Werbe-Budgets wandern weiter in Richtung Online: Die „heiligen“ TV-Etats werden kleiner

- Dr. Michael Schmid
Laut ARD/ZDF-Onlinestudie nutzen 68 Prozent der deutschen Onliner zumindest gelegentlich Online-Video-Angebote – immer mehr davon auch Mediatheken und Videocenter. Ob Tatort, Schlag den Raab oder GZSZ – TV-Inhalte werden von den Zuschauern verstärkt online und zeitversetzt gesehen. Aber, rechnet sich das? Derzeit noch nicht, künftig aber immer mehr. Die Wachstumsraten für Online-Video-Werbung sind momentan dreistellig. Gerade TV-Sendungen bergen großes Potenzial, allein schon, weil sie deutlich länger sind als die kurzen Clips der Nachrichtenseiten. Noch halten sich die großen Werbevermarkter sogar bei massenattraktiven TV-Formaten zurück und schalten erst wenige Werbeclips. Aber: Unterbrecherwerbung bzw. sogenannte „Midrolls“ sind immer stärker im Kommen. So stieg deren Anteil an den Erlösen allein von 2010 auf 2011 um sieben Prozentpunkte. 2012 wird die Vermarktung von Online-Videos noch stärker in Gang kommen und eine Verlagerung der TV-Budgets in den Online-Bereich einleiten.
Dr. Michael Schmid, Senior Consultant Goldmedia Strategy Consulting & Research


