Moritz Alexander Kolb, Auszeichnung im Rahmen des Goldmedia-Preises für innovative Abschlussarbeiten im Bereich Medienwirtschaft 2017

Goldmedia-Preis für Medienwirtschaft. Auszeichung für Moritz Alexander Kolb und seine Masterarbeit Digitales #Standortmarketing im stationären Handel

06.03.2018. Die Masterarbeit von Moritz Alexander Kolb gehört zu den Arbeiten, die Goldmedia im Rahmen des Preises für innovative Abschlussarbeiten im Bereich Medienwirtschaft ausgezeichnet hat. Das Thema seiner Masterarbeit: Digitales Standortmarketing im stationären Handel. Händlerbefragung im „Digitalen Viertel“ des Kölner Stadtteils Sülz/Klettenberg. Die Ausschreibung zum Goldmedia-Preis war offen für deutsch- und englischsprachige Arbeiten aus unterschiedlichen Fachrichtungen.

Moritz Alexander Kolb, Auszeichnung im Rahmen des Goldmedia-Preises für innovative Abschlussarbeiten im Bereich Medienwirtschaft 2017
Moritz Alexander Kolb, Auszeichnung im Rahmen des Goldmedia-Preises für innovative Abschlussarbeiten im Bereich Medienwirtschaft 2017

Auszeichnung für Moritz Alexander Kolb

Digitales Standortmarketing im stationären Handel. Händlerbefragung im „Digitalen Viertel“ des Kölner Stadtteils Sülz/Klettenberg
  • Technology Arts Sciences TH Köln, Institut für Informationswissenschaft
  • Masterarbeit zur Erlangung des Hochschulgrades Master of Science im Studiengang Markt- und Medienforschung
  • Nov. 2016

Was bringt ein digitalisiertes Viertel für den Handel und was bringt ein digitalisierter Handel für das Viertel? Moritz Alexander Kolb beschäftigte sich in seiner Masterarbeit mit dem Potenzial von lokalbasierten, mobilen Werbemaßnahmen im stationären Einzelhandel, besonders im Hinblick auf kleinere Filialisten. Deren Sicht ist in der Forschung bislang zum großen Teil unterbelichtet, stehen doch zumeist die Kunden und ihr Einkaufsverhalten im Fokus. Seine Kernfrage: Kann es gelingen, dem stationären Einzelhandel über Location-based Advertising neue digitale Kundengruppen zuzuführen? Das Hauptaugenmerk lag auf den sog. Location-based Services (LBS). Seine Forschungsarbeit war eingebettet in das Pilotprojekt Digitales Viertel in Kölns Stadtviertel Klettenberg und Sülz.

Seine Arbeit zu den Chancen der Digitalisierung für den Einzelhandel zeigt, dass die Einzelhändler sich in einem Zwiespalt zwischen analoger und digitaler Welt befinden. Die Analyse hat einen umfangreichen empirischen Teil und liefert am Ende auch wichtige Handlungsempfehlungen und hat dadurch eine hohe Praxisrelevanz.

Wir haben Moritz Alexander Kolb gefragt, was ihn an diesem Thema besonders interessiert hat und welche Herausforderungen es während der Arbeit am Thema gab.

Kurzinterview mit Moritz Alexander Kolb

Was waren die Gründe, gerade dieses Thema zu wählen?
Moritz Alexander Kolb:
Im Gegensatz zur Erforschung der Kundensicht, befassten sich Untersuchungen zu diesem Thema bislang überraschend wenig mit der Händlersicht. Es konnte entsprechend keine detaillierte Studie über die Sichtweise der involvierten Händler gefunden werden. Ein vergleichbares Projekt aus 2016 in Deutschland beschäftigte sich ebenfalls nur rudimentär mit dieser Diskrepanz. Darüber hinaus können Location-based Services wie dieses Angebot auch helfen, einen vielfältigen stationären Einzelhandel in einem Stadtviertel zu bewahren und attraktiv zu gestalten.

Was war die größte Herausforderung bei der Beschäftigung mit dem Thema?
Moritz Alexander Kolb:
Die Thematik wurde von vielen Händlern nicht angenommen. Neben dem bloßen inhaltlichen Nichtverstehen der kostenlosen Chance, reagierten die Händler teilweise auch mit strikter Ablehnung. Es war entsprechend herausfordernd, die Probanden zu befragen. Darüber hinaus wurden in den Interviews sehr heterogene Verständnisse und Informationen geteilt.

Was ist das wichtigste oder auch überraschendste Ergebnis Ihrer Arbeit?
Moritz Alexander Kolb: Die kleineren und mittelständischen stationären Händler befinden sich bezüglich der Digitalisierung an einem point of no return. Sie sind gewissermaßen aktiv gefordert, an der Digitalisierung teilzunehmen. Leider sind viele Händler aus verschiedenen Gründen nicht (mehr) bereit, entsprechende Kapazitäten für ihren Onlineauftritt zu verwenden. Nichtsdestotrotz sind ihre bewährten Kernkompetenzen wie Beratungsleistung und Einkaufserlebnis noch immer ein hohes Gut und werden auch in Zukunft weiter gefragt sein.

Kurzfassung der Masterarbeit: Digitales Standortmarketing im stationären Handel. Händlerbefragung im „Digitalen Viertel“ des Kölner Stadtteils Sülz/Klettenberg (Autor: Moritz Alexander Kolb)

Besonders kleinere stationäre Geschäfte haben seit Jahren mit der florierenden Konkurrenz des Online-Handels zu kämpfen. Die Nutzung von neuen digitalen Möglichkeiten stellt dabei eine Chance für Einzelhändler dar. Ein Ansatz liegt in der Ausbringung von ortsbasierten Marketinginhalten an Smartphone-Nutzer. Ob es gelingen kann, das Interesse der Käuferschaft für den lokalen Handel mittels Mobile Marketing wiederzuerwecken, ist das Bestreben des umfangreich angelegten Pilotprojektes Digitales Viertel im Kölner Stadtteil Sülz/Klettenberg. Diese Arbeit mit dem Thema Digitales Standortmarketing im stationären Handel. Händlerbefragung im ‚Digitalen Viertel’ des Kölner Stadtteils Sülz/Klettenberg nimmt als qualitative Teilstudie des Projektes die Sicht der Händler ein. Dabei widmet sie sich unter anderem der Fragestellung: Was bringt ein digitalisiertes Viertel für den Handel und was bringt ein digitalisierter Handel für das Viertel? Die Beantwortung der Fragen erfolgt durch die Diskussion bestehender Theorie im Zusammenspiel der Analyse der eigenständig durchgeführten empirischen Leitfadeninterviews mit erfahrenen Händlern. Es werden grundlegende Ansichten und Herausforderungen der Händler vor Ort sowie deren Einstellungen gegenüber der digitalen Entwicklung und dem konkreten Projekt eruiert. Die Ergebnisse unterstützen einerseits weitere Online-Befragungen im Projekt, andererseits wurden Handlungsempfehlungen entwickelt. Die Analyse ergab, dass sich die Einzelhändler in einem Zwiespalt zwischen analoger und digitaler Welt befinden. Zwar sind Aufgeschlossenheit und Neugier festzustellen, dennoch richten sich große Zweifel an das Kölner Experiment. Indes zeigen die Händler in ihrer Zukunftsvision ein ganz ähnliches Szenario auf. Es konnten jedoch auch Grenzen ausgemacht werden, die ebenso Beachtung finden.

Goldmedia-Preis für innovative Abschlussarbeiten im Bereich Medienwirtschaft – Informationen

Bewerben konnten sich alle Absolventinnen und Absolventen, die im Jahr 2017 oder im Vorjahr ihren Abschluss erreicht haben.  Die Ausschreibung war offen für deutsch- und englischsprachige Arbeiten aus unterschiedlichen Fachrichtungen (u.a. Publizistik, Kommunikationswissenschaft, Medienwirtschaft, Medienmanagement, Medienrecht, BWL, VWL, Informationswissenschaft, Medieninformatik). Einsendeschluss war der 31. August 2017. Der Preis ist mit insgesamt 1.500,00 Euro dotiert und wurde in diesem Jahr auf drei Preisträgerinnen und Preisträger zur je 500,00 Euro verteilt. Aufgrund der Vielzahl und des hohen Niveaus der eingereichten Abschlussarbeiten wurden weitere 10 Arbeiten mit einer Urkunde gewürdigt. Alle Informationen: www.goldmedia.com/preis

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