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	<title>GOLDMEDIA Blog &#187; mobiles Internet</title>
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	<description>Das Blog der Goldmedia Gruppe</description>
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		<title>Wie Alte und Junge ihre Smartphones nutzen. Goldmedia-Gastkommentar von Florian Kerkau bei kress.de</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 18:00:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Florian Kerkau</dc:creator>
				<category><![CDATA[Goldmedia Gastkommentar kress.de]]></category>
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		<description><![CDATA[Erst kürzlich hat der Hightech-Verband BITKOM aktuelle Zahlen zum Smartphonemarkt in Deutschland veröffentlicht: Demnach wurden 2011 hierzulande 11,8 Millionen Smartphones verkauft, das sind bereits 43 Prozent aller verkauften Handys und ein Wachstum gegenüber dem Vorjahr um knapp ein Drittel. Der Verkaufsboom ist beeindruckend und kurbelt das Umsatzwachstum der Anbieter kräftig an. Immer mehr Nutzer entscheiden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_4014" class="wp-caption alignleft" style="width: 149px"><a href="http://www.goldmedia.com/blog/wp-content/uploads/2011/07/Florian_Kerkau_Goldmedia_hoch_web_groß_co1.jpg"><img class=" wp-image-4014" title="Florian_Kerkau_Goldmedia_hoch_web_groß_co" src="http://www.goldmedia.com/blog/wp-content/uploads/2011/07/Florian_Kerkau_Goldmedia_hoch_web_groß_co1-221x300.jpg" alt="Dr. Florian Kerkau, Goldmedia" width="139" height="189" /></a><p class="wp-caption-text">Dr. Florian Kerkau, Goldmedia</p></div>
<p style="text-align: justify;">Erst kürzlich hat der Hightech-Verband <strong>BITKOM</strong> aktuelle Zahlen zum <strong>Smartphonemarkt</strong> in Deutschland veröffentlicht: Demnach wurden 2011 hierzulande 11,8 Millionen Smartphones verkauft, das sind bereits 43 Prozent aller verkauften Handys und ein Wachstum gegenüber dem Vorjahr um knapp ein Drittel. Der Verkaufsboom ist beeindruckend und kurbelt das Umsatzwachstum der Anbieter kräftig an. Immer mehr Nutzer entscheiden sich für diese kleinen &#8220;Alleskönner&#8221;, wenn es um ein neues <strong>Handy</strong> geht. Und die leisten dank wachsender Prozessor-, Speicher- und Übertragungsleistungen inzwischen Erstaunliches. Da ist es interessant, etwas genauer hinzuschauen, wofür die Smartphone-Besitzer ihre Mini-Computer eigentlich am liebsten nutzen. <strong>Welche Features sind ihnen wichtig,</strong> welche weniger und wo gibt es die auffälligsten Unterschiede bei jüngeren und älteren Nutzern? Wie wichtig sind immer schnelleres Surfen oder schärfere Fotos und für wen?</p>
<p style="text-align: justify;">Noch ist die <strong>Nutzung recht „handy-traditionell“</strong>, wie die <strong>Nutzerforschung</strong> zeigt. Die beliebteste Funktion auf dem Smartphone ist nach dem Telefonieren immer noch die gute alte <strong>SMS</strong> – trotz der vielen neuen Möglichkeiten, die es für Kommunikation, Rezeption und Interaktion per Smartphone heute schon gibt. Laut Goldmedia Mobile Monitor 2011* kommunizieren 80 Prozent der weiblichen bzw. 72 Prozent der männlichen Smartphone-Nutzer mindestens wöchentlich per SMS. Dass die SMS-Funktion auch zukünftig die Hitliste der meistgenutzten Features anführen wird, ist indes fraglich. Denn internet-basierte <strong>Messaging-Dienste</strong> stehen in den Startlöchern – und wer über eine Flatrate ins mobile Internet geht, kann sich die SMS-Kosten mit derartigen <strong>Apps</strong> sparen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass der Kommunikationspartner den gleichen Dienst nutzt. Hier muss sich also ein Standard durchsetzen. Nach dem derzeitigen Stand der Dinge haben zwei Anbieter das Potenzial dazu: <strong>Facebook</strong> und der Messenger <strong>WhatsApp</strong>. Diese beiden Apps sind plattformübergreifend die beliebtesten Smartphone-Programme.<span id="more-4655"></span>Immer wichtiger für die Nutzer wird das <strong>mobile Internet</strong>. Die browserbasierte Internetnutzung über das Smartphone folgt bereits nach der SMS auf Platz zwei der am häufigsten genutzten Smartphone-Features (64 Prozent nutzen es täglich oder zumindest wöchentlich). Nicht verwundern dürften hier aber Unterschiede in den <strong>Altersgruppen</strong>. Anders als die SMS-Funktion, die bei Jung und Alt gleichermaßen beliebt ist, gibt es hier bei den älteren Smartphone-Nutzern noch deutlich weniger Interesse: Von den über 50-Jährigen nutzen nur 43 Prozent das mobile Internet mindestens wöchentlich, dagegen liegt dieser Anteil bei den 20- bis 29-Jährigen mit 73 Prozent deutlich darüber.</p>
<p style="text-align: justify;">Es gibt noch weitere Funktionen, die vornehmlich bei jüngeren Smartphone-Nutzern beliebt sind, natürlich die sozialen Netzwerke, Instant Messaging oder mobile Videos. Die Nutzerforschung zeigt aber auch eine Reihe von Funktionen, die eher ältere Smartphone-Nutzer bevorzugen, dazu gehören das Bearbeiten geschäftlicher Dokumente, die Kalender- und die Navigationsfunktion oder das UKW-Radio.</p>
<p style="text-align: justify;">Man könnte die <strong>Nutzungsgewohnheiten</strong> aktuell so zusammenfassen: Die älteren User sehen in ihren Smartphones noch häufiger ein Gerät, das “klassische Business-Anwendungen“ ersetzt und optimiert bzw. überall mobil einsetzbar macht. Für die jungen Nutzer ist das Smartphone schon viel mehr. Sie nutzen insbesondere den persönlichen Internetzugang intensiv, um auf einfache und vielfältige Weise mit Freunden in Kontakt zu treten oder Medien- und Entertainmentangebote auf vielfältige Weise zu nutzen.</p>
<p style="text-align: justify;">Und wohin geht die Smartphone-Reise künftig? Zunächst ist zu beobachten, dass die Bedeutung einzelner technischer Merkmale in der Nutzergunst abnimmt. Dagegen wird immer wichtiger, welche System-Lösungen ein mobiles Gerät anbietet. So sind Faktoren wie intuitive Bedienbarkeit oder der App-Store den Nutzern schon jetzt viel wichtiger als etwa Akkulaufzeit oder Speicherplatz. Letzteres wird angesichts der Verlagerung der Datenspeicherung in die „Cloud“ ohnehin obsolet, bald werden Fotos, Videos, Musik und Bücher ohnehin nicht mehr auf dem Handy selbst gespeichert.</p>
<p style="text-align: justify;">Es bleibt spannend, wohin sich das Smartphone der Zukunft entwickelt und wie die Nutzer die vielen neuen Features und technischen Gadgets annehmen werden, ob Sprachsteuerung, veränderte Display-Technologien oder NFC (Nahfeld-Kommunikation) und LTE.</p>
<p style="text-align: justify;">* Quelle: Mobile Monitor 2011, Goldmedia, Online-Nutzer-Befragung Mai 2011</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Dr. Florian Kerkau, Geschäftsführer Goldmedia Custom Research GmbH</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Artikel erschienen: <strong><a href="http://kress.de/tagesdienst/detail/beitrag/114406-goldmedia-gastbeitrag-wie-alte-und-junge-ihre-smartphones-nutzen.html">kress.de</a></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Mobile Media: Der Durchbruch steht erst noch bevor. Gastkommentar auf kress.de von Mathias Birkel</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Aug 2011 13:56:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias Birkel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Goldmedia Gastkommentar kress.de]]></category>
		<category><![CDATA[Apps]]></category>
		<category><![CDATA[Endgeräte]]></category>
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		<description><![CDATA[Mobile Media: Der Durchbruch steht erst noch bevor
Wachstums- und Erfolgsmeldungen über das mobile Internet sind derzeit überall zu lesen. So meldete zum Beispiel der BITKOM, dass sich die Zahl der App-Downloads in Deutschland zwischen 2009 (425 Mio.) und 2010 (900 Mio.) mehr als verdoppelt hat (BITKOM, 02/2011). Der Netzausrüster Cisco verzeichnete beim mobilen Datenvolumen im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_4002" class="wp-caption alignleft" style="width: 163px"><a href="http://www.goldmedia.com/blog/wp-content/uploads/2011/07/Mathias_Birkel_Goldmedia_hoch_web_gro%C3%9F_co.jpg"><img class="size-medium wp-image-4002" title="Mathias_Birkel_Goldmedia_hoch_web_groß_co" src="http://www.goldmedia.com/blog/wp-content/uploads/2011/07/Mathias_Birkel_Goldmedia_hoch_web_gro%C3%9F_co-222x300.jpg" alt="Mathias Birkel" width="153" height="207" /></a><p class="wp-caption-text">Mathias Birkel</p></div>
<p><strong>Mobile Media: Der Durchbruch steht erst noch bevor</strong></p>
<p><strong>Wachstums- und Erfolgsmeldungen</strong> über das <strong>mobile Internet</strong> sind derzeit überall zu lesen. So meldete zum Beispiel der BITKOM, dass sich die Zahl der App-Downloads in Deutschland zwischen 2009 (425 Mio.) und 2010 (900 Mio.) mehr als verdoppelt hat (BITKOM, 02/2011). Der Netzausrüster Cisco verzeichnete beim mobilen Datenvolumen im gleichen Zeitraum eine Steigerung um weltweit mehr als das 2,5fache (Cisco, 02/2011). Auch auf Nutzerseite gibt es zunehmendes Interesse an mobil genutzten Medieninhalten: Rund zwei Drittel der im <strong>Goldmedia Mobile Monitor 2011</strong> befragten deutschen Smartphone-User nutzen heute schon Nachrichten-Apps, etwa genauso viele schauen zumindest gelegentlich mit ihrem mobilen Gerät Online-Videos und fast die Hälfte hört Internet-Radios (Goldmedia, 07/2011).</p>
<p>Klingt nach viel. Ist aber nur der Anfang. Denn der Markt für mobile Medien ist im Vergleich zum klassischen Medien-Geschäft immer noch winzig. In Relation zum Gesamt-Werbevolumen (netto) von rund 18,8 Mrd. Euro 2010 (ZAW) liegt bspw. mobile Werbung im Promillebereich. Offizielle Marktdaten existieren hierzu laut ZAW bislang nicht. Schätzungen liegen je nach Quelle bei einem Wert zwischen 20 und 50 Mio. Euro Bruttowerbemarktvolumen 2010, netto dürfte der Wert also noch einmal deutlich geringer sein. Auch international ist Deutschland bei der mobilen Nutzung noch weit hinten: So werden hierzulande laut Comscore derzeit 98 Prozent des Datenverkehrs auf Zeitungs-Websites von klassischen, stationären Computern generiert. Nur etwas mehr als ein Prozent entfällt auf Smartphones. Lediglich 0,7% des Traffics entsteht durch iPads und andere Tablets. Beim Datenaufkommen durch mobile Abrufe von Zeitungen befindet sich Deutschland damit im hinteren Bereich der von Comscore erfassten Märkte. Zum Vergleich: In UK macht das mobile Datenvolumen auf Zeitungs-Websites bereits knapp zehn Prozent aus, rund fünfmal mehr als in Deutschland.<span id="more-4001"></span>Und dennoch: Es gibt viele Hinweise, die das Potenzial des mobilen Medien-Marktes anzeigen. Etwa die Endgerätedichte, die rasant wächst. Kaum ein neues technisches Gerät kommt auf den Markt, das nicht mit dem Web verbunden werden kann. Allein sieben Millionen Smartphones wurden 2010 in Deutschland abgesetzt, rund zehn Millionen sollen es 2011 werden. Zudem wurden 800.000 iPads und andere Tablets 2010 in Deutschland verkauft – 2011 werden noch einmal rund doppelt so viele hinzukommen (BITKOM 11/2010 und 02/2011). Neben Smartphones und Tablets bieten auch E-Reader, internetfähige MP3-Player (z.B. der iPod Touch), mobile Spielkonsolen (wie der Nintendo 3DS), manche Navigations- und viele andere Geräte ähnliche Funktionalitäten. Eine schnellere Endgeräte-Durchdringung gab es wahrscheinlich noch nie.</p>
<p>Auch an anderen Stellen wird kräftig an der Marktentwicklung geschraubt: Die Telekommunikationskonzerne hoffen mit dem mobilen Web auf den Umsatz-Heilsbringer im derzeit rückläufigen Markt und installieren bundesweit die 4. Mobile Internet-Generation („LTE“). Damit wird mobiles Internet immer leistungsfähiger und erlaubt problemloses Streaming von Audio und Video. Cisco geht von einem Wachstum der mobilen Downloadgeschwindigkeit von 74 Prozent aus. Pro Jahr! Und so werden die Grenzen von stationärem und mobilem Empfang mit neuen „Multi-Screen“-Lösungen verschwimmen: Sie erlauben es dann, einen Film unterwegs zu betrachten und zu Hause auf dem großen Bildschirm zu Ende zu schauen.</p>
<p>Vieles spricht also dafür, dass die derzeitigen Positivmeldungen rund um den Mobile Media Markt nur den Beginn einer Entwicklung markieren. Mit den rasant wachsenden technischen Möglichkeiten und immer mehr auf mobile Nutzung zugeschnittenen Inhalten steht der eigentliche Durchbruch erst noch bevor.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Mathias Birkel, Senior Consultant Goldmedia GmbH Strategy Consulting</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<item>
		<title>Mobiles Internet für Alle?, promedia-Artikel von Dr. Gunnar Bender, Leiter Unternehmenskommunikation &amp; Politik sowie Mitglied der Geschäftsleitung der E-Plus-Gruppe und Deniz Taskiran, Managerin Corporate Affairs bei E-Plus</title>
		<link>http://www.goldmedia.com/blog/2011/04/mobiles-internet-fur-alle-promedia-artikel-von-dr-gunnar-bender-leiter-unternehmenskommunikation-politik-sowie-mitglied-der-geschaftsleitung-der-e-plus-gruppe-und-deniz-taskiran-managerin-corpo/</link>
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		<pubDate>Fri, 29 Apr 2011 08:30:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Promedia das medienpolitische Magazin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Promedia schreibt im GOLDMEDIA Blog]]></category>
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		<description><![CDATA[ 
 
Das mobile Internet verändert grundlegend die Funktionsbedingungen der digitalen Kommunikation. Angetrieben durch Konvergenzprozesse und die Fortentwickelung technischer Möglichkeiten steht heute nicht mehr allein der Zugriff auf Informationen, sondern zunehmend die soziale Interaktion im Vordergrund der Nutzungsformen. Menschen möchten in der Lage sein, jederzeit und überall miteinander in Kontakt zu treten. In Zukunft wird [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Das mobile Internet verändert grundlegend die Funktionsbedingungen der digitalen Kommunikation. Angetrieben durch Konvergenzprozesse und die Fortentwickelung technischer Möglichkeiten steht heute nicht mehr allein der Zugriff auf Informationen, sondern zunehmend die soziale Interaktion im Vordergrund der Nutzungsformen. Menschen möchten in der Lage sein, jederzeit und überall miteinander in Kontakt zu treten. In Zukunft wird sich dieser Trend noch verstärken: Bereits für 2011 prognostizieren Studien Werte einer mobilen Breitbandnutzung von über 30 Prozent der privaten Mobilfunknutzer.<a href="#_ftn1"><strong>[1]</strong></a> Der Fokus beim Wachstum mobiler Applikationen liegt dabei perspektivisch vor allem im Bereich der Sozialen Medien, Videodienste, ortsbezogener Dienste und Cloud-Anwendungen.</strong></p>
<div id="attachment_3603" class="wp-caption alignleft" style="width: 132px"><a href="http://www.goldmedia.com/blog/wp-content/uploads/2011/04/Dr_Gunnar_Bender.jpg"><img class="size-full wp-image-3603" title="Dr_Gunnar_Bender" src="http://www.goldmedia.com/blog/wp-content/uploads/2011/04/Dr_Gunnar_Bender.jpg" alt="Dr. Gunnar Bender" width="122" height="173" /></a><p class="wp-caption-text">Dr. Gunnar Bender</p></div>
<div id="attachment_3604" class="wp-caption alignleft" style="width: 130px"><a href="http://www.goldmedia.com/blog/wp-content/uploads/2011/04/Deniz_Taskiran.jpg"><img class="size-full wp-image-3604" title="Deniz_Taskiran" src="http://www.goldmedia.com/blog/wp-content/uploads/2011/04/Deniz_Taskiran.jpg" alt="Deniz Taskiran" width="120" height="173" /></a><p class="wp-caption-text">Deniz Taskiran</p></div>
<p>Um die daraus resultierende wachsende Nachfrage nach <strong>Kapazitäten</strong> und <strong>höheren Bandbreiten</strong> zu befriedigen, will die Bundesregierung im Rahmen ihrer <strong>Breitbandstrategie</strong> die flächendeckende Versorgung Deutschlands mit leistungsfähigen Breitbandanschlüssen und dem Aufbau von Netzen der nächsten Generation vorantreiben. Zugleich beabsichtigt die Europäische Kommission in ihrem Aktionsplan <strong>„Digitale Agenda“</strong> den Zugang der Europäer zum schnellen und ultraschnellen Internet zu verbessern. Dabei kommt insbesondere der <strong>mobilen Breitbandversorgung</strong> eine wichtige Rolle zu.</p>
<p>Die wirtschaftliche, soziale und politische Bedeutung des <strong>mobilen Internet</strong> zeigt, dass leistungsfähige Mobilfunkinfrastrukturen Gradmesser für eine offene Gesellschaft und moderne Volkswirtschaft sind. Um die damit verbundenen Herausforderungen bewältigen zu können, bedarf die Branche aber geeigneter Rahmenbedingungen für einen nachhaltig chancengleichen Wettbewerb. Hierzu gehören sowohl marktadäquate regulatorische Maßnahmen als auch eine ausreichende Frequenzausstattung aller Mobilfunkbetreiber.  <span id="more-3600"></span></p>
<p><strong>I. Technischer Erfolgsfaktor: Ausbau der Datennetze</strong></p>
<p>Die stetig wachsende Nachfrage der Verbraucher nach Internetzugängen, Anwendungen und Inhalten führt dazu, dass das Datenvolumen im Mobilfunk ein rasantes Wachstum verzeichnet. Bis 2015 wird es von heute 121 Mio. GB auf ca. 920 Mio. GB ansteigen.<a href="#_ftn2">[2]</a></p>
<p>Infolge dieser Entwicklung müssen die drahtlosen Zugangsnetze ausgebaut werden. Die zunehmende Bedeutung des<strong> Internet</strong> im privaten und unternehmerischen Bereich macht den Aus- und Aufbau geeigneter Infrastrukturen somit zu einer wichtigen Aufgabe der Zukunftsvorsorge. Aufgrund des steigenden Datenvolumens stellt dabei vor allem die Netzkapazität einen erfolgskritischen Faktor dar. Aus diesem Grund arbeiten die Mobilfunkbetreiber mit Hochdruck am Ausbau ihrer Datennetze. Die <strong>E-Plus Gruppe</strong> bspw. investiert bis 2012 rund zwei Milliarden Euro in den flächendeckenden Aufbau ihres HSPA+-Netzes. Darüber hinaus stellen sich gegenwärtig alle Netzbetreiber der wichtigen Aufgabe, die Entwicklung des jungen Mobilfunkstandards <strong>LTE</strong> voranzutreiben.</p>
<p>Um <strong>schnelle Internetverbindungen</strong> flächendeckend zeitnah zu ermöglichen, sind Frequenzen aus dem 900-MHz-Band besonders gut geeignet. Zum einen bieten diese – qualitativ gleichwertig mit der sog. <strong>Digitalen Dividende </strong>im 800-MHz-Bereich – aufgrund ihrer günstigen Wellenausbreitungseigenschaften die Chance, breitbandige Datendienste wirtschaftlich in der Fläche auszubauen. Der Vorteil des 900-MHz-Bands im Vergleich zur Digitalen Dividende liegt zum anderen darin, dass hier für Datendienste bereits heute ausreichend einsatzbereite Endgeräte verfügbar sind. Im 800-MHz-Bereich müssen massenmarktreife Endgeräte demgegenüber erst noch entwickelt werden – ein Prozess der unter Umständen noch Jahre dauern kann. Auf Grundlage der 900-MHz-Frequenzen könnte eine Versorgung ländlicher Räume mit Breitbandinternet indes ohne weitere Verzögerung beginnen.</p>
<p><strong>II. Wettbewerblicher Erfolgsfaktor: symmetrische Frequenzausstattung</strong></p>
<p>Mit der GSM-Änderungsrichtlinie 2009/113/EG hat die Europäische Union für den Frequenzbereich 900 MHz auch die rechtliche Grundlage für den Einsatz mobiler Breitbanddienste geschaffen. Die Richtlinie sieht die Flexibilisierung der Frequenznutzungsrechte im 900-MHz-Band vor. Mit diesem sog. Refarming wird die bisherige Beschränkung auf GSM-Dienste aufgehoben und die Nutzung für neue Technologien (bspw. UMTS, HSPA, LTE) geöffnet.</p>
<p>Allerdings sind die 900-MHz-Frequenzen unter den deutschen Mobilfunkanbietern derzeit gravierend ungleich verteilt. Dies hat zur Folge, dass die E-Netzbetreiber<a href="#_ftn3">[3]</a> nicht über ausreichend Spektrum verfügen, um vom Refarming profitieren zu können. Die Ursache liegt in historisch regulierungsbedingten Wettbewerbsverzerrungen im deutschen Mobilfunkmarkt.<a href="#_ftn4">[4]</a> Neben der sequentiellen Lizenzierung der Mobilfunknetzbetreiber wurde ein chancengleicher Wettbewerb v.a. durch die behördliche Ausgestaltung der Vergabeverfahren für neue Frequenzen behindert.  Lediglich die Deutsche Telekom und Vodafone könnten daher derzeit im 900-MHz-Band parallel Sprach- und Datendienste anbieten. Um in der Fläche vergleichbare Angebote zu schaffen, müssten die E-Netzbetreiber Datendienste auf Basis von 1800 MHz anbieten. Beim Ausbau der Datennetze müssen im 1800-MHz-Band aber deutlich mehr Basisstationen errichtet werden, was mit jährlichen Kostennachteilen in Millionenhöhe verbunden ist.<a href="#_ftn5">[5]</a></p>
<p>Aufgrund dessen besteht die Gefahr, dass die gegenwärtigen Asymmetrien zwischen den Netzbetreibern auf neue Mobilfunktechnologien übertragen werden. Die damit verbundenen Kostennachteile der E-Netzbetreiber führen zu hohen Netzkosten und geringerer Profitabilität im Vergleich zu Vodafone und der Deutschen Telekom.<a href="#_ftn6">[6]</a> Eine asymmetrische Frequenzverteilung am UMTS-, HSPA- und LTE-Markt würde dieses Ungleichgewicht festigen und die die Wettbewerbsintensität des Markts deutlich reduzieren. Die Konsequenz wäre ein gesamtwirtschaftlicher Schaden, den der Regulierungsökonom Prof. Torsten Gerpott<a href="#_ftn7">[7]</a> auf 350 Mio. Euro pro Jahr beziffert. Für die deutschen Verbraucher bedeutete dies letztlich höhere Endkundenpreise und einen aufgrund des geringen Wettbewerbsdrucks verlangsamten Ausbau des Breitbandinternet insbesondere in ländlichen Gebieten.</p>
<p><strong>III. Rechtlicher Erfolgsfaktor: Frequenzneuverteilung</strong></p>
<p>Um diese negativen Effekte zu vermeiden und stattdessen eine chancengleiche Frequenznutzungsflexibilisierung zu ermöglichen, ist eine Neuverteilung des 900-MHz-Spektrums unter den Mobilfunkbetreibern unverzichtbar. Das Spektrum sollte so umverteilt werden, dass die D-Netzbetreiber<a href="#_ftn8">[8]</a> ein gleich effizientes Netz wie bisher betreiben können, die Frequenznachteile der E-Netzbetreiber jedoch ausgeräumt werden. Die gesamtwirtschaftlichen Vorteile eines solchen Vorgehens würden die erforderlichen Umrüstungskosten der D-Netze (rund 27 Mio. Euro p.a.) deutlich übersteigen.<a href="#_ftn9">[9]</a></p>
<p>Die Umverteilung ist ultima ratio: Frequenzhandel, National Roaming oder gemeinsame Formen der Netznutzung sind zur Problemlösung ungeeignet, weil die finanzstärkeren und mit besserem Frequenzspektrum ausgestatteten D-Netzbetreiber hierbei erhebliche Wettbewerbsvorteile und größere Verhandlungsmacht hätten.</p>
<p>Eine Rechtsgrundlage um flexibilisierungsbedingten Wettbewerbsverzerrungen durch eine Frequenzumverteilung entgegenzuwirken sieht die Europäische Union in ihrer GSM-Richtlinie vor. Art. 1 Abs. 2 der Richtlinie gibt den Mitgliedstaaten auf, zu untersuchen ob aufgrund der bestehenden Zuteilung des 900-MHz-Bands Wettbewerbsverzerrungen auf den Mobilfunkmärkten wahrscheinlich sind. Anschließend sind die festgestellten Wettbewerbsverzerrungen unter Wahrung der Verhältnismäßigkeit zu beheben.</p>
<p>Hiermit ist der Bundesnetzagentur ein wirkungsvolles Instrument an die Hand gegeben, um die Frequenzen im 900-MHz-Band umzuverteilen.<a href="#_ftn10">[10]</a> Ein entsprechendes Verfahren hat sie im Juni 2010 eingeleitet, bislang aber noch nicht abgeschlossen. Es bleibt zu hoffen, dass sie die europäischen Vorgaben konsequent umsetzt und die Voraussetzungen für einen chancengleichen Wettbewerb um die flächendeckende Versorgung Deutschlands mit mobilem Breitbandinternet schafft.</p>
<p><strong>IV. Fazit</strong></p>
<p>Nur wenn es der Politik gelingt, die Rahmenbedingungen für Vielfalt und chancengleichen Wettbewerb der Mobilfunkanbieter zu schaffen, werden alle deutschen Verbraucher nachhaltig vom mobilen Breitbandinternet profitieren können. Der Bundesnetzagentur bietet sich hierzu mit der Umverteilung der 900-MHz-Frequenzen im Rahmen ihrer Flexibilisierung die Gelegenheit zu verhindern, dass sich die historisch gewachsenen Asymmetrien aufgrund der ungleichen Frequenzverteilung verfestigen. Angesichts der kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Bedeutung des mobilen Internet darf sich dieses Handlungsfenster nicht ungenutzt schließen.</p>
<p>Es gibt verschiedene juristische Möglichkeiten eine Frequenzumverteilung durchzuführen. Die GSM-Richtlinie bietet hierfür einen europarechtlichen Anknüpfungspunkt. Um dies in nationales Recht umzusetzen, sieht der aktuelle Regierungsentwurf zur Novellierung des Telekommunikationsgesetzes (TKG-RegE) nun ausdrücklich einen Widerrufsgrund für Frequenznutzungsrechte vor, „wenn nach der Frequenzzuteilung Wettbewerbsverzerrungen wahrscheinlich sind“ (§ 63 I Nr. 3). Weitere Impulse liefert der TKG-RegE auch indem er die Bundesnetzagentur ausdrücklich auffordert zu gewährleisten, „dass es im Bereich der Telekommunikation (…) keine Wettbewerbsverzerrungen oder -beschränkungen“ mehr gibt (§ 2 II Nr. 2) und in den „Wettbewerb zum Nutzen der Verbraucher“ zu schützen (§ 2 III Nr. 3). Ferner hat jüngst das Bundesverwaltungsgericht (Az. BVerwG 6 C 2.10) bestätigt, dass die Bundesnetzagentur zur Förderung chancengleichen Wettbewerbs Frequenzen mittels einer sog. Frequenzverlagerung umverteilen kann.</p>
<p>In Anbetracht dieser Sachlage sollte das wettbewerbspolitische Ziel der Mobilfunkregulierung sein, die aufgrund staatlicher Entscheidungen entstandenen Asymmetrien im deutschen Mobilfunkmarkt abzubauen und dadurch unter Mobilfunknetzbetreibern wirksamen Wettbewerb herzustellen. Nur auf diese Weise lassen sich die Wettbewerbsbedingungen auf dem Endkundenmarkt fördern, was wiederum attraktivere Endkundenangebote ermöglicht. Hierdurch können letztlich die Bedürfnisse der Mobilfunknutzer bestmöglich befriedigt werden.</p>
<p>Anderenfalls drohen den deutschen Verbrauchern erhebliche Wohlfahrtsverluste – und das gesellschaftspolitische Ziel des „mobilen Internet für alle“ wird wieder in weite Ferne rücken.</p>
<p><strong>Autoren: Dr. Gunnar Bender, Leiter Unternehmenskommunikation &amp; Politik  sowie Mitglied der Geschäftsleitung  der E-Plus-Gruppe und Deniz  Taskiran, Managerin Corporate Affairs bei E-Plus</strong></p>
<p>Weitere Informationen: <a href="http://www.promedia-berlin.de/">promedia</a></p>
<p><strong><br />
</strong></p>
<hr size="1" /><a href="#_ftnref1">[1]</a> http://www.bitkom.org/67386_67381.aspx.</p>
<p><a href="#_ftnref2">[2]</a> Booz &amp; Co., Zukunft der Telekommunikation, 2011.</p>
<p><a href="#_ftnref3">[3]</a> E-Plus und Telefonica O<sub>2</sub>.</p>
<p><a href="#_ftnref4">[4]</a> <em>Sörries</em>, Verpasste Chancen und zukünftige Handlungsoptionen im Mobilfunk, 2010.</p>
<p><a href="#_ftnref5">[5]</a> <em>Gerpott</em>, Öffnung von GSM-Frequenzen für UMTS-Angebote, 2008.</p>
<p><a href="#_ftnref6">[6]</a> <em>Gerpott</em>, Wettbewerbs- und Regulierungsimplikationen der 900 MHz-Frequenzausstattung von Mobilfunknetzbetreibern in Deutschland, 2010.</p>
<p><a href="#_ftnref7">[7]</a> <em>Gerpott</em>, Öffnung von GSM-Frequenzen für UMTS-Angebote, 2008.</p>
<p><a href="#_ftnref8">[8]</a> Deutsche Telekom und Vodafone.</p>
<p><a href="#_ftnref9">[9]</a> <em>Gerpott</em>, Öffnung von GSM-Frequenzen für UMTS-Angebote, 2008.</p>
<p><a href="#_ftnref10">[10]</a> <em>Holznagel</em>, Rechtsfragen in Zusammenhang mit der Flexibilisierung des 900 MHz-Spektrums aufgrund der RL 2009/114/EG.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.goldmedia.com/blog/2011/04/mobiles-internet-fur-alle-promedia-artikel-von-dr-gunnar-bender-leiter-unternehmenskommunikation-politik-sowie-mitglied-der-geschaftsleitung-der-e-plus-gruppe-und-deniz-taskiran-managerin-corpo/feed/</wfw:commentRss>
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		</item>
		<item>
		<title>Mobiles Internet: Bandbreiten und Preise steigen, weiße Flecken bleiben bestehen. Goldmedia Trendmonitor – Trends und Ausblick 2011</title>
		<link>http://www.goldmedia.com/blog/2010/12/mobiles-internet-bandbreiten-und-preise-steigen-weise-flecken-bleiben-bestehen-goldmedia-trendmonitor-%e2%80%93-trends-und-ausblick-2011/</link>
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		<pubDate>Wed, 22 Dec 2010 13:36:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Katrin Penzel</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Breitbandstrategie Bundesregierung]]></category>
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		<description><![CDATA[Was bringt das Jahr 2011 für die  Medien-, Entertainment- und    Telekommunikations-Branche? Im Goldmedia Trendmonitor    2011 geben Goldmedia-Experten in Form von  Kurzanalysen  einen Ausblick   auf wichtige Entwicklungen des Jahres 2011  in den  Bereichen Medien,   Telekommunikation, Entertainment  und  Internet.
Mobiles Internet





Dr. André Wiegand, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Was bringt das Jahr 2011 für die  Medien-, Entertainment- und    Telekommunikations-Branche? </strong><strong>Im Goldmedia </strong><strong>Trendmonitor    2011 geben Goldmedia-Experten in Form von  Kurzanalysen  einen Ausblick   auf wichtige Entwicklungen des Jahres 2011  in den  Bereichen </strong><strong>Medien,   Telekommunikation, Entertainment  und  Internet.</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Mobiles Internet</strong></p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<div class="mceTemp" style="text-align: justify;">
<dl class="wp-caption alignleft" style="width: 138px;">
<dt class="wp-caption-dt"><img title="Dr. André Wiegand, Geschäftsführer Goldmedia GmbH" src="http://www.goldmedia.com/uploads/pics/Andre_Wiegand_Goldmedia_Web_08.jpg" alt="Dr. André Wiegand, Geschäftsführer Goldmedia GmbH" width="128" height="180" /></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Dr. André Wiegand, Geschäftsführer Goldmedia GmbH</dd>
</dl>
</div>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Die Einführung von <strong>LTE</strong> in den ländlichen Gebieten läuft offenbar nach Plan. Die Ankündigungen von <strong>Telekom, Vodafone und o2</strong>, bis Ende des Jahres bzw.  bis Ende des ersten Quartals 2011 500 bis 1.000 bislang unversorgte Gemeinden mit <strong>LTE</strong> auszurüsten, zeigen, dass alle Lizenznehmer für das Frequenzspektrum der <strong>Digitalen Dividende</strong> ihren Versorgungsverpflichtungen (90% der betroffenen Gemeinden bis zum 1.1.2016) unbedingt nachkommen wollen. Der Ansporn liegt schließlich darin, so schnell wie möglich das 800MHz-Spektrum auch in den lukrativen Ballungsräumen nutzen zu können.</p>
<p style="text-align: justify;">Dies bedeutet jedoch nicht unbedingt, dass bislang unversorgte Gebiete damit tatsächlich Zugang zu <strong>breitbandigem Internet</strong> erhalten. Der <strong>LTE-Netzausbau</strong> kann in einigen Fällen sogar dazu führen, dass unversorgte und unterversorgte Gemeinden es zukünftig deutlich schwerer haben werden, einen Anspruch auf Förderung aus den bestehenden Förderprogrammen (v.a. GAK und GRW) abzuleiten.<span id="more-3177"></span>Dies liegt vor allem daran, dass Telekom, Vodafone und o2 beim LTE-Netzausbau in bislang unbekanntem Ausmaß zusammenarbeiten. Diese als „<strong>Coopetition</strong>“ bezeichnete Partnerschaft beinhaltet die Vereinbarung, dass in vielen Regionen nur ein <strong>Netzbetreiber</strong> LTE ausbaut und die anderen Telcos die Infrastruktur mit nutzen. So entsteht eine Basisabdeckung, bei der pro Region häufig nur ein LTE-Netz mit den bekannten Überbuchungseffekten verfügbar ist. Die damit durchschnittlich nutzbaren mobilen Bandbreiten dürften für hochbitratige Anwendungen ungeeignet sein.</p>
<p style="text-align: justify;">Viel relevanter wird für die aktuell 12 Prozent <strong>Smartphone-Nutzer</strong> (ACTA Okt. 2010) in Deutschland die von allen Netzbetreibern vorangetriebene Aufrüstung der <strong>UMTS-Netze</strong> auf <strong>HSUPA</strong> im <strong>Frequenzspektrum</strong> 1,8 und 2,6 GHz. Vodafone meldete bereits im Dezember 2010 Vollzug und bietet nun für 90% der <strong>UMTS-Standorte</strong> im Download 14,4 Megabit und für 50% der Standorte sogar 21,6 Megabit auch wenn die meisten Endgeräte derzeit maximal 10 MBit/s unterstützen. Um die damit weiter steigenden Datenvolumina kapitalisieren zu können und nicht der Flatrate-Falle zum Opfer zu fallen, werden differenziertere Tarifstrukturen eingeführt. Vodafone macht mit 24,99 Euro für 3,6 Mbit/s bis 49,99 Euro für 21,6 Mbit/s den Anfang.</p>
<p style="text-align: justify;">Ob mit den neuen Preismodellen das weltweit prognostizierte Mobile-Traffic-Wachstum (Versechzehnfachung bis 2014 lt. Cisco), vor allem getrieben durch die <strong>mobile Videonutzung</strong>, auch in Deutschland eintritt, bleibt abzuwarten.</p>
<p><strong>Dr. André Wiegand, Geschäftsführer Goldmedia GmbH Strategy Consulting</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong> </strong><strong><a href="../2010/12/2010/aktuelles/trendmonitor-2011.html">Alle    Trends auf einen Blick </a></strong></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Goldmedia Trendmonitor 2011 veröffentlicht. Was bringt das Jahr 2011 für die Medien-, Entertainment- und Telekommunikations-Branche?</title>
		<link>http://www.goldmedia.com/blog/2010/12/goldmedia-trendmonitor-2011-veroffentlicht-was-bringt-das-jahr-2011-fur-die-medien-entertainment-und-telekommunikations-branche/</link>
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		<pubDate>Wed, 08 Dec 2010 12:13:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Katrin Penzel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Kommunikationsmärkte sind in einem fundamentalen Wandel. Technologische Entwicklungen vollziehen sich mit atemberaubender Geschwindigkeit, gleichzeitig verändern sich Kommunikation und Medienverhalten vor allem durch die sozialen und mobilen Medien grundlegend. Welche Veränderungen und Herausforderungen wird es 2011 geben?
Im Goldmedia Trendmonitor 2011 werfen Experten von Goldmedia in Form von Kurzanalysen einen Blick auf wichtige Entwicklungen des kommenden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die <a href="http://www.goldmedia.com/aktuelles/trendmonitor-2011.html"><img class="alignright" src="http://www.goldmedia.com/typo3temp/pics/42eee581a5.jpg" alt="Goldmedia Trendmonitor 2011" width="120" height="92" /></a>Kommunikationsmärkte sind in einem fundamentalen Wandel. Technologische Entwicklungen vollziehen sich mit atemberaubender Geschwindigkeit, gleichzeitig verändern sich Kommunikation und Medienverhalten vor allem durch die sozialen und mobilen Medien grundlegend. Welche Veränderungen und Herausforderungen wird es 2011 geben?</p>
<p>Im <strong>Goldmedia Trendmonitor 2011</strong> werfen Experten von Goldmedia in Form von Kurzanalysen einen Blick auf wichtige Entwicklungen des kommenden Jahres in den Bereichen <strong>Medien, Telekommunikation, Entertainment und Internet.</strong></p>
<p><strong>Alle Analysen finden Sie auch auf <a href="http://www.goldmedia.com/aktuelles/trendmonitor-2011.html">www.goldmedia.com</a></strong></p>
<div style="width: 477px;"><strong style="display: block; margin: 12px 0 4px;"><a title="Goldmedia Trendmonitor 2011. Analysen und Prognosen für 2011 in den Bereichen Medien, Entertainment und Telekommunikation" href="http://www.slideshare.net/goldmedia/pressemeldung-goldmedia-trendmonitor2011">Goldmedia Trendmonitor 2011. Analysen und Prognosen für 2011 in den Bereichen Medien, Entertainment und Telekommunikation</a></strong><object id="__sse6075780" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="477" height="510" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://static.slidesharecdn.com/swf/doc_player.swf?doc=pressemeldunggoldmediatrendmonitor2011-101208053110-phpapp02&amp;rel=0&amp;stripped_title=pressemeldung-goldmedia-trendmonitor2011&amp;userName=goldmedia" /><param name="name" value="__sse6075780" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed id="__sse6075780" type="application/x-shockwave-flash" width="477" height="510" src="http://static.slidesharecdn.com/swf/doc_player.swf?doc=pressemeldunggoldmediatrendmonitor2011-101208053110-phpapp02&amp;rel=0&amp;stripped_title=pressemeldung-goldmedia-trendmonitor2011&amp;userName=goldmedia" name="__sse6075780" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></div>
<div id="__ss_6075780" style="width: 477px;">
<div style="padding: 5px 0 12px;">View more <a href="http://www.slideshare.net/">documents</a> from <a href="http://www.slideshare.net/goldmedia">Goldmedia GmbH</a>.</div>
</div>
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		<title>Man kann das Internet nicht ständig durchkontrollieren. promedia-Interview mit Prof. Dr. Cristof Weinhardt, Prodekan für Forschung der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften am KIT</title>
		<link>http://www.goldmedia.com/blog/2010/10/promedia-interview-mit-prof-dr-cristof-weinhardt-prodekan-fur-forschung-der-fakultat-fur-wirtschaftswissenschaften-am-kit-man-kann-das-internet-nicht-standig-durchkontrollieren/</link>
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		<pubDate>Tue, 05 Oct 2010 08:00:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Promedia das medienpolitische Magazin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Promedia schreibt im GOLDMEDIA Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Enquete-Kommission]]></category>
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		<category><![CDATA[Neutralitätsdebatte]]></category>
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		<category><![CDATA[Prof. Dr. Christof Weinhardt]]></category>
		<category><![CDATA[Promedia]]></category>

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		<description><![CDATA[Interview mit Prof. Dr. Cristof Weinhardt, Prodekan für Forschung der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften am Karlsruher Institut für Technologie (KIT), promedia 10/2010
In einem promedia-Gespräch trat Prof. Dr. Weinhardt, einer der renommiertesten deutschen Informationswirtschaftler und wissenschaftlicher Experte in der Enquete-Kommission für bindende Grundregeln im Internet ein, wie Transparenz, deren Durchsetzung punktuell geprüft werden müsse. „Meines Erachtens muss [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Interview mit Prof. Dr. Cristof Weinhardt, Prodekan für Forschung der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften am Karlsruher Institut für Technologie (KIT), <em>promedia</em> 10/2010</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>In einem promedia-Gespräch trat Prof. Dr. Weinhardt, einer der renommiertesten deutschen Informationswirtschaftler und wissenschaftlicher Experte in der Enquete-Kommission für bindende Grundregeln im Internet ein, wie Transparenz, deren Durchsetzung punktuell geprüft werden müsse. „Meines Erachtens muss es Grundtarife geben, mit denen man auf alles, was frei erhältlich ist, zugreifen kann. Um gewisse Dienste oder Inhalte schneller zu bekommen, kann man zusätzlich zahlen. Es kann nicht sein, dass all diejenigen, die einen geringen Grundbedarf haben, diejenigen vollständig mitfinanzieren, die täglich 3D-Onlinespiele spielen oder Videos streamen. Da stellt sich die Frage, ob das fair ist“, so Weinhardt. Weinhardt äußerte seinen Zweifel, ob eine spezielle Institution zur Einhaltung der Netzneutralität notwendig sei. Es existiere eine sehr intelligente Internetcommunity, die bestimmte Dinge nie akzeptiere, sofort auf entsprechende Verstöße hinweise und so auf Provider aufmerksam mache, die die Nutzung unfair oder intransparent beschränken wollten. </strong></p>
<div id="attachment_2849" class="wp-caption alignleft" style="width: 156px"><a href="http://www.goldmedia.com/blog/wp-content/uploads/2010/10/Christof_Weinert1.jpg"><img class="size-medium wp-image-2849" title="Christof_Weinert" src="http://www.goldmedia.com/blog/wp-content/uploads/2010/10/Christof_Weinert1-207x300.jpg" alt="Prof. Dr. Christof Weinert" width="146" height="214" /></a><p class="wp-caption-text">Prof. Dr. Christof Weinhardt</p></div>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia:</strong> Herr Prof. Weinhardt, was ist Netzneutralität?<br />
<strong>Christof Weinhardt:</strong> Unter Netzneutralität versteht man zunächst die faire Behandlung aller Teilnehmer im Netz, so dass kein einzelner Beteiligter in der Netzwelt einseitig Einfluss ausübt und dabei andere von Diensten, Inhalten oder sonstigen Zugängen ausschließt oder diskriminiert. Netzneutralität ist ein sehr komplexer Begriff und auf keinen Fall nur eine binäre Angelegenheit – es handelt sich um etwas Graduelles – das ist zumindest meine Meinung. Man muss dabei drei Ebenen unterscheiden: Es gibt die rein technische Ebene (Traffic Engineering), eine weitere Ebene, die sich auf die Qualität der gelieferten Services bezieht – dahinter steckt möglicherweise eine Priorisierung und Preisdiskriminierung von Services und/oder Inhalten – und die dritte Ebene des Blockierens bzw. Ausschlusses bestimmter Services oder Inhalte</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia:</strong> Ist diese Neutralität Ihrer Meinung nach heute im Netz noch gewährleistet?<br />
<strong>Christof Weinhardt: </strong>Ja, im Festnetz sehe ich das schon, obwohl den Providern zum Teil heute vorgeworfen wird, den Verkehr im Netz auf unfaire Weise zu optimieren. So ist es ja zum Beispiel nicht festgelegt, welchen Weg z.B. E-Mails im Netz nehmen. Die einzelnen Datenpakete suchen sich irgendwie den Weg durch das Netz, vorbei an vielen Knotenpunkten. Und dieser Datenstrom wird heute schon an verschiedenen Knoten ggf. in unterschiedlicher Weise optimiert. Wenn es an einer Stelle zu Verstopfungen kommt, dann nehmen die Datenpakete Umwege. Manche Leute behaupten, dass bereits das nicht mehr netzneutral sei. Aber eine solche Regelung des Datenverkehrs ist einfach <span id="more-2843"></span>notwendig – analog zu Verkehrssteuerungssystemen auf den Straßen, etwa Ampel Systeme, die je nach Verkehrsaufkommen auch verschiedene Strategien fahren, um den Verkehr in Gang zu halten. Wenn diese Optimierung in der Datenwelt  nicht geschehen würde, wäre es so ähnlich, als wenn im Straßenverkehr plötzlich die Ampeln ausgeschaltet würden. Der Straßenverkehr wird höchstwahrscheinlich dadurch für alle schlechter, auch wenn Einzelne dadurch evtl. besser wegkommen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia:</strong> Welche Rolle hat der Aspekt der Netzneutralität bei der Entwicklung des Internets gespielt? Hätte es sich ohne diese Netzneutralität anders entwickelt?<br />
<strong>Christof Weinhardt: </strong>Ich glaube schon. Wir sehen es am mobilen Netz, das von Anfang an kommerziell ausgerichtet war. Hier sind wir heute schon eher bereit, für bestimmte Dienste mehr oder weniger zu bezahlen, unterschiedliche Tarife und auch Einschränkungen zu tolerieren. Das klassische stationäre Internet war zunächst ein rein wissenschaftliches Netz, bei dem in der Entstehungsphase auf solche kommerziellen Dinge nicht geachtet wurde. Das hat letztlich zur heutigen Situation geführt. Dadurch wurde es möglich, dass so viele Menschen im Netz sind, es nutzen und sich dabei fair behandelt fühlen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia: </strong>Wodurch ist Ihrer Meinung nach die Netzneutralität vor allem gefährdet?<br />
<strong>Christof Weinhardt:</strong> Durch kommerzielle Interessen. Man muss dabei – entsprechend zu den vorher genannten Ebenen &#8211; zwischen den Internet-Service-Providern, die die Technologie zur Verfügung stellen und das Netz auf- und ausbauen und dafür hohe Investitionsausgaben tätigen, denen, die auf diesen Netzen Dienste und Inhalte  anbieten, und den Endnutzern unterscheiden. Erste könnten von Zweiten Geld dafür verlangen , dass sie deren Datenströme gegenüber anderen bevorzugen. Diese müssten dann diese Kosten unter Umständen an den Endnutzer weitergeben – und das erscheint vielen Nutzern nicht fair nach den heutigen Vorstellungen von Fairness im Netz. Aber dafür, dass wir das Bundesligaspiel in HD unmittelbar live und ruckelfrei übertragen bekommen, sind wir bereit zu zahlen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia:</strong> Die Provider beklagen, dass neue Geschäftsmodelle behindert werden, weil Online-Datenströme zunehmen und die Kapazitäten nicht ausreichen und man deshalb die Regeln für die Datenströme ändern müsse&#8230;<br />
<strong>Christof Weinhardt:</strong> Das trifft wahrscheinlich mehr für das mobile Internet zu. Für das Festnetz ist dies meines Wissens heute noch nicht der Fall und wird auch nicht so rasch eintreten. Es wird hier natürlich auch weiter investiert werden müssen. Der Datenbedarf wird weiter steigen. Aber die Technologie wird auch entsprechend günstiger. Inwieweit sich das ausgleicht, weiß man noch nicht. Wir können mit ökonomischen Modellen zeigen, dass kein direkter Zusammenhang zwischen möglichen Engpässen und einer Aufgabe der Netzneutralität besteht. Es muss investiert werden und die Internet-Service-Provider müssen auch Geld verdienen – ebenso natürlich auch die Dienste- und Inhalteanbieter. Die Frage ist nur, wie das allokiert wird. Also: Wer muss wie viel wofür bezahlen? Das ist eine ganz grundsätzliche Frage. Und dann muss man auch die Frage klären: Wer hat wie viel Recht auf welchen Grad an Informationsversorgung im Internet? Einige fordern deshalb, dass der Staat dafür sorgen müsse, dass alle Bürger in gleicher Weise an alle Informationen und Dienste kommen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia:</strong> Der Staat sollte Internetverbindungen subventionieren?<br />
<strong>Weinhardt: </strong>Nein &#8211; nicht subventionieren, sondern per Gesetz dafür sorgen, dass alle Zugang auf freie Inhalte bekommen können. Wenn alle gleiche Qualität bekommen sollen, muss derjenige, der im Netz Onlinespiele in 3D spielt, die sehr viel Datenvolumen haben und benötigen, den gleichen Zugang haben wie derjenige, der sich aus dem Bürgerbüro ein Formular herunterladen will. Das wäre die absolute Netzneutralität, die voraussetzt, dass eine Netzkapazität vorhanden ist, die ständig an solche Anforderungen angepasst wird. Dann stellt sich die Frage, ob das in Ordnung ist oder es einen anderen Grundversorgungsauftrag gibt, den wir einhalten müssen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia: </strong>Wie könnte ein solcher Grundversorgungsauftrag aussehen?<br />
<strong>Christof Weinhardt:</strong> Man könnte beispielsweise festlegen, dass alle Internet-Service-Provider einen Zugang zum gesamten Internet in einem bestimmten Servicequalitätslevel zu gewissen Konditionen anbieten müssen. Es muss also immer eine Möglichkeit geben, mit der alle Zugriff auf das Internet bekommen. Ergänzend dazu könnten sich Nutzer zusätzliche Kapazitäten oder Qualitätsupgrades kaufen. Unter bestimmten Annahmen ist es meines Erachtens dann durchaus sinnvoll, neue Geschäftsmodelle zuzulassen, bei denen auch die Content-Provider für eine Priorisierung zahlen, die es beispielsweise erlaubt, dass ihre Kunden auf besondere Dienste schnelleren Zugriff haben als auf andere. Es darf aber keine Internetprovider geben, die (fast) alle ihre Kapazitäten zur Priorisierung verkaufen, die dann nicht mehr für den regulären Datenverkehr zur Verfügung stehen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia:</strong> Derjenige, der mehr verbraucht, weil er Filme herunterlädt, müsste also mehr bezahlen?<br />
<strong>Christof Weinhardt:</strong> Ja. Das ist heute im mobilen Datendienst bereits gang und gäbe, und in anderen Bereichen auch. Dass man für Mehr mehr bezahlen muss, ist nicht in Frage gestellt, ebenso wenig, dass man für einen schnelleren Datenzugriff mehr bezahlen muss. Aber ein Internetprovider wie die Telekom darf nicht alleine darüber entscheiden, ob ein Kunde schneller bedient wird, wenn er die Google-Suchmaschine nutzt im Gegensatz zur Yahoo-Suchmaschine, oder ob Facebook gegenüber alle anderen sozialen Netzwerken bevorzugt wird.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia:</strong> Sie deuteten an, dass im mobilen Bereich differenziertere Geschäftsmodelle existieren als im stationären Onlinebereich. Kann man davon ausgehen, dass diese Geschäftsmodelle in nächster Zeit auch im stationären Internet üblich werden?<br />
<strong>Christof Weinhardt:</strong> Es existieren im mobilen Bereich schon solche Beschränkungen im Internet. So verbieten Vodafone oder T-mobile ihren Kunden explizit die Nutzung von Skype. Das ist natürlich eine Diskriminierung gegenüber Skype. Aus Sicht der Mobilfunkanbieter durchaus verständlich, dass sie sich nicht kannibalisieren lassen wollen. Das ist meines Erachtens nicht zu akzeptieren, denn es behindert den Wettbewerb und beschränkt die Möglichkeiten des Internets, ob im mobilen oder im stationären Bereich. Die Verhinderung solcher Einschränkungen ist einer der Kernpunkte der Netzneutralitätsdebatte. Wir müssen meines Erachtens erreichen, dass neben der zuvor genannten Grundversorgung Anbieter zumindest die Kunden über Priorisierungen und, wenn überhaupt akzeptabel, auch über Einschränkungen informieren müssen, damit diese sich unter Umständen für einen anderen Anbieter bzw. Tarif entscheiden können, bei dem es die jeweilige Diskriminierung nicht gibt.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia:</strong> Besteht die Gefahr eines Zwei-Klassen-Internets, wenn die Provider ihre Geschäftsmodelle durchsetzen?<br />
<strong>Christof Weinhardt:</strong> Ja, die Gefahr sehe ich, wahrscheinlich sogar viel mehr Klassen. Deshalb ist die Garantie einer Grundversorgung so wichtig. Ich glaube aber nicht, dass wir in Zukunft alle Arten der Internetnutzung gleich behandeln sollten. Wir müssen sicherstellen, dass weiter ins Netz investiert wird du dass die Kapazitäten möglichst effizient genutzt werden – das ist eine urökonomische Forderung. Dazu sind neue Geschäftsmodelle wichtig</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia:</strong> Ist das aus Ihrer Sicht problematisch oder sollte man dem stattgeben?<br />
<strong>Christof Weinhardt:</strong> Das darf in meinen Augen nur stattfinden, wenn absolute Transparenz diesbezüglich herrscht. Ich kann mir vorstellen, dass sich zum Beispiel Spieleanbieter, bei Internet-Service-Providern einkaufen und damit für spezielle Tarife geringere Latenzen und schnellere Downloadraten garantieren. Das darf jedoch nicht dazu führen, dass andere Inhalte im Internet nicht mehr erreichbar sind oder so verlangsamt werden, dass man sie nicht mehr vernünftig erreichen kann.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia: </strong>Benötigen wir eine Institution, die über die Netzneutralität wacht?<br />
<strong>Christof Weinhardt: </strong>Über diese Fragen beraten wir gegenwärtig auch in der Enquetekommission und ich bin mir noch nicht sicher, ob eine solche Institution notwendig ist, oder ob es der Markt allein regelt. Es existiert schließlich eine sehr intelligente Internetcommunity, die bestimmte Dinge nie akzeptiert, sofort auf entsprechende Verstöße hinweist und so auf Provider aufmerksam macht, die die Nutzung unfair oder intransparent beschränken wollen – (dafür gibt es schon einige Beispiele). Viele sehen die Gefahr, dass sich einige Dienste- und Inhalteanbieter bei den Internet Service Providern so hohe Service Qualität  sichern, sprich kaufen, dass für die Anderen nicht mehr genügend Kapazität übrig bleibt. Das ist jedoch aus meiner aktuellen Sicht eher eine hypothetische Frage. So weit sind wir noch nicht, so eng sind die Kapazitäten derzeit nicht. Außerdem sollte das Geschäftsmodell so ausgerichtet sein, dass der Internet Service Provider mit den erzielten Einnahmen in den weiteren Ausbau der Kapazitäten investieren kann.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia:</strong> Aber hat es sich nicht auch beim Rundfunk oder den Kabelnetzen gezeigt, dass man dem Markt allein nicht trauen kann?<br />
<strong>Christof Weinhardt:</strong> Das Internet ist ein viel komplexeres Gebilde, das mit dem Kabelnetz überhaupt nicht vergleichbar ist. Man kann das komplett dezentral organisierte Internet nicht ständig “durchkontrollieren“. Das ist alleine technisch schon nicht möglich. Der richtigere Weg ist deshalb, auf gewisse Grundregeln zu setzen, beispielsweise auf Transparenz, und ihre Durchsetzung punktuell zu prüfen. Es muss bindende Regeln geben, die zum Beispiel die Bundesnetzagentur mitgestalten sollte. Und darüber hinaus wird vor allem die Internetcommunity über die Einhaltung wachen. Was die Tarife angeht, glaube ich schon, dass der Markt viel richten wird – wie gesagt, meines Erachtens muss es Grundtarife geben, mit denen man auf alles, was frei erhältlich ist, zugreifen kann. Um gewisse Dienste oder Inhalte schneller zu bekommen, kann man zusätzlich zahlen. Es kann nicht sein, dass all diejenigen, die einen geringen Grundbedarf haben, diejenigen vollständig mitfinanzieren, die täglich 3D-Onlinespiele spielen oder Videos streamen. Da stellt sich die Frage, ob das fair ist.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Über Prof. Dr. Christof Weinhardt</strong></p>
<ul>
<li>1981 &#8211; 1986 Wirtschaftsingenieurstudium, Informatik</li>
<li>1986 &#8211; 1994 Promotion, Habilitation in BWL und VWL am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik</li>
<li>1994 &#8211; 1995 Universität Bielefeld – Professur für Quantitative BWL</li>
<li>1995 &#8211; 2000 Universität Gießen – Professur für BWLWirtschaftsinformatik</li>
<li>Seit 2000 Universität Karlsruhe – Professur für Informationsbetriebswirtschaftslehre</li>
<li>Seit 2005 Direktor am FZI, Karlsruhe</li>
<li>Seit 2008 Direktor am Karlsruhe Service Research Institute</li>
</ul>
<p>Weitere Informationen: <a href="http://www.promedia-berlin.de/">promedia</a></p>
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			<wfw:commentRss>http://www.goldmedia.com/blog/2010/10/promedia-interview-mit-prof-dr-cristof-weinhardt-prodekan-fur-forschung-der-fakultat-fur-wirtschaftswissenschaften-am-kit-man-kann-das-internet-nicht-standig-durchkontrollieren/feed/</wfw:commentRss>
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		<title>Goldmedia-Kolumne: „Wo bist du gerade?“: Location Based Services im Aufwind</title>
		<link>http://www.goldmedia.com/blog/2010/06/goldmedia-kolumne-%e2%80%9ewo-bist-du-gerade%e2%80%9c-location-based-services-im-aufwind/</link>
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		<pubDate>Thu, 03 Jun 2010 08:00:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Katrin Penzel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienbote-Kolumne]]></category>
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		<category><![CDATA[mobiles Internet]]></category>
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		<description><![CDATA[Das Internet wird mobil und damit auch lokal: Standortbezogene Dienste wie Foursquare, Gowalla, Googles Latitude oder das deutsche Friendticker sind in aller Munde. „Foursquare wird das Twitter 2010“ kündigte der US-Branchendienst „Mashup“ vollmundig an. Erneut werden die sogenannten Location Based Services (LBS) als die nächste Evolutionsstufe des Internets und Nachfolger der sozialen Netzwerke gehandelt. Der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Das Internet wird mobil und damit auch lokal: <strong>Standortbezogene Dienste</strong> wie <strong>Foursquare</strong>, <strong>Gowalla</strong>, <strong>Googles Latitude</strong> oder das deutsche<strong> Friendticker</strong> sind in aller Munde. „Foursquare wird das Twitter 2010“ kündigte der US-Branchendienst „Mashup“ vollmundig an. Erneut werden die sogenannten <strong>Location Based Services (LBS)</strong> als die nächste Evolutionsstufe des Internets und Nachfolger der <strong>sozialen Netzwerke</strong> gehandelt. Der Unterschied: Sie setzen auf das immer leistungsfähigere Mobilfunknetz und verbinden so World Wide Web und reale Welt.</p>
<div id="attachment_2085" class="wp-caption alignleft" style="width: 150px"><a href="http://www.goldmedia.com/blog/wp-content/uploads/2010/06/Foto-Jana-Lipovski.jpg"><img class="size-full wp-image-2085" title="Jana Lipovski" src="http://www.goldmedia.com/blog/wp-content/uploads/2010/06/Foto-Jana-Lipovski.jpg" alt="Jana Lipovski" width="140" height="185" /></a><p class="wp-caption-text">Jana Lipovski</p></div>
<p style="text-align: justify;">Das Prinzip ist bei allen Anbietern gleich: Mit Hilfe <strong>kleiner Softwareprogramme und GPS-fähigen Handys</strong> können die User von <strong>Foursquare</strong> und Co. ihren Aufenthaltsort posten. Sie können Bars, Restaurants, Shops oder andere Punkte markieren, diese mit Empfehlungen oder Kritik versehen und dazu auch Freunde kontaktieren. Gleichzeitig sieht der Nutzer, welche Tipps andere bereits gegeben haben und welche Locations oder Freunde gerade in der Nähe sind.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein Eldorado für die Werbewirtschaft? Vielleicht. Location-Dienste gelten als vielversprechende Anwendung für das <strong>mobile Internet</strong>, lässt sich doch erstmals der tatsächliche Aufenthaltsort eines potentiellen Kunden mit konkreten Angeboten und Werbeinformationen direkt am <strong>Point of Sale</strong> verknüpfen: <strong>Werbung</strong>, die am richtigen Ort auf den richtigen Kunden trifft – ein langgehegter Traum aller Marketingverantwortlichen – und die konkrete Möglichkeit, aus dem <strong>mobilen Internet</strong> Kapital zu ziehen. Vor der zielgerichteten <strong>lokalen Werbung</strong> steht aber immer noch ein immenser Planungsaufwand.<span id="more-2083"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Doch das schreckt Trendsetter nicht ab: Es ist vor allem die Fashion-, Club- und Restaurantszene, die von der Verknüpfung der On- und Offline-Welt profitieren will. So nutzen bereits die ersten großen Marken die neuen Interaktionsmöglichkeiten von<strong> Foursquare</strong> und Co., wie etwa <strong>Diesel</strong>: Die Jeansmarke schickte unlängst allen Foursquare-Nutzern, die sich in der Nähe des New Yorker Flagship-Store „eingecheckt“ hatten, ein spezielles Sonderangebot auf ihr Handy. Oder<strong> Starbucks</strong>: Die Kaffeekette gab kürzlich die Einführung eines 1$-Rabatts für Diejenigen mit den häufigsten „Check-ins“ in ihren Filialen bekannt. Im Unterschied zu vielen anderen <strong>sozialen Netzwerken</strong> scheint es Foursquare und Co. damit zu gelingen, nicht nur User zu sammeln, sondern mit ihren Angeboten und Userdaten auch Geld zu verdienen.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Wachstumsraten des 2009 gegründeten Start-Up-Unternehmens Foursquare sind eindrucksvoll: Anfang Mai 2010 verkündete einer der Entwickler via Twitter den 40-millionsten „Check-in“. Fünf Wochen zuvor waren es erst halb so viele. Täglich kommen laut Foursquare 15.000 neue User hinzu. Mit rund einer Million Benutzern erreicht das Start-Up zwar nicht annähernd die Größe des Branchenriesen Facebook – spätestens die Kaufofferten von Big Playern wie Yahoo oder Microsoft jedoch zeigen, wie attraktiv das Konzept zu sein scheint. So planen auch andere Netzwerke bereits eigene <strong>Location-Apps</strong>: Das deutsche Qype ebenso wie das scheinbar übermächtige Facebook, das in diesem Zusammenhang eine Partnerschaft mit McDonald´s avisiert hat.</p>
<p style="text-align: justify;">Wachstumsmotor dieser Dienste ist die steigende Penetration der <strong>GPS-fähigen Smartphones</strong>. Auch in Deutschland nimmt die Anzahl kontinuierlich zu: Nach BITKOM-Angaben besaß bereits 2009 jeder fünfte Mobilfunknutzer ein Smartphone und kann damit jederzeit seinen Standort posten. Foursquare wie das deutsche Pendant Friendticker motivieren die Nutzer mit vielen spielerischen Komponenten, sich möglichst oft zu lokalisieren: Durch das „Einchecken“ in Restaurants, Bars oder anderen Standorten kann man Punkte sammeln, sogenannte Badges gewinnen oder sich zum „Mayor“ küren lassen.</p>
<p style="text-align: justify;">Nicht überraschen dürfte, dass diese Dienste deutsche Verbraucher- und Datenschützer hellhörig machen. <strong>Standort-Sharing</strong> besitzt zweifelsohne die berühmte Kehrseite der Medaille: Denn „checkt“ man in einer Bar ein, heißt das auch: Man befindet sich an einem Ort ganz sicher nicht – nämlich zuhause. Diesen Fakt griff PleaseRobMe.com auf sehr charmante Weise auf. „Raising awareness about oversharing“ war das erklärte Ziel der Website, die sich an Möchtegern-Diebe wendete. Hier wurden die auf Foursquare und Twitter veröffentlichten Check-ins aggregiert. Zu sehen war ein nach Name und Ort gefilterter Livestream. Bei Check-in an einem anderen Standort wurden die Wohnungen als „recent empty homes“ und „new opportunities“ bezeichnet.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Anbieter selbst wiegeln kritische Stimmen ab: Die User hätten volle Kontrolle über ihre Daten und über den An- und Ausschaltknopf. „Wo bist du gerade?“ Zumindest unter den Internet-Freaks könnte dies zur Frage des Jahres 2010 werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Autorin: Jana Lipovski, Consultant Goldmedia GmbH</p>
<p style="text-align: justify;">Weitere Informationen: <a href=" http://www.goldmedia.com/aktuelles.html _self">http://www.goldmedia.com/aktuelles.html</a></p>
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		<title>Goldmedia-Kolumne: Boomender Datenverkehr im Mobilfunk – Das Ende der Minutenpreise?</title>
		<link>http://www.goldmedia.com/blog/2010/04/goldmedia-kolumne-boomender-datenverkehr-im-mobilfunk-%e2%80%93-das-ende-der-minutenpreise/</link>
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		<pubDate>Thu, 22 Apr 2010 08:51:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Katrin Penzel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienbote-Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Dividende]]></category>
		<category><![CDATA[iPhone]]></category>
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		<description><![CDATA[Der mobile Datenabruf weltweit übertraf im März 2010 erstmals den Datenverkehr der Sprachtelefonie. Allein in Deutschland hat sich das transportierte Datenvolumen in Mobilfunknetzen im Zeitraum 2007 bis 2009 von 3,5 Millionen Gigabyte auf 33,5 Millionen Gigabyte erhöht und damit nahezu verzehnfacht. Goldmedia erwartet, dass der Datenverkehr auch in den kommenden Jahren rasant zunehmen wird. Der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Der <strong>mobile Datenabruf</strong> weltweit übertraf im März 2010 erstmals den <strong>Datenverkehr der Sprachtelefonie</strong>. Allein in Deutschland hat sich das transportierte Datenvolumen in <strong>Mobilfunknetzen</strong> im Zeitraum 2007 bis 2009 <strong>von 3,5 Millionen Gigabyte auf 33,5 Millionen Gigabyte</strong> erhöht und damit nahezu verzehnfacht. Goldmedia erwartet, dass der Datenverkehr auch in den kommenden Jahren rasant zunehmen wird. Der Preisverfall bei mobilen Endgeräten wie <strong>Smartphones</strong>, <strong>Netbooks und Tablets</strong> sowie die immer günstigeren Datenservices fördern diesen Prozess nachhaltig.</p>
<div id="attachment_1954" class="wp-caption alignleft" style="width: 163px"><a href="http://www.goldmedia.com/blog/wp-content/uploads/2010/04/Thomas_Schuster.jpg"><img class="size-medium wp-image-1954" title="Thomas_Schuster" src="http://www.goldmedia.com/blog/wp-content/uploads/2010/04/Thomas_Schuster-203x300.jpg" alt="Thomas Schuster" width="153" height="226" /></a><p class="wp-caption-text">Thomas Schuster, Goldmedia GmbH</p></div>
<p style="text-align: justify;">Die weitere Entwicklung des <strong>mobilen Internets</strong> in Deutschland hängt maßgeblich von der aktuellen Frequenzversteigerung der Bundesnetzagentur ab. So kommen die bisher ungenutzten UMTS-Frequenzen und die freigewordenen Frequenzen der sogenannten „<strong>Digitalen Dividende</strong>“ unter den Hammer &#8211; jenes Frequenzspektrum, mit dem  der Ausbau der Mobilfunknetze der vierten Generation <strong>LTE (Long Term Evolution)</strong> möglich wird. Die vier mitbietenden Mobilfunkanbieter wollen sich mit der LTE-Leistung von <strong>100 Mbit/s pro Funkzelle</strong> für den zukünftigen Datenansturm rüsten. Eine weitere Ausbaustufe namens LTE advanced soll später sogar bis zu 1 Gbit/s ermöglichen.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Versteigerung wirft allerdings auch Fragen auf: Zunächst ist da die berechtigte Skepsis, ob es unmittelbar nach der Frequenzversteigerung den rapiden <strong>Ausbau der LTE-Netze</strong> überhaupt geben wird. Versprochen ist dies zwar von den Mobilfunk-Providern, doch neben den hohen Kosten für den Erwerb der Frequenzen wären erhebliche Investitionen für den Ausbau der Netze erforderlich. Angesichts sinkender Umsätze aus Sprachtelefonie und den derzeit erst langsam zunehmenden Erlösen aus dem Datengeschäft dürfte die Finanzierung eine ziemliche Herausforderung sein. Neben der ökonomischen stellt sich aber auch eine andere Frage &#8211; nämlich die, ob der <strong>Hoffnungsträger LTE </strong>dem rasant wachsenden Datenansturm überhaupt gerecht werden kann. Die Penetration von Endgeräten wie etwa das <strong>iPhone</strong> ist derzeit noch vergleichsweise gering, dennoch ist schon jetzt das Datenvolumen enorm angewachsen. Erst 15 Prozent der deutschen Bevölkerung besitzt heute ein <strong>Smartphone</strong>. Wenn diese Zahl in den kommenden Jahren stark ansteigen wird, kann man erahnen, wie hoch die Anforderungen an die mobilen Datennetze sein werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Noch sorgt die mobile Sprachtelefonie für den Großteil des Mobilfunkumsatzes. Noch beschränkt sich die Mehrheit der Kunden auf Sprachtelefonie und Kurzmitteilungen. Aber – das Nutzungsverhalten ist im Wandel und die traditionelle Mobiltelefonie wird weiter an Bedeutung verlieren. Letzte Bastionen sind bereits gefallen: So erlauben inzwischen <strong>O2</strong> und die<strong> Deutsche Telekom</strong> auch über <strong>VoIP-Software</strong> wie Skype mobiles Telefonieren.</p>
<p style="text-align: justify;">Nach der Frequenzversteigerung werden die Anbieter das mobile Internet mit <strong>LTE</strong> flächendeckend ermöglichen müssen. Wie lange dieses Netz allerdings den Ansprüchen der mobilen Internetversorgung genügen kann, wird sich in wenigen Jahren herausstellen. Eines aber ist schon jetzt sicher: Das Ende der Minutenpreise naht.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Autor: Thomas Schuster, Goldmedia GmbH</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Weitere Informationen: </strong><a href="http://www.goldmedia.com/aktuelles.html">http://www.goldmedia.com/aktuelles.html</a></p>
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		<title>LTE:  4. Mobilfunkgeneration liefert mehr Breitband für alle und vor allem überall hin</title>
		<link>http://www.goldmedia.com/blog/2010/01/lte-4-mobilfunkgeneration-liefert-mehr-breitband-fur-alle-und-vor-allem-uberall-hin/</link>
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		<pubDate>Thu, 14 Jan 2010 09:16:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias Birkel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Goldmedia GmbH Strategy Consulting]]></category>
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		<description><![CDATA[2009 war das Jahr, in dem mobiles Internet auch in Deutschland endgültig den Massenmarkt erreicht hat. Facebook-Meldungen und Twitter-Nachrichten werden mittlerweile fast genauso selbstverständlich ins Handy getippt wie SMS. Die Erträge aus mobilen Datendiensten (ohne SMS/MMS wohlgemerkt) machten 2009 schon rund 14 Prozent der gesamten Mobilfunkumsätze aus. Die Zahl der heruntergeladenen iPhone Apps schoss im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">2009 war das Jahr, in dem <strong>mobiles Internet</strong> auch in Deutschland endgültig den Massenmarkt erreicht hat. <strong>Facebook</strong>-Meldungen und <strong>Twitter</strong>-Nachrichten werden mittlerweile fast genauso selbstverständlich ins Handy getippt wie<strong> SMS</strong>. Die Erträge aus <strong>mobilen Datendiensten</strong> (ohne SMS/MMS wohlgemerkt) machten 2009 schon rund 14 Prozent der gesamten <strong>Mobilfunkumsätze</strong> aus. Die Zahl der heruntergeladenen <strong>iPhone Apps</strong> schoss im letzten Quartal 2009 binnen drei Monaten von zwei auf beachtliche drei Milliarden weltweit.</p>
<div id="attachment_1424" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.goldmedia.com/blog/wp-content/uploads/2010/01/Grafik_LTE_1.jpg"><img class="size-medium wp-image-1424" title="Grafik_LTE_1" src="http://www.goldmedia.com/blog/wp-content/uploads/2010/01/Grafik_LTE_1-300x195.jpg" alt="" width="300" height="195" /></a><p class="wp-caption-text">Mobile Übertragungskosten pro Bit</p></div>
<p style="text-align: justify;">Mit <strong>LTE („Long Term Evolution“)</strong> steht nun der <strong>UMTS</strong>-Nachfolgestandard bereit. Damit werden Downloadgeschwindigkeiten von 100 Mbit/s und mehr pro Funkzelle erreicht. Da kommen selbst die schnellsten gängigen <strong>DSL-Technologien</strong> kaum noch mit. Natürlich sind dies zunächst Laborwerte, die wohl in der Praxis kaum erreicht werden. Auch steigt und fällt die Leistungsfähigkeit einer mobilen Internetverbindung stets mit der Zahl der gleichzeitigen Nutzer. Dennoch: die erreichbaren Geschwindigkeiten sind im mobilen Internet bislang konkurrenzlos.</p>
<p style="text-align: justify;">In Stockholm und Oslo wurden Ende 2009 erste <strong>LTE-Netze</strong> bereits in Betrieb genommen. Auch in Deutschland finden erste Pilotprojekte statt. So testet Vodafone derzeit gemeinsam mit dem WDR und der Landesanstalt für Medien (LfM) in Nordrhein-Westfalen LTE. Dabei finden für LTE diejenigen Frequenzbereiche Verwendung, die als sogenannte <strong>Digitale Dividende</strong> durch das digitale terrestrische Fernsehen frei geworden sind.<span id="more-1421"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Die zusätzlichen <strong>mobilen Bandbreiten</strong> bieten jedoch nicht nur mehr Geschwindigkeit. Sie sind auch zunehmend nötig, um den sehr stark steigenden mobilen Internettraffic zu bedienen. Und es ist noch ein anderer hübscher Effekt zu beobachten: Die Kosten für den Datenverkehr sinken weiter deutlich. Gegenüber UMTS liegen die Kosten pro Bit bei nur rund einem Viertel.</p>
<p style="text-align: justify;">LTE liefert als <strong>4. Mobilfunkgeneration (4G) </strong>damit die Infrastruktur für die nächste Generation mobiler Endgeräte. Unmissverständlich war die zentrale Botschaft von <strong>Microsoft</strong>-Chef Steve Ballmer auf der CES Consumer Trade Show in Las Vegas, dass Windows 7 ein Thema für alle und vor allem für mobile Plattformen sei. Windows 7-fähige <strong>Tablet PCs </strong>bekommen mit „Slate“ dazu einen eigenen Namen. Und auch bei <strong>Apple</strong> halten sich die Gerüchte um einen Tablet Mac bzw. einen überdimensionierten (und selbstverständlich internetfähigen) iPod touch hartnäckig. Vermutlich trägt die nächste iPhone-Generation „4G“ den neuen Mobilfunkstandard bereits im Namen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>LTE</strong> bietet jedoch nicht nur ein Mehr für das Gros verwöhnter Nutzer, die zu Hause per DSL und unterwegs mit UMTS oder dessen großen Bruder HSDPA surfen. Wo eine Erschließung mit DSL zu teuer ist, könnte LTE sogar die Grundversorgung mit Breitbandinternet liefern. Im zweiten Quartal 2010 werden die Kapazitäten der digitalen Dividende an die Mobilfunkprovider versteigert. Wenn diese auch im ländlichen Raum für LTE genutzt werden, dann könnte sich für einige, von der großen, weiten Breitbandwelt immer noch abgeschnittene Regionen in Deutschland endlich ein Ausweg aus dem Tal der Breitbandlosen eröffnen.</p>
<p><strong>Autor: Mathias Birkel, Consultant Goldmedia GmbH Media Consulting &amp; Research</strong></p>
<p><strong>Weitere Informationen</strong>: <a href="../../aktuelles.html">http://www.Goldmedia.com/aktuelles.html</a></p>
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		<title>Skype meets Mobile</title>
		<link>http://www.goldmedia.com/blog/2009/06/skype-meets-mobile/</link>
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		<pubDate>Thu, 11 Jun 2009 06:00:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Klaus Goldhammer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Goldmedia GmbH Strategy Consulting]]></category>
		<category><![CDATA[Medienbote-Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Internet-Telefonie]]></category>
		<category><![CDATA[IP-Telefonie]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Sprachtarif-Mauern im Mobilfunk zerkrümeln: T-Mobile und Vodafone erlauben ab sofort die Nutzung von IP-Telefonie über ihre Netze. Wenn auch leise, so setzt sich damit auch in der Mobilfunkbranche die IP-Revolution durch. Die Einführung von Mobile-VoIP (Voice over IP) wird die Nachfrage nach Datenflatrates steigern und damit langfristig die bisherigen Sprachdienste substituieren. Die lang geforderten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_481" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><img class="size-full wp-image-481" title="skype_meets_mobile_final_ne" src="http://www.goldmedia.de/blog/wp-content/uploads/2009/06/skype_meets_mobile_final_ne.jpg" alt="Entwicklung mobile ARPUs in Deutschl. vs. Skype Nutzer weltweit" width="250" height="160" /><p class="wp-caption-text">Entwicklung mobile ARPUs in Deutschl. vs. Skype Nutzer weltweit</p></div>
<p>Die Sprachtarif-Mauern im Mobilfunk zerkrümeln: T-Mobile und Vodafone erlauben ab sofort die Nutzung von <strong>IP-Telefonie</strong> über ihre Netze. Wenn auch leise, so setzt sich damit auch in der Mobilfunkbranche die IP-Revolution durch. Die Einführung von <strong>Mobile-VoIP</strong> (Voice over IP) wird die Nachfrage nach Datenflatrates steigern und damit langfristig die bisherigen Sprachdienste substituieren. Die lang geforderten Preissenkungen für <strong>mobiles Internet</strong> dürften damit endlich vor der Tür stehen. Die Folge ist zunächst ein weiteres Absinken des ARPUs (Average Revenue Per User) der deutschen Mobilfunkanbieter (siehe Grafik), die sich langfristig jedoch stabilisieren werden.</p>
<p>Es war nur eine Frage der Zeit, bis VoIP-Anbieter wie<strong> Skype</strong> oder Fring auch die Mobilfunkwelt erobern würden. Bereits Ende März dieses Jahres fand Skype seinen Weg in den App Store von<br />
Apple und wurde innerhalb von nur zwei Tagen über eine Million Mal für das iPhone heruntergeladen. T-Mobile proklamierte sofort eine Unterbindung der VoIP-Aktivitäten in ihrem Netz, musste sich jedoch schon im Mai aufgrund der Einführung weiterer Software-Versionen für diverse Handyhersteller dem Druck des Marktes geschlagen geben.</p>
<p>Ganz nach dem Credo: „If you can’t beat them, join them“ haben sich T-Mobile und Vodafone nun zu speziellen VoIP-Datentarifen bekannt und setzen darauf, die absehbaren Umsatzausfälle in ihrem Kerngeschäft dadurch abzufedern.</p>
<p>Die anfangs geplante Unterbindung der Internet-Telefonie ist sehr wahrscheinlich aber auch aus technologischen Gründen gescheitert, da es äußerst aufwendig ist, die sich ständig ändernden Ports von Skype und damit die Übertragung von Sprache in Form von Datenpaketen zu blockieren.</p>
<p>Dem Endkunden kann diese Entwicklung nur recht sein: Ihn erwarten in den nächsten Jahren weiter sinkende Preise für Mobile-Datenflatrates, kostenloses länderübergreifendes Telefonieren und ein weiterer Ausbau des mobilen Breitbandnetzes.</p>
<p>Autoren:<br />
Dr. Klaus Goldhammer, Geschäftsführer Goldmedia GmbH<br />
Nicolas Meibohm, Junior Consultant Goldmedia GmbH</p>
<p>Weitere Informationen zu Goldmedia: <a href="http://www.goldmedia.com/aktuelles.html">http://www.goldmedia.com/aktuelles.html</a></p>
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