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	<title>GOLDMEDIA Blog &#187; Kabel</title>
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	<description>Das Blog der Goldmedia Gruppe</description>
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		<title>promedia-Artikel: &#8220;Das Kabel greift an&#8221;, Helmut Hartung, Herausgeber promedia</title>
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		<pubDate>Thu, 06 May 2010 12:30:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Promedia das medienpolitische Magazin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Promedia schreibt im GOLDMEDIA Blog]]></category>
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		<description><![CDATA[Beitrag von Helmut Hartung, Herausgeber von promedia, promedia 5/2010
Vor wenigen Jahren noch galten die Kabelnetze als Dinosaurier der analogen Medienwelt. Zu langsam vollzog sich die Digitalisierung. Der Satellit, DVB-T und DSL erkämpften sich Marktanteile und die mobile Welt verhieß noch mehr Probleme. In einem promedia-Gespräch hat der Geschäftsführer von Tele Columbus Dietmar Schickel nun die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Beitrag von Helmut Hartung, Herausgeber von promedia, <em>promedia</em> 5/2010</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Vor wenigen Jahren noch galten die <strong>Kabelnetze</strong> als Dinosaurier der analogen Medienwelt. Zu langsam vollzog sich die <strong>Digitalisierung</strong>. Der<strong> Satellit</strong>, <strong>DVB-T</strong> und <strong>DSL</strong> erkämpften sich Marktanteile und die mobile Welt verhieß noch mehr Probleme. In einem promedia-Gespräch hat der Geschäftsführer von <strong>Tele Columbus Dietmar Schickel</strong> nun die Netzbetreiber als „Rennpferd und Elefant gleichzeitig“ bezeichnet. Und er hat mit dem Vergleich Recht, denn inzwischen ist der Wettbewerb gegen die anderen Plattformanbieter wieder offen und das <strong>Kabel</strong> greift an.</p>
<div id="attachment_2021" class="wp-caption alignleft" style="width: 173px"><a href="http://www.goldmedia.com/blog/wp-content/uploads/2010/05/Helmut_Hartung.jpg"><img class="size-full wp-image-2021" title="Helmut_Hartung" src="http://www.goldmedia.com/blog/wp-content/uploads/2010/05/Helmut_Hartung.jpg" alt="Helmut Hartung" width="163" height="240" /></a><p class="wp-caption-text">Helmut Hartung, Herausgeber von promedia</p></div>
<p style="text-align: justify;">Das Angebot aus <strong>Fernsehen</strong>, <strong>Telefonie und Internet</strong> hat geholfen, Kunden zu halten und neue zu gewinnen, 2,5 Milliarden Euro wurden in den letzten fünf Jahren in die Modernisierung der Netze investiert und in vielen Kabelhaushalten ist <strong>Highspeed-Internet</strong> mit einer Geschwindigkeit von <strong>100 Mbit/s</strong> bereits Standard, wovon DSL-Kunden bislang nur träumen können. <strong>Kabel Baden-Württemberg</strong> wird bis Ende Mai sein gesamtes Verbreitungsgebiet auf 100 Mbit/s ausgebaut haben. Die Bundesregierung hat dieses Ziel bis 2018 gesetzt. Zudem wird das baden-württembergische Kabelunternehmen seinen Kunden in diesem Jahr auch noch <strong>Mobiletelefonie und mobiles Internet</strong> anbieten.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch beim Fernsehangebot holt das <strong>Kabel</strong> auf. Inzwischen bieten die meisten Netzbetreiber <strong>HDTV</strong> an und die Senderauswahl wird zunehmend größer. HDTV &#8211; auch bei privaten Sendern &#8211; kostet den Kabelkunden nichts zusätzlich. Selbst <strong>3D</strong> ist inzwischen im Blickfeld der Kabelunternehmen. <strong>Unitymedia</strong> wird einen <strong>3D Showcase</strong> erstmals jetzt auf der <strong>ANGA Cable</strong> zeigen.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Kabel liegt gegen DSL nach Punkten vorn und kann auch gegenüber den anderen Plattformen Champion bleiben, wenn es weiter konsequent investiert.</p>
<p style="text-align: justify;">Weitere Informationen: <a href="http://www.promedia-berlin.de/">promedia</a></p>
]]></content:encoded>
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		<title>promedia-Artikel: „Unsere Infrastruktur ist für 3D bereit“, Harald Rösch, Vorsitzender der Geschäftsführung bei Kabel BW</title>
		<link>http://www.goldmedia.com/blog/2010/05/%e2%80%9eunsere-infrastruktur-ist-fur-3d-bereit%e2%80%9c-harald-rosch-vorsitzender-der-geschaftsfuhrung-bei-kabel-bw/</link>
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		<pubDate>Tue, 04 May 2010 11:05:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Promedia das medienpolitische Magazin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Promedia schreibt im GOLDMEDIA Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Harald Rösch]]></category>
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		<category><![CDATA[Promedia]]></category>

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		<description><![CDATA[Interview mit Harald Rösch, Vorsitzender der Geschäftsführung bei Kabel BW, promedia 5/2010
Die Kunden von Kabel BW setzen immer öfter auf den Empfang des hochauflösenden Fernsehens HDTV. Seit der Einführung eines HD-Receivers Ende vergangenen Jahres als Standard-Modell und der Vorstellung eines HD-Rekorders zur Aufnahme von HDTV-Sendungen konnte Kabel BW bereits über 40.000 Kunden von den neuen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Interview mit Harald Rösch, Vorsitzender der Geschäftsführung bei Kabel BW, <em>promedia</em> 5/2010</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Die Kunden von Kabel BW setzen immer öfter auf den Empfang des hochauflösenden Fernsehens HDTV. Seit der Einführung eines HD-Receivers Ende vergangenen Jahres als Standard-Modell und der Vorstellung eines HD-Rekorders zur Aufnahme von HDTV-Sendungen konnte Kabel BW bereits über 40.000 Kunden von den neuen HD-Empfängern überzeugen.  Insgesamt speist Kabel BW bereits 19 HDTV-Sender in sein Kabelnetz ein. 2009 war für Kabel Baden-Württemberg erfolgreich.  Der Umsatz stieg um rund 13 Prozent auf 493 Mio. Euro, das operative Ergebnis (EBITDA) verbesserte sich um 29 Prozent auf 245 Mio. Euro. Größter Wachstumstreiber war das Breitband-Internet- und Telefoniegeschäft: Die Zahl der Kunden stieg von 382.000 um rund 37 Prozent auf 525.000. Mit 143.000 Neukunden lag das Wachstumstempo sogar leicht über dem exzellenten Vorjahreswert von 142.000 Neukunden. 22,8 Prozent aller 2,3 Millionen TV-Bestandskunden nutzen inzwischen die Internet- und Telefondienste &#8211; der höchste Wert aller deutschen Kabelnetzbetreiber.  Bis Mai wird Kabel BW den Ausbau des gesamten Netzes auf 100 MBit/s abgeschlossen haben. Dann werden 7,7 Millionen Baden-Württemberger einen Zugang zum Hochgeschwindigkeitsnetz der Kabel BW haben.</strong></p>
<div id="attachment_1994" class="wp-caption alignleft" style="width: 226px"><strong><strong><a href="http://www.goldmedia.com/blog/wp-content/uploads/2010/05/Harald_Rösch.jpg"><img class="size-medium wp-image-1994" title="Harald_Rösch" src="http://www.goldmedia.com/blog/wp-content/uploads/2010/05/Harald_Rösch-216x300.jpg" alt="Harald Rösch" width="216" height="300" /></a></strong></strong><p class="wp-caption-text">Harald Rösch, Vorsitzender der Geschäftsführung bei Kabel BW</p></div>
<p><strong> </strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia:</strong> Herr Rösch, Kabel BW wird bereits im Mai den Ausbau des gesamten Kabelnetzes auf 100 MBit/s abschließen. Rösch: Die Bundesregierung hat dieses Ziel bis 2018 gesetzt. Warum drücken Sie so auf das Tempo?<br />
<strong>Harald Rösch:</strong> Mitte 2009 haben wir begonnen, in den einzelnen technischen Zentralen (HUBs) EuroDOCSIS 3.0 einzuführen. Diese Umrüstung haben wir mit hohem Tempo vorangetrieben, sodass Ende 2009 bereits fast dreiviertel der angeschlossenen Haushalte von den erhöhten Bandbreiten mit bis zu 100 MBit/s profitieren konnten. In den kommenden Wochen werden wir die Umrüstung abgeschlossen haben. Dann können insgesamt 7,7 Mio. Menschen in Baden-Württemberg mit der Spitzengeschwindigkeit von 100 MBit/s über Kabel BW im Internet surfen. Es fand und findet also eine regionale schrittweise Umstellung statt. Anders als die DSL-Anbieter mit ihren VDSL-Angeboten erreichen wir also durch die Umrüstung zentraler Komponenten in unserem Netz flächendeckend alle Kabelkunden – und nicht nur punktuell in größeren Städten oder Ballungsräumen. Das demonstriert die technische Überlegenheit des Kabelnetzes gegenüber dem klassischen Telefonnetz und bietet unseren Kunden landesweit große Geschwindigkeitsvorteile.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia:</strong> Welche Investitionen sind für diesen Ausbau erforderlich?<br />
<strong>Harald Rösch:</strong> In den vergangenen Jahren haben wir mit unserer flächendeckenden Modernisierung 99,8 Prozent des Kabelnetzes auf 862 MHz rückkanalfähig ausgebaut und damit für Internet- und Telefondienste, aber auch für ein <span id="more-1988"></span>erweitertes TV-Angebot (z.B. für HDTV) fit gemacht. So haben wir seit 2006 über 500 Mio. Euro investiert. Wir nutzen unser eigenes Glasfaserbackbone, um unsere Dienste in die angeschlossenen Haushalte zu verteilen. Da wir unser Netz bereits zur Netzmodernisierung vorausschauend und damit entsprechend leistungsfähig geplant haben, findet die Umrüstung auf den neuen Standard aktuell in zentralen Netzkomponenten in unseren Netzzentren statt. Darüber hinaus erhalten unsere Kunden bei der Bestellung eines Paketes mit Bandbreiten, die wir über EuroDOCSIS 3.0 realisieren – aktuell sind das die Paket-Angebote CleverKabel 50 und CleverKabel 100 – ein Modem, das diesen Standard unterstützt. Bestandskunden erhalten bei einem Upgrade das Modem kostenlos ausgetauscht.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia: </strong>Inwieweit konnten Sie dafür Fördermittel nutzen?<br />
<strong>Harald Rösch:</strong> Kabel BW hat sein Netz in den vergangenen Jahren in Eigenregie und ohne Fördermittel modernisiert. So waren wir in der Lage, schnelles Breitband-Internet auch in Regionen zu bringen, wo kein DSL oder DSL lediglich mit niedrigen Bandbreiten möglich war. Mit der Umrüstung auf EuroDOCSIS 3.0 haben wir eine weitere Ausbaustufe gezündet, sodass mit dem Abschluss der Umrüstung im Mai drei viertel der Haushalte in Baden-Württemberg schnelles Internet mit bis zu 100 MBit/s nutzen können. Das bedeutet: Kabel BW erfüllt so praktisch im Alleingang – und ohne Fördermittel – das Breitbandziel der Bundesregierung. Und zwar mit doppelter Geschwindigkeit und drei Jahre früher, als von der Politik gefordert.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia:</strong> Wie refinanziert sich diese Summe?<br />
<strong>Harald Rösch:</strong> Wir erwarten auch in diesem Jahr – wie in den vergangenen Jahren – eine positive Entwicklung der Kundenzahlen im Internet- und Telefonbereich. Das generiert natürlich entsprechende Umsätze. Vor allem beobachten wir, dass sich immer mehr unserer Kunden für höherwertige und schnellere Internet- und Telefonpakete entscheiden. Und letztlich ist unser hervorragend ausgebautes, leistungsfähiges Netz die Basis für weitere Zusatzdienste wie interaktive Anwendungen. So planen wir in den nächsten Monaten unser eigenes Abruf-Angebot (Video on Demand) zu starten. Ohne die entsprechende Infrastruktur und ein interaktives, rückkanalfähiges Netz wären auch diese Dienste nicht möglich. Durch die Stärkung des TV-Angebots durch interaktive VoD-Dienste und attraktive Pay-TV-Angebote erwarten wir natürlich nicht zuletzt auch in diesem Geschäftssegment eine weiterhin positive Entwicklung.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia:</strong> Sie wollen auch Glasfaserkabel bis in die Wohnungen verlegen. Warum?<br />
<strong>Harald Rösch:</strong> Kabel BW denkt, was zukünftige Dienste und was die Bandbreitenentwicklung angeht, bereits heute über EuroDOCSIS 3.0 hinaus. Denn Fakt ist: Der Bandbreitenbedarf ist in der Vergangenheit stark gestiegen und wird auch zukünftig weiter steigen. Unser Netz ist bereits heute dafür ausgelegt. Darüber hinaus planen wir, neue Gebiete zukünftig standardmäßig per Glasfaser bis ins Haus (FTTB) anzuschließen bzw. auszubauen. In zwei Pilotgebieten haben wir die erforderliche Technik im Feld erfolgreich getestet, das erste größere Projekt startet noch im ersten Halbjahr. Zudem sind die notwendigen Investitionen beim Glasfaserausbau mittlerweile durchaus vergleichbar mit der bisherigen reinen Kupfertechnik auf der letzten Meile. Und diese „Fibre to the Building“-Projekte bieten zukünftig zusätzliche enorme Erweiterungsmöglichkeiten. Insbesondere für neu zu erschließende Gebiete, wie bisher unversorgte Gemeinden, ist es daher sinnvoll gleich mittels dieser Technologie die Versorgung mit Multimediadiensten, wie TV und schnellem Internet, zu realisieren.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia:</strong> Bedeuten die hohen Investitionen in das Highspeed-Internet, dass Sie dem klassischen Fernsehen eine nachlassende Bedeutung beimessen?<br />
<strong>Harald Rösch:</strong> Mit unseren Internet- und Telefonangeboten haben wir unser Produktportfolio erfolgreich erweitert. Mit weiteren Zusatzangeboten wie Video on Demand, einem noch größeren HDTV-Angebot und mobilen Diensten werden wir noch dieses Jahr an den Start gehen. Das Stichwort ist hierbei „Konvergenz“. Die Dienste und Angebote wachsen letztendlich immer weiter zusammen. Und unsere Kunden erwarten zu Recht, dass Kabel BW hier entsprechend attraktive Angebote macht. Kabel BW hat sich also in den vergangenen Jahren vom reinen Infrastrukturbetreiber zu einem Anbieter für sämtliche Entertainment-Angebote entwickelt. Und unsere Kunden nehmen diese Angebote zahlreich wahr.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia:</strong> Wie wird sich HDTV bei Kabel BW entwickeln? Werden auch alle öffentlich-rechtlichen-Programme eingespeist?<br />
<strong>Harald Rösch: </strong>HDTV ist bei Kabel BW überall im Netz verfügbar und damit kein „Großstadtphänomen“ wie bei VDSL. Denn HDTV benötigt enorme Bandbreiten – das Kabel stellt diese anders als VDSL nicht nur punktuell, sondern flächendeckend zur Verfügung. Aktuell bietet Kabel BW deutschlandweit das größte HDTV-Angebot im Kabel. Auf insgesamt 19 Sendern können unsere Kunden hochauflösendes Fernsehen erleben. Neben vielen frei empfangbaren Programmen – darunter auch Das Erste HD und ZDF HD – haben wir Ende vergangenen Jahres mit ‚Clever HD’ als erster Kabelnetzbetreiber in Deutschland ein eigenes Pay-TV-Angebot mit hochauflösenden Sendern gestartet. Darüber hinaus sind sämtliche Sky HD Sender bei uns zu empfangen. Ein weiterer Ausbau in diesem Bereich ist geplant. Auch die HDTV-Angebote der großen Privatsender sind natürlich für uns interessant. Aber auch diese haben ihre Vorstellungen und Randbedingungen, die es einzuhalten gilt. Wir gehen aber davon aus, dass es auch im Interesse der Sender ist über 50% der Fernsehzuschauer im Land mit ihren HDTV-Sendern zu erreichen. Entsprechende Verhandlungen laufen. Eines ist allerdings klar: Das Geschäftsmodell muss natürlich stimmen &#8211; und zwar für alle Beteiligten.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia:</strong> Ist HDTV mit höheren Preisen für den Kunden verbunden?<br />
<strong>Harald Rösch:</strong> Grundsätzlich ist der HDTV-Empfang mit jedem Kabelanschluss möglich. Dabei sind derzeit die frei empfangbaren HDTV-Programme wie auch die übrigen digitalen Free-TV-Sender unverschlüsselt und ohne Zusatzkosten zu empfangen. Einzige Voraussetzung für den HDTV-Empfang ist ein HD-Receiver und natürlich ein entsprechender FullHD oder HDready Flachbildfernseher. Bereits Ende vergangenen Jahres haben wir dabei den HDTV-Empfang für unsere Kunden zum Standard gemacht, indem wir ausschließlich HD-Receiver anbieten. Ein HD-Receiver ist bereits für 2€ monatlich oder einmalig 129,90€ zu haben. Darüber hinaus bieten wir zur Aufnahme von HDTV-Sendungen einen HD-PVR für 5€ monatlich oder einmalig 249,90€ an.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia:</strong> Ist 3D für Sie bereits ein Thema?<br />
<strong>Harald Rösch:</strong> HD-3D ist die perfekte Weiterentwicklung von HDTV und bedeutet auch für uns eine ausgezeichnete Wachstums-Chance, denn unser Netz ist in der Lage, die dafür notwendige Datenmenge live zu übertragen. Das ist ein unschätzbarer Wettbewerbsvorteil. Während der Start noch durch den 3D-Blueray-Player bestimmt werden wird, können wir die ersten sein, die 3D anbieten. Wie für HDTV gilt aber: Natürlich können wir nur die Inhalte verbreiten, die auch verfügbar sind. Erste TV-Sender haben aber bereits auch für Deutschland Showcases mit 3D-Inhalten angekündigt.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia:</strong> Welche technischen Voraussetzungen müssen Sie dafür schaffen?<br />
<strong>Harald Rösch: </strong>Ich kann nur sagen: Unsere Infrastruktur ist für 3D bereit! Allen Haushalten steht mehr als ausreichend Bandbreite auch für diese Revolution im TV-Bereich zur Verfügung. Andere Infrastrukturen dürften da echte Bandbreitenprobleme bekommen. Damit zeigt sich einmal mehr: Das Kabel, das in den Neunzigern noch in einer Art Dornröschenschlaf lag, hat sich durch die konsequente Modernisierung zu einer der leistungsfähigsten Infrastrukturen entwickelt und übertrumpft manch eine Technologie um ein Vielfaches.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia:</strong> Sie wollen Ihren Kunden im Jahr 2010 auch Mobile Telefon und Internet anbieten. Warum, das hat doch mit Ihrem klassischen Kabelgeschäft nichts mehr zu tun?<br />
<strong>Harald Rösch:</strong> Kabel BW und die Kabelnetzbetreiber allgemein haben sich von klassischen Infrastrukturanbietern in den vergangenen Jahren zu echten Dienstleistungsunternehmen gewandelt. Dabei spielen neben dem Geschäft mit analogem, digitalen und hochauflösenden Fernsehen die Telekommunikationsdienste eine immer größere Rolle. Schließlich haben wir mit unserem Netz riesige Potentiale auf diesem Gebiet. Und auch bei den Kunden in Baden-Württemberg haben wir uns fest als Telekommunikationsanbieter etabliert. Nun planen wir, unsere CleverKabel Internet- und Telefonpakete um mobile Dienste zu ergänzen. Zum Start legen wir den Fokus auf das mobile Internet und machen CleverKabel dadurch ein Stück weit mobil. Unsere Kunden sollen mit unseren Angeboten, überall online gehen können. Und die Kabel BW Kunden wissen, dass sie bei unseren Produkten ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis bekommen – das gilt auch für die mobilen Dienste. Später werden wir als Option zu den CleverKabel-Paketen auch mobile Telefonie anbieten. Damit ergänzen wir unser Produktportfolio logisch um eine weitere Komponente und bieten unseren Kunden sämtliche Entertainment- und Telekommunikationsdienste aus einer Hand.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia:</strong> Verfügen Sie über das notwendige Know-how?<br />
<strong>Harald Rösch:</strong> Nicht nur unsere Infrastruktur, auch unsere Prozesse und gerade auch unseren Kundenservice haben sich in den letzten Jahren gewandelt: Dadurch haben wir auch was diese Themen angeht natürlich auch auf sämtliche Telekommunikationsdienstleistungen ausgerichtet. So haben wir nicht nur die Zahl der Mitarbeiter im Kundenservice und im technischen Support erhöht, sondern auch qualitativ einiges verbessert. Durch ständige Schulungen unserer Mitarbeiter stellen wir sicher, dass Anfragen auch zu neuen Produkten kompetent und für den Kunden zufrieden stellend beantwortet werden. Insgesamt hat das Unternehmen darüber hinaus in den vergangenen Jahren viel Know-how – gerade auch was die Telekommunikation und die Bedürfnisse der Kunden betrifft – hinzugewonnen, sodass wir uns auch für diesen nächsten Schritt gut aufgestellt sehen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Über Harald Rösch</strong></p>
<ul style="text-align: justify;">
<li>Geboren: 1969</li>
<li>Studium Betriebswirtschaft</li>
<li>1993 &#8211; 1999 Projektleiter bei McKinsey</li>
<li>2001- 2003 Leitung der Internetabteilung der Telecom Italia in Mailand</li>
<li>2003 &#8211; 2009 Geschäftsführer der HanseNet, die mit der Privatkundenmarke „Alice“ zu einem deutschlandweit agierenden Telekommunikationsanbieter aufgebaut und AOL Deutschland übernommen wurde</li>
<li style="text-align: justify;">Seit Februar 2009 Vorsitzender der Geschäftsführung bei Kabel BW</li>
</ul>
<p>Weitere Informationen: <a href="http://www.promedia-berlin.de/">promedia</a></p>
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		<title>&#8220;Das lineare Fernsehen ist immer noch das Lagerfeuer der Nation&#8221;, Dietmar Schickel, CCO Telecolumbus</title>
		<link>http://www.goldmedia.com/blog/2010/03/cco-telecolumbus-das-lineare-fernsehen-ist-immer-noch-das-lagerfeuer-der-nation/</link>
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		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 10:00:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Promedia das medienpolitische Magazin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Promedia schreibt im GOLDMEDIA Blog]]></category>
		<category><![CDATA[CCO]]></category>
		<category><![CDATA[Dietmar Schickel]]></category>
		<category><![CDATA[Kabel]]></category>
		<category><![CDATA[Kabelnetzbetreiber]]></category>
		<category><![CDATA[Tele Columbus]]></category>

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		<description><![CDATA[Interview mit Dietmar Schickel, Chief Commercial Officer, Tele Columbus, promedia 03/2010
Eine unabhängige Holding hat Anfang Januar den drittgrößten deutschen Kabelnetzbetreiber Tele Columbus von der Escaline-Tochtergesellschaft Orion Cable übernommen. Die Holding-Gesellschaft ist von den über 100 internationalen Gläubigerinstituten und den bisherigen Eigentümern unabhängig. Tele Columbus ist aus einer Vielzahl von klassischen Netzebene 4-Betreibern entstanden, die heute [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Interview mit Dietmar Schickel, Chief Commercial Officer, Tele Columbus, <em>promedia</em> 03/2010</strong></p>
<p><strong>Eine unabhängige Holding hat Anfang Januar den drittgrößten deutschen Kabelnetzbetreiber Tele Columbus von der Escaline-Tochtergesellschaft Orion Cable übernommen. Die Holding-Gesellschaft ist von den über 100 internationalen Gläubigerinstituten und den bisherigen Eigentümern unabhängig. Tele Columbus ist aus einer Vielzahl von klassischen Netzebene 4-Betreibern entstanden, die heute in der Tele Columbus Gruppe integriert sind. Dazu gehören die ehemalige ewt multimedia GmbH oder auch die Breitbandnetze von Bosch und Siemens. Die Tele Columbus Gruppe ist als Anbieter national aktiv, mit Netzen in allen 16 Bundesländern vertreten – aber mit einem klaren Schwerpunkt auf Berlin und den ostdeutschen Bundesländern. Hier befinden sich knapp 70 Prozent der Kunden.</strong></p>
<div id="attachment_1600" class="wp-caption alignleft" style="width: 234px"><strong><strong><a href="http://www.goldmedia.com/blog/wp-content/uploads/2010/03/Dietmar_Schickel.jpg"><img class="size-medium wp-image-1600" title="Dietmar_Schickel" src="http://www.goldmedia.com/blog/wp-content/uploads/2010/03/Dietmar_Schickel-224x300.jpg" alt="" width="224" height="300" /></a></strong></strong><p class="wp-caption-text">Dietmar Schickel, Chief Commercial Officer, Tele Columbus</p></div>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>promedia:</strong> Herr Schickel, welche Finanzdienstleister, Fonds oder Banken gehörten jetzt zu den Eigentümern von TeleColumbus?<br />
<strong>Dietmar Schickel:</strong> An der neuen Eigentümergesellschaft der Tele Columbus Gruppe sind keine Banken oder Fonds beteiligt. Die Kreditgeber sind weiterhin lediglich über Fremdkapital investiert. Die neue Holding ist vollkommen unabhängig von den Kreditgebern und wird von der auf finanzielle Restrukturierungen spezialisierten Finanzagentur Nikolaus&amp;Co geführt.</p>
<p><strong>promedia:</strong> Welche Konsequenzen hat das für die operative Tätigkeit?<br />
<strong>Dietmar Schickel:</strong> Zunächst einmal muss man klarstellen: Auch wenn in den Medien viel spekuliert wurde – die operative Tätigkeit war nie gefährdet. Die Kapitalgeber haben nie einen Zweifel daran gelassen, welch großen Wert sie dem Unternehmen Tele Columbus, der Infrastruktur, die wir über die Jahre aufgebaut haben und unserem Geschäftsmodell beimessen. Es bestand zu jeder Zeit ein klares Interesse seitens unserer Kapitalgeber, dieses hoch profitable Geschäft auch weiterzuführen – und dieses Interesse wurde unserem Unternehmen gegenüber auch klar dokumentiert.<span id="more-1619"></span><br />
Dennoch ist es natürlich positiv, dass nun mit dem Eigentümerwechsel wieder mehr Ruhe ins Unternehmen eingekehrt ist. So können wir uns wieder verstärkt darauf konzentrieren, was die Firma Tele Columbus in den letzten 25 Jahren stark gemacht hat: Unsere Kompetenz und Erfahrung als Kabelnetzbetreiber sowie unsere Kontinuität, unsere Regionalität und unsere Qualität in der Zusammenarbeit mit der Wohnungswirtschaft. Gleichzeitig können wir gemeinsam mit den Banken in aller Ruhe daran arbeiten, die Kapitalstruktur des Unternehmens zukunftsfähig aufzustellen.</p>
<p><strong>promedia:</strong> Wie ist es dazu gekommen, dass Tele Columbus fast versteigert worden wäre?<br />
<strong>Dietmar Schickel:</strong> Der Begriff „Versteigerung“ ist natürlich irreführend – es ging ja nicht darum, Tele Columbus an ein anderes Unternehmen – beispielsweise einen Wettbewerber – zu verkaufen. Es wäre auch nicht das Unternehmen aufgerufen worden, sondern lediglich die Pfandrechte an der damaligen Muttergesellschaft. Tele Columbus war bis zum Jahreswechsel Teil eines Konzerns mit einer sehr komplexen Gesellschafts- und auch Schuldenstruktur. Unter anderem wurde die Muttergesellschaft der Tele Columbus Gruppe durch eine hohe Last von Verbindlichkeiten gedrückt. In diesem Rahmen war jedoch die notwendige Kapitalrestrukturierung für die einzelnen Gesellschaften nicht durchführbar. Die Versteigerung war lediglich als rein formaler Akt für einen kontrollierten Eigentümerwechsel an eine unabhängige Holding, die das Vertrauen der Kapitalgeber genießt, geplant. Dies wurde nun durch eine gütliche Einigung zwischen den ehemaligen Anteilseignern und den Kapitalgebern erreicht.</p>
<p><strong>promedia:</strong> Alle größeren deutschen Kabelgesellschaften gehören Finanzinvestoren. Muss man sich um das deutsche Kabelnetz Sorgen machen?<br />
<strong>Dietmar Schickel:</strong> Nein, natürlich nicht. Es gibt viele pauschale Vorurteile gegen Finanzinvestoren. In einzelnen Fällen treffen diese vielleicht auch zu. Aber man muss anerkennen, dass Finanzinvestoren entscheidend dazu beitragen, dynamische und kapitalintensive Wachstumsmärkte schnell mit Geld zu versorgen – Geld, das für Investitionen notwendig ist. Die Kabelbranche ist ein Markt, der sich durch die Konsolidierung der Netzebenen 3 und 4 sehr stark im Umbruch befindet und der durch die neuen Dienste Internet und Telefonie ein sehr dynamisches Wachstum erfährt. Ein Markt also, in dem viel Potenzial steckt. Und natürlich ist es auch ein Markt, in dem gerade für dieses Infrastrukturgeschäft mit neuen Diensten auch hohe Investitionen notwendig sind. Das fordert eine flexible und umfangreiche Finanzierung.<br />
Ohne Private Equity hätte das Kabel den technologischen Wettbewerb der Infrastrukturen mit den herkömmlichen Telefonanbietern vielleicht nicht so klar gewinnen können. Und auch die raschen Innovationen im Bereich Fernsehen wären ohne eine solche Finanzierung wohl nicht denkbar. Natürlich ist es aber auch kein Modell für die langfristige Zukunft. Die Investitionszyklen für Private Equity Kapital sind begrenzt, und irgendwann werden auch wieder andere Investoren die Geschäfte in der Hand haben. Mit Unitymedia hat diese Entwicklung gerade begonnen, mit Kabel Deutschland geht sie möglicherweise weiter.</p>
<p><strong>promedia:</strong> Wie modern ist das Kabelnetz von Tele Columbus?<br />
<strong>Dietmar Schickel:</strong> Als ursprünglicher Netzebene 4-Betreiber haben wir ja nicht nur ein Kabelnetz sondern eine große Zahl von Netzen an verschiedenen Standorten, die wir zunehmend integriert mit der Netzebene 3 betreiben. In diese Netze investieren wir laufend. Sie sind selbstverständlich voll digitalisiert, also für die Übertragung von digitalen TV- und Hörfunkprogrammen ausgebaut. Der größte Teil der Netze ist auch bereits Triple-Play-fähig, das heißt, hier können die Kunden neben Fernsehen auch Telefon- und Internetdienste empfangen. Und gerade in den ostdeutschen Bundesländern – vor allem in Berlin – wird ein Großteil der Netze bereits unabhängig von der Netzebene 3 versorgt, das heißt mit Signalzufuhr über eine eigene Kopfstelle. In diesen Netzen haben wir natürlich den Vorteil, das gesamte Angebot aus einer Hand bieten zu können und Service, Produkte und Technik selbst steuern zu können. Das versetzt uns im Gegensatz zu den Kabelnetzbetreibern der Netzebene 3 auch in die Lage, individuelle regionale Angebote zu liefern, wie beispielsweise örtliche Lokalsender auch digital einzuspeisen.</p>
<p><strong>promedia:</strong> Wie kommen Sie dem immer stärker wachsenden Bedarf an Bandbreiten nach?<br />
<strong>Dietmar Schickel:</strong> Im Jahr 2010 treiben wir den Netzausbau weiter voran und erschließen einige zusätzliche Städte mit Internet, Telefon und hochauflösendem Fernsehen. Zur Steigerung der Bandbreiten in den bestehenden Netzwerkclustern erweitern wir unsere HFC-Netze laufend unter Nutzung der neuesten Technologien. Ziel ist es, an allen Standorten, die mit eigenen Internetdiensten versorgt werden, den Bandbreitenvorteil gegenüber den Telekommunikationsunternehmen auszunützen und höhere Datenraten für unsere Endkunden vorzuhalten. Dazu planen wir in einem ersten Schritt ausgehend vom Standort Berlin sukzessive die Einführung des neuen Standards EuroDOCSIS 3.0, um in den Haushalten erhöhte Internetgeschwindigkeiten von bis zu 100 MBit pro Sekunde bereitzustellen. An einzelnen Standorten, beispielsweise in Potsdam, führen wir darüber hinaus schon heute erste Projekte mit „Fibre to the building“, also einer Glasfaserstrecke bis zum einzelnen Haus, durch.</p>
<p><strong>promedia:</strong> Alle Kabelnetzbetreiber, auch Tele Columbus haben sich zu Inhalteanbietern entwickelt, die neben den Standard-Programmen noch Premium-Programme anbieten. Hat sich dieser Weg bewährt?<br />
<strong>Dietmar Schickel: </strong>Selbstverständlich. Fernsehen ist immer noch die Freizeitbeschäftigung Nummer eins, wenn nicht sogar ein lebensnotwendiges Gut für die meisten Menschen. Die Digitalisierung schafft den notwendigen Raum, um neben den Standard-Programmen auch Angebote für den individuellen Bedarf bereitzustellen. Und mit der wachsenden Verbreitung von geeigneten Endgeräten, die sich schon aus der Digitalisierung der Standardprogramme ergibt, wird es zunehmend einfacher, zusätzlich auch Premium-Inhalte zu konsumieren. Die Nachfrage wird also weiter steigen.</p>
<p><strong>promedia: </strong>Nun kommen Hybrid-Fernseher auf den Markt, die zusätzlich Inhalte aus dem Internet anbieten. Macht es Sinn, dass die Kabelnetzbetreiber weiterhin Premium-Content einkaufen oder sollten Sie sich wieder auf das Kerngeschäft, der Bereitstellung von Infrastrukturen konzentrieren?<br />
<strong>Dietmar Schickel:</strong> Durch die Digitalisierung und die zunehmende Integration der Netzebenen 3 und 4 sind die Geschäftsmodelle auch für uns als Kabelnetzbetreiber vielfältiger geworden – wir können heute technologisch einen wesentlich umfassenderen Bereich der Wertschöpfungskette abdecken. Überall, wo es wirtschaftlich sinnvoll ist, werden wir uns daher auch selbst engagieren oder gegebenenfalls geeignete Partner suchen. Gemeinsam mit NDS und anderen Content Plattformen kooperieren wir beispielsweise für die Leistung von interaktiven Inhalten auf unseren hybriden Endgeräten. Unsere Kunden erreichen wir aber nach wie vor in erster Linie über ein breites inhaltliches Angebot – hier müssen wir gut aufgestellt sein. Denn das lineare Fernsehen ist immer noch das Lagerfeuer der Nation.</p>
<p><strong>promedia:</strong> Die Konkurrenz für die Kabelnetzbetreiber nimmt zu: Satellit, DVB-T, IP-TV, Hybrid-Fernseher. Wie können Sie sich behaupten?<br />
<strong>Dietmar Schickel: </strong>Wir werden uns behaupten, weil wir über die leistungsfähigste Infrastruktur verfügen und im Gegensatz zu allen anderen Übertragungswegen Broadband und Broadcast in vollem Umfang kombinieren können. Dabei ist es aber wichtig, bei der aktuellen Innovationsdynamik keine Entwicklung zu verschlafen. Wenn wir uns mit unseren Leistungen und Produkten weiterhin an der Spitze bewegen, können wir unseren Vorteil ausspielen: Mehr Quantität in der Bandbreite bei voller Qualität in Service und Angebot. Deshalb treiben wir mit Tele Columbus die technologischen Entwicklungen wie HDTV oder interaktive Portale so vehement voran.</p>
<p><strong>promedia:</strong> Warum kann im Kabel anscheinend die digitale Umstellung nicht 2012 stattfinden wie beim Satelliten?<br />
<strong>Dietmar Schickel:</strong> Aus technologischer Sicht könnte der analoge Switch-Off jederzeit stattfinden, die Kabelnetze sind ja seit Jahren voll digital. Das Problem ist die digitale Nutzung – den Kabelkunden fällt es natürlich im Hinblick auf die relativ große Programmauswahl und gute Qualität, die schon das analoge Kabel bietet, besonders schwer, die Vorzüge des digitalen Fernsehens zu erkennen. Hier wird der revolutionäre Qualitätsstandard HDTV, den wir mit Tele Columbus mehr als alle anderen Anbieter vorantreiben, weiteren Anreiz bringen. Ein klares Datum für den Umstieg im gesamten Markt würde auf jeden Fall helfen. Ansonsten droht das, was wir schon heute in Ansätzen beobachten: Ein wilde Migration der Privatsender, die aufgrund der günstigeren Verbreitung nach und nach auf den digitalen Standard umsteigen. Eine flächendeckende Re-Analogisierung ist aber ebenso technisch unsinnig wie wirtschaftlich uneffizient. Daher braucht es ein konkretes Umstiegsszenario. Wir haben großes Verständnis für das Interesse der Wohnungswirtschaft, diesen Übergang für die Mieter möglichst angenehm und technisch problemlos zu gestalten. Daher ist für uns in dieser Situation in erster Linie der Dialog mit der Wohnungswirtschaft entscheidend. Und mit einer eigenen regionalen Digitalisierungsstrategie, die auch die Lokalsender in die digitale Welt überführt, setzen wir ein klares Zeichen Richtung Zukunft.</p>
<p><strong>Über Dietmar Schickel</strong></p>
<ul>
<li>Geboren: 1956</li>
<li>Marketingleiter in Versicherungs- und Handelsunternehmen</li>
<li>1986 im Auftrag der Bertelsmann AG Aufbau der RKS Berlin, eine der ersten deutschen Kabelgesellschaften</li>
<li>1989 Mitglied der Geschäftsführung</li>
<li>1990-2007 Geschäftsführer für den Bereich Marketing und Vertrieb</li>
<li>2007-2009 Geschäftsführer der Wohnungswirtschaft</li>
<li>Seit Juli 2009 Chief Commercial Officer (CCO) der Unternehmensgruppe Tele Columbus</li>
</ul>
<p>Weitere Informationen: <a href="http://www.promedia-berlin.de/">promedia</a></p>
<p><strong><a href="http://www.promedia-berlin.de _self"></a></strong></p>
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