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	<title>GOLDMEDIA Blog &#187; Entertain</title>
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	<description>Das Blog der Goldmedia Gruppe</description>
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		<title>Entertain ist ein hybrides Angebot. promedia-Interview mit Dr. Christian P. Illek, Geschäftsführer Marketing Telekom Deutschland</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Oct 2010 08:00:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Promedia das medienpolitische Magazin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Promedia schreibt im GOLDMEDIA Blog]]></category>
		<category><![CDATA[3D]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Telekom]]></category>
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		<description><![CDATA[Interview mit Christian P. Illek, Geschäftsführer Marketing Telekom Deutschland, promedia 10/2010
Auch die Deutsche Telekom setzt auf 3D. Jetzt können alle Entertain-Kunden der Deutschen Telekom über die Onlinevideothek Videoload zahlreiche Inhalte in 3D abrufen. Über das TV-Menü haben Kunden jederzeit Zugriff auf die 3D-Kinohighlights der großen Hollywood-Studios Warner Bros. und Sony Pictures Television. Die 3D-Inhalte sind [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Interview mit Christian P. Illek, Geschäftsführer Marketing Telekom Deutschland,<em> promedia</em> 10/2010</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Auch die Deutsche Telekom setzt auf 3D. Jetzt können alle Entertain-Kunden der Deutschen Telekom über die Onlinevideothek Videoload zahlreiche Inhalte in 3D abrufen. Über das TV-Menü haben Kunden jederzeit Zugriff auf die 3D-Kinohighlights der großen Hollywood-Studios Warner Bros. und Sony Pictures Television. Die 3D-Inhalte sind für alle Entertain-Kunden verfügbar und können nach jedem Abruf 24 Stunden lang uneingeschränkt angesehen werden. Einzige Voraussetzung zum Abruf von 3D-Inhalten via Entertain ist ein 3D-fähiges TV-Gerät und die dazugehörige Brille. </strong></p>
<p style="text-align: justify;">
<div class="mceTemp" style="text-align: justify;">
<dl id="attachment_2853" class="wp-caption alignleft" style="width: 144px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.goldmedia.com/blog/wp-content/uploads/2010/10/Christian_Illek.jpg"><img class="size-medium wp-image-2853" title="Christian_Illek" src="http://www.goldmedia.com/blog/wp-content/uploads/2010/10/Christian_Illek-209x300.jpg" alt="Dr. Christian P. Illek" width="134" height="193" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Dr. Christian P. Illek</dd>
</dl>
</div>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><strong><br />
promedia:</strong> Herr Illek, 3D ist ein Hype, der sich im Kino anscheinend abschwächt. Warum sehen Sie gegenwärtig einen Bedarf für 3D-Inhalte im Fernsehen?<br />
<strong>Christian Illek: </strong>Wir sehen 3D als nächste Entwicklungsstufe des TV-Zuschauererlebnis. Die Zukunft des Fernsehens ist dreidimensional und 3D ist ein neuer Faktor für die Attraktivität von TV-Unterhaltung und zukünftiger Kaufentscheidungen. Zahlreiche Studien zeigen 3D auf dem Vormarsch und die Deutsche Telekom hat schon heute die entsprechende Netzstruktur und mit Entertain eine 3D-fähige Plattform.<br />
Dennoch steht 3D noch am Anfang und unser Fokus für Entertain liegt weiterhin auf HD: Wir bieten mittlerweile acht Sender in High Definition und mit 1.500 Titeln in der Onlinevideothek die größte HD-Auswahl Deutschlands.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia:</strong> Es existieren bisher kaum 3D-Inhalte und Spielfilme dürfen im TV erst nach einem Jahr gezeigt werden. Ist der 3D-Start mehr ein PR-Gag, um für Aufmerksamkeit für Entertain zu sorgen?<br />
<strong>Christian Illek: </strong>Wir wollen unseren Kunden mit Entertain das bessere Fernsehen anbieten. Diesen Anspruch setzen wir konsequent um und zeigen als 1. deutscher TV-Anbieter 3D-Inhalte. Es ist richtig, dass die Zahl von 3D-Titeln noch überschaubar ist, aber die Inhalt-Anbieter haben das Potenzial von 3D längst erkannt und produzieren entsprechend. Schon heute können wir unseren Kunden 3D-Blockbuster wie “Kampf der Titanen” und “Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen“ anbieten. In Kürze folgen „Cats and Dogs 2“, <span id="more-2854"></span>Legenden der Wächter, „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes“ und viele mehr – und dies bereits kurz nach Kinostart. Darüber wird es auch Dokumentation und Sport geben: Ab der Rückrunde zeigen wir bei LIGA total! pro Spieltag eine Bundesligapartie in 3D.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia: </strong>Die Hauptverbreitungswege für Fernsehen sind Kabel, Satellit und DVB-T. Gehen Sie davon aus, dass sich aufgrund der Umbruchsituation in der TV-Nutzung, diese Marktsituation in den nächsten fünf Jahren grundlegend ändern kann?<br />
<strong>Christian Illek:</strong> Mit dem TV-Nutzungsverhalten verändern sich auch die Übertragungswege: Der Zuschauer wünscht mehr Flexibilität, das heißt er möchte sich das Fernsehprogramm nicht mehr diktieren lassen, sondern will selbst entscheiden, wann er welche Sendung sieht. Dabei hat IPTV klare Vorteile gegenüber den anderen Übertragungswegen, zum Beispiel die Möglichkeit Aufnahmen über das Internet zu programmieren. Die Rückkanalfähigkeit von IPTV ermöglicht zudem die Nutzung der Online-Videothek sowie interaktive Anwendungen wie beispielsweise die persönliche Bundesliga-Konferenz. Ein weiterer Pluspunkt von IPTV betrifft HD-Inhalte: Zwar ist HD streng genommen kein Alleinstellungs¬merkmal von IPTV. Allerdings wird der Vorteil von IPTV beim Thema HD deutlich, wenn Sie sich anschauen welche Umrüstungen bei Satellit und Kabel notwendig sind, damit sie HD-fähig sind. Unsere Media Receiver werden über das Internet angesteuert und sind alle nicht nur HD-, sondern auch 3D-fähig. Diese Vorteile führen schon heute dazu, dass IPTV in Deutschland die einzig wachsende TV-Plattform ist, während die anderen Übertragungswege stagnieren bzw. Marktanteile verlieren. Diese Entwicklung wollen wir als Marktführer in Deutschland in den nächsten Jahren weiter vorantreiben.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia:</strong> Welche Kunden wollen Sie mit 3D erreichen?<br />
<strong>Christian Illek:</strong>Wir sind davon überzeugt, dass sich 3D auf dem deutschen TV-Markt durchsetzen wird. Laut einer Umfrage der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik gfu planen 41 Prozent der Deutschen in den nächsten drei Jahren ein 3D-Fernseher zu kaufen. Mit Entertain machen wir den 3D-Einstieg denkbar einfach: Schon jetzt ist jeder Entertain Media Receiver in der Lage, ein 3D-Signal darzustellen – ein Austausch der Hardware ist nicht nötig.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia: </strong>Wird für 3D eine zusätzliche Bandbreite erforderlich, oder können alle, die bisher Entertain abonniert haben auch die 3D-Angebote empfangen?<br />
<strong>Christian Illek:</strong> 3D-Inhalte aus der Onlinevideothek und dem TV-Archiv sind – genau wie bei HD-Titeln – für alle Entertain-Kunden abrufbar. Voraussetzung ist ein entsprechender Fernseher mit der dazugehörenden Brille.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia:</strong> Die 3D-Produktionen sind mit erheblichen Kosten verbunden und damit auch für die Verwertungsrechte. Werden diese zusätzlichen Kosten zulasten anderer Inhalte gehen?<br />
<strong>Christian Illek:</strong> Die 3D-Inhalte wurden extra verhandelt und wirken sich nicht auf andere Inhalte aus.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia: </strong>Wird 3D zusätzlich kosten?<br />
<strong>Christian Illek:</strong> In unserer Online-Videothek stehen allen Entertain-Kunden 3D-Titel zur Verfügung. Die Preise bewegen sich in ähnlichen Preisbereichen wie HD-Inhalte. Zudem bieten wir ausgewählte Inhalte, zum Beispiel drei Boxkämpfe und das Eröffnungsspiel der Eishockey-WM 2010 ohne zusätzliche Kosten im TV-Archiv an.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia:</strong> In vielen Gebieten – auch in Berlin – ist Entertain teilweise noch nicht zu empfangen, weil nicht entsprechende Breitbandkapazitäten vorhanden sind. Wie groß ist gegenwärtig die technische Reichweite für das Entertainangebot?<br />
<strong>Christian Illek:</strong> Voraussetzung für einen Entertain-Anschluss ist eine Bandbreite von 16 Mbit/s. Dieser ist in mehr als 20 Millionen deutschen Haushalten verfügbar. Kurz: Jeder zweite Haushalt in Deutschland kann Entertain empfangen. Zudem ist VDSL mit Bandbreiten von bis zu 50 Mbit/s in mehr als 500 Städten verfügbar. Berlin ist eine der ersten Städte in Deutschland, in denen seit 2006 unser IPTV Angebot erhältlich ist. Bereits heute können rund 95% aller Berliner Haushalte Entertain nutzen. Damit ist Entertain nahezu in ganz Berlin verfügbar.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia: </strong>Vodafone bietet sein neues Vodafone-TV bereits für Bandbreiten von 2 MBit/s an. Werden Sie Ihre „Eingangsschwelle“ auch senken?<br />
<strong>Christian Illek:</strong> Wir haben die nötige Bandbreite für Entertain bewusst gewählt, um unseren Kunden die beste Qualität und den größten Komfort zu bieten. Über eine 2 Mbit/s-Leitung ist kein Live-TV möglich und auch Video on Demand ist nur mit langen Ladezeiten möglich. Bei Entertain stehen 15.000 Inhalte jederzeit auf Knopfdruck bereit – 1.500 davon in HD-Qualität. Wir bieten unseren Kunden mehr als 130 TV-Sender und während der Zuschauer fernsieht sind gleichzeitige Aufnahmen ebenso möglich wie paralleles Surfen im Internet.<br />
<strong><br />
promedia: </strong>Wie schnell wird die Kapazität der Netze ausgebaut, um mehr Entertain-Anschlüsse zu ermöglichen?<br />
<strong>Christian Illek:</strong>Wir bauen unser Netz kontinuierlich aus. Wir bekennen uns ganz klar zur Glasfasertechnologie als Zukunftstechnologie und prüfen einen entsprechenden Ausbau.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia:</strong> Sie bieten dem Kunden, der nicht über ausreichend Bandbreite verfügt, bereits Entertain über LTE an. Ab wann steht das zur Verfügung?<br />
<strong>Christian Illek:</strong> Wir sind stolz darauf, als Deutsche Telekom der erste Netzbetreiber zu sein, der den Startschuss für den Ausbau gegeben hat und die ersten LTE-Basisstationen in Kyritz und in Ziesar in Brandenburg in Betrieb genommen zu haben. Einen Zeitpunkt wann Entertain über LTE verfügbar ist, kann ich noch nicht nennen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia:</strong> Viele TV-Sender starten spezielle Applikationen für das Hybrid-TV und es entstehen neue Online-TV-Plattformen wie z.B. Google TV. Liegt hier nicht eher die Zukunft des Fernsehens, als über ein separates IP-TV-Angebot?<br />
<strong>Christian Illek:</strong>Hybrid TV bezeichnet etwas, was wir seit Jahren erfolgreich mit Entertain anbieten. Entertain ist ein hybrides Angebot: Online-Videothek, TV-Archiv und interaktives Fernsehen sind bei uns Standard. Die Qualität, die Vielzahl unserer Inhalte sowie die Nutzererfahrung heben unser Angebot zudem deutlich hervor. Für die Zukunft wird entscheidend sein, wer die Bedürfnisse der Kunden am besten erfüllt und das bessere Geschäftsmodell hat. Wir sind überzeugt davon, mit Entertain die richtigen Antworten gefunden zu haben.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>promedia:</strong>Wird es zwischen Entertain und der Online-Welt eine Verknüpfung geben?<br />
<strong>Christian Illek:</strong> Die gibt es ja bereits: Unsere Kunden können Fotos, Videos und Musik im Netz speichern und – neben PC und Handy – auch via Entertain abrufen. Zudem können Entertain-Kunden Ihre E-Mails am TV-Bildschirm lesen, den Ebay-Status überwachen und weitere Online-Dienste nutzen. Darüber hinaus bieten wir Webradio mit mehr als 2.500 Sendern via Entertain an.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Über Dr. Christian P. Illek</strong></p>
<ul style="text-align: justify;">
<li>Geboren: 1964</li>
<li>Studium Chemie und Betriebswirtschaftslehre</li>
<li>1989 Tätigkeit an der Münchner Universität</li>
<li>Verschiedenen Führungspositionen bei den Firmen Bain&amp;Company und Dell in Deutschland und der Schweiz.</li>
<li>Seit 2007 Bereichsvorstand Marketing T-Home Deutschland</li>
<li>Seit Mai 2009 zusätzlich Geschäftsführer Marketing T-Mobile für den Mobilfunkbereich ﻿</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Weitere Informationen: <a href="http://www.promedia-berlin.de/">promedia</a></p>
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		<title>&#8220;Wir wollen Inhalte zeigen, die nicht im TV laufen&#8221;, Robert Wagner, Projektleiter 3min</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 10:00:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Promedia das medienpolitische Magazin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Promedia schreibt im GOLDMEDIA Blog]]></category>
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		<category><![CDATA[Deutsche Telekom]]></category>
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		<description><![CDATA[Interview mit Robert Wagner, Vice President Marketing &#38; Content, Bereich Products &#38; Innovations, Projektleiter 3min, Deutsche Telekom AG, Berlin, promedia 03/2010
3min.de ist das erste deutsche Webserien-Portal der Telekom und wird in Berlin produziert. Von Comedy über Sport bis hin zu Musik bietet die Internetplattform Mini-Serien mit einer durchschnittlichen Länge von drei Minuten pro Episode an. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Interview mit Robert Wagner, Vice President Marketing &amp; Content, Bereich Products &amp; Innovations, Projektleiter 3min, Deutsche Telekom AG, Berlin, <em>promedia</em> 03/2010</strong></p>
<p><strong>3min.de ist das erste deutsche Webserien-Portal der Telekom und wird in Berlin produziert. Von Comedy über Sport bis hin zu Musik bietet die Internetplattform Mini-Serien mit einer durchschnittlichen Länge von drei Minuten pro Episode an. Brüno, den Quatsch Comedy Club oder Moabit Vice gibt es Online und für das Handy. 3,2 Minuten durchschnittlich nutzt der User Bewegtbildangebote im Web und deswegen heißt das erste deutsche Webserienportal 3min.de.<br />
Ein Team von rund einem Dutzend Mitarbeitern arbeitet an dem Portal, dass ausschließlich professionell produzierte Inhalte anbietet und bewusst auf User-generated Content, wie z.B. bei Facebook verzichtet.<br />
Im Gegensatz zu anderen Portalen,  erwirbt die Telekom Lizenzen von Sendern oder Produzenten und finanziert gegenwärtig sowohl das Online-Portal als auch das Handy-Angebot ausschließlich über Werbung.<br />
Allerdings erweist sich die werbebasierte Finanzierung schwieriger als gedacht. Deshalb setzt man auch auf Transaktions-Geschäftsmodelle und will in einem Online-Shop auch Musik verkaufen.</strong></p>
<div id="attachment_1599" class="wp-caption alignleft" style="width: 225px"><a href="http://www.goldmedia.com/blog/wp-content/uploads/2010/03/Robert_Wagner.jpg"><img class="size-medium wp-image-1599" title="Robert_Wagner" src="http://www.goldmedia.com/blog/wp-content/uploads/2010/03/Robert_Wagner-215x300.jpg" alt="" width="215" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Robert Wagner, Projektleiter 3min</p></div>
<p><strong>promedia:</strong> Herr Wagner, welche Idee steht hinter 3min.de?<br />
<strong>Robert Wagner:</strong> Wir wissen, dass die junge Lifestyle-Zielgruppe ein verändertes Mediennutzungsverhalten hat. Kurze, clipartige Inhalte, die zwischendurch an der Haltstelle, in der U-Bahn, an der Arbeit genutzt werden können, haben in den letzten Jahren zugenommen. Das war der Schlüssel für uns, ein Video-Portal zu entwickeln, das sich ausschließlich mit professionell produzierten Inhalten auseinandersetzt und bewusst auf User-generated Content verzichtet.</p>
<p><strong>promedia:</strong> Bietet Sevenload.de nicht etwas Ähnliches?<br />
<strong>Robert Wagner:</strong> Sevenload ist sehr stark im Umfeld von User-generated Content und versteht sich als Social Community. Die Konsumenten können dort z.B. auch ihre Bilder hochladen. Bei uns sind alle Inhalte auf TV-Niveau produziert und ausgewählt. Der qualitative Aspekt steht sehr stark im Vordergrund. Hiermit differenzieren wir uns auch sehr deutlich von Sevenload.</p>
<p><strong>promedia:</strong> Machen Sie dann damit nicht Entertain Konkurrenz?<br />
<strong>Robert Wagner:</strong> Klares Nein. Es handelt sich bei uns nicht um TV-Inhalte wie sie Entertain anbietet, sondern um kurze Formate, die speziell für das Internet produziert wurden. Entertain sehen wir nicht als Konkurrenz an, sondern es <span id="more-1605"></span>gibt da sehr positive Synergien: Wir spielen unsere Inhalte auch bei Entertain im VoD-Bereich aus. Ein gutes Beispiel ist der „Quatsch Comedy Club“ von ProSieben. Bei Entertain wird eine Staffel mit 12 Folgen gezeigt, die jeweils 30 bis 40 Minuten lang sind. Bei uns gibt es dann die kurzen, clipartigen Zwei-, Drei- oder Vierminüter, die speziell für das Internet produziert worden sind und mit den klassischen TV-Inhalten wenig zu tun haben.</p>
<p><strong>promedia:</strong> Sind die TV-Inhalte dann nicht doch die Basis auch für die Internet-Formate?<br />
<strong>Robert Wagner:</strong> Wir sehen den qualitativen Aspekt der TV-Inhalte als Grundlage. Wir wollen nicht mit rtl.de konkurrieren und zum Beispiel GZSZ komplett zeigen. Wir wollen Inhalte zeigen, die nicht im TV laufen, sondern die speziell für das Internet und das spezifisches Mediennutzungsverhalten der Communities produziert worden sind – das ist der große Unterschied.</p>
<p><strong>promedia:</strong> Woher stammen Ihre Videos?<br />
<strong>Robert Wagner:</strong> Wir verfügen über einen Pool an Lizenzierungspartnern. Wir haben eine Redaktion von sechs Mitarbeitern, die sich in den Content-Screenings von unseren Lizenzierungspartnern über die Inhalte informieren. Es handelt sich größtenteils um Produktionen aus Deutschland, wir haben aber auch schon Serien aus den USA wie etwa „Prom Queen“ synchronisiert und aufbereitet. So filtern wir die Serien heraus, die gut zu der Zielgruppe von 3min passen und den Nerv der Zuschauer treffen. Zu unseren Partnern gehören etablierte Produktionsfirmen wie z.B. GrundyUFA, aber auch kleinere, semi-professionelle Produktionsfirmen, bei denen die Kreativität im Vordergrund steht. Wenn deren Produktionen zu unserem Konzept passen, wollen wir für sie eine Bühne bieten.</p>
<p><strong>promedia:</strong> Was ist das inhaltlich Besondere von 3min?<br />
<strong>Robert Wagner:</strong> Wir peilen die Zielgruppe von 14 bis 39 Jahren an und bieten professionelle Online Video-Formate aus verschiedenen Bereichen wie zum Beispiel Comedy, Gaming, fiktionale Webserien, aber auch Musik oder Sport. Es sind vor allem Lifestyle-affine Themen, die auf sehr viel Begeisterung stoßen. Nach diesen Kategorien wählen wir auch unsere Inhalte aus. Gaming funktioniert bei uns zum Beispiel sehr gut, es ist eine unsere am besten laufende Kategorien und ein großes Wachstumsfeld: Wir haben zum Beispiel eine Serie lizenziert, die „Bubble Universe“ heißt und sich semi-dokumentarisch mit dem Leben von „World of Warcraft“-Spielen beschäftigt. Wir zeigen hier Inhalte, die man nicht aus dem Fernsehen kennt, weil wir davon überzeugt sind, dass das klassische Fernsehen inzwischen gewisse Zielgruppen an das Internet verloren hat. An die richten wir uns.</p>
<p><strong>promedia: </strong>Auf welcher Basis erwerben Sie Ihre Inhalte?<br />
<strong>Robert Wagner:</strong> Wir kaufen Lizenzen von Produktionsfirmen und Rechteinhabern mit gewissen Lizenzlaufzeiten – für ein, drei oder sieben Jahre – für verschiedene Themen.</p>
<p><strong>promedia:</strong> …Also unabhängig davon, ob eine Serie 1000mal am Tag geklickt wird oder nur 100mal?<br />
<strong>Wagner:</strong> Die Modelle sind unterschiedlich. Das ist Verhandlungssache.</p>
<p><strong>promedia:</strong> Wie viele Serien zeigen Sie denn inzwischen?<br />
<strong>Robert Wagner:</strong> Wir haben momentan 80 bis 100 Formate im Angebot. Unser Repertoire soll aber im Jahr 2010 deutlich ausgebaut werden. Im Schnitt sind wir inzwischen schon bei 12 bis 24 Folgen pro Format. Aber die Länge von durchschnittlich drei Minuten pro Clip ist bei 3min kein Dogma. Die Grenze nach unten liegt bei ca. einer Minute und nach oben bei bis zu maximal zehn Minuten.</p>
<p><strong>promedia:</strong> Wie stark ist die Nutzung seit Mai vergangenen Jahres?<br />
<strong>Robert Wagner:</strong> Aktuell zählen wir 2,3 Millionen PIs, 900.000 Unique User und 1,2 Millionen Visits. Wir haben ca. eine Million Besucher im Monat, die unsere Videos nutzen. Wir sind sehr zufrieden und streben weiteres Wachstum an.</p>
<p><strong>promedia:</strong> Sie verzichten auf Paid Content und finanzieren sich über Werbung. Sind Sie noch einer der Wenigen, die an dieses Geschäftsmodell glauben?<br />
<strong>Robert Wagner: </strong>Auch wir planen transaktionsbasierte Geschäftsmodelle ein. 3min allein über Werbung zu finanzieren, ist sehr schwierig. Das heißt, wir werden künftig auch Musik verkaufen. Dazu starten wir spätestens Anfang März eine Integration von Musicload. Wenn sich jemand ein Musikvideo bei uns anschaut, kann er das dazugehörige Lied kaufen. Wir spielen auch mit dem Gedanken, wenn wir zum Beispiel ein Snowboard-Video zeigen, hier zusätzlich passende attraktive Shopping-Funktionen anzubieten. Unsere Zielgruppe ist hier hochattraktiv und sehr medienaffin. Zunächst einmal gilt es aber zu verstehen, unter welchem Servicegedanken die Zuschauer auch bereit sind, hier Produkte zu kaufen.</p>
<p><strong>promedia:</strong> Wie erfolgt die Abrechnung? Über die Telefonrechnung?<br />
<strong>Robert Wagner:</strong> Über ein konkretes Abrechnungsmodell zu sprechen ist es derzeit  noch zu früh.</p>
<p><strong>promedia:</strong> Also Learning by Doing?<br />
<strong>Robert Wagner:</strong> Absolut. Wir wissen, dass es gewisse Zielgruppen gibt, die über das klassische TV nicht mehr einzufangen sind, dass ein Shift in Richtung Online-Media-Konsum existiert und das wir einen Paradigmenwechsel im Mediennutzungsverhalten sehen. Wir wissen aber noch nicht, wie sich dieser Trend genau entwickelt, auch in Abhängigkeit von anderen Mediennutzungen.  Das es ein Wachstumsmarkt ist, steht außer Zweifel, aber wir reden hier auch von einer Zeitspanne von drei, fünf oder sogar zehn Jahren. Wir wollen uns kontinuierlich am Markt weiterentwickeln. Also gesteuerte Innovation.</p>
<p><strong>promedia: </strong>3min wird jetzt auch über das iPhone angeboten. Sind die Inhalte kostenpflichtig?<br />
<strong>Robert Wagner: </strong>Wir haben Fokusgruppen analysiert und überlegt, ob unsere App’s Geld kosten sollen oder nicht. Aber die Kunden erwarten derzeit noch, dass sie App’s  kostenlos und dafür werbefinanziert erhalten. Deshalb vermarkten wir die entsprechenden Banner.  3min ist als Portal werbefinanziert, damit es auch umsonst angeboten werden kann und das gleiche Konzept wenden wir auch für das iPhone an.</p>
<p><strong>promedia:</strong> Bringen Sie die Versuche, die Axel Springer jetzt mit den App’s für „Bild“ oder „Welt“ gestartet hat, nicht zum Umdenken?<br />
<strong>Robert Wagner:</strong> Wir verfolgen den Markt, aber wir vergleichen uns nicht  mit der „Bild“. Ich bin sehr gespannt, wie sich diese App’s entwickeln.  Springer probiert auch neue Ideen und wir probieren einiges aus. Das ist eine sehr steile Lernkurve momentan in diesem Markt.</p>
<p><strong>Über Robert Wagner</strong></p>
<ul>
<li>nach dem Studium Kundenberater für eine PR-Agentur</li>
<li>Geschäftsführer einer Eventmarketing-Agentur</li>
<li>Geschäftsführer einer Kommunikationsagentur</li>
<li>Head of Trendscouting der Product Visionaires GmbH</li>
<li>seit 2006 Führungskraft der Deutschen Telekom, zunächst als Trendscout und Business Developer der T-Com</li>
<li>seit 2007 Führungskraft im Bereich Products &amp; Innovations, Projektleiter von 3min</li>
</ul>
<p><strong>Weitere Informationen:</strong> <a onclick="javascript:pageTracker._trackPageview('/outbound/article/www.promedia-berlin.de');" href="http://www.promedia-berlin.de/"><strong>promedia</strong></a></p>
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