation GmbH ist Teilnehmer des Expertenpanels 5, in dem es um die <strong>Zukunft der Multi-Screen-Industrie</strong> geht. (Topic 5: The Second Device: The Future of Connected TV: The tablet offers new opportunities for the TV industry for an interactive viewing experience. Panel Discussion: Future trends in the multi-screen industry.)</p>
<p>Renommierte Marktplayer haben ihre Teilnahme bereits zugesagt:<strong> Google TV, Discovery Networks, Shazam, Vivendi, Turner, Telefonica, Siemens und maxdome.</strong></p>
<p><strong>Weitere Informationen zur Multi-Screen TV 2012</strong>: <a href="http://www.multiscreentv2012.com/">http://www.multiscreentv2012.com/</a><br />
<strong>Programminformationen:</strong> <a href="http://www.multiscreentv2012.com/agenda.shtml">http://www.multiscreentv2012.com/agenda.shtml</a><strong></strong></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>MDR will Regionalprogramme ausbauen und mehr Reportagen im Ersten senden, MDR-Intendantin Karola Wille im Interview mit promedia, Februar 2012</title>
		<link>http://www.goldmedia.com/blog/2012/01/mdr-will-regionalprogramme-ausbauen-und-mehr-reportagen-im-ersten-senden-mdr-intendantin-karola-wille-im-interview-mit-promedia-februar-2012/</link>
		<comments>http://www.goldmedia.com/blog/2012/01/mdr-will-regionalprogramme-ausbauen-und-mehr-reportagen-im-ersten-senden-mdr-intendantin-karola-wille-im-interview-mit-promedia-februar-2012/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 09:00:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Katrin Penzel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[ARD]]></category>
		<category><![CDATA[Fernsehsendung]]></category>
		<category><![CDATA[MDR]]></category>
		<category><![CDATA[MDR-Intendant]]></category>
		<category><![CDATA[Radiosendung]]></category>
		<category><![CDATA[Regionslprogramme]]></category>
		<category><![CDATA[Reportagen]]></category>

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		<description><![CDATA[ MDR will Regionalprogramme ausbauen und mehr Reportagen im Ersten senden
„Wir wollen keine Ostquote“
Interview mit Prof. Dr. Karola Wille, Intendantin des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR)
Knapp drei Monate nach ihrem Arbeitsbeginn als Intendantin des MDR spricht Karola Wille in einem promedia-Interview ausführlich über ihre Vorstellungen von einem veränderten MDR-Regionalprogramm, anderen Zulieferungen zum Ersten und auch einer Strukturreform. Dabei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong> MDR will Regionalprogramme ausbauen und mehr Reportagen im Ersten senden</strong><br />
<strong>„Wir wollen keine Ostquote“</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Interview mit Prof. Dr. Karola Wille, Intendantin des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR)</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Knapp drei Monate nach ihrem Arbeitsbeginn als Intendantin des MDR spricht Karola Wille in einem promedia-Interview ausführlich über ihre Vorstellungen von einem veränderten MDR-Regionalprogramm, anderen Zulieferungen zum Ersten und auch einer Strukturreform. Dabei geht es ihr darum, mehr junge Zuschauer zu erreichen, die Regionalität zu erhöhen, die Gegenwart und Zukunft im MDR-Sendegebiet besser abzubilden, klassische Radio- und Fernsehsendungen organischer mit den neuen digitalen Angeboten zu verknüpfen und dabei auch zu sparen. Zu diesen ehrgeizigen Plänen gehört auch, dass der MDR künftig im Ersten mit mehr aktuellen Reportagen und Dokumentationen vertreten sein will.</p>
<div id="attachment_3854" class="wp-caption alignleft" style="width: 153px"><a href="http://www.goldmedia.com/blog/wp-content/uploads/2011/07/Karola_Wille.gif"><img class="size-medium wp-image-3854" title="Karola_Wille" src="http://www.goldmedia.com/blog/wp-content/uploads/2011/07/Karola_Wille-222x300.gif" alt="Karola Wille" width="143" height="194" /></a><p class="wp-caption-text">Karola Wille</p></div>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia:</strong> Frau Wille, der MDR und auch Sie haben in den letzten Wochen für etliche Schlagzeilen gesorgt, nicht nur auf den Medienseiten der Zeitungen. Welche Schlagzeile würden Sie sich zum Ende dieses Jahres wünschen?<br />
<strong><strong>Karola </strong>Wille:</strong> Ich wünsche mir positive Schlagzeilen über unsere Programm- und Telemedienangebote, dass man Neues entdeckt und anregend Anspruchsvolles gesehen hat.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia:</strong> Wie wollen Sie dafür die Voraussetzung schaffen?<br />
<strong><strong>Karola Wille</strong>:</strong> Wir leben immer mehr in einer vollständig digitalisierten Medienwelt. Mein Credo ist, dass wir unsere Stärken verstärken und unser öffentlich-rechtliches Profil weiter schärfen müssen. Das bedeutet mehr Regionalität, mehr Information, mehr Kultur und neue Angebote in der Unterhaltung. Ich bin zum Beispiel davon überzeugt, dass wir mit Regionalität punkten können, insbesondere in der digitalen Welt. Wir werden mehr Beiträge aus der Region, die von den Landesfunkhäusern produziert werden, ins MDR FERNSEHEN bringen und mit besseren Sendeplätzen versehen. Seit Anfang 2012 müssen sich Sendungen wie „Der Osten – Entdecke wo du lebst“ und „Exakt – Die Story“ nicht mehr einen wöchentlichen Platz teilen, sondern werden jede Woche auf eigenen prominenten Programmplätzen ausgestrahlt. Das sind Lebensgeschichten aus den neuen Bundesländern. Mehr Information heißt, dass ab Ende Januar Montag bis Freitag eine 20-minütige 18-Uhr-Ausgabe von „MDR aktuell“ läuft. Wir vervierfachen also die Nachrichtenzeit von fünf auf zwanzig Minuten allein auf diesem Sendeplatz. Mehr Kultur: Es gibt sehr viele kulturelle Anlässe in diesem Jahr, von 800 Jahre Anhalt bis 800 Jahre Thomanerchor. Es gibt so viel Wunderbares in Mitteldeutschland zu entdecken, und das soll man im Programm wiederfinden. Wir probieren auch Neues an Unterhaltung aus. Dazu gehören auch neue Gesichter. Beispielsweise wird Inka Bause zum MDR kommen und neue Unterhaltungssendungen mit uns gestalten.<span id="more-4597"></span></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia:</strong> Das sind Themen, die sich mit der Gegenwart Ihrer Zuschauer befassen. Heißt das, dass Sie den Teil, der sich mit der DDR befasst, reduzieren werden?<br />
<strong><strong><strong>Karola </strong></strong>Wille:</strong> Wir haben von Anfang an über diese Region berichtet, in Gegenwart und Vergangenheit. Wir werden auch weiter kritisch und differenziert über die Vergangenheit berichten. Den Film „Der Turm“ über die Endphase der DDR haben wir gerade in der Produktion, gedreht u.a. in Dresden, Pirna, Görlitz und Bad Düben. Am Anfang war es für die Akzeptanz des MDR wichtig, vertraute Gesichter wieder zu finden. Es war ganz wichtig, den Menschen ein Heimatgefühl zu geben. Es bleibt dabei, dass wir die Vergangenheit nicht ausklammern. Aber wir werden auch ein Stück Modernität, das, was hier entstanden ist, das, was Lebenswirklichkeit ausmacht, noch stärker im Programm reflektieren.<strong><br />
</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia:</strong> Sie sagten, dass die regionalen Landesfunkhäuser eine größere Bedeutung haben sollten. Bedeutet das eine stärkere Splittung des Programms, z.B. nach dem Vorbild des SWR?<br />
<strong><strong><strong><strong>Karola </strong></strong></strong>Wille:</strong> Wir dürfen nur ein Fernsehprogramm veranstalten, das MDR FERNSEHEN. Laut MDR-Staatsvertrag ist die Möglichkeit offenzuhalten, dieses Programm in die Länder auseinanderzuschalten. Der Weg der Splittung ist zum einen finanziell aufwändiger und zum anderen wurden wir laut Staatsvertrag als Mitteldeutscher Rundfunk gegründet.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia:</strong> Was ist Mitteldeutschland?<br />
<strong><strong><strong><strong>Karola </strong></strong></strong>Wille:</strong> Eine Kulturregion.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia:</strong> Wer soll mit wem integriert werden?<br />
<strong><strong><strong>Karola </strong></strong></strong><strong>Wille:</strong> Der Mitteldeutsche Rundfunk wurde als Mehrländeranstalt gegründet. Es gibt keine drei Fernsehprogramme, sondern das mitteldeutsche Fernsehen, das Beiträge aus den Funkhäusern enthalten soll. Das Bewusstsein an „mitteldeutscher Gemeinsamkeit“ wächst stetig:  Wir haben eine mitteldeutsche Wirtschaftsinitiative, einen Medientreffpunkt Mitteldeutschland, mitteldeutsche Verbände und eine mitteldeutsche Kirche. Es sind auch regionale Kernzentren über Landesgrenzen hinweg entstanden, die wirtschaftlich erfolgreich sind. Zum Auftrag des MDR gehört aber auch, die Gliederung des Sendegebiets in Länder in den gemeinsamen Programmen angemessen zu berücksichtigen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia:</strong> Wie akzeptieren Ihre Zuschauer das Programm des MDR?<br />
<strong><strong><strong>Karola </strong></strong></strong><strong>Wille:</strong> Im Herbst 2010 erhielten wir in einer sehr umfangreichen Studie von 75 Prozent der Zuschauer die Noten „sehr gut“ und „gut“ für unser Programm. Uns wurde besonders bescheinigt, dass wir glaubwürdig, informativ, sachkundig, seriös, sympathisch und unterhaltsam sind. Es kommt nicht von ungefähr, dass wir seit 15 Jahren nach Marktanteilen das meistgesehene dritte Programm der ARD im eigenen Sendegebiet sind, auch 2011 wieder. Das Nachrichtenflaggschiff „MDR aktuell“ und auch die Ländermagazine werden besonders angenommen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia:</strong> Ist es da nicht riskant, vom bisherigen Weg abzuweichen, jüngere Leute ansprechen zu wollen und mehr über die heutige Situation zu berichten? Nehmen Sie dabei bewusst in Kauf, ein wenig Quote zu verlieren?<br />
<strong><strong><strong>Karola </strong></strong></strong><strong>Wille:</strong> Der Weg ist sicher nicht einfach. Ziel muss sein, das Stammpublikum in einer älter werdenden Gesellschaft nicht zu verlieren. Wir müssen aber mehr als bisher überlegen, mit welchen Themen und Formaten wir auch Jüngere ansprechen können. Das gelingt uns bereits teilweise. Wir haben 40- bis 49-Jährige bei Sendungen wie „Umschau“ und „Exakt“. Es ist aber insgesamt ein Spagat. Deswegen denken wir über verschiedene Wege nach, und das gilt nicht nur für das Fernsehangebot. Wir benötigen auch den Hörfunk und natürlich auch die neuen digitalen Verbreitungswege wie das Internet. Wir gehen  erste Schritte einer engeren Zusammenarbeit zwischen TV- und Hörfunkredaktionen. Es besteht bereits eine Zusammenarbeit des MDR Fernsehens mit MDR Jump bei der Sendung „Umschau“. Da wird gemeinsam produziert und in Onlineangebote hinein verlängert. Solche Angebotsformen werden wir ausbauen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia:</strong> Worauf können Sie bei den Radioprogrammen hier aufbauen?<br />
<strong><strong><strong>Karola </strong></strong></strong><strong>Wille:</strong> Wir haben zwei Wellen für Jüngere – MDR Jump und MDR Sputnik. Bei Jump sind die Nutzer durchschnittlich Mitte 30, die Sputnik-Hörer sind unter 30. Bei MDR Figaro, unserem Kulturradio, sind wir im Durchschnitt bei 48 Jahren – das jüngste Kulturradio in der ARD. Aber wir müssen noch mehr Jüngere ansprechen. Mit den Digitalkanälen verfügen wir über neue Möglichkeiten. Daran müssen wir in nächster Zeit konzeptionell arbeiten.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia:</strong> Sie wünschen sich einen TV-Jugendkanal. Diese Idee ist in der ARD umstritten. Ist es sinnvoll, weiterhin ernsthaft darüber nachzudenken?<br />
<strong><strong><strong>Karola </strong></strong></strong><strong>Wille:</strong> Wir <span style="text-decoration: underline;">sollten </span>über diese Idee weiter ernsthaft nachdenken. Dazu gehört aber auch die Definition, was Jugend ist – die ganze Bandbreite der 14- bis 49-Jährigen oder reden wir über ein kleineres Segment? Dann muss die Diskussion geführt werden, mit welchen Programmangeboten man diese Zielgruppe erreichen kann. Das ist eine strategische, konzeptionelle und programmliche Diskussion, die wir führen sollten.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia:</strong> Es gibt die Auffassung, dass junge Leute sowieso nicht mehr klassisch Fernsehen schauen, sondern nur noch über das Internet…<br />
<strong><strong><strong>Karola </strong></strong></strong><strong>Wille:</strong> Ich teile diese Auffassung nicht, weil die Zahlen anderes belegen. Nach wie vor nutzen die 14- bis 29- Jährigen sehr stark das lineare Fernsehen. Offensichtlich ist die Attraktivität weiter hoch.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia:</strong> Beim Südwestrundfunk gibt es ein digitales Labor. Bei Radio Bremen heißt es „Digitale Garage“. Dort schafft man Raum, wo junge Leute experimentieren können und wo neue Formate für junge Leute entwickelt werden. Planen Sie Ähnliches?<br />
<strong><strong><strong>Karola </strong></strong></strong><strong>Wille:</strong> Ich werde mit den Direktoren in nächster Zeit darüber sprechen, was eine geeignete Form sein kann, um das Experimentieren zu ermöglichen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia:</strong> Haben Sie dafür Geld?<br />
<strong><strong><strong>Karola </strong></strong></strong><strong>Wille:</strong> Wir werden für diese wichtige Entwicklung Gelder finden. Das ist auch eine Frage der Priorisierung.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia:</strong> Wo sehen Sie künftig den Beitrag des MDR Fernsehen für die ARD? Sie sind im fiktionalen Bereich sehr stark, in der Unterhaltung auch. Bleibt es dabei?<br />
<strong><strong><strong>Karola </strong></strong></strong><strong>Wille:</strong> Wir wollen weiterhin qualitativ anspruchsvolle Angebote in die ARD bringen und nicht nur beim Fernsehen. Wir produzieren zum Beispiel für die ARD Hörfunkinhalte, vom MDR initiiert, die „ARD Infonacht“. Mir ist aber wichtig, dass wir künftig vor allem im Ersten die Lebenswirklichkeit, das, was sich hier verändert hat, noch stärker reflektieren. Es ist generell ein Manko – das belegen auch Studien –, dass die neuen Bundesländer im bundesweiten Fernsehen zu wenig präsent sind.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia:</strong> Was heißt das?<br />
<strong><strong><strong>Karola </strong></strong></strong><strong>Wille:</strong> Wir wollen stärker mit Dokumentation, Reportagen – das sind gute Formen, um erzählend und beschreibend von den Lebensverhältnissen zu berichten – im Ersten vertreten sein.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia:</strong> Dafür hat das Erste doch aber fast keinen Platz…<br />
<strong><strong><strong>Karola </strong></strong></strong><strong>Wille:</strong> Es sind dafür Programmplätze vorhanden. Als MDR wollen wir mehr dabei sein, als in der Vergangenheit.Aber natürlich muss die Qualität stimmen. Wir wollen keine Ostquote.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia:</strong> Sie haben eine Überprüfung aller Strukturen angekündigt. Das klang sehr grundsätzlich. Warum sehen Sie dafür eine Notwendigkeit?<br />
<strong><strong><strong>Karola </strong></strong></strong><strong>Wille:</strong> Das ist auch eine sehr grundsätzliche Frage für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Zum einen müssen wir mit denen den finanziellen Herausforderungen fertig werden und zum anderen auch mit denen der digitalen Welt. Deshalb müssen wir das medienübergreifende, trimediale Arbeiten organisieren. Also von Anfang an gemeinsam planen, die Ressourcen gemeinsam effizient steuern. In so einer Herangehensweise liegt auch Geld. Wir müssen unsere Kosten weiter reduzieren, Produktivität und Effizienz steigern und gleichzeitig unsere Angebote für Zuschauer und Hörer modernisieren.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia:</strong> Warum liegt in einer multimedialen Struktur „Geld“? Erfordert es nicht auch neue Investitionen?<br />
<strong><strong><strong>Karola </strong></strong></strong><strong>Wille:</strong> Ja sicher, aber diese halten sich im Rahmen und zahlen sich schnell aus. Wenn man Hörfunk-, Fernseh- und Onlineleute von Anfang an an einem Tisch sitzen hat – so wie es bei unserem trimedialen Newsdesk der Fall ist – und man gemeinsam Themen plant, kann man die Ressourcen effizienter planen und einsetzen. Fernsehen, Radio und Onlinebereich können so ihre unterschiedlichen Inhalte kostengünstiger produzieren.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia:</strong> Radio Bremen und der RBB haben Fernseh- und Hörfunkdirektionen abgeschafft und eine einheitliche Programmredaktion aufgebaut. Können Sie sich das beim MDR auch so vorstellen?<br />
<strong><strong><strong>Karola </strong></strong></strong><strong>Wille:</strong> Unsere Schritte sind vor allem inhaltlich bestimmt und themenbezogen. So, wie wir jetzt einen News Desk für die Aktualität aufgebaut haben, wo Hörfunk-, Fernsehen- und Onlinemitarbeiter zusammenarbeiten, kann ich mir etwas Ähnliches auch für den Kulturbereich vorstellen, ohne dass die Direktionen aufgelöst werden. Im Sport arbeiten wir ja schon seit Jahren mit einem übergreifenden Desk. Das entscheidende Ziel ist, dass noch mehr Vielfalt und Inhalt bei den Nutzern ankommt. Das medienübergreifende Arbeiten ist kein Selbstzweck, sondern es geht auch darum, dass für die Zuschauer und die Onlinenutzer bessere Angebote entstehen. So gibt es Thementage, bei denen wir über alle Ausspielwege hinweg einen Tag lang ein Thema intensiv begleiten. Das verbinden wir auch mit der Hoffnung, mehr Leute für die MDR-Programme zu interessieren und ihnen vielleicht über das Internet einen Zugang auch in andere Medien zu schaffen. Unsere ersten Thementagen z.B. zum NPD-Verbotsverfahren und weiteren Angelegenheiten sind auf Resonanz gestoßen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia:</strong> Was liefert der trimediale News Desk?<br />
<strong><strong><strong>Karola </strong></strong></strong><strong>Wille:</strong> Die Nachrichtenredakteure von MDR.DE, MDR Info, „MDR aktuell“ und den Nachmittagsnachrichten hatten früher ein eigenes Planungstool, eigene Planungsredakteure. Jetzt existieren eine gemeinsame Planung untereinander und auch zu den Landesfunkhäusern. Planung, Steuerung, Organisation und Beauftragung erfolgen jetzt zunehmend aus einer Hand. Die Produktstrukturen sind davon unberührt.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia:</strong> Setzt das nicht voraus, dass die Funkhäuser auch so arbeiten?<br />
<strong><strong><strong>Karola </strong></strong></strong><strong>Wille:</strong> Die Funkhäuser beim MDR arbeiten schon überwiegend so, zum Teil seit langer Zeit. Die bessere Vernetzung mit den Zentralbereichen wird ein nächster Schritt sein. Es ist ein Lernprozess, aber gerade in den Funkhäusern sind wir da auf einem sehr guten Weg.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia:</strong> Verändert sich mit der neuen Struktur auch der Schwerpunkt Ihres Angebotes vom Fernsehen ins Internet, inklusive der mobilen Übertragungswege?<br />
<strong><strong><strong>Karola </strong></strong></strong><strong>Wille:</strong> Nein. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass das lineare Fernsehen nicht an Bedeutung verloren hat. Die klassischen linearen Rundfunkangebote sind auch weiterhin unsere Kernaufgabe, aber wir müssen auf die veränderte Mediennutzung reagieren. Das heißt auch, Angebote für den mobilen Weg zu entwickeln, denn die Zahl der Nutzer, die ständig ein Smartphone oder Tablet PC dabei haben, wächst rasant.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia:</strong> Gibt es von „MDR aktuell“ schon eine App?<br />
<strong><strong><strong>Karola </strong></strong></strong><strong>Wille:</strong> Wir haben eine „MDR aktuell“-Nachrichten-App, selbstverständlich. Auch von den drei Landesfunkhäusern in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, von MDR Info sowie Jump und Sputnik bieten wir eine App an. Und diese Angebote werden sehr gut genutzt.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia:</strong> Kommen Sie damit nicht mit Ihren regionalen Zeitungen in die Quere?<br />
<strong><strong><strong>Karola </strong></strong></strong><strong>Wille:</strong> Nein, hier bestehen keine Konflikte. Mit der Zeitungsgruppe Thüringen (Thüringer Allgemeine, Ostthüringer Zeitung und Thüringische Landeszeitung,) mit der Sächsischen Zeitung und mit der Leipziger Volkszeitung bestehen Online-Kooperationen. Wir liefern zu, sind Partner – ganz unberührt vom aktuellen Streit um die „Tagesschau“-App.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia:</strong> Die „Thüringer Allgemeine“ hat berichtet, dass bis 2018 alle finanziellen Reserven des MDR aufgebraucht seien und ein Defizit von 80 Millionen Euro drohe. Stimmt das?<br />
<strong><strong><strong>Karola </strong></strong></strong><strong>Wille:</strong> Nein, unser Planungshorizont reicht aktuell bis 2016, dem Ende der nächsten Beitragsperiode. Zutreffend ist, dass wir in der mittelfristigen Finanzplanung für die Jahre 2012 bis 2016 eine Finanzierungslücke von 48 Millionen Euro ausweisen, die wir durch weitere Einsparungen schließen müssen. In diesem Zeitraum werden wir nach bisherigem Planungsstand auch unsere Rücklagen aufbrauchen. Bis 2016 müssen wir dann eine Situation erreicht haben, dass Aufwendungen und Erträge sich decken. Es wird viel davon abhängen, wie sich das neue Beitragsmodell tatsächlich auswirkt. Wenn alles so bleibt wie bisher, wir uns nicht auf die Situation einstellen, hätten wir ab 2017 in der Tat ein strukturelles Defizit.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia:</strong> Bis 2014 wird es keine Erhöhungen geben. Angenommen, Sie bekommen bis 2016 nicht mehr Gebühren als heute. Was würde dann passieren?<br />
<strong><strong><strong>Karola </strong></strong></strong><strong>Wille:</strong> Wenn es 2015 und 2016 keine Beitragserhöhungen gäbe und auch keine anderen Erträge generiert werden könnten, dann droht uns ein strukturelles Defizit. Wir müssen uns natürlich auch auf solche negativen Szenarien einstellen. Andererseits haben wir durch die Politik einen Auftrag, daraus leitet sich ein finanzieller Bedarf ab und dabei muss auch die Inflationsrate berücksichtigt werden. Diese Dinge werden bei der Festsetzung des Beitrags ab 2015 auch eine Rolle spielen. Ich habe da volles Vertrauen in die KEF.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia:</strong> Ihr Vorgänger hat wiederholt einen ARD-Finanzausgleich gefordert, da die bisherige Verteilung nicht nur nicht ausreicht, sondern ungerecht sei. Ist das auch Ihre Forderung?<br />
<strong><strong><strong>Karola </strong></strong></strong><strong>Wille:</strong> Der Mitteldeutsche Rundfunk hat eine spezifische Situation durch Wegzug der Bürger, durch die demografische Entwicklung. Die Zahl derer, die von den Rundfunkgebühren befreit sind, ist zudem sehr hoch. Das hat Auswirkungen auf die finanzielle Situation des Hauses. Deshalb ist der Finanzausgleich auch zukünftig ein Thema für den Mitteldeutschen Rundfunk. Allerdings wollen wir abwarten, wie sich unsere Einnahmen mit dem neuen Beitragsmodell entwickeln. Deswegen werden wir uns die Jahre 2013 und 2014 ganz genau anschauen.<strong><br />
</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia:</strong> Sie haben ein neues Kinderradio des MDR angekündigt. Wir reden gerade über Geld, das gespart werden muss. Wie wollen Sie das finanzieren, doch nicht aus dem Bestand?<br />
<strong><strong><strong>Karola </strong></strong></strong><strong>Wille:</strong> Das lässt sich ohne Weiteres nicht aus dem Bestand realisieren. Wir haben allerdings mit „Figarino“ bereits ein Internet-Angebot für Kinder gestartet. Ich möchte aber vor allem das Digitalradio, was gerade einen Neustart erlebt hat, dafür nutzen. Das kann aber nur ein Erfolgsmodell sein, wenn es für Hörer einen Mehrwert hat. Dazu kann ein Kinderradio beitragen. Wenn wir ein gutes inhaltliches Konzept entwickeln können und davon überzeugt sind, werden wir auch die finanzielle Frage lösen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia:</strong> Sie wollen sich in Mitteldeutschland um eine DAB+-Frequenz für ein digitales Kinderradio bewerben?<br />
<strong><strong><strong>Karola </strong></strong></strong><strong>Wille:</strong> Ja, die Kapazitäten sind da, weil es zu wenige private Interessenten gibt.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia:</strong> Haben Sie schon einen Starttermin im Auge?<br />
<strong><strong><strong>Karola </strong></strong></strong><strong>Wille:</strong> Nein. Es ist noch ein Stück des Weges zu gehen. Aber wir wollen es versuchen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Über Karola Wille</strong></p>
<ul>
<li>Geboren: 22. März 1959</li>
<li>1978 &#8211; 1982 Studium der Rechtswissenschaft</li>
<li>Wissenschaftliche Assistentin an der Universität Leipzig</li>
<li>1991 &#8211; 1993 juristisches Fernstudium</li>
<li>1991 Justiziarin im Rechtsamt der Stadt Leipzig</li>
<li>1991 Referentin in der Juristischen Direktion des MDR</li>
<li>Ab 1996 Juristische Direktorin</li>
<li>Ab 2003 Stellvertreterin des Intendanten</li>
<li>Seit November 2011 Intendantin des MDR</li>
</ul>
<p><strong>Artikel in der promedia Februar 2012</strong></p>
<p><strong>Weitere Informationen: <a href="http://www.promedia-berlin.de/">promedia</a></strong></p>
<p style="text-align: justify;">
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.goldmedia.com/blog/2012/01/mdr-will-regionalprogramme-ausbauen-und-mehr-reportagen-im-ersten-senden-mdr-intendantin-karola-wille-im-interview-mit-promedia-februar-2012/feed/</wfw:commentRss>
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		</item>
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		<title>Constantin Film macht mit kreativer Kampagne auf Online-Piraterie aufmerksam, Interview mit Martin Moszkowicz, Vorstand Constantin Film AG</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 08:00:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Promedia das medienpolitische Magazin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Promedia schreibt im GOLDMEDIA Blog]]></category>
		<category><![CDATA[3D]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Kino]]></category>
		<category><![CDATA[Kinobesucher]]></category>
		<category><![CDATA[Onlinetauschbörse]]></category>
		<category><![CDATA[Piraterie]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>

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		<description><![CDATA[Constantin Film macht mit kreativer Kampagne auf Online-Piraterie aufmerksam
„3D alleine ist kein Kriterium für einen Kinobesucher“
Interview mit Martin Moszkowicz, Vorstand des Bereiches Film &#38; Fernsehen der Constantin Film AG
Nach dem Besucherminus in 2010 haben die Kinos 2011 nach vorläufigen Schätzungen wieder steigende Zahlen verbucht: 130 Millionen Besucher und etwa 930 Millionen Euro Umsatz.
2010 war die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Constantin Film macht mit kreativer Kampagne auf Online-Piraterie aufmerksam</strong></p>
<p><strong>„3D alleine ist kein Kriterium für einen Kinobesucher“</strong></p>
<p><strong>Interview mit Martin Moszkowicz, Vorstand des Bereiches Film &amp; Fernsehen der Constantin Film AG</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Nach dem Besucherminus in 2010 haben die Kinos 2011 nach vorläufigen Schätzungen wieder steigende Zahlen verbucht: 130 Millionen Besucher und etwa 930 Millionen Euro Umsatz.</p>
<p style="text-align: justify;">2010 war die Zahl der Besucher im Vergleich zum Vorjahr um 13,5 Prozent auf 126,6 Millionen gesunken. Der Umsatz ging um 5,7 Prozent auf 920,4 Millionen Euro zurück. Der deutsche Film erreichte mit 20,9 Millionen Besuchern und einem Marktanteil von 16,8 Prozent nur rund die Hälfte seiner Besucher aus dem Vorjahr. Für 2011 wird er. Leicht ansteigend, auf 20 Prozent geschätzt.</p>
<div id="attachment_1598" class="wp-caption alignleft" style="width: 148px"><a href="http://www.goldmedia.com/blog/wp-content/uploads/2010/03/Martin_Moszkowicz.jpg"><img class="size-medium wp-image-1598" title="Martin_Moszkowicz" src="http://www.goldmedia.com/blog/wp-content/uploads/2010/03/Martin_Moszkowicz-215x300.jpg" alt="" width="138" height="193" /></a><p class="wp-caption-text">Martin Moszkowicz, Vorstand Film und Fernsehen Constantin Film AG</p></div>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia:</strong> Herr Moszkowicz, auf Onlinetauschbörsen soll es den Constantin-Film „Blutzbrüdaz“ geben, der von Ihnen selbst hochgeladen worden sei. Was ist an dieser Sache dran?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong><strong>Martin </strong>Moszkowicz:</strong> Sie stimmt so nicht. Wir haben in Zusammenarbeit mit Scholz &amp; Friends eine etwas andere Art des Schutzes vor Online-Piraterie ausprobiert. Wir haben einen Decoy, ein Video das aussieht, als ob es ein der Film wäre, es aber nicht ist, hochgeladen. Es handelt sich um die ersten paar Minuten des Films, die aber darin münden, dass die beiden Hauptdarsteller den Downloader direkt ansprechen und ihm die Leviten lesen, warum er sich diesen Film nicht im Kino anschaut. Dieses Experiment hat zu vielen Reaktionen im Netz geführt. Wir sehen das mit einem zwinkernden Auge. Unsere Aktion ist auf Seiten, die der Piraterieszene nahestehen, durchaus  positiv aufgenommen worden. Das Ganze hat gut funktioniert und der Film ist übrigens bis heute nicht im Netz erschienen – nicht unbedingt nur wegen dieser Maßnahme, aber vielleicht hat sie dazu beigetragen.<em><br />
</em></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia:</strong> Werden Sie das jetzt bei weiteren Filmstarts auch anwenden?<br />
<strong><strong><strong>Martin </strong>Moszkowicz</strong>:</strong> Wir wollen gerne verschiedene Wege in der Piraterie-Bekämpfung gehen. Das war eine Idee, die wir umgesetzt haben. Aber ich will nicht ausschließen, dass wir weitere neue Ideen ausprobieren werden.<span id="more-4585"></span></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia:</strong> Seit gut einem halben Jahr gibt es regelmäßig eine Berichterstattung über die Strafverfolgung bei kino.to, über die Schließung der Seite, über erste Verurteilungen. Hat das Ihrer Meinung auch nach Auswirkung auf die Piraterie gehabt?<br />
<strong><strong><strong>Martin </strong>Moszkowicz</strong>:</strong> Kurz nachdem kino.to vom Netz gegangen ist, hatte sich die Zahl der illegalen Downloads erheblich reduziert. Das liegt daran, dass diese Seite so massiv genutzt worden ist. Wichtiger noch als die reine Warnung  ist der Prozess in Leipzig. Wir hoffen, dass dadurch die rechtliche Grauzone für die illegale Nutzung im Internet klarer als Straftat definiert wird. Und ich erwarte, dass das dazu führt, dass sich insgesamt die illegalen Downloads reduzieren. Das ist ein ständiger Kampf, denn es ist eine Illusion zu  glauben, nur weil eine Download-Piratenseite geschlossen worden ist, hört die Piraterie von heute auf morgen auf. Das ist ein Prozess, den wir auch in der nächsten Zeit führen müssen und werden.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia:</strong> Das, was Sie mit den Videos praktiziert haben, hört sich wie eine Art Selbstschutzmaßnahme der Filmwirtschaft an, weil man anderen Maßnahmen nicht mehr traut…<br />
<strong><strong><strong>Martin </strong>Moszkowicz</strong>:</strong> Nein – unsere Strategie ist eine dreifache: Aufklärung und Abschreckung, legale Angebote, rechtliche Verfolgung illegaler Nutzung. Man muss um erfolgreich Aufklärung und Abschreckung zu betreiben, auch neue Wege gehen. Wir sind eine Branche, die davon lebt, Ideen zu haben. Deshalb können wir durchaus einen etwas frecheren Weg gehen als nur zu schreiben, dass man nicht illegal Filme schauen darf. Nur damit wird man Aufmerksamkeit in der Szene erreichen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia:</strong> Es wird nach wie vor nachgedacht, ob man möglicherweise Warnhinweise ins Netz stellt. Glauben Sie, dass das ein Weg ist, die Piraterie weiter zurück zu drängen?<br />
<strong><strong><strong>Martin </strong>Moszkowicz</strong>:</strong> Wir denken, dass das ein Weg ist, der helfen würde, vor allem wenn er mit Sanktionen gekoppelt wäre. Das sollte aber nicht nur auf die Tauschbörsennutzung beschränkt werden, sondern vor allen Dingen sich auch auf die Streaming- und Downloadangebote beziehen. Wir bemerken eine deutliche Verlagerung von den Aktivitäten bei den Tauschbörsen hin zu den Streaming- und Downloadangeboten.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia:</strong> Die Zahl der legalen Plattformen, auf denen man sich Filminhalte herunterladen kann, ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Warum führen solche besseren legalen Downloadmöglichkeiten dennoch nicht zu einem Rückgang der Piraterie?<br />
<strong><strong><strong>Martin </strong>Moszkowicz</strong>:</strong> Zunächst einmal ist es sehr schwer, genau festzustellen, in welchem Umfang Download- oder Streaming-Angebote genutzt werden. Ich gehe auch davon aus, dass es immer eine gewisse Anzahl von schwarzen Schafen geben wird, genauso wie es Ladendiebstahl immer geben wird. Insofern gibt es da eine harte Gruppe  von Nutzern, die keine legalen Angebote annehmen , weil sie lieber die Inhalte umsonst nutzen wollen. Zwar existieren heute mehr und mehr Möglichkeiten Bezahlplattformen zu nutzen, aber das Ganze ist bei Weitem nicht perfektioniert und noch nicht in dem Umfang vorhanden, wie es sein muss. Hier besteht noch ein Nachholbedarf für die Branche. Es ist immer noch für einen 15- oder 16-Jährigen schwer, legal im Internet und sehr zeitnah Filme zum Kinostart zu anzusehen. Das hängt damit zusammen, dass man immer noch gösstenteils auf Zahlsysteme angewiesen ist, wie zum Beispiel Kreditkarten, die Jugendlichen kaum zur Verfügung stehen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia: </strong>2011 ist – nach ersten Zahlen – die Zahl der Besucher um 1,6 Prozent gestiegen und der Kinoumsatz auch dank 3D um 3,8 Prozent. Ist die Kinobilanz für Constantin ähnlich positiv wie die der Branche insgesamt?<br />
<strong><strong><strong>Martin </strong>Moszkowicz</strong>:</strong> In der Branche werden wir dank der erfolgreichen Filme im Dezember relativ nahe an das Ziel, das  man sich gesetzt hat herankommen: eine Milliarde Euro Gesamtumsatz in den deutschen Kinos. Trotzdem enthält dieses gute Ergebnis einen kleinen Wehrmutstropfen, auch für uns, weil viele Filme, von denen wir und die Branche gedacht haben, dass sie noch besser performen, unter Wert gelaufen sind. Darunter waren auch große Erfolge, wie zum Beispiel „Wickie auf großer Fahrt“ oder „Die drei Musketiere“ bei denen das Potenzial nicht ganz ausgeschöpft worden ist. Es hat sich gezeigt, dass sich der Erfolg im letzten Jahr auch auf sehr vielen Schultern – sprich Filme &#8211; verteilt. Das ist zwar insgesamt schön für die Branche, aber unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten betrachtet, ist es immer besser, wenn <span style="text-decoration: underline;">ein</span> Film sehr viele Besucher erreicht. Denn wenn er seine Herausbringung- und Herstellungskosten eingespielt hat, ist natürlich der Gewinn bei so einem Film größer. Wir klagen hier allerdings auf einem sehr hohen Niveau. Die Constantin Film liegt beim weltweiten  Einspiel der TOP 10 deutscher Produktionen bei einem Anteil von knapp 50 Prozent. Das ist fast schon ein sensationelles Ergebnis.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia:</strong> Was können Sie 2012 anders machen, um das Potenzial noch mehr auszuschöpfen – andere Stoffe, Inhalte, Schauspieler, mehr Werbung?<br />
<strong>Moszkowicz:</strong> Es geht immer darum, dem Kinozuschauer etwas zu bieten, was außergewöhnlich ist und dass man ihn davon überzeugt, dass es sich lohnt, sich für 10 oder mehr Euro eine Kinokarte zu kaufen. Wir kämpfen diesen Kampf um das Publikum täglich. In der Medienlandschaft sind heutzutage die Ablenkungen mannigfaltig –  von einer durchschnittlichen Fernsehnutzung von knapp vier Stunden pro Tag bis hin zu Videospielen, an denen man 150 und mehr Stunden am Stück spielen kann. Wir wollen versuchen, Geschichten zu erzählen, die so besonders sind, dass wir diese Entscheidung unserer Kunden  herbeiführen, ins Kino zu gehen. Das ist immer eine Kombination aus vielen verschiedenen Aspekten: Thema, Geschichte, Qualität, die Art und Weise des Erzählens, Besetzung usw.. Das große Problem ist, dass man auf der einen Seite den Zuschauern etwas bieten muss, bei dem sie ungefähr wissen, was sie erwartet, weil sich heute Leute ungern auf etwas einlassen, bei dem sie Gefahr laufen, ein paar Stunden ihrer Zeit zu vergeuden. Gleichzeitig muss man sie aber überraschen und da gibt es auch sicherlich ein Kreativitätsproblem in der Branche insgesamt. Von den Top 15-Filmen im letzten Jahr weltweit, war nur ein einziger ein Originalstoff, nämlich „Brautalarm“. Alle anderen Filme waren Prequels und Sequels und ähnliches. Vielleicht müssen wir dem Zuschauer mehr bieten, wo er nicht das Gefühl hat, das hat er schon hundertmal gesehen. Gleichzeitig muss man aber auch anmerken, dass ohne diese Sequels und Prequels das Kinojahr 2011 sehr viel schlechter ausgesehen hätte.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia:</strong> Wir hatten 2010 und 2011 sehr wenig deutsche Kinomillionäre. Nun nehmen Sie sich mit der Verfilmung des Schicksals von Natascha Kampusch wieder eines sehr ernsten aktuellen Themas an. Glauben Sie, dass ein Film mit solch einem Stoff über die Millionengrenze kommen kann?<br />
<strong><strong><strong>Martin </strong>Moszkowicz</strong>:</strong> Ich hoffe das von jedem Film, den wir produzieren. Die Millionenmarke ist aber noch immer eine Grenze, ein grosser Erfolg. „3096“, so ist der Titel des Films in Anlehnung an die Anzahl der Tage, die Natascha Kampusch gefangen war, ist eine packende, einmalige und wahre Geschichte. Ich bin überzeugt davon, dass der Film ein großes Publikum erreichen wird. Gleichzeitig muss man sagen, dass es keine Erfolgsformel im Kino gibt. Aber dieser Stoff hat schon viele Millionen Menschen bewegt – sowohl in der Medienberichterstattung wie auch als Buch. Insofern stehen die Chancen hier nicht schlecht.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia: </strong>Sie sagen, es gibt keine Erfolgsformel für den Erfolg. Inwieweit testen Sie Stoffe oder auch Szenen aus Filmen vorab?<br />
<strong><strong><strong>Martin </strong>Moszkowicz</strong>:</strong> Wir betreiben, genauso wie das heute die großen Fernsehsender machen, Marktforschung in verschiedensten Variationen, zum Teil schon im Stoffbereich, wo man ein Testpublikum abfragt, ob es sich das ein oder andere Thema vorstellen kann. Wir testen auch die Filmtitel. Auch die produzierten Filme durchlaufen diverse Test-Screenings. Trotzdem kann man durch Marktforschung einen Erfolg nicht konstruieren, wie ein Auto in einem Windkanal. Es bleiben Elemente, die schwer einzuschätzen sind, wie z.B. die Erwartungshaltung und auch Stimmung der Zuschauer, sowie das Wettbewerbsumfeld. Und schließlich haben wir es hier auch mit Künstlern zu tun, nicht mit Computerchips, die den Film umsetzen. Also bis jetzt hat es noch niemand geschafft am Reißbrett einen erfolgreichen Film zu konstruieren. Viele der großen Erfolge im letzten Jahr, und auch gerade aktuell im Kino, zum Beispiel „Ziemlich beste Freunde“, sind gegen jede Art von formelhaftem Kino entstanden. Ich bin ziemlich sicher, der Film wäre niemals zustande gekommen, wenn man dazu eine Marktforschung durchgeführt hätte.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia:</strong> Vielleicht sollten Sie dann weniger Marktforschung machen&#8230;<br />
<strong><strong><strong>Martin </strong>Moszkowicz</strong>:</strong> Es ist immer eine Mischung aus verschiedenen Aspekten. Die Marktforschung begleitet den kreativen Prozess, aber sie kann ihn weder ersetzen noch kann sie die Führungsrolle übernehmen. Meiner Meinung nach gilt es genauso für die Fernsehindustrie, auch dort verlässt sich kein Fernsehsender bei seinen Entscheidungen nurauf Marktforschung.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia:</strong> Sie sprachen von Ihren Erfolgen „Die drei Musketiere“ an, ein 3D-Film. Die Constantin Film gehört zu den wenigen deutschen Produzenten, die in 3D produzieren. Man hat ja gedacht, mit 3D treibt man auch die Zuschauerzahlen deutlicher in die Höhe als es im vergangenen Jahr der Fall war. Warum schafft man das nicht?<br />
<strong><strong><strong>Martin </strong>Moszkowicz</strong>:</strong>3D hat sehr dazu beigetragen, dass sich die Kinokassenumsatzzahlen stärker nach oben bewegt haben als die Kinobesucherzahlen aufgrund des höheren Eintrittspreises für 3D-Tickets. 3D alleine ist kein Kriterium für einen Kinobesucher. Sondern das Hauptkriterium bleibt nach wie vor eine gute Geschichte, mit guten Schauspielern in der richtigen Besetzung mit dem richtigen Regisseur, erzählt. 3D ist nur eine zusätzliche Anreicherung und auch nur für mache Stoffe. In Deutschland sind inzwischen ca. 50 Prozent der Leinwände digitalisiert und ein großer Teil auch in 3D. Wir glauben nach wie vor, dass 3D eine Zukunft hat, in einigen Ländern mehr, in anderen weniger. Länder wie China, Russland und Brasilien zum Beispiel sind die großen Wachstumsmärkte und da ist der 3D Trend unbebrochen. In Deutschland werden wir nach wie vor Filme in 3D produzieren und auch herausbringen, aber nur dann, wenn es wirklich Sinn macht. Bei „Die drei Musketiere“ oder „Wickie auf großer Fahrt“ hat es sich sicherlich gelohnt, denn die Kassenzahlen der beiden Filme liegen exorbitant über den vergleichbaren Besucherzahlen  für Filme in 2D. Wir haben bis jetzt jedes Jahr zwei bis drei, manchmal auch vier 3D-Filme produziert und werden in einer ähnlichen Größenordnung auch weiterhin Filme in 3D herausbringen. Ich glaube nicht, dass der 3D- den 2D-Film ersetzen wird. Beides wird nebeneinander existieren, ganz ähnlich wie es heute Filme im Cinema Scope und im Normalformat gibt.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia: </strong>Eines der Themen der Novellierung des FFG wird eine Verkürzung der Auswertungsfenster sein. Welche Konsequenzen wird das Ihrer Meinung nach für die Filmproduktion und auch für  Constantin haben? <strong>Moszkowicz: </strong>Die Constantin ist ein großer Gegner von starren Mechanismen. Man kann nicht alle Filme über einen Kamm scheren. Es gibt Filme, bei denen die Sperrfristen so wie sie sich heute darstellen, richtig sind. Manchmal wäre vielleicht sogar auch eine längere Sperrfrist erforderlich. Bei einem Film wie „Vincent will meer“, der sich viele Monate sehr erfolgreich im Kino gehalten hat, müsste  man den Videostart entsprechend anpassen. Aber es gibt auch Filme, bei denen es keinen Sinn macht zu warten, die schon zum Teil nach zwei, drei Monaten im Kino ausgewertet sind und dann noch viel schneller im Videobereich – warum soll man diese dann nicht im Fernsehen zeigen können? Ich bin ein großer Freund von flexibleren Lösungen. Ich halte nichts davon, von vornherein zu sagen, welche die richtige Zahl ist, denn die gibt es nicht für alle Filme.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia:</strong> Wer soll entscheiden, wie lange der Film im Kino bleibt, bevor er woanders ausgewertet wird?<br />
<strong><strong><strong>Martin </strong>Moszkowicz</strong>:</strong> Vor allen Dingen diejenigen, die die Auswertung betreiben, weil sie ein Interesse an einer Maximierung der Konsumentenzahlen durch alle Verwertungsstufen haben. Das ist unser ursächliches Interesse. Wir haben kein Interesse daran, die Videoumsätze zu Lasten der Kinoumsätze oder umgekehrt zu reduzieren.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong><strong><strong>Über Martin </strong>Moszkowicz:</strong></strong></p>
<ul>
<li>Geboren: 1958</li>
<li>Studium bis 1980</li>
<li>Trainee, Production Manager und Line Producer</li>
<li>Ab 1985 Produzent und Geschäftsführer bei der M + P Film GmbH, München</li>
<li>Seit 1991 Produzent bei der Constantin Film</li>
<li>Als Produzent wirkte er bei über 40 Kinofilmen und zahlreichen Fernsehproduktionen mit</li>
<li>1996 &#8211; 1999 Geschäftsführer</li>
<li>Ab1999 Vorstand für den Bereich Produktion Seit 2009 Vorstand Film + Fernsehen</li>
</ul>
<p><strong>Artikel in der promedia Februar 2012</strong></p>
<p><strong>Weitere Informationen: <a href="http://www.promedia-berlin.de/">promedia</a></strong></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Goldmedia-Geschäftsführer Florian Kerkau zur neuen Sendung Gottschalk live</title>
		<link>http://www.goldmedia.com/blog/2012/01/goldmedia-geschaftsfuhrer-florian-kerkau-zur-neuen-sendung-gottschalk-live/</link>
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		<pubDate>Tue, 24 Jan 2012 14:31:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Katrin Penzel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[ARD]]></category>
		<category><![CDATA[Gottschalk live]]></category>
		<category><![CDATA[Social TV]]></category>
		<category><![CDATA[Talksendung]]></category>

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		<description><![CDATA[Für LEAD digital bewertete Dr. Florian Kerkau, Geschäftsführer von Goldmedia Custom Research, die neue Sendung von Thomas Gottschalk in der ARD &#8220;Gottschalk live&#8221;, die am 23. Januar 2012 mit großem Medieninteresse startete.
Auszug aus dem Interview: Gottschalk im Social Web: &#8220;Schwach, zu wenig Interaktion, überholt&#8221;
Wie ist der ARD die Verknüpfung der Sendung &#8220;Gottschalk Live&#8221; zu sozialen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Für <strong>LEAD digital</strong> bewertete Dr. Florian Kerkau, Geschäftsführer von Goldmedia Custom Research, die neue Sendung von Thomas Gottschalk in der ARD &#8220;Gottschalk live&#8221;, die am 23. Januar 2012 mit großem Medieninteresse startete.</p>
<p><a href="http://www.lead-digital.de/start/social_media/gottschalk_im_social_web_schwach_zu_wenig_interaktion_ueberholt">Auszug aus dem Interview: <strong>Gottschalk im Social Web: &#8220;Schwach, zu wenig Interaktion, überholt&#8221;</strong></a></p>
<div id="attachment_253" class="wp-caption alignleft" style="width: 134px"><a href="http://www.goldmedia.com/blog/wp-content/uploads/2009/05/florian_kerkau_goldmedia_300dpi.jpg"><img class="size-medium wp-image-253" title="florian_kerkau_goldmedia_300dpi" src="http://www.goldmedia.com/blog/wp-content/uploads/2009/05/florian_kerkau_goldmedia_300dpi-264x300.jpg" alt="" width="124" height="141" /></a><p class="wp-caption-text">Dr. Florian Kerkau</p></div>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wie ist der ARD die Verknüpfung der Sendung &#8220;Gottschalk Live&#8221; zu sozialen Netzwerken gelungen?</strong><br />
Die ARD wollte einen Brückenschlag zwischen jüngerem Publikum und älteren Zuschauern schaffen. Daher hat der Erklär-Anteil in der Sendung extrem viel Zeit eingenommen. Der erste Eindruck ist hingegen sehr schwach. 17.000 Fans sind aktuell auf Facebook, davon reden 1200 über die Show. Diese Beteiligungsquote ist sehr gering. Im Vergleich:<a id="__mce_tmp" href="https://www.facebook.com/BerlinTN" target="_blank"> &#8220;Berlin &#8211; Tag und Nacht&#8221;</a> konnte binnen kurzem 500.000 Fans erreichen und liegt jetzt bei mehr als einer Million. Wobei die RTL 2-Zielgruppe natürlich eine andere ist als die von Gottschalk Live. Die ARD bleibt beim klassischen Sender-Emfänger-Schema stecken. Ihre Beiträge sind Programmankündigungen, mit den Kommentatoren treten sie nicht ins Gespräch. Außerdem heißt Facebook nicht umsonst so: Die ARD hat aber nur eine unpersönliche Redaktion zu bieten und kein Gesicht, das dafür verantwortlich ist.Mit großer Bugwelle hat die ARD den neuen Vorabend mit dem Format &#8220;Gottschalk Live&#8221;, das am Montag gestartet ist, vorangetrieben. Gerade die Einbindung in soziale Netze sollte die Sendung von anderen unterscheiden. Lead Digital hat Florian Kerkau, Geschäftsführer von Goldmedia Custom Research, gefragt, ob das Konzept aufgegangen ist.</p>
<p><a href="http://www.lead-digital.de/start/social_media/gottschalk_im_social_web_schwach_zu_wenig_interaktion_ueberholt">Das komplette Interview lesen Sie hier:</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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