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	<title>GOLDMEDIA Blog &#187; LTE</title>
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	<description>Das Blog der Goldmedia Gruppe</description>
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		<title>LTE ist die Zukunft der Kommunikation. Zoltán Bickel, Director LTE Commercialisation Vodafone Deutschland, im Gespräch mit promedia</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Nov 2011 09:00:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Promedia das medienpolitische Magazin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Promedia schreibt im GOLDMEDIA Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Long Term Evolution]]></category>
		<category><![CDATA[LTE]]></category>
		<category><![CDATA[Mobilfunktechnologie]]></category>
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		<category><![CDATA[weiße Flecken]]></category>

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		<description><![CDATA[Vodafone Deutschland hat mit dem flächendeckenden Ausbau und dem Fokus auf die Mobilfunktechnologie der vierten Generation LTE (Long Term Evolution) die strategische Stoßrichtung für die Zukunft definiert. Seit dem Ausbaustart der neuen Mobilfunktechnik in den bisher unterversorgten ländlichen Gebieten erreicht Vodafone heute bereits rund fünf Millionen Haushalte mit LTE. Als erstes Ballungsgebiet hat Vodafone das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vodafone Deutschland hat mit dem flächendeckenden Ausbau und dem Fokus auf die Mobilfunktechnologie der vierten Generation LTE (Long Term Evolution) die strategische Stoßrichtung für die Zukunft definiert. Seit dem Ausbaustart der neuen Mobilfunktechnik in den bisher unterversorgten ländlichen Gebieten erreicht Vodafone heute bereits rund fünf Millionen Haushalte mit LTE. Als erstes Ballungsgebiet hat Vodafone das LTE-Netz in Düsseldorf in Betrieb genommen. Gleichzeitig bereitet Vodafone auch die neue innovative Set-Top-Box von Vodafone TV für die Nutzung über LTE vor und entwickelt sie für das heimische Netzwerk weiter.</strong></p>
<div id="attachment_4431" class="wp-caption alignleft" style="width: 162px"><a href="http://www.goldmedia.com/blog/wp-content/uploads/2011/11/Zoltan-Bickel.jpg"><img class="size-medium wp-image-4431" title="Zoltan Bickel" src="http://www.goldmedia.com/blog/wp-content/uploads/2011/11/Zoltan-Bickel-219x300.jpg" alt="Zoltan Bickel" width="152" height="209" /></a><p class="wp-caption-text">Zoltan Bickel</p></div>
<p><strong>promedia: </strong>Herr Bickel,  Sie haben mit dem Aufbau der LTE-Strecken begonnen. Wie ist der Stand der Abdeckung?<strong><br />
Zoltán Bickel:</strong> Vodafone Deutschland hat mit dem LTE-Ausbau bereits im 4. Quartal letzten Jahres in bundesweit in bisher unterversorgten ländlichen Regionen begonnen und bietet seit Dezember 2010 als erster Netzbetreiber seinen Kunden LTE-Tarife und LTE-Hardware an. Schon heute kann Vodafone deutschlandweit mehr als sechs Millionen Haushalte in mehreren Tausend Orten und Gemeinden mit der neuen Mobilfunk­generation versorgen. Wöchentlich kommen zahlreiche neu versorgte Orte und Gemeinden hinzu und in den nächsten Monaten sollen die weißen Flecken auf der Internet-Landkarte verschwunden sein.</p>
<p><strong>promedia: </strong>Sie müssen zuerst die sogenannten weißen Flecken versorgen. Wann wird das abgeschlossen sein?<strong><br />
Zoltán Bickel:</strong> In den Bundesländern NRW, Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Saarland, Rheinland-Pfalz sind die bei der Versteigerung der Frequenzen der so genannten Digitalen Dividende – also dem Frequenzband um 800 MHz – gemachten Versorgungsverpflichtungen bereits erfüllt. Das bedeutet, dass in diesen Bundesländern die gemeldeten weißen Flecken bereits beseitigt wurden.</p>
<p><strong>promedia: </strong>Wie leistungsfähig sind in diesen Gebieten dann die Breitbandanschlüsse?<strong><br />
Zoltán Bickel:</strong> Wir bieten von Beginn an Geschwindigkeiten von 3 Megabit pro Sekunde an. Je nach Standort sowohl auf dem Land als auch in der Stadt sind signifikant höhere Geschwindigkeiten von bis zu 50 Megabit pro Sekunde möglich. Mit den ersteigerten 20 MHz <span id="more-4416"></span>im gepaarten 2,6 GHz-Band garantiert Vodafone Spitzengeschwindigkeiten bei der Zukunftstechnologie LTE. Weitere 25 MHz ungepaartes Spektrum im 2,6 GHz-Band bieten darüber hinaus zusätzliche Kapazitätsreserven für das erwartete Wachstum der Zukunft.</p>
<p><strong>promedia: </strong>Ist es möglich, mit ihren jetzigen Aktivitäten flächendeckend eine Breitbandversorgung von mindestens 2 Mbit/s zu erreichen?<strong><br />
Zoltán Bickel:</strong> Ja. Auch auf dem Land – in den bisherigen weißen Flecken – bieten wir von Beginn an sogar noch höhere Geschwindigkeiten als von der Politik gefordert an. Die weißen Flecken werden sehr schnell beseitigt und ähnlich wie heute bei GSM, wo wir 99 Prozent der Bevölkerung versorgen können wird auch LTE in Zukunft nahezu flächendeckend verfügbar sein.</p>
<p><strong>promedia: </strong>Wie wird LTE dann weiter ausgebaut?<strong><br />
Zoltán Bickel:</strong> Zunächst erfüllen wir die Versorgungsverpflichtungen und gehen dann mit LTE auch in die Städte, wie derzeit in Düsseldorf. So wird LTE als mobile Breitband-Technologie der Zukunft schon bald flächendeckend zur Verfügung stehen.</p>
<p><strong>promedia: </strong>Es gab immer wieder Meldung über technische Störungen durch LTE. Ist das inzwischen ausgeräumt?<strong><br />
Zoltán Bickel:</strong> Nur wenigen Monate nach Versteigerung der Frequenzen hat Vodafone Deutschland bereits LTE für Kunden verfügbar gemacht. In Rekordzeit wurde damit eine komplett neue Technologie eingeführt und es erstaunt sogar Experten, wie unproblematisch der Aufbau erfolgt. Wir sind beim Aufbau des neuen Netzes sogar so schnell, dass die Bundesnetzagentur nicht mehr mit der Bearbeitung der notwendigen Anträge hinterherkommt. Aber wir sind sehr zuversichtlich, dass auch diese Schwierigkeit bald ausgeräumt ist.</p>
<p><strong>promedia: </strong>Mit welchen Kosten ist für Sie der Aufbau eines LTE-Netzes verbunden?<strong><br />
Zoltán Bickel:</strong> Allein in den letzten zehn Jahren hat Vodafone Deutschland bis zu zwei Milliarden Euro pro Jahr aus eigenen Mitteln in seine Netze investiert. In die Versteigerung der Frequenzen haben wir 1,43 Milliarden Euro investiert und werden unsere schon heute bestehende starke Position bei UMTS weiter ausbauen &#8211; ohne öffentliche Gelder.</p>
<p><strong>promedia: </strong>Wird der Ausbau der mobilen Breitbandversorgung auch zu neuen Produkten von Vodafone führen?<strong><br />
Zoltán Bickel:</strong> Zur Einführung von LTE im Dezember letzten Jahres hat Vodafone Deutschland als erster Anbieter passend zu den LTE-Tarifen einen LTE Surfstick anbieten können, mit dem Kunden bequem und schnell mit Ihrem PC oder Notebook surfen. Ergänzend gibt es ein so genanntes Sharing-Dock, das aus dem Surfstick einen WLAN-Router macht. Im Frühjahr 2011 dann hat Vodafone als erster Anbieter auch Sprachtelefonie über LTE wiederum mit der dazu passenden Hardware eingeführt. Über einen Router können damit sogar vorhandene Telefone und Anrufbeantworter genutzt werden, so dass der LTE-Anschluss zur besseren Festnetz-Alternative wird. Voraussichtlich Anfang November werden wir einen neuen Surftsick anbieten, der neben LTE auch UMTS und HSxPA sowie GPRS und EDGE unterstützt. Im Januar nächsten Jahres dann wird es erste Tablet-Computer und Smartphones für die Nutzung in unserem LTE-Netz geben.</p>
<p><strong>promedia: </strong>Kann LTE das Festnetz ersetzen?<strong><br />
Zoltán Bickel:</strong> Die zunehmende Nutzung mobiler Endgeräte wie Tablet-Computer und Smartphones zeigt deutlich, dass Verbraucher überall und jederzeit das Internet nutzen. Daher ist LTE die Zukunft der Kommunikation, denn die mobile Funk-Technologie bietet schon heute Geschwindigkeiten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde im Download und bis zu 50 Megabit pro Sekunde im Upload. Dies entspricht jeweils der mehrfachen Geschwindigkeit eines DSL-Anschlusses. Zudem ist ein DSL-Anschluss unflexibel und kann über WLAN nur in einem Umkreis von wenigen Metern genutzt werden kann. Die Funktechnologie bringt die Gesellschaft schnell, einfach und sicher ins Internet. Mit dieser überlegenen Technologie schaffen wir neue Möglichkeiten und Lösungen für die Kommunikation der Zukunft – auf dem Land und in den Städten in ganz Deutschland. Wo heute noch kabelgebundene Lösungen aufwändig und kostenintensiv verlegt werden müssen, hat LTE das Potenzial zur Gigabit-Technologie und bringt alleine durch den Geschwindigkeitsvorteil beim Ausbau einen hohen gesellschaftlichen Nutzen. Hiervon profitieren nach den ländlichen Regionen nun sukzessive immer mehr Städte. Insbesondere neue Kunden können wir so deutlich schneller mit Breitbandinternet versorgen und die bei der Telekom eingesparten TAL-Gebühren in unser Netz investieren. Daher ist die Zukunft der Kommunikation nicht mehr nur &#8216;mehr Bandbreite&#8217; sondern &#8216;Bandbreite plus Mobilität&#8217;.</p>
<p><strong>promedia: </strong>Die Grünen und auch die CDU/CSU fordern bei der Novellierung der TKG  eine Universaldienstverpflichtung für einen flächendeckenden Breitbandzugang in Deutschland. Welche Konsequenzen hätte das für Vodafone und andere Telekommunikationsunternehmen?<strong><br />
Zoltán Bickel:</strong> Ein Universaldienst per Glasfaser würde extrem teuer: im ländlichen Raum verschlingt jeder Anschluss einige tausend Euro. Die Komplettverkabelung Deutschlands würde nach Ansicht des VATM bis zu 100 Milliarden Euro kosten. Bezahlen müssten dies entweder Steuerzahler oder die Telefonkunden. Diskutiert wird auch ein monatlicher ‚Breitband-Euro’, der mit der Telefonrechnung abgeführt werden soll. Dann würden auch jene Bürger zur Kasse gebeten, die keinen superschnellen Netzzugang wünschen. Die meisten internetnutzer surfen ohnehin durchschnittlich mit 3 bis 6 Mbit/s, nur ein Prozent nutzt Geschwindigkeiten von 50 Mbit/s. ‚Fibre to the Bauernhof’ ist daher unserer Ansicht nach keine intelligente Lösung. Vielmehr plädieren wir für die Schaffung Digitaler Marktplätze. Das bedeutet: Die Hochgeschwindigkeitstechnik wird bis an zentrale Punkte der Ortschaften gelegt. Abhängig von den Interessen ihrer Bürger entscheiden die Gemeinden selbst, ob und wie sie die letzte Meile zum Endkunden über Kabel oder Mobilfunk überbrücken. Dieses finnische Erfolgsmodell ist technologieneutral, wettbewerbsfördernd und berücksichtigt die Wünsche der Verbraucher. Folgerichtig sehen Experten die Breitband-Republik Deutschland auf gutem Weg. Seit einem knappen Jahr schließen wir die digitale Kluft und tragen mit neuester Funk-Technik das Internet bis in den letzten Winkel der Republik und haben seit Herbst 2010 mehr als sechs Millionen Haushalte technisch erschlossen. Den Staat kostet das nichts, im Gegenteil: Bei der Frequenzauktion 2010 nahm er sogar insgesamt 4,4 Milliarden Euro für die Funklizenzen ein. Die Zukunft wird zeigen, dass LTE eine rasante Entwicklung in der Flächenabdeckung nehmen wird und in absehbarer Zeit für LTE-Kunden sogar die Teilnahme an der Gigabit-Gesellschaft möglich ist. Wozu also sollten kabelgebundene Lösungen in jedem Haushalt dienen, wenn schon heute klar ist, dass Verbraucher vor allem mobil das Breitband-Internet nutzen möchten?</p>
<p><strong>Zoltán Bickel,  Director LTE Commercialisation Vodafone Deutschland</strong></p>
<p><strong>Über Zoltán Bickel</strong></p>
<ul>
<li>Dipl.-Wirtsch. Ingenieur</li>
<li>2001 &#8211; 2007 Mannesmann/Arcor in verschiedenen Führungspositionen</li>
<li>Ab 2007 – 2009 Marketing Hauptabteilungsleiter bei Arcor/ Vodafone</li>
<li>2009 &#8211; 2010 verantwortlich für das weltweite Marketing von Festnetz- und Konvergenzprodukten für Business Kunden im Vodafone Headquarter in London</li>
<li>Seit Juli 2010 Verantwortlicher Direktor für die Markteinführung von LTE in Deutschland</li>
</ul>
<p>Weitere Informationen: <a href="http://www.promedia-berlin.de/">promedia</a><strong></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Mobiles Internet für Alle?, promedia-Artikel von Dr. Gunnar Bender, Leiter Unternehmenskommunikation &amp; Politik sowie Mitglied der Geschäftsleitung der E-Plus-Gruppe und Deniz Taskiran, Managerin Corporate Affairs bei E-Plus</title>
		<link>http://www.goldmedia.com/blog/2011/04/mobiles-internet-fur-alle-promedia-artikel-von-dr-gunnar-bender-leiter-unternehmenskommunikation-politik-sowie-mitglied-der-geschaftsleitung-der-e-plus-gruppe-und-deniz-taskiran-managerin-corpo/</link>
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		<pubDate>Fri, 29 Apr 2011 08:30:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Promedia das medienpolitische Magazin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Promedia schreibt im GOLDMEDIA Blog]]></category>
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Das mobile Internet verändert grundlegend die Funktionsbedingungen der digitalen Kommunikation. Angetrieben durch Konvergenzprozesse und die Fortentwickelung technischer Möglichkeiten steht heute nicht mehr allein der Zugriff auf Informationen, sondern zunehmend die soziale Interaktion im Vordergrund der Nutzungsformen. Menschen möchten in der Lage sein, jederzeit und überall miteinander in Kontakt zu treten. In Zukunft wird [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Das mobile Internet verändert grundlegend die Funktionsbedingungen der digitalen Kommunikation. Angetrieben durch Konvergenzprozesse und die Fortentwickelung technischer Möglichkeiten steht heute nicht mehr allein der Zugriff auf Informationen, sondern zunehmend die soziale Interaktion im Vordergrund der Nutzungsformen. Menschen möchten in der Lage sein, jederzeit und überall miteinander in Kontakt zu treten. In Zukunft wird sich dieser Trend noch verstärken: Bereits für 2011 prognostizieren Studien Werte einer mobilen Breitbandnutzung von über 30 Prozent der privaten Mobilfunknutzer.<a href="#_ftn1"><strong>[1]</strong></a> Der Fokus beim Wachstum mobiler Applikationen liegt dabei perspektivisch vor allem im Bereich der Sozialen Medien, Videodienste, ortsbezogener Dienste und Cloud-Anwendungen.</strong></p>
<div id="attachment_3603" class="wp-caption alignleft" style="width: 132px"><a href="http://www.goldmedia.com/blog/wp-content/uploads/2011/04/Dr_Gunnar_Bender.jpg"><img class="size-full wp-image-3603" title="Dr_Gunnar_Bender" src="http://www.goldmedia.com/blog/wp-content/uploads/2011/04/Dr_Gunnar_Bender.jpg" alt="Dr. Gunnar Bender" width="122" height="173" /></a><p class="wp-caption-text">Dr. Gunnar Bender</p></div>
<div id="attachment_3604" class="wp-caption alignleft" style="width: 130px"><a href="http://www.goldmedia.com/blog/wp-content/uploads/2011/04/Deniz_Taskiran.jpg"><img class="size-full wp-image-3604" title="Deniz_Taskiran" src="http://www.goldmedia.com/blog/wp-content/uploads/2011/04/Deniz_Taskiran.jpg" alt="Deniz Taskiran" width="120" height="173" /></a><p class="wp-caption-text">Deniz Taskiran</p></div>
<p>Um die daraus resultierende wachsende Nachfrage nach <strong>Kapazitäten</strong> und <strong>höheren Bandbreiten</strong> zu befriedigen, will die Bundesregierung im Rahmen ihrer <strong>Breitbandstrategie</strong> die flächendeckende Versorgung Deutschlands mit leistungsfähigen Breitbandanschlüssen und dem Aufbau von Netzen der nächsten Generation vorantreiben. Zugleich beabsichtigt die Europäische Kommission in ihrem Aktionsplan <strong>„Digitale Agenda“</strong> den Zugang der Europäer zum schnellen und ultraschnellen Internet zu verbessern. Dabei kommt insbesondere der <strong>mobilen Breitbandversorgung</strong> eine wichtige Rolle zu.</p>
<p>Die wirtschaftliche, soziale und politische Bedeutung des <strong>mobilen Internet</strong> zeigt, dass leistungsfähige Mobilfunkinfrastrukturen Gradmesser für eine offene Gesellschaft und moderne Volkswirtschaft sind. Um die damit verbundenen Herausforderungen bewältigen zu können, bedarf die Branche aber geeigneter Rahmenbedingungen für einen nachhaltig chancengleichen Wettbewerb. Hierzu gehören sowohl marktadäquate regulatorische Maßnahmen als auch eine ausreichende Frequenzausstattung aller Mobilfunkbetreiber.  <span id="more-3600"></span></p>
<p><strong>I. Technischer Erfolgsfaktor: Ausbau der Datennetze</strong></p>
<p>Die stetig wachsende Nachfrage der Verbraucher nach Internetzugängen, Anwendungen und Inhalten führt dazu, dass das Datenvolumen im Mobilfunk ein rasantes Wachstum verzeichnet. Bis 2015 wird es von heute 121 Mio. GB auf ca. 920 Mio. GB ansteigen.<a href="#_ftn2">[2]</a></p>
<p>Infolge dieser Entwicklung müssen die drahtlosen Zugangsnetze ausgebaut werden. Die zunehmende Bedeutung des<strong> Internet</strong> im privaten und unternehmerischen Bereich macht den Aus- und Aufbau geeigneter Infrastrukturen somit zu einer wichtigen Aufgabe der Zukunftsvorsorge. Aufgrund des steigenden Datenvolumens stellt dabei vor allem die Netzkapazität einen erfolgskritischen Faktor dar. Aus diesem Grund arbeiten die Mobilfunkbetreiber mit Hochdruck am Ausbau ihrer Datennetze. Die <strong>E-Plus Gruppe</strong> bspw. investiert bis 2012 rund zwei Milliarden Euro in den flächendeckenden Aufbau ihres HSPA+-Netzes. Darüber hinaus stellen sich gegenwärtig alle Netzbetreiber der wichtigen Aufgabe, die Entwicklung des jungen Mobilfunkstandards <strong>LTE</strong> voranzutreiben.</p>
<p>Um <strong>schnelle Internetverbindungen</strong> flächendeckend zeitnah zu ermöglichen, sind Frequenzen aus dem 900-MHz-Band besonders gut geeignet. Zum einen bieten diese – qualitativ gleichwertig mit der sog. <strong>Digitalen Dividende </strong>im 800-MHz-Bereich – aufgrund ihrer günstigen Wellenausbreitungseigenschaften die Chance, breitbandige Datendienste wirtschaftlich in der Fläche auszubauen. Der Vorteil des 900-MHz-Bands im Vergleich zur Digitalen Dividende liegt zum anderen darin, dass hier für Datendienste bereits heute ausreichend einsatzbereite Endgeräte verfügbar sind. Im 800-MHz-Bereich müssen massenmarktreife Endgeräte demgegenüber erst noch entwickelt werden – ein Prozess der unter Umständen noch Jahre dauern kann. Auf Grundlage der 900-MHz-Frequenzen könnte eine Versorgung ländlicher Räume mit Breitbandinternet indes ohne weitere Verzögerung beginnen.</p>
<p><strong>II. Wettbewerblicher Erfolgsfaktor: symmetrische Frequenzausstattung</strong></p>
<p>Mit der GSM-Änderungsrichtlinie 2009/113/EG hat die Europäische Union für den Frequenzbereich 900 MHz auch die rechtliche Grundlage für den Einsatz mobiler Breitbanddienste geschaffen. Die Richtlinie sieht die Flexibilisierung der Frequenznutzungsrechte im 900-MHz-Band vor. Mit diesem sog. Refarming wird die bisherige Beschränkung auf GSM-Dienste aufgehoben und die Nutzung für neue Technologien (bspw. UMTS, HSPA, LTE) geöffnet.</p>
<p>Allerdings sind die 900-MHz-Frequenzen unter den deutschen Mobilfunkanbietern derzeit gravierend ungleich verteilt. Dies hat zur Folge, dass die E-Netzbetreiber<a href="#_ftn3">[3]</a> nicht über ausreichend Spektrum verfügen, um vom Refarming profitieren zu können. Die Ursache liegt in historisch regulierungsbedingten Wettbewerbsverzerrungen im deutschen Mobilfunkmarkt.<a href="#_ftn4">[4]</a> Neben der sequentiellen Lizenzierung der Mobilfunknetzbetreiber wurde ein chancengleicher Wettbewerb v.a. durch die behördliche Ausgestaltung der Vergabeverfahren für neue Frequenzen behindert.  Lediglich die Deutsche Telekom und Vodafone könnten daher derzeit im 900-MHz-Band parallel Sprach- und Datendienste anbieten. Um in der Fläche vergleichbare Angebote zu schaffen, müssten die E-Netzbetreiber Datendienste auf Basis von 1800 MHz anbieten. Beim Ausbau der Datennetze müssen im 1800-MHz-Band aber deutlich mehr Basisstationen errichtet werden, was mit jährlichen Kostennachteilen in Millionenhöhe verbunden ist.<a href="#_ftn5">[5]</a></p>
<p>Aufgrund dessen besteht die Gefahr, dass die gegenwärtigen Asymmetrien zwischen den Netzbetreibern auf neue Mobilfunktechnologien übertragen werden. Die damit verbundenen Kostennachteile der E-Netzbetreiber führen zu hohen Netzkosten und geringerer Profitabilität im Vergleich zu Vodafone und der Deutschen Telekom.<a href="#_ftn6">[6]</a> Eine asymmetrische Frequenzverteilung am UMTS-, HSPA- und LTE-Markt würde dieses Ungleichgewicht festigen und die die Wettbewerbsintensität des Markts deutlich reduzieren. Die Konsequenz wäre ein gesamtwirtschaftlicher Schaden, den der Regulierungsökonom Prof. Torsten Gerpott<a href="#_ftn7">[7]</a> auf 350 Mio. Euro pro Jahr beziffert. Für die deutschen Verbraucher bedeutete dies letztlich höhere Endkundenpreise und einen aufgrund des geringen Wettbewerbsdrucks verlangsamten Ausbau des Breitbandinternet insbesondere in ländlichen Gebieten.</p>
<p><strong>III. Rechtlicher Erfolgsfaktor: Frequenzneuverteilung</strong></p>
<p>Um diese negativen Effekte zu vermeiden und stattdessen eine chancengleiche Frequenznutzungsflexibilisierung zu ermöglichen, ist eine Neuverteilung des 900-MHz-Spektrums unter den Mobilfunkbetreibern unverzichtbar. Das Spektrum sollte so umverteilt werden, dass die D-Netzbetreiber<a href="#_ftn8">[8]</a> ein gleich effizientes Netz wie bisher betreiben können, die Frequenznachteile der E-Netzbetreiber jedoch ausgeräumt werden. Die gesamtwirtschaftlichen Vorteile eines solchen Vorgehens würden die erforderlichen Umrüstungskosten der D-Netze (rund 27 Mio. Euro p.a.) deutlich übersteigen.<a href="#_ftn9">[9]</a></p>
<p>Die Umverteilung ist ultima ratio: Frequenzhandel, National Roaming oder gemeinsame Formen der Netznutzung sind zur Problemlösung ungeeignet, weil die finanzstärkeren und mit besserem Frequenzspektrum ausgestatteten D-Netzbetreiber hierbei erhebliche Wettbewerbsvorteile und größere Verhandlungsmacht hätten.</p>
<p>Eine Rechtsgrundlage um flexibilisierungsbedingten Wettbewerbsverzerrungen durch eine Frequenzumverteilung entgegenzuwirken sieht die Europäische Union in ihrer GSM-Richtlinie vor. Art. 1 Abs. 2 der Richtlinie gibt den Mitgliedstaaten auf, zu untersuchen ob aufgrund der bestehenden Zuteilung des 900-MHz-Bands Wettbewerbsverzerrungen auf den Mobilfunkmärkten wahrscheinlich sind. Anschließend sind die festgestellten Wettbewerbsverzerrungen unter Wahrung der Verhältnismäßigkeit zu beheben.</p>
<p>Hiermit ist der Bundesnetzagentur ein wirkungsvolles Instrument an die Hand gegeben, um die Frequenzen im 900-MHz-Band umzuverteilen.<a href="#_ftn10">[10]</a> Ein entsprechendes Verfahren hat sie im Juni 2010 eingeleitet, bislang aber noch nicht abgeschlossen. Es bleibt zu hoffen, dass sie die europäischen Vorgaben konsequent umsetzt und die Voraussetzungen für einen chancengleichen Wettbewerb um die flächendeckende Versorgung Deutschlands mit mobilem Breitbandinternet schafft.</p>
<p><strong>IV. Fazit</strong></p>
<p>Nur wenn es der Politik gelingt, die Rahmenbedingungen für Vielfalt und chancengleichen Wettbewerb der Mobilfunkanbieter zu schaffen, werden alle deutschen Verbraucher nachhaltig vom mobilen Breitbandinternet profitieren können. Der Bundesnetzagentur bietet sich hierzu mit der Umverteilung der 900-MHz-Frequenzen im Rahmen ihrer Flexibilisierung die Gelegenheit zu verhindern, dass sich die historisch gewachsenen Asymmetrien aufgrund der ungleichen Frequenzverteilung verfestigen. Angesichts der kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Bedeutung des mobilen Internet darf sich dieses Handlungsfenster nicht ungenutzt schließen.</p>
<p>Es gibt verschiedene juristische Möglichkeiten eine Frequenzumverteilung durchzuführen. Die GSM-Richtlinie bietet hierfür einen europarechtlichen Anknüpfungspunkt. Um dies in nationales Recht umzusetzen, sieht der aktuelle Regierungsentwurf zur Novellierung des Telekommunikationsgesetzes (TKG-RegE) nun ausdrücklich einen Widerrufsgrund für Frequenznutzungsrechte vor, „wenn nach der Frequenzzuteilung Wettbewerbsverzerrungen wahrscheinlich sind“ (§ 63 I Nr. 3). Weitere Impulse liefert der TKG-RegE auch indem er die Bundesnetzagentur ausdrücklich auffordert zu gewährleisten, „dass es im Bereich der Telekommunikation (…) keine Wettbewerbsverzerrungen oder -beschränkungen“ mehr gibt (§ 2 II Nr. 2) und in den „Wettbewerb zum Nutzen der Verbraucher“ zu schützen (§ 2 III Nr. 3). Ferner hat jüngst das Bundesverwaltungsgericht (Az. BVerwG 6 C 2.10) bestätigt, dass die Bundesnetzagentur zur Förderung chancengleichen Wettbewerbs Frequenzen mittels einer sog. Frequenzverlagerung umverteilen kann.</p>
<p>In Anbetracht dieser Sachlage sollte das wettbewerbspolitische Ziel der Mobilfunkregulierung sein, die aufgrund staatlicher Entscheidungen entstandenen Asymmetrien im deutschen Mobilfunkmarkt abzubauen und dadurch unter Mobilfunknetzbetreibern wirksamen Wettbewerb herzustellen. Nur auf diese Weise lassen sich die Wettbewerbsbedingungen auf dem Endkundenmarkt fördern, was wiederum attraktivere Endkundenangebote ermöglicht. Hierdurch können letztlich die Bedürfnisse der Mobilfunknutzer bestmöglich befriedigt werden.</p>
<p>Anderenfalls drohen den deutschen Verbrauchern erhebliche Wohlfahrtsverluste – und das gesellschaftspolitische Ziel des „mobilen Internet für alle“ wird wieder in weite Ferne rücken.</p>
<p><strong>Autoren: Dr. Gunnar Bender, Leiter Unternehmenskommunikation &amp; Politik  sowie Mitglied der Geschäftsleitung  der E-Plus-Gruppe und Deniz  Taskiran, Managerin Corporate Affairs bei E-Plus</strong></p>
<p>Weitere Informationen: <a href="http://www.promedia-berlin.de/">promedia</a></p>
<p><strong><br />
</strong></p>
<hr size="1" /><a href="#_ftnref1">[1]</a> http://www.bitkom.org/67386_67381.aspx.</p>
<p><a href="#_ftnref2">[2]</a> Booz &amp; Co., Zukunft der Telekommunikation, 2011.</p>
<p><a href="#_ftnref3">[3]</a> E-Plus und Telefonica O<sub>2</sub>.</p>
<p><a href="#_ftnref4">[4]</a> <em>Sörries</em>, Verpasste Chancen und zukünftige Handlungsoptionen im Mobilfunk, 2010.</p>
<p><a href="#_ftnref5">[5]</a> <em>Gerpott</em>, Öffnung von GSM-Frequenzen für UMTS-Angebote, 2008.</p>
<p><a href="#_ftnref6">[6]</a> <em>Gerpott</em>, Wettbewerbs- und Regulierungsimplikationen der 900 MHz-Frequenzausstattung von Mobilfunknetzbetreibern in Deutschland, 2010.</p>
<p><a href="#_ftnref7">[7]</a> <em>Gerpott</em>, Öffnung von GSM-Frequenzen für UMTS-Angebote, 2008.</p>
<p><a href="#_ftnref8">[8]</a> Deutsche Telekom und Vodafone.</p>
<p><a href="#_ftnref9">[9]</a> <em>Gerpott</em>, Öffnung von GSM-Frequenzen für UMTS-Angebote, 2008.</p>
<p><a href="#_ftnref10">[10]</a> <em>Holznagel</em>, Rechtsfragen in Zusammenhang mit der Flexibilisierung des 900 MHz-Spektrums aufgrund der RL 2009/114/EG.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Mobiles Internet: Bandbreiten und Preise steigen, weiße Flecken bleiben bestehen. Goldmedia Trendmonitor – Trends und Ausblick 2011</title>
		<link>http://www.goldmedia.com/blog/2010/12/mobiles-internet-bandbreiten-und-preise-steigen-weise-flecken-bleiben-bestehen-goldmedia-trendmonitor-%e2%80%93-trends-und-ausblick-2011/</link>
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		<pubDate>Wed, 22 Dec 2010 13:36:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Katrin Penzel</dc:creator>
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		<guid isPermaLink="false">http://www.goldmedia.com/blog/?p=3177</guid>
		<description><![CDATA[Was bringt das Jahr 2011 für die  Medien-, Entertainment- und    Telekommunikations-Branche? Im Goldmedia Trendmonitor    2011 geben Goldmedia-Experten in Form von  Kurzanalysen  einen Ausblick   auf wichtige Entwicklungen des Jahres 2011  in den  Bereichen Medien,   Telekommunikation, Entertainment  und  Internet.
Mobiles Internet





Dr. André Wiegand, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Was bringt das Jahr 2011 für die  Medien-, Entertainment- und    Telekommunikations-Branche? </strong><strong>Im Goldmedia </strong><strong>Trendmonitor    2011 geben Goldmedia-Experten in Form von  Kurzanalysen  einen Ausblick   auf wichtige Entwicklungen des Jahres 2011  in den  Bereichen </strong><strong>Medien,   Telekommunikation, Entertainment  und  Internet.</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Mobiles Internet</strong></p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<div class="mceTemp" style="text-align: justify;">
<dl class="wp-caption alignleft" style="width: 138px;">
<dt class="wp-caption-dt"><img title="Dr. André Wiegand, Geschäftsführer Goldmedia GmbH" src="http://www.goldmedia.com/uploads/pics/Andre_Wiegand_Goldmedia_Web_08.jpg" alt="Dr. André Wiegand, Geschäftsführer Goldmedia GmbH" width="128" height="180" /></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Dr. André Wiegand, Geschäftsführer Goldmedia GmbH</dd>
</dl>
</div>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Die Einführung von <strong>LTE</strong> in den ländlichen Gebieten läuft offenbar nach Plan. Die Ankündigungen von <strong>Telekom, Vodafone und o2</strong>, bis Ende des Jahres bzw.  bis Ende des ersten Quartals 2011 500 bis 1.000 bislang unversorgte Gemeinden mit <strong>LTE</strong> auszurüsten, zeigen, dass alle Lizenznehmer für das Frequenzspektrum der <strong>Digitalen Dividende</strong> ihren Versorgungsverpflichtungen (90% der betroffenen Gemeinden bis zum 1.1.2016) unbedingt nachkommen wollen. Der Ansporn liegt schließlich darin, so schnell wie möglich das 800MHz-Spektrum auch in den lukrativen Ballungsräumen nutzen zu können.</p>
<p style="text-align: justify;">Dies bedeutet jedoch nicht unbedingt, dass bislang unversorgte Gebiete damit tatsächlich Zugang zu <strong>breitbandigem Internet</strong> erhalten. Der <strong>LTE-Netzausbau</strong> kann in einigen Fällen sogar dazu führen, dass unversorgte und unterversorgte Gemeinden es zukünftig deutlich schwerer haben werden, einen Anspruch auf Förderung aus den bestehenden Förderprogrammen (v.a. GAK und GRW) abzuleiten.<span id="more-3177"></span>Dies liegt vor allem daran, dass Telekom, Vodafone und o2 beim LTE-Netzausbau in bislang unbekanntem Ausmaß zusammenarbeiten. Diese als „<strong>Coopetition</strong>“ bezeichnete Partnerschaft beinhaltet die Vereinbarung, dass in vielen Regionen nur ein <strong>Netzbetreiber</strong> LTE ausbaut und die anderen Telcos die Infrastruktur mit nutzen. So entsteht eine Basisabdeckung, bei der pro Region häufig nur ein LTE-Netz mit den bekannten Überbuchungseffekten verfügbar ist. Die damit durchschnittlich nutzbaren mobilen Bandbreiten dürften für hochbitratige Anwendungen ungeeignet sein.</p>
<p style="text-align: justify;">Viel relevanter wird für die aktuell 12 Prozent <strong>Smartphone-Nutzer</strong> (ACTA Okt. 2010) in Deutschland die von allen Netzbetreibern vorangetriebene Aufrüstung der <strong>UMTS-Netze</strong> auf <strong>HSUPA</strong> im <strong>Frequenzspektrum</strong> 1,8 und 2,6 GHz. Vodafone meldete bereits im Dezember 2010 Vollzug und bietet nun für 90% der <strong>UMTS-Standorte</strong> im Download 14,4 Megabit und für 50% der Standorte sogar 21,6 Megabit auch wenn die meisten Endgeräte derzeit maximal 10 MBit/s unterstützen. Um die damit weiter steigenden Datenvolumina kapitalisieren zu können und nicht der Flatrate-Falle zum Opfer zu fallen, werden differenziertere Tarifstrukturen eingeführt. Vodafone macht mit 24,99 Euro für 3,6 Mbit/s bis 49,99 Euro für 21,6 Mbit/s den Anfang.</p>
<p style="text-align: justify;">Ob mit den neuen Preismodellen das weltweit prognostizierte Mobile-Traffic-Wachstum (Versechzehnfachung bis 2014 lt. Cisco), vor allem getrieben durch die <strong>mobile Videonutzung</strong>, auch in Deutschland eintritt, bleibt abzuwarten.</p>
<p><strong>Dr. André Wiegand, Geschäftsführer Goldmedia GmbH Strategy Consulting</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong> </strong><strong><a href="../2010/12/2010/aktuelles/trendmonitor-2011.html">Alle    Trends auf einen Blick </a></strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.goldmedia.com/blog/2010/12/mobiles-internet-bandbreiten-und-preise-steigen-weise-flecken-bleiben-bestehen-goldmedia-trendmonitor-%e2%80%93-trends-und-ausblick-2011/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wenn Infrastruktur neu entsteht, entsteht auch ein Mehrbedarf. Goldmedia-Geschäftsführer Clemens Appel im Gespräch mit promedia zum Thema Breitbandinternet</title>
		<link>http://www.goldmedia.com/blog/2010/10/wenn-infrastruktur-neu-entsteht-entsteht-auch-ein-mehrbedarf-goldmedia-geschaftsfuhrer-clemens-appel-im-gesprach-mit-promedia-zum-thema-breitbandinternet/</link>
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		<pubDate>Fri, 29 Oct 2010 12:39:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Katrin Penzel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Promedia schreibt im GOLDMEDIA Blog]]></category>
		<category><![CDATA[4G]]></category>
		<category><![CDATA[Breitband]]></category>
		<category><![CDATA[Breitbandinternet]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Dividende]]></category>
		<category><![CDATA[Frequenzen]]></category>
		<category><![CDATA[LTE]]></category>
		<category><![CDATA[Mobilfunk]]></category>
		<category><![CDATA[Richtfunk]]></category>
		<category><![CDATA[Telekommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[weiße Flecken]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Telekom und Vodafone haben jetzt ihre ersten Sender für die Übertragung von Breitbandinternet per LTE-Technologie in Betrieb genommen. Drei Monate nach der Versteigerung der Mobilfunkfrequenzen ist damit die vierte Generation (4G) auf der Basis von LTE technisch startklar. Schon 2011 &#8211; wenn die Endgeräteindustrie entsprechende Geräte an den Markt bringt &#8211; können Kunden von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Telekom und Vodafone haben jetzt ihre ersten Sender für die Übertragung von Breitbandinternet per LTE-Technologie in Betrieb genommen. Drei Monate nach der Versteigerung der Mobilfunkfrequenzen ist damit die vierte Generation (4G) auf der Basis von LTE technisch startklar. Schon 2011 &#8211; wenn die Endgeräteindustrie entsprechende Geräte an den Markt bringt &#8211; können Kunden von der drahtlosen Internetanbindung für zuhause profitieren. Mit dem Aufbau des 4G-Netzes sorgen Telekom, Vodafone und O2 zusammen mit Technologiepartnern für die Breitbandversorgung bisher unzureichend abgedeckter Regionen. Insgesamt will die Telekom bis zum Jahresende 2010 in Deutschland mehr als 1.000 Orte ohne Breitbandanbindung erschließen. Dabei werden etwa 500 Orte mit 4G versorgt, die weiteren mit anderen Funk- oder Festnetztechnologien wie UMTS oder DSL und Glasfaser. 2011 sollen weitere 1.000 weiße Flecken mit 4G erschlossen werden. Bis Ende März 2011 baut Vodafone rund 1.500 Standorte mit der neuen Mobilfunkgeneration aus. Aufgrund der größeren Reichweite der Standorte können so jeweils mehrere umliegende Gemeinden mit Breitbandinternet versorgt werden. Bis Ende 2011 soll es deutschlandweit keine „weißen Flecken“ auf der Internetlandkarte mehr geben.</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<div id="attachment_1803" class="wp-caption alignleft" style="width: 169px"><strong><strong><a href="http://www.goldmedia.com/blog/wp-content/uploads/2010/04/Clemens_Appel_Pressefoto_Web.jpg"><img class="size-medium wp-image-1803 " title="Clemens_Appel_Pressefoto_Web" src="http://www.goldmedia.com/blog/wp-content/uploads/2010/04/Clemens_Appel_Pressefoto_Web-227x300.jpg" alt="" width="159" height="210" /></a></strong></strong><p class="wp-caption-text">Staatssekretär a.D. Clemens Appel</p></div>
<p><strong>promedia: </strong>Herr Appel, die Debatte der letzten Wochen  um die Netzneutralität hat auch die Frage nach dem Netzausbau im mobilen Bereich wieder aufgeworfen, weil unter anderem Google und mehrere Provider ihre Überlegungen damit begründen, dass erhebliche Investitionen notwendig sind, die man unter Wahrung der Netzneutralität nicht refinanzieren kann. Ist das Tempo, das wir in Deutschland gegenwärtig einschlagen, ausreichend?</p>
<p><strong>Clemens Appel:</strong> Ich kann nachvollziehen, dass ein Investor, beispielsweise ein reguliertes TK-Unternehmen, wenn er in einer wirtschaftlich nicht so attraktiven Region investiert und ihm auferlegt wird, dass er auch die anderen zu bedienen hat, sich die Frage stellt, warum er investiert hat und die anderen, die diese Situation ausnutzen, nicht. Das Ausbautempo kann eine Bremse bei der Etablierung neuer Geschäftsmodelle sein und ist es in machen Situationen tatsächlich. Deshalb halte ich es für notwendig, den Ausbau des mobilen Internets zu beschleunigen.</p>
<p><strong>promedia: </strong>Deutschland setzt verstärkt auf Rundfunkfrequenzen um schneller breitbandiges Internet mobil verbreiten und die weißen Flecken beseitigen zu können. Ist eine Strategie über diesen Weg sinnvoll?</p>
<p><strong>Clemens Appel:</strong> Allein mit Rundfunkfrequenzen ist es nicht möglich. Leitungsgebundene Infrastrukturen sind immer noch deutlich leistungsfähiger als mobile Lösungen, auch als LTE. Deshalb: Wo man Kabel hinbekommen kann, muss Kabel hin. Das Zweitbeste ist Richtfunk, weil es leistungsstärker ist. Nur da, wo es sich nicht rechnet, ist es eine Chance, mit der Digitalen Dividende als Überbrückungstechnologie zu arbeiten. Der letzte Hof in der Mark schließlich, der auch mit Rundfunkfrequenzen nicht mehr zu bedienen ist, muss über Satellit versorgt werden. So haben die Digitale Dividende und die Rundfunkfrequenz ihren Platz in einem Gesamttableau, sind aber nicht die alleinige Lösung.<span id="more-2909"></span></p>
<p><strong>promedia: </strong>Angesichts des Wachstums der mobilen Nutzung lohnt es sich dennoch, in die feste Versorgung zu investieren?</p>
<p><strong>Clemens Appel:</strong> Ja, weil wir wissen, dass die anderen Lösungen technische Grenzen haben. Insbesondere die Nutzung von Rundfunkfrequenzen stößt, wenn zu viele die mobile Übertragung nutzen, an Grenzen. Bei  leitungsgebundenen Infrastrukturen kann man problemlos mit 50, 100 und mehr Mbit/s arbeiten.</p>
<p><strong>promedia: </strong>Müsste man über zusätzliche Subventionen für den Ausbau des stationären Breitbandes nachdenken?</p>
<p><strong>Clemens </strong><strong>Appel:</strong> Nein, das können die Telekommunikationsunternehmen allein schaffen. Mit einer Ausnahme vielleicht, dass man dort, wo Straßen oder Radwege im Bau sind, bereits Leerrohre verlegt, um die Möglichkeit zu haben, dort später Glasfaserkabel hineinlegen zu können. In Baden-Württemberg wird ein solches Förderprogramm bereits realisiert. Das Problem, welches wir in Brandenburg bei der Verkabelung haben, sind die großen Entfernungen zwischen den einzelnen Orten. Der große Kostenteil sind dabei die Erdarbeiten. Deshalb könnten durch eine langfristige Verlegung von Leerrohren die Kosten gesenkt werden.</p>
<p><strong>promedia: </strong>Brandenburg gehörte bei mobilem Internet über Rundfunkfrequenzen zu den Schrittmachern mit dem Ziel, bis 2010 die weißen Flecken zu beseitigen. Wird das zu schaffen sein?</p>
<p><strong>Clemens </strong><strong>Appel:</strong> Im Wesentlichen, ja. Es wurden zwar noch nicht alle Richtfunkstrecken angeschlossen, 7 von 26 sind zurzeit noch nicht am Netz. Es ist aber alles auf gutem Weg und ich bin sicher, dass nicht nur alle Richtfunkstrecken bis Jahresende, sondern auch alle Ortsnetze gebaut sein werden. Einzellösungen werden immer bleiben, das geht nicht anders. Auch LTE startet mit den beiden Standorten in Kyritz und in Ziesar. Im Übrigen haben meines Wissens Deutsche Telekom, Vodafone, O2 und E-Plus vor, mehr als 50 Standorte zu ertüchtigen. Und die Idee, vorübergehend  weitere Rundfunkfrequenzen zu nutzen, die dann in ein, zwei oder drei Jahren durch reguläre Netze abgelöst werden, ist meines Erachtens gut angelaufen, so dass die weißen Flecken bis 2010, wie es der Ministerpräsident angekündigt hat, im Wesentlichen beseitigt sein werden.</p>
<p><strong>promedia: </strong>Die Störproblematik bei der Nutzung der Rundfunkfrequenzen spielt nach wie vor eine Rolle. Wenn Sie sagen, dass das Pilotprojekt gut läuft, hat sich das Problem anscheinend erledigt?</p>
<p><strong>Clemens Appel:</strong> Es kann noch vereinzelt zu Störungen anderer technischer Geräte, zum Beispiel von Mikrophonen bei Veranstaltungen kommen. Andererseits sagen mir Techniker, dass man diese Mikrofone umstellen kann. Es gab  für die Betreiber von Reportagefunk nie die Gewährleistung für alle Zeiten, dass sie auf diesen Frequenzen arbeiten können. Sie haben sich nie einer Regulierung unterworfen oder Lizenzierungsgebühren für die Frequenzen gezahlt. Sie haben sie einfach genutzt. Da das immer in einem abgeschlossenen Gebäude, einem Theater o. ä. war, nahm man es hin. Es gab keine Gewährleistung auf Ewigkeit. Vielmehr ist diese Sekundärnutzung nur bis 2014 zulässig.</p>
<p>So, und nun haben wir eine andere Situation: Aus Gründen der Frequenzökonomie musste man sich die Frage stellen, was ist wichtiger: Breitbandversorgung im ländlichen Raum oder Reportagefunk, der auf andere Frequenzen ausweichen kann? Der volkswirtschaftliche Nutzen, die Frequenzen für die Breitbandversorgung einzusetzen, ist um ein Vielfaches höher zu bewerten, als die temporäre Nutzung durch Reportagefunk. Neue Entwicklungen bedingen dort einen Umstellungsbedarf, der aber technisch machbar ist.</p>
<p><strong>promedia: </strong>Wo liegen bei der Versorgung der weißen Flecke mit Breitbandinternet hauptsächlich die Probleme?</p>
<p><strong>Clemens </strong><strong>Appel:</strong> Wenn die Lösung über Richtfunk und Digitale Dividende arbeitet und die Einzelbauernhöfe über Satelliten bedient werden, liegen die Probleme eher in rechtlichen Nachsorgefragen. Es stellen sich beispielsweise Eigentumsfragen. Wollen die Kommunen die Richtfunkanlagen behalten, deren Eigentümer sie sind? Ich höre vom Städte- und Gemeindebund, dass es nicht der Traum eines Bürgermeisters ist, einen Sendemast als Eigentum zu haben. Andererseits gehören die Lizenzen dem Land, die Ortsnetze aber wieder einem Dritten. Wer übernimmt Nachfolgeinvestitionen? Es sind eher solche Fragen, die wir regeln müssen.</p>
<p><strong>promedia: </strong>Das Breitband, mit dem die weißen Flecken versorgt werden, ist größtenteils noch schmal. Wie muss es dort weitergehen?</p>
<p><strong>Clemens </strong><strong>Appel:</strong> Genauso wie man jemandem, der draußen auf weiter Flur sein Haus baut, nie versprechen kann, eine Bundesstraße zu seiner Haustür zu bauen, so bemühen sich die Länder gegenwärtig darum, dass es eine gewisse Grundversorgung gibt, zwei bis fünf Mbit/s, aber nicht die Autobahn mit 50–100 Mbit/s. Es hat auch andere Konsequenzen, wenn man sein Haus weit draußen baut, wo manch andere Infrastrukturen nicht vorhanden sind. Um die Grundversorgung muss sich das Land bemühen. Um die weitere Versorgung müssen sich die Leute selbst kümmern.</p>
<p><strong>promedia: </strong>Das heißt, die Telekommunikationsunternehmen können mit ihren Rundfunkfrequenzen, wenn 2010 die weißen Flecken beseitigt sind, machen was sie wollen und ihr LTE auf die Ballungsräume konzentrieren?</p>
<p><strong>Appel:</strong> Nein, sie werden noch gebraucht. Die Rundfunkfrequenzen werden als Überbrückungslösungen noch für die Ortsteile gebraucht, für die es sich noch nicht lohnt, ein Kabel zu legen, wo es sich aber in vier bis fünf Jahren lohnen wird. Bis dahin müssen die Rundfunkfrequenzen zuerst dafür zur Verfügung stehen. Das war auch Gegenstand der Versteigerung.</p>
<p><strong>promedia: </strong>Man könnte weiter Rundfunkfrequenzen versteigern, die zur Verfügung stehen, weil sie nicht genutzt werden.</p>
<p><strong>Clemens </strong><strong>Appel:</strong> Das ist richtig, aber wir sollten erst einmal die, die versteigert worden sind, nutzen und in den Echtbetrieb gehen, bevor wir über den zweiten Schritt nachdenken. Ich glaube fest daran, dass in fernerer Zukunft, in fünf bis acht Jahren, Frequenzkapazität gebraucht wird. Ich sage nicht Rundfunkfrequenzkapazität. Beispiel USA: Dort hat man vor zwei Jahren eine große Menge Rundfunkfrequenzen für den Mobilfunk versteigert. Die Regierung Obama hat unterdessen  dazu aufgefordert, weitere Frequenzen im Umfang von 500 MHz vor allem für den Mobilfunk innerhalb der nächsten 10 Jahre freizugeben, weil der Bedarf offensichtlich die verfügbaren Kapazitäten übersteigt. Das ist wie bei jeder Infrastruktur. Wenn ich sie schaffe, schaffe ich Mehrbedarf. Wenn man eine Straße baut, wird sie befahren und immer mehr befahren. Wenn man die Möglichkeit gibt Breitband zu erhalten, wollen die Menschen mehr.</p>
<p><strong>promedia: </strong>Was ja nicht negativ ist.</p>
<p><strong>Clemens </strong><strong>Appel:</strong> Nein, aber es entsteht Bedarf, der befriedigt werden muss.</p>
<p><strong>promedia: </strong>Aber ist es nicht volkswirtschaftlich zum Schaden, wenn Rundfunkfrequenzen von Rundfunkanbietern nicht genutzt werden und die Wirtschaft dankbar wäre, wenn sie diese nutzen könnte?</p>
<p><strong>Clemens </strong><strong>Appel:</strong> Wenn man sich andererseits den Raum Berlin anschaut, merkt man, dass Rundfunkfrequenzen ein knappes Gut sind, wenn man vergleicht, wer gern senden würde und wer dann senden kann. Es war richtig, zunächst in die Versteigerung hineinzugehen und in einem zweiten Schritt darüber nachzudenken, was man dann tun muss – ob man nicht weitere Frequenzen (auch Rundfunkfrequenzen) zur Verfügung stellen sollte. Momentan halte ich es für ausreichend und es sollte erst einmal der Echtbetrieb laufen. Dann kann man über weitere Frequenzen reden.</p>
<p><strong>Clemens Appel, Geschäftsführer Goldmedia Political &amp; Staff Advising GmbH</strong></p>
<p><strong>Über Clemens Appel</strong></p>
<ul>
<li>Geboren: 28. Juni 1953</li>
<li>1983 &#8211; 1988 Richter am Arbeitsgericht in NRW</li>
<li>1988 &#8211; 1991 Abordnung an das Ministerium für<br />
Arbeit, Gesundheit und Soziales in NRW</li>
<li>1991 Abordnung an das MASGF Brandenburg</li>
<li>1993 Vizepräsident des arbeitsgerichtes Brandenburgs</li>
<li>1996 Staatssekretär im Ministerium für Arbeit</li>
<li>1999 &#8211; 2004 Staatssekretär im Ministerium für<br />
Stadtentwicklung, Wohnen und Verkehr</li>
<li>2004 &#8211; 2009 Chef der Staatskanzlei Brandenburgs</li>
<li>Seit 2010 Geschäftsführer Goldmedia</li>
</ul>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow: hidden;">Die Telekom und Vodafone haben jetzt ihre ersten Sender für die Übertragung von<br />
Breitbandinternet per LTE-Technologie in Betrieb genommen. Drei Monate nach der<br />
Versteigerung der Mobilfunkfrequenzen ist damit die vierte Generation (4G) auf der<br />
Basis von LTE technisch startklar. Schon 2011 &#8211; wenn die Endgeräteindustrie entsprechende<br />
Geräte an den Markt bringt &#8211; können Kunden von der drahtlosen<br />
Internetanbindung für zuhause profitieren. Mit dem Aufbau des 4G-Netzes sorgen<br />
Telekom, Vodafone und O2 zusammen mit Technologiepartnern für die Breitbandversorgung<br />
bisher unzureichend abgedeckter Regionen. Insgesamt will die Telekom<br />
bis zum Jahresende 2010 in Deutschland mehr als 1.000 Orte ohne Breitbandanbindung<br />
erschließen. Dabei werden etwa 500 Orte mit 4G versorgt, die weiteren<br />
mit anderen Funk- oder Festnetztechnologien wie UMTS oder DSL und Glasfaser.<br />
2011 sollen weitere 1.000 weiße Flecken mit 4G erschlossen werden. Bis Ende März<br />
2011 baut Vodafone rund 1.500 Standorte mit der neuen Mobilfunkgeneration aus.<br />
Aufgrund der größeren Reichweite der Standorte können so jeweils mehrere umliegende<br />
Gemeinden mit Breitbandinternet versorgt werden. Bis Ende 2011 soll es<br />
deutschlandweit keine „weißen Flecken“ auf der Internetlandkarte mehr geben.</div>
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		</item>
		<item>
		<title>Entertain ist ein hybrides Angebot. promedia-Interview mit Dr. Christian P. Illek, Geschäftsführer Marketing Telekom Deutschland</title>
		<link>http://www.goldmedia.com/blog/2010/10/promedia-interview-mit-dr-christian-p-illek-geschaftsfuhrer-marketing-telekom-deutschland-entertain-ist-ein-hybrides-angebot/</link>
		<comments>http://www.goldmedia.com/blog/2010/10/promedia-interview-mit-dr-christian-p-illek-geschaftsfuhrer-marketing-telekom-deutschland-entertain-ist-ein-hybrides-angebot/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 06 Oct 2010 08:00:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Promedia das medienpolitische Magazin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Promedia schreibt im GOLDMEDIA Blog]]></category>
		<category><![CDATA[3D]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Telekom]]></category>
		<category><![CDATA[Dr. Christian P. Illek]]></category>
		<category><![CDATA[Entertain]]></category>
		<category><![CDATA[HD]]></category>
		<category><![CDATA[Hybrid-TV]]></category>
		<category><![CDATA[hybrides Fernsehen]]></category>
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		<category><![CDATA[LTE]]></category>
		<category><![CDATA[Promedia]]></category>
		<category><![CDATA[Videoload]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.goldmedia.com/blog/?p=2854</guid>
		<description><![CDATA[Interview mit Christian P. Illek, Geschäftsführer Marketing Telekom Deutschland, promedia 10/2010
Auch die Deutsche Telekom setzt auf 3D. Jetzt können alle Entertain-Kunden der Deutschen Telekom über die Onlinevideothek Videoload zahlreiche Inhalte in 3D abrufen. Über das TV-Menü haben Kunden jederzeit Zugriff auf die 3D-Kinohighlights der großen Hollywood-Studios Warner Bros. und Sony Pictures Television. Die 3D-Inhalte sind [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Interview mit Christian P. Illek, Geschäftsführer Marketing Telekom Deutschland,<em> promedia</em> 10/2010</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Auch die Deutsche Telekom setzt auf 3D. Jetzt können alle Entertain-Kunden der Deutschen Telekom über die Onlinevideothek Videoload zahlreiche Inhalte in 3D abrufen. Über das TV-Menü haben Kunden jederzeit Zugriff auf die 3D-Kinohighlights der großen Hollywood-Studios Warner Bros. und Sony Pictures Television. Die 3D-Inhalte sind für alle Entertain-Kunden verfügbar und können nach jedem Abruf 24 Stunden lang uneingeschränkt angesehen werden. Einzige Voraussetzung zum Abruf von 3D-Inhalten via Entertain ist ein 3D-fähiges TV-Gerät und die dazugehörige Brille. </strong></p>
<p style="text-align: justify;">
<div class="mceTemp" style="text-align: justify;">
<dl id="attachment_2853" class="wp-caption alignleft" style="width: 144px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.goldmedia.com/blog/wp-content/uploads/2010/10/Christian_Illek.jpg"><img class="size-medium wp-image-2853" title="Christian_Illek" src="http://www.goldmedia.com/blog/wp-content/uploads/2010/10/Christian_Illek-209x300.jpg" alt="Dr. Christian P. Illek" width="134" height="193" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Dr. Christian P. Illek</dd>
</dl>
</div>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><strong><br />
promedia:</strong> Herr Illek, 3D ist ein Hype, der sich im Kino anscheinend abschwächt. Warum sehen Sie gegenwärtig einen Bedarf für 3D-Inhalte im Fernsehen?<br />
<strong>Christian Illek: </strong>Wir sehen 3D als nächste Entwicklungsstufe des TV-Zuschauererlebnis. Die Zukunft des Fernsehens ist dreidimensional und 3D ist ein neuer Faktor für die Attraktivität von TV-Unterhaltung und zukünftiger Kaufentscheidungen. Zahlreiche Studien zeigen 3D auf dem Vormarsch und die Deutsche Telekom hat schon heute die entsprechende Netzstruktur und mit Entertain eine 3D-fähige Plattform.<br />
Dennoch steht 3D noch am Anfang und unser Fokus für Entertain liegt weiterhin auf HD: Wir bieten mittlerweile acht Sender in High Definition und mit 1.500 Titeln in der Onlinevideothek die größte HD-Auswahl Deutschlands.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia:</strong> Es existieren bisher kaum 3D-Inhalte und Spielfilme dürfen im TV erst nach einem Jahr gezeigt werden. Ist der 3D-Start mehr ein PR-Gag, um für Aufmerksamkeit für Entertain zu sorgen?<br />
<strong>Christian Illek: </strong>Wir wollen unseren Kunden mit Entertain das bessere Fernsehen anbieten. Diesen Anspruch setzen wir konsequent um und zeigen als 1. deutscher TV-Anbieter 3D-Inhalte. Es ist richtig, dass die Zahl von 3D-Titeln noch überschaubar ist, aber die Inhalt-Anbieter haben das Potenzial von 3D längst erkannt und produzieren entsprechend. Schon heute können wir unseren Kunden 3D-Blockbuster wie “Kampf der Titanen” und “Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen“ anbieten. In Kürze folgen „Cats and Dogs 2“, <span id="more-2854"></span>Legenden der Wächter, „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes“ und viele mehr – und dies bereits kurz nach Kinostart. Darüber wird es auch Dokumentation und Sport geben: Ab der Rückrunde zeigen wir bei LIGA total! pro Spieltag eine Bundesligapartie in 3D.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia: </strong>Die Hauptverbreitungswege für Fernsehen sind Kabel, Satellit und DVB-T. Gehen Sie davon aus, dass sich aufgrund der Umbruchsituation in der TV-Nutzung, diese Marktsituation in den nächsten fünf Jahren grundlegend ändern kann?<br />
<strong>Christian Illek:</strong> Mit dem TV-Nutzungsverhalten verändern sich auch die Übertragungswege: Der Zuschauer wünscht mehr Flexibilität, das heißt er möchte sich das Fernsehprogramm nicht mehr diktieren lassen, sondern will selbst entscheiden, wann er welche Sendung sieht. Dabei hat IPTV klare Vorteile gegenüber den anderen Übertragungswegen, zum Beispiel die Möglichkeit Aufnahmen über das Internet zu programmieren. Die Rückkanalfähigkeit von IPTV ermöglicht zudem die Nutzung der Online-Videothek sowie interaktive Anwendungen wie beispielsweise die persönliche Bundesliga-Konferenz. Ein weiterer Pluspunkt von IPTV betrifft HD-Inhalte: Zwar ist HD streng genommen kein Alleinstellungs¬merkmal von IPTV. Allerdings wird der Vorteil von IPTV beim Thema HD deutlich, wenn Sie sich anschauen welche Umrüstungen bei Satellit und Kabel notwendig sind, damit sie HD-fähig sind. Unsere Media Receiver werden über das Internet angesteuert und sind alle nicht nur HD-, sondern auch 3D-fähig. Diese Vorteile führen schon heute dazu, dass IPTV in Deutschland die einzig wachsende TV-Plattform ist, während die anderen Übertragungswege stagnieren bzw. Marktanteile verlieren. Diese Entwicklung wollen wir als Marktführer in Deutschland in den nächsten Jahren weiter vorantreiben.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia:</strong> Welche Kunden wollen Sie mit 3D erreichen?<br />
<strong>Christian Illek:</strong>Wir sind davon überzeugt, dass sich 3D auf dem deutschen TV-Markt durchsetzen wird. Laut einer Umfrage der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik gfu planen 41 Prozent der Deutschen in den nächsten drei Jahren ein 3D-Fernseher zu kaufen. Mit Entertain machen wir den 3D-Einstieg denkbar einfach: Schon jetzt ist jeder Entertain Media Receiver in der Lage, ein 3D-Signal darzustellen – ein Austausch der Hardware ist nicht nötig.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia: </strong>Wird für 3D eine zusätzliche Bandbreite erforderlich, oder können alle, die bisher Entertain abonniert haben auch die 3D-Angebote empfangen?<br />
<strong>Christian Illek:</strong> 3D-Inhalte aus der Onlinevideothek und dem TV-Archiv sind – genau wie bei HD-Titeln – für alle Entertain-Kunden abrufbar. Voraussetzung ist ein entsprechender Fernseher mit der dazugehörenden Brille.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia:</strong> Die 3D-Produktionen sind mit erheblichen Kosten verbunden und damit auch für die Verwertungsrechte. Werden diese zusätzlichen Kosten zulasten anderer Inhalte gehen?<br />
<strong>Christian Illek:</strong> Die 3D-Inhalte wurden extra verhandelt und wirken sich nicht auf andere Inhalte aus.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia: </strong>Wird 3D zusätzlich kosten?<br />
<strong>Christian Illek:</strong> In unserer Online-Videothek stehen allen Entertain-Kunden 3D-Titel zur Verfügung. Die Preise bewegen sich in ähnlichen Preisbereichen wie HD-Inhalte. Zudem bieten wir ausgewählte Inhalte, zum Beispiel drei Boxkämpfe und das Eröffnungsspiel der Eishockey-WM 2010 ohne zusätzliche Kosten im TV-Archiv an.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia:</strong> In vielen Gebieten – auch in Berlin – ist Entertain teilweise noch nicht zu empfangen, weil nicht entsprechende Breitbandkapazitäten vorhanden sind. Wie groß ist gegenwärtig die technische Reichweite für das Entertainangebot?<br />
<strong>Christian Illek:</strong> Voraussetzung für einen Entertain-Anschluss ist eine Bandbreite von 16 Mbit/s. Dieser ist in mehr als 20 Millionen deutschen Haushalten verfügbar. Kurz: Jeder zweite Haushalt in Deutschland kann Entertain empfangen. Zudem ist VDSL mit Bandbreiten von bis zu 50 Mbit/s in mehr als 500 Städten verfügbar. Berlin ist eine der ersten Städte in Deutschland, in denen seit 2006 unser IPTV Angebot erhältlich ist. Bereits heute können rund 95% aller Berliner Haushalte Entertain nutzen. Damit ist Entertain nahezu in ganz Berlin verfügbar.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia: </strong>Vodafone bietet sein neues Vodafone-TV bereits für Bandbreiten von 2 MBit/s an. Werden Sie Ihre „Eingangsschwelle“ auch senken?<br />
<strong>Christian Illek:</strong> Wir haben die nötige Bandbreite für Entertain bewusst gewählt, um unseren Kunden die beste Qualität und den größten Komfort zu bieten. Über eine 2 Mbit/s-Leitung ist kein Live-TV möglich und auch Video on Demand ist nur mit langen Ladezeiten möglich. Bei Entertain stehen 15.000 Inhalte jederzeit auf Knopfdruck bereit – 1.500 davon in HD-Qualität. Wir bieten unseren Kunden mehr als 130 TV-Sender und während der Zuschauer fernsieht sind gleichzeitige Aufnahmen ebenso möglich wie paralleles Surfen im Internet.<br />
<strong><br />
promedia: </strong>Wie schnell wird die Kapazität der Netze ausgebaut, um mehr Entertain-Anschlüsse zu ermöglichen?<br />
<strong>Christian Illek:</strong>Wir bauen unser Netz kontinuierlich aus. Wir bekennen uns ganz klar zur Glasfasertechnologie als Zukunftstechnologie und prüfen einen entsprechenden Ausbau.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia:</strong> Sie bieten dem Kunden, der nicht über ausreichend Bandbreite verfügt, bereits Entertain über LTE an. Ab wann steht das zur Verfügung?<br />
<strong>Christian Illek:</strong> Wir sind stolz darauf, als Deutsche Telekom der erste Netzbetreiber zu sein, der den Startschuss für den Ausbau gegeben hat und die ersten LTE-Basisstationen in Kyritz und in Ziesar in Brandenburg in Betrieb genommen zu haben. Einen Zeitpunkt wann Entertain über LTE verfügbar ist, kann ich noch nicht nennen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia:</strong> Viele TV-Sender starten spezielle Applikationen für das Hybrid-TV und es entstehen neue Online-TV-Plattformen wie z.B. Google TV. Liegt hier nicht eher die Zukunft des Fernsehens, als über ein separates IP-TV-Angebot?<br />
<strong>Christian Illek:</strong>Hybrid TV bezeichnet etwas, was wir seit Jahren erfolgreich mit Entertain anbieten. Entertain ist ein hybrides Angebot: Online-Videothek, TV-Archiv und interaktives Fernsehen sind bei uns Standard. Die Qualität, die Vielzahl unserer Inhalte sowie die Nutzererfahrung heben unser Angebot zudem deutlich hervor. Für die Zukunft wird entscheidend sein, wer die Bedürfnisse der Kunden am besten erfüllt und das bessere Geschäftsmodell hat. Wir sind überzeugt davon, mit Entertain die richtigen Antworten gefunden zu haben.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia:</strong>Wird es zwischen Entertain und der Online-Welt eine Verknüpfung geben?<br />
<strong>Christian Illek:</strong> Die gibt es ja bereits: Unsere Kunden können Fotos, Videos und Musik im Netz speichern und – neben PC und Handy – auch via Entertain abrufen. Zudem können Entertain-Kunden Ihre E-Mails am TV-Bildschirm lesen, den Ebay-Status überwachen und weitere Online-Dienste nutzen. Darüber hinaus bieten wir Webradio mit mehr als 2.500 Sendern via Entertain an.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Über Dr. Christian P. Illek</strong></p>
<ul style="text-align: justify;">
<li>Geboren: 1964</li>
<li>Studium Chemie und Betriebswirtschaftslehre</li>
<li>1989 Tätigkeit an der Münchner Universität</li>
<li>Verschiedenen Führungspositionen bei den Firmen Bain&amp;Company und Dell in Deutschland und der Schweiz.</li>
<li>Seit 2007 Bereichsvorstand Marketing T-Home Deutschland</li>
<li>Seit Mai 2009 zusätzlich Geschäftsführer Marketing T-Mobile für den Mobilfunkbereich ﻿</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Weitere Informationen: <a href="http://www.promedia-berlin.de/">promedia</a></p>
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		</item>
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		<title>Goldmedia-Kolumne: Wer Breitband für alle will, könnte auch freie WLAN-Netze gut finden</title>
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		<pubDate>Wed, 26 May 2010 10:55:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Klaus Goldhammer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienbote-Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Breitband]]></category>
		<category><![CDATA[FON-Initiative]]></category>
		<category><![CDATA[Freifunker]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Bundesgerichtshof (BGH) entschied letzte Woche, dass Besitzer eines Wireless-LANs ihr Netz mit einem Passwort schützen müssen. Damit soll verhindert werden, dass ein fremder Dritter ein WLAN illegal nutzen kann – zum Beispiel, um urheberrechtlich geschützte MP3-Dateien hochzuladen. – Das Urteil ist schön, merkwürdig und traurig zugleich.
Schön, weil damit der BGH nicht weltfremd verlangt, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der <strong>Bundesgerichtshof</strong> (BGH) entschied letzte Woche, dass Besitzer eines <strong>Wireless-LAN</strong>s ihr Netz mit einem Passwort schützen müssen. Damit soll verhindert werden, dass ein fremder Dritter ein <strong>WLAN</strong> illegal nutzen kann – zum Beispiel, um urheberrechtlich geschützte <strong>MP3-Dateien</strong> hochzuladen. – Das Urteil ist schön, merkwürdig und traurig zugleich.</p>
<p>Schön, weil damit der BGH nicht weltfremd verlangt, dass der Besitzer eines kabellosen<strong> Internetzugangs</strong> für alle illegalen Handlungen über sein WLAN generell und uferlos in Regress genommen werden sollte.</p>
<div id="attachment_87" class="wp-caption alignleft" style="width: 220px"><a href="http://www.goldmedia.com/blog/wp-content/uploads/2009/04/foto_klaus_goldhammer_news.jpg"><img class="size-full wp-image-87" title="foto_klaus_goldhammer_news" src="http://www.goldmedia.com/blog/wp-content/uploads/2009/04/foto_klaus_goldhammer_news.jpg" alt="Dr. Klaus Goldhammer" width="210" height="160" /></a><p class="wp-caption-text">Dr. Klaus Goldhammer</p></div>
<p>Begreift man WLAN-Netze jedoch als <strong>Infrastruktur</strong>, oder um einen hübschen historischen Begriff wieder zu beleben, als <em>Datenautobahn</em> zum Internet, wird die BGH-Rechtsprechung merkwürdig und traurig zugleich, weil sie Innovation verhindert. Keine Bank verklagt (bislang zumindest) eine Stadt dafür, dass ein Bankräuber über die öffentlich zugängliche Infrastruktur – nämlich Straßen, eine Straftat begangen hat. Warum sollte das im Internet anders gehandhabt werden?</p>
<p>Wir schätzen, dass es rund 12,5 Mio. <strong>WLAN-Netze</strong> in Deutschland gibt. In jeder deutschen Stadt kann man vermutlich an fast <em>jedem</em> gegebenen Standpunkt drei bis zehn WLAN-Netze finden. Aber nahezu alle sind zugangsgeschützt: Eine gewaltige, leistungsfähige, millionenfach verfügbare Infrastruktur-Ressource, die praktisch brach liegt, weil jedes einzelne Netz in der Regel nur von einem einzigen Haushalt genutzt wird, der das jeweilige Passwort kennt. Das BGH-Urteil wird hier vermutlich auch die letzten noch offenen Netze schließen helfen, obwohl die Politik lautstark ambitionierte Breitbandstrategien verkündet und den weiteren Ausbau der mobilen Internetversorgung fördern will.<span id="more-2076"></span></p>
<p>Da passt eine alte Idee recht harmonisch, die durch sogenannte „<strong>Freifunker</strong>“ oder auch die <strong>FON-Initiative </strong>schon lange befördert wurde, aber noch nie weit gekommen ist: WLAN-Netze frei zugänglich zu machen für alle.</p>
<p>Wie könnte das gehen? – Die Antwort ist relativ einfach: Der Bund verabschiedet ein Gesetz, das jeden Inhaber eines WLANs von rechtlichen Konsequenzen frei stellt, falls sein Netz von fremden Dritten genutzt wird. Zugleich wird ein <em>Incentive</em> von – zum Beispiel fünf Euro pro Monat – als steuerliche abzugsfähige Pauschale für all diejenigen beschlossen, die ihre WLAN-Netze für die Allgemeinheit öffnen, also ihre privat finanzierte Infrastruktur frei nutzbar machen.</p>
<p>Der simple Effekt: Vermutlich Millionen von frei zugänglichen WLANs bundesweit, überall mobil verfügbares, <strong>breitbandiges Internet</strong>, wenn auch nicht in den „weißen Flecken“. Aber immerhin: Mehr Breitbandverfügbarkeit in Deutschland wäre nie, die Kosten für den Bund wären überschaubar – es könnte keine bessere Breitbandinitiative geben.</p>
<p>Natürlich gäbe es viele gute Gegner: Alle <strong>Mobilfunker</strong>, die gerade für neue <strong>Frequenzbänder </strong>hohe Summen bieten; alle Internetprovider, die fürchten, ihre Netze würden in Zukunft überlastet und eine Politik, die so intensiv für den Datenschutz kämpft, dass Chancen und Nutzen neuer Technologien gern mal ausgeblendet werden.</p>
<p>So bleibt die Idee der Freifunker zwar weiter charmant. Ihre Umsetzung aber ist schwierig und durch das BGH-Urteil sicher nicht einfacher geworden. Zumal auch noch über die kommerziellen Aktivtäten von FON selbst wohl vor dem BGH ein Revisionsverfahren läuft.</p>
<p>Während derzeit also Rechtsunsicherheit die Nutzung von freien WLAN-Netzen hemmt, wird am Ende womöglich die Macht der wachsenden Datenmengen „offenen“ Netzen zum Durchbruch verhelfen: Der mobile Datenverkehr wird sich jährlich verdoppeln, rechnet Cisco vor. – In ein paar Jahren schon könnte Schluss sein mit den Kapazitäten von <strong>UMTS und LTE</strong>. Rasche Abhilfe bringt dann nur der Schwenk auf WLANs. Man darf also getrost abwarten.</p>
<p><strong>Dr. Klaus Goldhammer<br />
</strong>Geschäftsführer Goldmedia GmbH</p>
<p><strong>Weitere Informationen: </strong><a href="../../aktuelles.html">http://www.goldmedia.com/aktuelles.html</a></p>
<p>Die Goldmedia-Kolumne <strong>GOLDMEDIALES</strong> wird aller 2 Wochen im Branchenmagazin <strong>Medienbote</strong> publiziert und erscheint als Gast-Kolumne beim Mediendienst <strong>Kress</strong>.</p>
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		<title>Goldmedia-Kolumne: Boomender Datenverkehr im Mobilfunk – Das Ende der Minutenpreise?</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Apr 2010 08:51:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Katrin Penzel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienbote-Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Dividende]]></category>
		<category><![CDATA[iPhone]]></category>
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		<description><![CDATA[Der mobile Datenabruf weltweit übertraf im März 2010 erstmals den Datenverkehr der Sprachtelefonie. Allein in Deutschland hat sich das transportierte Datenvolumen in Mobilfunknetzen im Zeitraum 2007 bis 2009 von 3,5 Millionen Gigabyte auf 33,5 Millionen Gigabyte erhöht und damit nahezu verzehnfacht. Goldmedia erwartet, dass der Datenverkehr auch in den kommenden Jahren rasant zunehmen wird. Der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Der <strong>mobile Datenabruf</strong> weltweit übertraf im März 2010 erstmals den <strong>Datenverkehr der Sprachtelefonie</strong>. Allein in Deutschland hat sich das transportierte Datenvolumen in <strong>Mobilfunknetzen</strong> im Zeitraum 2007 bis 2009 <strong>von 3,5 Millionen Gigabyte auf 33,5 Millionen Gigabyte</strong> erhöht und damit nahezu verzehnfacht. Goldmedia erwartet, dass der Datenverkehr auch in den kommenden Jahren rasant zunehmen wird. Der Preisverfall bei mobilen Endgeräten wie <strong>Smartphones</strong>, <strong>Netbooks und Tablets</strong> sowie die immer günstigeren Datenservices fördern diesen Prozess nachhaltig.</p>
<div id="attachment_1954" class="wp-caption alignleft" style="width: 163px"><a href="http://www.goldmedia.com/blog/wp-content/uploads/2010/04/Thomas_Schuster.jpg"><img class="size-medium wp-image-1954" title="Thomas_Schuster" src="http://www.goldmedia.com/blog/wp-content/uploads/2010/04/Thomas_Schuster-203x300.jpg" alt="Thomas Schuster" width="153" height="226" /></a><p class="wp-caption-text">Thomas Schuster, Goldmedia GmbH</p></div>
<p style="text-align: justify;">Die weitere Entwicklung des <strong>mobilen Internets</strong> in Deutschland hängt maßgeblich von der aktuellen Frequenzversteigerung der Bundesnetzagentur ab. So kommen die bisher ungenutzten UMTS-Frequenzen und die freigewordenen Frequenzen der sogenannten „<strong>Digitalen Dividende</strong>“ unter den Hammer &#8211; jenes Frequenzspektrum, mit dem  der Ausbau der Mobilfunknetze der vierten Generation <strong>LTE (Long Term Evolution)</strong> möglich wird. Die vier mitbietenden Mobilfunkanbieter wollen sich mit der LTE-Leistung von <strong>100 Mbit/s pro Funkzelle</strong> für den zukünftigen Datenansturm rüsten. Eine weitere Ausbaustufe namens LTE advanced soll später sogar bis zu 1 Gbit/s ermöglichen.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Versteigerung wirft allerdings auch Fragen auf: Zunächst ist da die berechtigte Skepsis, ob es unmittelbar nach der Frequenzversteigerung den rapiden <strong>Ausbau der LTE-Netze</strong> überhaupt geben wird. Versprochen ist dies zwar von den Mobilfunk-Providern, doch neben den hohen Kosten für den Erwerb der Frequenzen wären erhebliche Investitionen für den Ausbau der Netze erforderlich. Angesichts sinkender Umsätze aus Sprachtelefonie und den derzeit erst langsam zunehmenden Erlösen aus dem Datengeschäft dürfte die Finanzierung eine ziemliche Herausforderung sein. Neben der ökonomischen stellt sich aber auch eine andere Frage &#8211; nämlich die, ob der <strong>Hoffnungsträger LTE </strong>dem rasant wachsenden Datenansturm überhaupt gerecht werden kann. Die Penetration von Endgeräten wie etwa das <strong>iPhone</strong> ist derzeit noch vergleichsweise gering, dennoch ist schon jetzt das Datenvolumen enorm angewachsen. Erst 15 Prozent der deutschen Bevölkerung besitzt heute ein <strong>Smartphone</strong>. Wenn diese Zahl in den kommenden Jahren stark ansteigen wird, kann man erahnen, wie hoch die Anforderungen an die mobilen Datennetze sein werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Noch sorgt die mobile Sprachtelefonie für den Großteil des Mobilfunkumsatzes. Noch beschränkt sich die Mehrheit der Kunden auf Sprachtelefonie und Kurzmitteilungen. Aber – das Nutzungsverhalten ist im Wandel und die traditionelle Mobiltelefonie wird weiter an Bedeutung verlieren. Letzte Bastionen sind bereits gefallen: So erlauben inzwischen <strong>O2</strong> und die<strong> Deutsche Telekom</strong> auch über <strong>VoIP-Software</strong> wie Skype mobiles Telefonieren.</p>
<p style="text-align: justify;">Nach der Frequenzversteigerung werden die Anbieter das mobile Internet mit <strong>LTE</strong> flächendeckend ermöglichen müssen. Wie lange dieses Netz allerdings den Ansprüchen der mobilen Internetversorgung genügen kann, wird sich in wenigen Jahren herausstellen. Eines aber ist schon jetzt sicher: Das Ende der Minutenpreise naht.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Autor: Thomas Schuster, Goldmedia GmbH</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Weitere Informationen: </strong><a href="http://www.goldmedia.com/aktuelles.html">http://www.goldmedia.com/aktuelles.html</a></p>
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		<title>LTE:  4. Mobilfunkgeneration liefert mehr Breitband für alle und vor allem überall hin</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Jan 2010 09:16:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias Birkel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Goldmedia GmbH Strategy Consulting]]></category>
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		<description><![CDATA[2009 war das Jahr, in dem mobiles Internet auch in Deutschland endgültig den Massenmarkt erreicht hat. Facebook-Meldungen und Twitter-Nachrichten werden mittlerweile fast genauso selbstverständlich ins Handy getippt wie SMS. Die Erträge aus mobilen Datendiensten (ohne SMS/MMS wohlgemerkt) machten 2009 schon rund 14 Prozent der gesamten Mobilfunkumsätze aus. Die Zahl der heruntergeladenen iPhone Apps schoss im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">2009 war das Jahr, in dem <strong>mobiles Internet</strong> auch in Deutschland endgültig den Massenmarkt erreicht hat. <strong>Facebook</strong>-Meldungen und <strong>Twitter</strong>-Nachrichten werden mittlerweile fast genauso selbstverständlich ins Handy getippt wie<strong> SMS</strong>. Die Erträge aus <strong>mobilen Datendiensten</strong> (ohne SMS/MMS wohlgemerkt) machten 2009 schon rund 14 Prozent der gesamten <strong>Mobilfunkumsätze</strong> aus. Die Zahl der heruntergeladenen <strong>iPhone Apps</strong> schoss im letzten Quartal 2009 binnen drei Monaten von zwei auf beachtliche drei Milliarden weltweit.</p>
<div id="attachment_1424" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.goldmedia.com/blog/wp-content/uploads/2010/01/Grafik_LTE_1.jpg"><img class="size-medium wp-image-1424" title="Grafik_LTE_1" src="http://www.goldmedia.com/blog/wp-content/uploads/2010/01/Grafik_LTE_1-300x195.jpg" alt="" width="300" height="195" /></a><p class="wp-caption-text">Mobile Übertragungskosten pro Bit</p></div>
<p style="text-align: justify;">Mit <strong>LTE („Long Term Evolution“)</strong> steht nun der <strong>UMTS</strong>-Nachfolgestandard bereit. Damit werden Downloadgeschwindigkeiten von 100 Mbit/s und mehr pro Funkzelle erreicht. Da kommen selbst die schnellsten gängigen <strong>DSL-Technologien</strong> kaum noch mit. Natürlich sind dies zunächst Laborwerte, die wohl in der Praxis kaum erreicht werden. Auch steigt und fällt die Leistungsfähigkeit einer mobilen Internetverbindung stets mit der Zahl der gleichzeitigen Nutzer. Dennoch: die erreichbaren Geschwindigkeiten sind im mobilen Internet bislang konkurrenzlos.</p>
<p style="text-align: justify;">In Stockholm und Oslo wurden Ende 2009 erste <strong>LTE-Netze</strong> bereits in Betrieb genommen. Auch in Deutschland finden erste Pilotprojekte statt. So testet Vodafone derzeit gemeinsam mit dem WDR und der Landesanstalt für Medien (LfM) in Nordrhein-Westfalen LTE. Dabei finden für LTE diejenigen Frequenzbereiche Verwendung, die als sogenannte <strong>Digitale Dividende</strong> durch das digitale terrestrische Fernsehen frei geworden sind.<span id="more-1421"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Die zusätzlichen <strong>mobilen Bandbreiten</strong> bieten jedoch nicht nur mehr Geschwindigkeit. Sie sind auch zunehmend nötig, um den sehr stark steigenden mobilen Internettraffic zu bedienen. Und es ist noch ein anderer hübscher Effekt zu beobachten: Die Kosten für den Datenverkehr sinken weiter deutlich. Gegenüber UMTS liegen die Kosten pro Bit bei nur rund einem Viertel.</p>
<p style="text-align: justify;">LTE liefert als <strong>4. Mobilfunkgeneration (4G) </strong>damit die Infrastruktur für die nächste Generation mobiler Endgeräte. Unmissverständlich war die zentrale Botschaft von <strong>Microsoft</strong>-Chef Steve Ballmer auf der CES Consumer Trade Show in Las Vegas, dass Windows 7 ein Thema für alle und vor allem für mobile Plattformen sei. Windows 7-fähige <strong>Tablet PCs </strong>bekommen mit „Slate“ dazu einen eigenen Namen. Und auch bei <strong>Apple</strong> halten sich die Gerüchte um einen Tablet Mac bzw. einen überdimensionierten (und selbstverständlich internetfähigen) iPod touch hartnäckig. Vermutlich trägt die nächste iPhone-Generation „4G“ den neuen Mobilfunkstandard bereits im Namen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>LTE</strong> bietet jedoch nicht nur ein Mehr für das Gros verwöhnter Nutzer, die zu Hause per DSL und unterwegs mit UMTS oder dessen großen Bruder HSDPA surfen. Wo eine Erschließung mit DSL zu teuer ist, könnte LTE sogar die Grundversorgung mit Breitbandinternet liefern. Im zweiten Quartal 2010 werden die Kapazitäten der digitalen Dividende an die Mobilfunkprovider versteigert. Wenn diese auch im ländlichen Raum für LTE genutzt werden, dann könnte sich für einige, von der großen, weiten Breitbandwelt immer noch abgeschnittene Regionen in Deutschland endlich ein Ausweg aus dem Tal der Breitbandlosen eröffnen.</p>
<p><strong>Autor: Mathias Birkel, Consultant Goldmedia GmbH Media Consulting &amp; Research</strong></p>
<p><strong>Weitere Informationen</strong>: <a href="../../aktuelles.html">http://www.Goldmedia.com/aktuelles.html</a></p>
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