Glasfaserausbau stagniert: Der Hochgeschwindigkeitsanschluss lässt sich Zeit

- Sebastian Lehr
In den deutschen Breitbandnetzen wird es langsam eng, trotzdem kommt der Glasfaserausbau nicht voran. Denn: Der Glasfaserausbau ist teuer. Derzeit wird es nur bis zu den sogenannten Kabelverzweigern ausgebaut (mit sog. VDSL-Technologie). Soll die komplette Anschlussleitung bis zum Wohnhaus durch Glasfaser ersetzt werden, würde das in Deutschland mehr als 100 Milliarden Euro kosten. Die Idee lautet nun: Wenn möglichst viele Marktteilnehmer gemeinsam in Infrastruktur und Netzausbau investierten, etwa Netzbetreiber, Stadtwerke und Energieversorger, würden die Ausbaukosten erheblich sinken. Die größte Hürde wird mit solchen Open-Access-Planspielen jedoch nicht genommen – die Vorbehalte der Konsumenten. Denn sie sind es, die letztlich für die Nutzung schnellerer Datennetze zahlen müssen und von den Vorteilen schnellerer Breitbandinternetzugänge längst nicht überzeugt sind. VDSL ist bislang ein Ladenhüter. Sollten 2012 keine Dienste auf den Markt kommen, die hohe Bandbreiten für den Durchschnittsnutzer interessant machen, bleibt der häusliche Glasfaseranschluss Zukunftsmusik – für unbestimmte Zeit.
Sebastian Lehr, Consultant Goldmedia GmbH Strategy Consulting
Ansprechpartner Presse
Dr. Katrin Penzel
Tel: +49-30-246 266-0
Fax: +49-30-246 266-66
Presse(at)Goldmedia.de

